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	<title>Stationärer Handel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T12:04:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Station%C3%A4rer_Handel&amp;diff=239855&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: https, Kleinkram</title>
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		<updated>2023-11-13T18:17:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;https, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:L&amp;#039;Epicerie Fine, Rue Cler, Paris 24 May 2014.jpg|mini|Lebensmittelgeschäft ({{frS|epicerie}}) in [[Paris]], rue Cler]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;stationärer Handel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Handelsbetriebslehre]] ein [[Handelsgewerbe]] bezeichnet, das einen festen [[Verkaufsort]] besitzt, der von [[Kunde]]n aufgesucht werden muss und in dem gegebenenfalls [[Geschäft (Wirtschaft)|Geschäfte]] abgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der stationäre Handel verfolgt das &amp;#039;&amp;#039;Residenzprinzip&amp;#039;&amp;#039; mit einem festen [[Standort]] und mit eigenem [[Verkaufsraum]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lothar Müller-Hagedorn]], &amp;#039;&amp;#039;Handelsmarketing&amp;#039;&amp;#039;, 1984, S. 15 ff.; ISBN 978-3170123502&amp;lt;/ref&amp;gt; der Kunde kommt und holt die Ware ab („Holprinzip“). Der stationäre Handel heißt im [[Gewerberecht (Deutschland)|Gewerberecht]] „stehendes Gewerbe“, das die Grundform darstellt (§{{§|14|gewo|juris}} bis {{§|52|gewo|juris}} [[Gewerbeordnung (Deutschland)|GewO]]). Es liegt vor, wenn die Voraussetzungen des [[Reisegewerbe]]s (§{{§|52|gewo|juris}} ff. GewO) oder des [[Markt]]verkehrs ([[Wochenmarkt]]; §{{§|64|gewo|juris}} ff. GewO) nicht gegeben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stehendes Gewerbe wird von einer [[Betriebsstätte]], einem [[Büro]], [[Laden (Geschäft)|Laden]], einer [[Niederlassung (Wirtschaft)|gewerblichen Niederlassung]] oder sonstigen [[Verkaufsstätte]] ([[Kiosk]]) betrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Besonderes_Verwaltungsrecht/00FHwE3KUfIC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22stehendes+gewerbe%22&amp;amp;pg=PA767&amp;amp;printsec=frontcover Hans-Wolfgang Arndt/Udo Steiner (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Besonderes Verwaltungsrecht&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 767]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der betreffende [[Geschäftsraum]] muss in regelmäßiger Wiederholung zu gewerblichen Zwecken genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Stober, &amp;#039;&amp;#039;Besonderes Wirtschaftsverwaltungsrecht&amp;#039;&amp;#039;, 2004, § 46 I 1; ISBN 978-3170283688&amp;lt;/ref&amp;gt; Verlässt der Gewerbetreibende seine Geschäftsräume, so kommt es auf seine Absichten an. Sammelt er unterwegs [[Auftrag|Aufträge]] oder [[Bestellung]]en, liegt stehendes Gewerbe vor, wird er ohne Bestellung tätig („Kundenfang“ durch [[Handelsvertreter]] oder [[Handlungsreisender|Handlungsreisende]]), handelt es sich um ein Reisegewerbe ({{§|55|gewo|juris}} Abs. 1 GewO).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebsformen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Marylebone High Street 12 Sept. 2015.JPG|mini|Ladengeschäfte aus&lt;br /&gt;
Ziegel&amp;amp;shy;mauer&amp;amp;shy;werk in der [[Marylebone]] High Street in [[London]]]]&lt;br /&gt;
Zum stationären Handel gehören insbesondere die [[Betriebsform]]en&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Multi_Channel_Retailing/xM0kBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22station%C3%A4rer+handel%22+einzelhandel&amp;amp;pg=PA11&amp;amp;printsec=frontcover Hanna Schramm-Klein, &amp;#039;&amp;#039;Multi-Channel-Retailing&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 10 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Einzelhandel]]: stationärer Verkauf an [[Verbraucher]];&lt;br /&gt;
* [[Großhandel]]: stationärer Verkauf an gewerbliche Abnehmer, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Einzelhändler]].&lt;br /&gt;
* [[Direktvertrieb]]: stationärer [[Vertrieb]] vom Hersteller oder Großhändler ohne weitere [[Handelsstufe]]n an den Endverbraucher.&lt;br /&gt;
* [[Outlet]]: eine Betriebsform, die Waren aus nicht mehr aktueller [[Produktion]], [[B-Ware]]n, [[Retoure|Rückläufer des Handels]] oder Ware aus [[Überproduktion]]en zu in der Regel günstigeren Preisen angeboten werden.&lt;br /&gt;
Die Hauptaufgabe des stationären Handels besteht darin, den Kunden bestimmte [[Handelsware]]n regelmäßig [[Angebot (Betriebswirtschaftslehre)|anzubieten]], sie zu [[Beratung|beraten]] und zu einem [[Kaufvertrag]] zu bewegen. Zum Einzelhandel gehören auch [[Baumarkt]], [[Discounter]], [[Fachhandel]], [[Kaufhaus]], [[SB-Warenhaus]], [[Supermarkt]], [[Tankstelle]], [[Verbrauchermarkt]], [[Verkaufsautomat]] oder [[Warenhaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;{{Anker|Brick and Mortar}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Brick and Mortar&amp;#039;&amp;#039; (Abkürzung &amp;#039;&amp;#039;B&amp;amp;M&amp;#039;&amp;#039;; {{enS|„Ziegelstein und Mörtel&amp;#039;“}}) ist der [[Anglizismus]] insbesondere für amerikanische Unternehmen, bei denen der Kundenkontakt nicht im [[Internet]], sondern in Geschäfts- und Verkaufsräumen stattfindet – wie zum Beispiel der stationäre Einzelhandel.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.merriam-webster.com/dictionary/bricks-and-mortar merriam-webster.com, Stichwort: bricks-and-mortar], abgerufen am 8. November 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.investopedia.com/terms/b/brickandmortar.asp# investopedia.com, Stichwort: Brick And Mortar], abgerufen am 31. Januar 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff bezieht sich auf diese realen Geschäftsräume, die aber nicht unbedingt aus Ziegeln und Mörtel gemauert sein müssen. Er wird als Gegensatz zu Unternehmen verwendet, die ausschließlich im Internet präsent sind wie beispielsweise [[Online-Shop]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauliche Gestaltung und Innenausstattung ==&lt;br /&gt;
Bereits die bauliche Gestaltung im [[Bauplan]] berücksichtigt den stationären Handel, indem durch [[Schaufenster]] und deren [[Schaufenstergestalter|Schaufenstergestaltung]] [[Kaufanreiz]]e geschaffen werden. Nach der so genannten &amp;#039;&amp;#039;24-Feet-Regel&amp;#039;&amp;#039; muss ein Schaufenster so gestaltet werden, dass der [[Passant]] es aus 24 [[Fuß]] Entfernung (rund 7,30 Meter) inhaltlich leicht wahrnehmen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/psychofalle-kaufhaus-6819490.html Tagesspiegel vom 3. August 2008, &amp;#039;&amp;#039;Psychofalle Kaufhaus&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den größten Teil des Verkaufsraums bildet die [[Verkaufsfläche]], eine [[Messgröße]] des Einzelhandels für die [[Betriebsgröße]]. Sie setzt sich aus den [[Regal (Möbelstück)|Regalflächen]], den dazwischen verlaufenden [[Kontaktstrecke]]n, [[Theke]]n und dem [[Kasse]]nbereich zusammen ({{enS|frontstore}}). Die natürliche Rechtsorientierung im [[Blickfeld]] der meisten Kunden führt zu angepasster Warenplatzierung entlang der Kontaktstrecken.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bertzgmbh.de/news/ladenbau-ist-verkaufspsychologie/ Bertz vom 1. Oktober 2013, &amp;#039;&amp;#039;Ladenbau ist Verkaufspsychologie&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits fünf Schritte vom Eingang entfernt werden daher auf der rechten Seite [[Bestseller]] platziert. Diese Blick-Präferenz wird bei der weiteren Ladengestaltung häufig auch im Geschäft selbst berücksichtigt, etwa mit der Führung des Kunden durch das Geschäft gegen den Uhrzeigersinn. Das [[Sortiment]] sollte in Blickhöhe der [[Zielgruppe]] angeordnet sein ([[Süßwaren]] für Kinder in unteren Regalen). Auch [[Rackjobbing]] oder [[Shop-in-shop]] haben in einem modernen Konzept ihren Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zur Verkaufsfläche, aber doch zur [[Gewerbefläche]], gehören die meist baulich von der Verkaufsfläche getrennten [[Lagerhaltung|Lagerräume]] und [[Verwaltung]] ({{enS|backstore}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Erfüllt eine Betriebsform mindestens eines der Merkmale (fester Standort, Verkaufsraum) nicht, gehört sie nicht zum stationären Handel. Dies trifft unter anderem zu auf [[ambulanter Handel|ambulanten Handel]], [[Haustürgeschäft]], [[Kaffeefahrt]], [[Markt]]handel, [[Online-Handel]], [[Teleshopping]], [[Verkaufsfahrzeug]]e und [[Versandhandel]]. Je nachdem, ob der Händler die Ware zum Kunden bringt/bringen lässt oder ob der Warenaustausch an einem dritten Ort stattfindet, spricht man von &amp;#039;&amp;#039;Bringprinzip&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Treffprinzip&amp;#039;&amp;#039;. Da viele [[Handelsunternehmen]] sowohl im stationären als auch im nicht-stationären Geschäft tätig sind, spielt für ihre statistische Erfassung und Zuordnung das Schwerpunktprinzip eine Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Handel_mit_Mehrwert/SMqDDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=handel+Schwerpunktprinzip&amp;amp;pg=PA6&amp;amp;printsec=frontcover Gerrit Heinemann/H. Mathias Gehrckens/Thomas Täuber, &amp;#039;&amp;#039;Handel mit Mehrwert&amp;#039;&amp;#039;, 2019, S. 6]&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach betreibt stationären Handel nur, wer ausschließlich oder überwiegend (66 %) [[Handel]] von einem festen Standort aus organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Die klassische Betriebsform des Warenhandels ist der stationäre Handel. Das Sortiment ist im Regelfall vor Ort und kann vom Kunden begutachtet und gegebenenfalls [[Anprobe|anprobiert]] oder [[Test|getestet]] werden ([[Präsenzhandel]]). Durch den Einsatz von [[Verkäufer]]n zur [[Räumliche Orientierung|Orientierung]] und [[Beratung]] des Kunden findet eine [[soziale Interaktion]] statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Chancen_und_Risiken_von_Brick_Click_Mult/ATFaBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22station%C3%A4rer+handel%22+holprinzip&amp;amp;pg=PA39&amp;amp;printsec=frontcover Stefan Kock, &amp;#039;&amp;#039;Chancen und Risiken von Brick&amp;amp;Click: Multi-Channel-Marketing im Bekleidungseinzelhandel&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 40]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Einkauf kann als [[Erlebnis]] gestaltet werden, um weitere Kaufanreize zu schaffen oder zu steigern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Standortwahl ist von zentraler Bedeutung, so dass die [[Lage (Immobilie)|Lage]] ([[Passantenfrequenz]]) und [[Erreichbarkeit (Verkehr)|Erreichbarkeit]] das [[Marktpotenzial]] bestimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lothar Müller-Hagedorn (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Internet im Handel und in ausgewählten Dienstleistungsbereichen&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 110 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die fachliche Beratung und die Möglichkeit des Kunden zur direkten [[Qualitätsprüfung]] machen den stationären Handel gegenüber dem Online-Handel sehr überlegen, wodurch auch das [[Kaufrisiko]] meist geringer ist als bei anderen Betriebsformen.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Billen/Rolf Weiber, &amp;#039;&amp;#039;Multi-Channel-Marketing. Die informationsökonomische Perspektive&amp;#039;&amp;#039;, in: Bernd W Wirtz (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Multi-Channel-Marketing&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 56; ISBN 978-3834903600&amp;lt;/ref&amp;gt; Der nicht-stationäre Handel – insbesondere der Versandhandel – versucht, die mangelnde Präsenz der Waren durch kostenlose [[Retoure]]n auszugleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=115133121X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stationarer Handel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelhandel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewerberecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Großhandel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marktpsychologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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