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	<title>Starostei Draheim - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T07:23:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Starostei_Draheim&amp;diff=1328361&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Definitiv: Propaganda von Sperrumgeher Sambalone entfernt</title>
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		<updated>2025-10-04T16:05:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Propaganda von Sperrumgeher Sambalone entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Starostei Draheim.png|mini|hochkant=1.4|Starostei Draheim (rot umrandet) Mitte des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, das Gebiet ist in dieser historischen Karte ([[Atlas Blaeu]]) Polen (hellrot) zugeordnet. Zu erkennen sind die Lage an der Grenze Pommerns (gelb), die Orte Draheim und Tempelburg („Tempelborch“)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Starostei Draheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine polnische [[Starostei]], ab 1668 im Pfandbesitz [[Brandenburg-Preußen]]s. Mit der [[Erste Teilung Polens|Ersten Teilung Polens]] 1772 wurde sie preußisches Staatsgebiet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Das Gebiet der späteren Starostei Draheim war seit dem Mittelalter ein zwischen [[Pommern]], [[Polen]] und [[Brandenburg]] umstrittenes Grenzgebiet. Um 1290 schenkte der polnische Herzog [[Przemysł II.|Premislaus II.]] das als verlassen („desertum“) beschriebene Land dem [[Templerorden]], der hier die Burg und wohl auch die Stadt [[Tempelburg]] anlegte. Nach dem Verbot des Templerordens 1312 wurde das Gebiet zur [[Kommende Tempelburg]] des [[Geschichte des Johanniterordens|Johanniterordens]], wobei der Orden aber nur zeitweise seinen Besitz behaupten konnte. Um 1355 legte der Johanniterorden nördlich von Tempelburg die [[Burg Draheim]] an. 1407 jedoch eroberten deutsche und polnische Adlige die Burg Draheim und nutzten sie als Basis für Raubzüge, bis 1422 die Bürger der Stadt [[Drawsko Pomorskie|Dramburg]] dem ein Ende bereiteten. 1438 schließlich sorgte der [[Deutscher Orden|Deutsche Orden]] dafür, dass das Gebiet an Polen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Polnische Starostei ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pommerania and surrounding territories 1618.png|mini|hochkant=1.4|Die Lage der Starostei Draheim in der weiteren Umgebung. In dem weit in das [[Heiliges Römisches Reich|Heilige Römische Reich]] hineinragenden polnischen Gebiet (rosa Farbe) ist die Stadt „Tempelburg“ eingezeichnet]]&lt;br /&gt;
In Polen bildete das Gebiet die &amp;#039;&amp;#039;Starostei Draheim&amp;#039;&amp;#039;. Verwaltet wurde sie von der [[Burg Draheim]] aus; der wichtigste Ort war jedoch die Stadt [[Tempelburg]]. Daneben bestanden zunächst nur die Dörfer [[Siemczyno|Heinrichsdorf]] und [[Neu Wuhrow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 16. Jahrhundert wurde die ländliche Besiedlung der Starostei ausgebaut, wie sich an Einnahmeverzeichnissen („Lustrationen“) aus den Jahren 1565 und 1628/1632 nachvollziehen lässt. In den Jahrzehnten vor 1565 wurden die Siedlungen [[Jeziorna|Flacksee]], [[Kluczewo|Klaushagen]], [[Łubowo (Borne Sulinowo)|Lubow]], [[Rakowo (Powiat Szczecinecki)|Rackow]], Schwarzsee (später werden [[Groß Schwarzsee]] und [[Klein Schwarzsee]] unterschieden), [[Kuźnica Drawska|Hammer]] und [[Żerdno|Schneidemühle]] gegründet. Im Jahre 1565 lebten in der Starostei, einschließlich der Stadt Tempelburg, etwa 1000 Personen in etwa 200 Haushaltungen. Von 1565 bis 1628/1632 kamen weitere zwölf bzw. dreizehn Dörfer und drei [[Vorwerk (Gutshof)|Vorwerke]] hinzu; die Zahl der Haushaltungen erhöhte sich auf etwa 470. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1616 eingesetzte [[Starost]] [[Johann Czarnkowski]] bemühte sich, das Gebiet der Starostei auch gewaltsam zu erweitern. Seine Erwerbungen hatten nur teilweise Bestand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 16. Jahrhundert bekannten sich die Einwohner der Starostei zum evangelischen Glauben. Doch die anschließende [[Gegenreformation]] verschonte auch die Starostei Draheim nicht. Der ganz überwiegende Teil der Einwohner blieb zwar fest im evangelischen Glauben. Doch trat der Starost Johann Czarnkowski zum Katholizismus über, vertrieb 1625 die evangelischen Prediger und übergab die Kirchengebäude der katholischen Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pfandherrschaft Brandenburg-Preußens ==&lt;br /&gt;
In dem 1657 geschlossenen [[Vertrag von Bromberg]] verpfändete Polen die Starostei Draheim an [[Brandenburg-Preußen]] unter Kurfürst [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Friedrich Wilhelm]]. Im [[Vertrag von Oliva]] (1660) wurde dies bestätigt.&amp;lt;REF&amp;gt;[[Martin Wehrmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Pommern&amp;#039;&amp;#039;. Band 2. 2. Auflage. Friedrich Andreas Perthes, Gotha 1921, S. 179. Nachdruck: Weltbild Verlag, Augsburg 1992, ISBN 3-89350-112-6.&amp;lt;/REF&amp;gt; Zur Besitzübernahme kam es jedoch erst 1668, als nach längeren, ergebnislosen Verhandlungen der Kurfürst seinen Kammerrat [[Hasso Adam von Wedel-Neuwedell|Hasso Adam von Wedel]] mit einem Regiment Dragoner in die Starostei sandte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wurde die Starostei Draheim als Pfandbesitz unmittelbar von Berlin aus verwaltet. Die Starostei war zunächst ein sogenanntes [[Schatullamt]], also Eigenbesitz des Landesherren, das von einem Amtmann verwaltet wurde. Sitz des Amtmanns war bis 1730 die Burg Draheim. Später wurde die Starostei an [[Domänenpächter]] verpachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Starostei Draheim Pfandbesitz war, bestand die Möglichkeit, dass der polnischen König sie einmal einlösen würde. Mit Blick darauf wurde in der Verwaltung der Starostei unterschieden zwischen den Starosteidörfern, die die eigentliche Starostei bildeten, und pommerschen und neumärkischen Örtern, die zwar durch den Starosten verwaltet wurden, die aber als Teil [[Hinterpommern]]s oder der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] galten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brüggemann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vertrag von Bromberg hatte sich Brandenburg verpflichtet, die Stellung der katholischen Kirche nicht anzutasten. So wurde die ganz überwiegend evangelische Einwohnerschaft gezwungen, den jeweils in Tempelburg eingesetzten katholischen Geistlichen zu finanzieren. Erst König [[Friedrich Wilhelm I. (Preußen)|Friedrich Wilhelm I.]] von Preußen erlaubte den Bau einer evangelischen Kirche in Tempelburg.&amp;lt;REF&amp;gt;[[Martin Wehrmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Pommern&amp;#039;&amp;#039;. Band 2. 2. Auflage. Friedrich Andreas Perthes, Gotha 1921, S. 227. Nachdruck: Weltbild Verlag, Augsburg 1992, ISBN 3-89350-112-6.&amp;lt;/REF&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Integration in Preußen ==&lt;br /&gt;
Mit der [[Erste Teilung Polens|Ersten Teilung Polens]] 1772 endete die Sonderrolle der Starostei Draheim. Sie wurde preußisches Staatsgebiet, was 1773 durch den [[Warschauer Vertrag (1773)|Warschauer Vertrag]] festgeschrieben wurde. Das Gebiet der bisherigen Starostei verblieb aber – wie andere Gebiete Preußens auch – außerhalb des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]]. Die bisherige Starostei wurde zum [[Amt Draheim]]. Bei der 1781 erfolgten Neueinrichtung des Amtes Draheim fiel die Unterscheidung zwischen den bisherigen Starosteidörfern und den pommerschen und neumärkischen Örtern weg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brüggemann&amp;quot;/&amp;gt; Endgültig ging das Gebiet der ehemaligen Starostei erst 1817 in der neuen Verwaltungsgliederung auf, es bildete fortan einen Teil des [[Landkreis Neustettin|Kreises Neustettin]] im [[Regierungsbezirk Köslin]] der preußischen [[Provinz Pommern]], der aber außerhalb des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]] blieb und erst 1866 ein Teil des [[Norddeutscher Bund|Norddeutschen Bundes]] geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* [[Ernst Bahr (Historiker)|Ernst Bahr]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Starostei Draheim zwischen 1565 und 1632.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Baltische Studien]].&amp;#039;&amp;#039; Band 57 N.F., 1971, {{ISSN|0067-3099}}, S. 27–42.&lt;br /&gt;
* Christoph Motsch: &amp;#039;&amp;#039;Grenzgesellschaft und frühmoderner Staat. Die Starostei Draheim zwischen Hinterpommern, der Neumark und Großpolen (1575–1805)&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-35634-X.&lt;br /&gt;
* [[Haik Thomas Porada]], Michael Lissok: &amp;#039;&amp;#039;Die frühere Starostei Draheim und die Stadt Tempelburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pommern. Zeitschrift für Kultur und Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Heft 2/2002, {{ISSN|0032-4167}}, S. 2–9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://ome-lexikon.uni-oldenburg.de/regionen/draheim-starostei Draheim (Starostei)] im &amp;#039;&amp;#039;Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brüggemann&amp;quot;&amp;gt;[[Ludwig Wilhelm Brüggemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogthums Vor- und Hinter-Pommern. 2. Teil, 2. Band Beschreibung der zu dem Gerichtsbezirk der Königl. Landescollegien in Cößlin gehörigen Hinterpommerschen Kreise.&amp;#039;&amp;#039; H. G. Effenbart, Stettin 1784, S. 729–737 ([https://books.google.de/books?id=uwk_AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA729 Online bei Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4638466-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pommersche Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Preußen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Definitiv</name></author>
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