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	<title>Stargarder Blende - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T14:30:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Ergänze Kategorie:Bildende Kunst (Woiwodschaft Westpommern)</title>
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		<updated>2024-11-03T08:04:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Bildende_Kunst_(Woiwodschaft_Westpommern)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Bildende Kunst (Woiwodschaft Westpommern) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Bildende Kunst (Woiwodschaft Westpommern)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stargard Kolegiata Wieza.jpg|mini|hochkant|[[Marienkirche (Stargard)|Marienkirche in Stargard]] – Nordturm mit Stargarder Blenden]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stargarder Blende&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Form des [[Blendmaßwerk]]s, die sich an frühen Formen hochgotischer Fenster[[maßwerk]]e aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts orientiert. In [[Stargard]] erschien das Motiv wohl zuerst an dem monumentalen Westturmmassiv der [[Marienkirche (Stargard)|Marienkirche]], das für ein Werk von [[Hinrich Brunsberg]] gehalten wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RKH-Polen_21&amp;quot;&amp;gt;Kristine Jaath, Mirko Kaupat: &amp;#039;&amp;#039;Polen – Ostseeküste und Masuren&amp;#039;&amp;#039;. Reise Know-How Verlag Peter Rump, Bielefeld, 6., neu bearbeitete und aktualisierte Auflage 2021, ISBN 978-3-8317-3456-6, S. 47–48.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese hohe zwei- oder vierbahnig gegliederte [[Blende (Architektur)|Blende]], in deren Scheitel große Kreise stehen, wurde für die [[Spätgotik|spätgotische]] Architektur [[Pommern]]s und der benachbarten Länder kennzeichnend. Ähnliche große Rundscheiben in ganzer Breite unter dem Scheitel spitzbogiger Flächen finden sich in Fenstermaßwerken schon gut hundert Jahre früher, so in den [[Chor (Architektur)|Chor]][[obergaden]] von [[Notre-Dame de Paris]] seit der Vergrößerung in den 1220er Jahren. Am Stargarder Südturm erscheinen diese Blenden in ihren oberen Teilen nicht ganz vollendet, und der Turm schließt an dieser Stelle mit einem einfachen Giebel, der nach dem Brand vom Jahr 1635 seine gegenwärtige Gestalt erhalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Geschichte der Stadt Stargard |Autor=Gottlieb Christian Teske |Verlag=Hendess |Datum=1843 |Seiten=41 |Online=https://www.google.de/books/edition/Geschichte_der_Stadt_Stargard/E4IAAAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Türme der Marienkirche wurden seit ca. 1380 gebaut. Der Nordturm muss schon um 1410 soweit fertig gewesen sein, dass seine Gliederung zum ersten Mal nachgeahmt werden konnte, nämlich in derselben Stadt im Turm der [[Johanniskirche (Stargard)|Johanniskirche]]&amp;lt;ref&amp;gt;Europäische Route der Backsteingotik, Berlin, 2022&amp;lt;/ref&amp;gt; und im [[Mühlentor (Stargard)|Mühlentorturm]]. Die Blenden vom Nordturm der Marienkirche wurden dann so oft wiederholt, dass man von einem &amp;#039;&amp;#039;Stargarder Typ&amp;#039;&amp;#039; der Blende sprechen kann. Im Vergleich zu diesen Blendmaßwerken sind die Fenstermaßwerke der Kirche schlichter: Diejenigen von Seitenschiff und Kapellen bestehen nur aus spitzbogig schließenden Bahnen, diejenigen der Langhausobergaden sogar nur aus senkrechten Stäben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den etwas älteren Blenden an Chorgiebel und Turm der [[St.-Marien-Kirche (Greifswald)|Marienkirche in Greifswald]] liegen die Rundscheiben weiter in der Kurvatur und sind nicht ganz so breit, was etwa den Fenstermaßwerken der [[Marburg]]er [[Elisabethkirche (Marburg)|Elisabethkirche]] entspricht. Bei den [[Schallluke]]n des Glockengeschosses wurde in Greifswald auf technisch einfacher realisierbare [[Frühgotik|frühgotische]] Formen der Gliederung zurückgegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vierbahniges Blendmaßwerk mit Rundscheiben schmückte von der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts bis zu seinem Einsturz im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] auch den im Übrigen [[Frühgotik|frühgotischen]] südlichen Querhausgiebel der [[Bremen|Bremer]] [[St. Stephani (Bremen)|Stephanikirche]]. Hier wurde es natürlich nicht &amp;#039;&amp;#039;Stargarder Blende&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;200&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notre Dame desde el SE. 05.JPG|[[Notre-Dame de Paris]], Chor&amp;amp;shy;ober&amp;amp;shy;gaden bald nach 1220 vergrößert&lt;br /&gt;
Marburg, Elisabethstraße 3 20161104-001.jpg|Marburg, [[Elisabethkirche (Marburg)|Elisabethkirche]], Maßwerke ab 1240&lt;br /&gt;
Marienkirche Greifswald.jpg|Greifswald, [[St.-Marien-Kirche (Greifswald)|Marienkirche]], Blendmaßwerk an Chorgiebel (1328 oder später) und Turm (oben 2.&amp;amp;nbsp;H. 14.&amp;amp;nbsp;Jh.)&lt;br /&gt;
St. Stephani Südgiebel 1876.png|Bremen, [[St. Stephani (Bremen)|St. Stephani]], Südgiebel (2.&amp;amp;nbsp;H. 13.&amp;amp;nbsp;Jh. bis 1944)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Motiv hat man an mehreren städtischen und ländlichen Kirchtürmen, u. a. in [[Stettin]], [[Pasewalk]], [[Chociwel]] (Freienwalde in Pommern), [[Gryfice]] (Greifenberg) und [[Drawsko]] (Dramburg). &amp;#039;&amp;#039;Stargarder Blenden&amp;#039;&amp;#039; an Giebeln finden sich außer an St. Marien in Greifswald auch an der Marienkapelle der [[Jakobskathedrale (Stettin)|Jakobikirche in Stettin]], an einer Saalkirche im Städtchen [[Suchań]] (Zachan) sowie an Bürgerhäusern in [[Anklam]] und Stargard. Wehrbauten mit diesem Schmuck stehen in [[Brandenburg a. d. Havel]], [[Tangermünde]] und Stargard.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank Stiftung des skandinavischen Königs und pommerschen Herzogs [[Erik XIV. (Schweden)|Erik XIV]] gelangten diese Blenden nach [[Dänemark]], wo sie die Giebel der Karmeliterkirche in [[Helsingør]] gliedern und Muster für eine ganze Gruppe der [[Kirchenschiff|Schiffs]]- und Turmgiebel an benachbarten Landkirchen bilden, so dass die dänischen Forscher diesen Typ als „Helsingør Giebel“ bezeichnen. Die Blenden des Stargarder Typs wurden im Laufe ihrer zahlreichen Nachahmungen aus ihrem ursprünglichen Kontext, der Turmgliederung, gelöst und zum universellen, selbstständigen Motiv. Die Blende wurde dabei mehrfach vereinfacht und reduziert, die Teilung zweifach statt vierfach, der Scheitelkreis wurde verkleinert und endlich hat man ganz auf den äußeren spitzbogigen Umriss verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Marek Ober: &amp;#039;&amp;#039;O blendzie typu stargardzkiego.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Terra Transoderana&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 89–99.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=53.33672|EW=15.0463|type=landmark |region=PL-32}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ornament (Bauteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur der Gotik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Pommern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stargard]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildende Kunst (Woiwodschaft Westpommern)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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