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	<title>Stapelrecht - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T11:40:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stapelrecht&amp;diff=16578&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ÖPNV-Fahrgast: Vorlage Spk-digital</title>
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		<updated>2025-05-03T14:42:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlage Spk-digital&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stapelrecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Niederlagsrecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|Ius emporii}}, eigentlich [[Marktrecht (historisch)|„Marktrecht“]] im Sinne von „Verkaufsrecht“) war im [[Mittelalter]] das [[Recht]] einer [[Stadt]] oder eines [[Marktgemeinde|Marktorts]], von durchziehenden Kaufleuten zu verlangen, dass sie ihre [[Ware]]n für einen bestimmten Zeitraum auf dem örtlichen [[Stapelplatz]] abluden, „stapelten“ und anboten (Feilbietungszwang). Teilweise konnten sich Händler durch Zahlung eines &amp;#039;&amp;#039;Stapelgeldes&amp;#039;&amp;#039; von der &amp;#039;&amp;#039;Stapelpflicht&amp;#039;&amp;#039; befreien. Zusammen mit dem Stapelrecht hatten die Städte meist ein [[Umschlagsrecht]]. Beide Rechte verteuerten die betroffenen Waren und beförderten die Interessen städtischer Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Beispiele ==&lt;br /&gt;
Der Braunschweiger Herzog [[Otto I. (Braunschweig)|Otto I.]] stattete die an drei Flüssen gelegene Stadt [[Hann. Münden|Münden]] im Jahr 1247 mit dem [[Mündener Stapelrecht]] aus, das bis 1824 galt. Es gehört zu den ältesten urkundlich bezeugten Stapelrechten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Konrad von Hochstaden]], Erzbischof von [[Erzbistum Köln|Köln]], gewährte der Stadt [[Köln]] am 7. Mai 1259 das Stapelrecht. Alle Waren – insbesondere die auf dem [[Rhein]] transportierten – mussten nun drei Tage den Kölner [[Bürger]]n zum Kauf angeboten werden. Diese Regelung verschaffte den Kölner [[Patrizier]]n einen bedeutenden Reichtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch viele andere Städte in günstiger Lage an Handelsrouten hatten dieses Recht, unter ihnen [[Geschichte der Stadt Mainz#Nach dem Dreißigjährigen Krieg|Mainz]], [[Frankfurt am Main]], [[Heilbronn]], [[Neuss]], [[Minden]], [[Frankfurt (Oder)]], [[Görlitz]] (1339), [[Berlin]], [[Magdeburg]], [[Itzehoe]] (1260), [[Erfurt]], [[Wien]] (1221), die [[Hansestadt|Hansestädte]] [[Lübeck]], [[Hamburg]], [[Rostock]], [[Stade]] (1259), [[Bremen]] und [[Zwolle]] (1438) oder [[Bozen]] (1470) an der alpenquerenden [[Brennerstraße]]. [[Lüneburg]] bekam das Stapelrecht 1392 erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Kaufleute kam erschwerend hinzu, dass die betreffenden Städte nicht umfahren werden konnten und so den Handelsverkehr auch in größerem Umkreis an sich zogen. So erhielt [[Leipzig]] 1507 das [[Meilenprivileg]] von [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] und konnte sein Stapelrecht auf 15 [[Meile]]n (ca. 115 km) um die Stadt ausdehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem verderblichen Waren wie Milchprodukte, Fleischwaren, [[Fische|Fisch]] sowie Waren aus dem [[Fernhandel]] setzte diese Auflage eine große Handelserschwernis entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Der Ursprung des Rechts liegt wahrscheinlich bei [[Karl der Große|Karl dem Großen]]. BITTE MIT QUELLE BELEGEN --&amp;gt;Abgeschafft wurde das Recht auf dem Rhein durch den Oktroivertrag 1804 zwischen Frankreich und dem [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=ohne Verfasser |url=https://www.ccr-zkr.org/11010100-de.html |titel=Einführung |werk=Internetpräsenz |hrsg=Zentralkommission für die Rheinschifffahrt (ZKR), Straßburg |datum= |abruf=2024-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Infolge der Beschlüsse des [[Wiener Kongress]]es von 1815 wurde es auch auf anderen Flüssen abgeschafft, so durch die [[Elbschifffahrtsakte]] von 1821, die [[Weserschifffahrtsakte]] von 1823 und allgemein durch die Einrichtung des [[Deutscher Zollverein|Deutschen Zollvereins]] 1834.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadien merkantilistischer Handelspolitik ==&lt;br /&gt;
[[Joseph Schumpeter]] teilt bei seiner Erörterung der [[Merkantilismus|merkantilistischen]] Literatur die exportmonopolistischen Praktiken bezüglich des Stapelrechts in drei Phasen ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Korporativ organisierte Kaufleute (Beispiel: die &amp;#039;&amp;#039;[[Merchant Adventurers]]&amp;#039;&amp;#039;) machen bestimmte Städte zu zentralen Niederlassungen, um ihren Handel besser steuern zu können.&lt;br /&gt;
# Die Städte selbst zwingen die durchziehenden Kaufleute, ihre Waren am Ort selbst anzubieten, wobei sie für die Stadt vorteilhaften Restriktionen unterworfen werden. Vom 13. Jahrhundert an verbreitet sich das Stapelrecht von Italien ([[Republik Genua|Genua]], [[Republik Venedig|Venedig]]) über ganz Europa bis hin nach Russland und England (&amp;#039;&amp;#039;Ordinance of the Staple&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Englische Wikipedia: &amp;#039;&amp;#039;[[:en:Statute of the Staple|Statute of the Staple]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; von [[Eduard III. (England)|Eduard III.]]).&lt;br /&gt;
# Daraus entwickelte sich die Praxis, den Welthandel zum tatsächlichen oder vermeintlichen Wohle eines Landes in bestimmte, vorgezeichnete Kanäle zu lenken, um damit dem Ausland zu schaden (die englische [[Navigationsakte]] 1660 und die Stapelakte von 1663). Dieses System ging schließlich allmählich in [[Protektionismus]] im modernen Sinne über.&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph A. Schumpeter (Hrsg. Elizabeth B. Schumpeter): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der ökonomischen Analyse.&amp;#039;&amp;#039; Erster Teilband. Vandenhoeck Ruprecht, Göttingen 1965, S. 429, Anm. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Verkehrsgeschichte]]&lt;br /&gt;
* [[Grundruhrrecht]]&lt;br /&gt;
* [[Kranrecht]]&lt;br /&gt;
* [[Zollvereinsniederlage]]&lt;br /&gt;
* [[Elbzollfregatte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Otto Gönnenwein]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Stapel- und Niederlagsrecht&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Darstellungen zur Hansischen Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. N. F. Band 11). Böhlau, Weimar 1939, {{OCLC|255990602}}, {{DNB|580879453}} (Habilitationsschrift Universität Heidelberg, Juristische Fakultät, 18. Mai 1946, 456 Seiten, {{OCLC |720485779}}).&lt;br /&gt;
* Fritz Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Stapelrecht und Schiffahrt der Stadt [[Hann. Münden|Münden]] bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Heinzerling, Hann. Münden 1936, {{OCLC|34650188}} (Dissertation [[Universität Köln]], Wirtschaft- und sozialwissenschaftliche Fakultät, 1. Oktober 1936, 86 Seiten).&lt;br /&gt;
* [[Otto Stolz (Historiker)|Otto Stolz]]: &amp;#039;&amp;#039;Neue Beiträge zur Geschichte des Niederlagsrechtes und Rodfuhrwesens in Tirol.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte]] 22 (1929), S. 144–173.&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Stapelrecht| TEXT=Publikationen zu}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.ub.uni-koeln.de/cdm/ref/collection/digitalis/id/973 Heinrich Daniels: &amp;#039;&amp;#039;Ueber das Stapelrecht zu Kölln und Mainz&amp;#039;&amp;#039; Köln 1804]&lt;br /&gt;
* [https://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/start/0/rows/10/sortfield/score/sortorder/desc/searchtype/simple/query/das+stapelrecht+in+mainz/docId/6782 Katha Jacobi: &amp;#039;&amp;#039;Das Stapelrecht in Mainz&amp;#039;&amp;#039;], Univ.,  Diss., Frankfurt am Main 1925&lt;br /&gt;
* [https://www.shmh.de/journal-hamburg-erobert-die-elbe-2 Holmer Stahncke: WIE HAMBURG DIE ELBE EROBERTE zum Stapelrecht auf der Elbe]&lt;br /&gt;
* {{DDB-Suche|Stapelrecht}}&lt;br /&gt;
* {{Spk-digital|Stapelrecht|SBB=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4182910-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Güterverkehrs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handelsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsrecht (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ÖPNV-Fahrgast</name></author>
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