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	<title>Stanniol - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T06:56:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stanniol&amp;diff=100663&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A02:3100:679A:F600:C94A:6B59:284A:EC6E: &quot;kapseln&quot; verlinkt auf &quot;Kronkorken&quot;.</title>
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		<updated>2024-12-26T04:09:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&amp;quot;kapseln&amp;quot; verlinkt auf &amp;quot;Kronkorken&amp;quot;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stanniol&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;stagnum, stannum&amp;#039;&amp;#039;, ursprünglich eine [[Blei]]-[[Silber]]-[[Legierung]], später Zinn), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zinnfolie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine dünn ausgewalzte oder gehämmerte [[Folie]] aus [[Zinn]]. Heute wird die Bezeichnung umgangssprachlich auch für Folien aus [[Aluminium]] ([[Alufolie]]) verwendet, da Produkte aus dem wesentlich kostengünstigeren Aluminium das Stanniol aus seinen Anwendungsgebieten verdrängt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stanniol wird heutzutage nur noch in Ausnahmefällen zum [[Verpackung|Verpacken]] von Lebensmitteln (u.&amp;amp;nbsp;a. für Wein[[Kronkorken|kapseln]], [[Schraubverschluss|Schraubverschlüsse]], zur [[Roquefort (Käse)|Käsereifung]] usw.) eingesetzt. Weiterhin findet es bei technischen Spezialanwendungen in Labors und in der Medizintechnik ([[Elektrode]]n) seinen Einsatz. In Metallfolien[[Kondensator (Elektrotechnik)|kondensatoren]] und als [[Schmuck|Dekoration]] und Christbaumschmuck ([[Lametta]]) ist der Werkstoff auch noch zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Stanniol wird aus gegossenen Platten von etwa {{Bruch|2}} Quadratmeter in mehreren Teilschritten in Walzwerken hergestellt.&lt;br /&gt;
Zinnlegierungen können bis zu 5&amp;amp;nbsp;µm dünn ausgewalzt werden ({{Bruch|10}} der [[Kopfhaar#Haardicke|Dicke eines Haares]]).&lt;br /&gt;
Stanniol aus reinem Zinn ist nicht ganz so gut walzbar und wird bis knapp unter 20&amp;amp;nbsp;µm Dicke gewalzt.&lt;br /&gt;
Die so gewalzten Bänder werden mehrere Kilometer lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lametta - Christmas decorations.jpg|mini|Eine handelsübliche Packung Stanniollametta aus dem Jahr 2012]]&lt;br /&gt;
Stanniol ist seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Stanniol wurde aus sehr dünnem Zinnblech aus reinem [[Zinn]] oder einer Zinn[[legierung]] mit z.&amp;amp;nbsp;B. 1 bis 2 Prozent [[Kupfer]] durch Gießen, [[Walzen]] und Schlagen hergestellt. Man goss das Metall zu Platten von 10&amp;amp;nbsp;mm Dicke aus und walzte diese Platten in einem Blechwalzwerk anfangs einzeln, dann mehrere aufeinander gelegt, zu Blechen bis zu einer Dicke von 100&amp;amp;nbsp;µm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem anderen Verfahren wurde Zinn in einer langen Schale flüssig gehalten; über dieser Schale befand sich eine ebenso lange mit Leinwand überzogene Walze. Diese Walze wurde in das Zinn gesenkt und einmal umgedreht, wodurch sie sich mit einer dünnen Lage Zinn bedeckte. Diese Schicht wurde abgewickelt und auf einen polierten ebenen Stein gelegt. Auf diese Lage kamen noch etwa 300 weitere solche rund 100&amp;amp;nbsp;µm dicken Blätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch dünneres Stanniol wurde dann aus diesen Blechen bzw. Blättern durch Schlagen unter Hämmern auf die gleiche Weise wie das [[Blattgold]] &amp;#039;&amp;#039;(siehe: [[Goldschläger]])&amp;#039;&amp;#039; hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen des hohen Zeit- und Personalaufwands haben die historischen Herstellungsmethoden heute keine wirtschaftliche Bedeutung mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Making of complete denture 36.JPG|mini|Eingelegte Zinnfolie auf einem Oberkiefer-Gipsmodell vor der Polymerisation der Prothesenbasis einer Totalprothese]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stanniol diente zusammen mit [[Quecksilber]] zum Belegen von [[Spiegel]]n und erhielt für diesen Zweck eine Dicke von 38 bis 500&amp;amp;thinsp;µm. Stanniol zum Einwickeln von Tabak, Seife, Schokolade etc. war 7,7 bis 150&amp;amp;thinsp;µm dick. Auch bleihaltige Zinnfolie wurde vielfach hergestellt, und zwar entweder aus Legierungen oder aus Bleiplatten, die mit Zinn übergossen wurden. Um farbige, glänzende Zinnfolie zu bereiten, wurde Stanniol mit Baumwolle und Kreidepulver gereinigt, mit [[Gelatine]]lösung überzogen, mit [[Gewöhnliche Berberitze|Berberis]]-, [[Lackmus]]-, [[Orseille]]- oder [[Safran]]abkochung oder [[Anilin]]lösung gefärbt und nach dem Trocknen mit [[Firnis|Weingeistfirnis]] überzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Orgelbau]] wurde Zinnfolie bereits seit dem 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert verwendet, um teilweise die sichtbaren Pfeifen aus anderem Material ([[Kupfer]], [[Zink]]) zu kaschieren und sie den Pfeifen anzupassen, die vollständig aus [[Orgelmetall]] waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 17. Jahrhundert wurde Stanniolfolie zur Verzierung von Schiefergiebeln in [[Thüringen]] und [[Franken (Region)|Franken]] benutzt (sog. [[Stanniolmalerei]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Militär|militärischen]] Gebrauch dienten dünne Stanniol-Streifen mit exakt geschnittener Länge als [[Täuschkörper]] zum Schutz vor [[Radar]]erfassung. Dort werden solche Streifen [[Düppel (Radartäuschung)|Düppel]] genannt (im englischen Sprachgebrauch „Chaff“). Die britische Armee erbeutete im Zweiten Weltkrieg durch die [[Operation Biting]] ein [[Würzburg (Radar)|Würzburg-Radar]], um die für die verwendete Frequenz passende Stanniolstreifen-Länge zu ermitteln. Einer der wohl bekanntesten Einsätze von Stanniolstreifen zum Schutz vor Ortung erfolgte während der [[Operation Gomorrha]] über Hamburg.&lt;br /&gt;
Gegen moderne Radaranlagen werden stattdessen meist [[Kohlenstofffaser]]n oder metallbedampfte Kunstfasern eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute gebräuchlich ist Stanniol für die Herstellung von [[Lametta]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Zahntechnik|zahntechnischen]] Herstellung einer [[Totalprothese]] wird der [[Torus palatinus]], eine knöcherne Vorwölbung am [[Gaumen]], „entlastet“, indem bei der Herstellung der Oberkieferprothese eine Zinnfolie von etwa 1 bis 2&amp;amp;nbsp;mm Stärke auf dem [[Gipsmodell (Zahntechnik)|Gipsmodell]] über den Torus gelegt wird. Dadurch entsteht bei der endgültigen Prothese ein Hohlraum, der der Nachgiebigkeit der Schleimhaut entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl Richter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zink, Zinn und Blei. Eine ausführliche Darstellung der Eigenschaften dieser Metalle, ihrer Legierungen untereinander und mit anderen Metallen sowie ihrer Verarbeitung auf physikalischem und chemischem Wege. Für Metallarbeiter und Kunst-Industrielle&amp;#039;&amp;#039;. (= [[Chemisch-technische Bibliothek]]; Bd.&amp;amp;nbsp;109), 3.&amp;amp;nbsp;Auflage, A.&amp;amp;nbsp;Hartlebens Verlag, Wien und Leipzig 1927, S.&amp;amp;nbsp;149&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Stanniolpapier}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blattmetall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metallfolie]]&lt;/div&gt;</summary>
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