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	<title>Standrecht - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T11:38:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Standrecht&amp;diff=122470&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phi: /* Literatur */ siehe WP:LIT#Abschnitt „Literatur“</title>
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		<updated>2025-12-25T14:33:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; siehe &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:LIT&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:LIT (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:LIT#Abschnitt „Literatur“&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Standrecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet im [[Wehrrecht]] den Zustand, bei dem die [[Gerichtsbarkeit]] auf den höchsten [[Militärbefehlshaber]] übergeht, dem ein [[Militärgericht|Kriegsgericht]] zur Seite steht, das so genannte [[Standgericht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung des Standrechts basiert auf der Annahme, dass ein ordentliches [[Gerichtsverfahren]] aus Mangel an Zeit oder Gelegenheit nicht durchführbar und eine Bestrafung des Täters in Form des „[[Kurzer Prozess (Urteil)|Kurzen Prozesses]]“ wegen der Bedeutung der Tat –&amp;amp;nbsp;oder als abschreckendes Beispiel für andere&amp;amp;nbsp;– unumgänglich sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Standgerichte wurden in der Geschichte zahlreiche [[Todesstrafe|Todesurteile]] gefällt oder deren Vollstreckung veranlasst. Die Vollstreckung erfolgte häufig durch [[Erschießung]] („standrechtliche Erschießung“) oder durch [[Hängen]] („durch den Strang“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Staatslastig|DE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Deutsches Kaiserreich ====&lt;br /&gt;
Wichtigster Punkt war nicht nur der Übergang der Gerichtsbarkeit auf den kommandierenden Militärbefehlshaber in den Armeekorpsbezirken des [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|Deutschen Heeres]], sondern die Anwendung des Militärstrafrechts auf alle sich im Kommandobezirk aufhaltenden Personen. Nur nach diesem Recht oder einem speziellen Gesetz für den [[Belagerungszustand]] konnte „Recht gesprochen“ werden (im [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreich]] das Preußische Belagerungsgesetz in der Fassung vom 4. Juni 1851). Nach der Erklärung des Kaisers [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;II.]] vom 31. Juli 1914 wurde der Belagerungszustand reichsweit ausgerufen und der Belagerungszustand oder verschärfte Belagerungszustand trat in Kraft. Hier hatte der kommandierende Militärbefehlshaber das Recht, bedeutende Verfassungsartikel außer Kraft zu setzen und auf die Todesstrafe zu erkennen oder Todesurteile durch Standgerichte zu bestätigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nationalsozialismus ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Afkondiging politiestandrecht (Verkündung des Polizeistandrechts) 1943.jpg|mini|1943: Verkündung des Polizeistandrechts in den Niederlanden]]&lt;br /&gt;
Der Begriff des Standrechts wurde in der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Diktatur]] nur selten gebraucht. Stattdessen wurde meist mit der Bestimmung, eine bestimmte Region sei „Operationsgebiet“, zeitweise die Zuständigkeit von [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Militärgerichten]] deklariert. Häufig wurden in diesem Zusammenhang zwischen Sommer 1940 und Sommer 1944 Regiments-Standgerichte der [[Wehrmacht]] zur Aburteilung von Widerstandshandlungen von Einwohnern besetzter Gebiete West- und Nordeuropas beauftragt. Im [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|besetzten Polen]] wurde der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Standgericht&amp;#039;&amp;#039; auch von der [[Sicherheitspolizei (Nationalsozialismus)|Sicherheitspolizei]] übernommen, die zahlreiche Morde an Zivilisten hinter diesem Begriff zu kaschieren versuchte, indem willkürliche Tötungen als legitime Vollstreckung von Urteilen dargestellt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Lutz Kalmbach: &amp;#039;&amp;#039;Das neue Recht ermöglicht energisches Vorgehen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Richterzeitung&amp;#039;&amp;#039;, 2016, S.&amp;amp;nbsp;26&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Urteile durch &amp;#039;&amp;#039;[[Standgericht]]e&amp;#039;&amp;#039; in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] wurden in Deutschland durch das [[Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege|NS-Unrechtsurteileaufhebungsgesetz]] im Jahr 1998 pauschal aufgehoben,&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Weckbecker: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Freispruch und Todesstrafe. Die Rechtsprechung der nationalsozialistischen Sondergerichte Frankfurt/Main und Bromberg.&amp;#039;&amp;#039; Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 1998, ISBN 3-7890-5145-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; das in seiner letzten Fassung am 30. September 2009 in Kraft trat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Niederlande =====&lt;br /&gt;
Am 1. Mai 1943 führte die deutsche Besatzungsmacht in den Niederlanden das Polizeistandrecht ein; Zusammenrottung, Arbeitsverweigerung, Waffenbesitz, antideutsche Publikationen und anderer Widerstand konnten danach mit dem Tod auf der Stelle bestraft werden. Versuche, zu diesen Aktivitäten anzustiften oder passiv an ihnen teilzunehmen, konnten ebenfalls mit einer Sammelhinrichtung bestraft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 1933 bis 1938 ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Standgericht #Österreich}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ausnahmezustand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Deist (Historiker)|Wilhelm Deist]]: &amp;#039;&amp;#039;Militär und Innenpolitik im Weltkrieg 1914–1918&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. i. A. der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien und des [[Militärgeschichtliches Forschungsamt|Militärgeschichtlichen Forschungsamtes]] von Erich Matthias und Hans Meier-Welcker. Erster Teil, Band 1/I. Düsseldorf 1970.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Rudolf Huber]]: &amp;#039;&amp;#039;Gesetz über den Belagerungszustand, i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;F. vom 4. Juni 1851&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Preußische Gesetzsammlung 1851&amp;#039;&amp;#039;, Dokumente zur deutschen Verfassungsgeschichte, Band I. Stuttgart, Stand: 19. Februar 2001, S. 451–452.&lt;br /&gt;
* {{Pierer-1857 |Lemma=Standgericht |Band=16 |Seite=682 |zenoID=20010992669}}&lt;br /&gt;
* Standrecht u. Belagerungszustand; d. Beratung d. Verfassunggebenden Preuß. Landesversammlung über d. Antrag d. Abgeordneten Adolf Hoffmann u. Genossen auf Aufhebung d. Standrechtes u. d. Belagerungszustandes; Verhandlungen vom 14./15./17. u. 19. März 1919 (stenogr. Bericht); Anh.: Das Programm d. Preuß. Regierung Erklärung d. Ministerpräsidenten Hirsch am 25. März 1919, Preußen: Bibliothek Stein-Berlin. Buchh. Vorwärts, Mikrofiche-Ausg., 1919, ISBN 3-628-00419-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verordnung betreffend die Einführung Preußischer Militairgesetze im ganzen Bundesgebiete&amp;#039;&amp;#039;, i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;F. vom 7. November 1867. In: &amp;#039;&amp;#039;Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes&amp;#039;&amp;#039;, 1867, S. 125–130.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verordnung betreffend über die Einführung des Preußischen Militair-Strafrechts im ganzen Bundesgebiete&amp;#039;&amp;#039;, i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;F. vom 29. Dezember 1867. In: &amp;#039;&amp;#039;Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes&amp;#039;&amp;#039;, 1867, S. 185; [[s:Verordnung, die Einführung des Preußischen Militair-Strafrechts im ganzen Bundesgebiete betreffend|Volltext]] ([[Wikisource]]).&lt;br /&gt;
* Gesetz über den Kriegszustand – „[[:Datei:Deutsches Reichsgesetzblatt 1916 275 1329.png|Gesetz, betreffend die Verhaftung und Aufenthaltsbeschränkung auf Grund des Kriegszustandes und des Belagerungszustandes vom 4. Dezember 1916]]“ i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;F. vom 4. Dezember 1916. In: &amp;#039;&amp;#039;Reichsgesetzblatt&amp;#039;&amp;#039; [RGBl], 1916, S. 1329.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4182890-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärjustiz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phi</name></author>
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