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	<title>Standard Average European - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T22:18:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Standard_Average_European&amp;diff=551791&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dr. Karl-Heinz Best: /* Weblinks */ erg</title>
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		<updated>2026-01-02T09:53:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; erg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Standard Average European&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (zu Deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Standard-Durchschnittseuropäisch&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;SAE-Sprachen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt) versteht man einen europäischen [[Sprachbund]], d. h. eine Gruppe von europäischen Sprachen, die einander in einer Reihe von Sprachstrukturmerkmalen gleichen, obwohl sie nicht unbedingt miteinander verwandt, also aus der gleichen [[Ursprache]] entstanden sind. Dies sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Unterscheidung zwischen unbestimmtem und bestimmtem Artikel (z. B. dt. &amp;#039;&amp;#039;ein/eine: der/die/das&amp;#039;&amp;#039;) (Ausnahmen unter den europäischen Sprachen: nur bestimmte Artikel kennen das [[Isländische Sprache|Isländische]], [[Irische Sprache|Irische]], [[Walisische Sprache|Walisische]], [[Bulgarische Sprache|Bulgarische]] und [[Maltesische Sprache|Maltesische]], gar keine Artikel kennen die [[Slawische Sprachen|slawischen Sprachen]] außer dem Bulgarischen, die [[Baltische Sprachen|baltischen Sprachen]] sowie [[finno-ugrische Sprachen]] außer dem Ungarischen)&lt;br /&gt;
* Markierung von Polaritätsfragen durch Änderung der Wortstellung (z.&amp;amp;nbsp;B. im Deutschen &amp;quot;Du gehst ins Kino&amp;quot; vs. &amp;quot;Gehst du ins Kino?&amp;quot;) (häufig bei durch germanische Sprachen beeinflussten Sprachen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wals.info/feature/116A |titel=WALS Online - Feature 116A: Polar Questions |abruf=2022-10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* Komparitivkonstruktion durch eine Partikel (dein Haus ist kleiner &amp;#039;&amp;#039;als&amp;#039;&amp;#039; meines) (dies ist außerhalb Europas eine sehr seltene Strategie, in Europa fast die einzige&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wals.info/feature/121A |titel=WALS Online - Feature 121A: Comparative Constructions |abruf=2022-10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* die Bildung von Relativsätzen, die nach dem betroffenen [[Substantiv]] stehen und mit einem veränderbaren Relativpronomen (z. B. [[Deutsche Sprache|deutsch]] &amp;#039;&amp;#039;der/die/das/welcher/welche/welches&amp;#039;&amp;#039;, [[Englische Sprache|englisch]] &amp;#039;&amp;#039;who, whose, whom&amp;#039;&amp;#039;) eingeleitet werden (bisweilen sind daneben auch Konstruktionen mit unveränderlichem Relativpronomen möglich) (Ausnahmen unter den europäischen Sprachen: die [[Keltische Sprachen|keltischen Sprachen]], das [[Baskische Sprache|Baskische]] und das [[Maltesische Sprache|Maltesische]])&lt;br /&gt;
* eine Konstruktion mit &amp;#039;&amp;#039;haben&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;sein&amp;#039;&amp;#039; als eine Möglichkeit der Vergangenheitsbildung (z. B. dt. &amp;#039;&amp;#039;ich habe gesagt&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;ich bin gegangen&amp;#039;&amp;#039;) (Ausnahmen unter den europäischen Sprachen: die keltischen Sprachen mit Ausnahme des [[Bretonische Sprache|Bretonischen]], die ostslawischen Sprachen – falls man sie überhaupt zum SAE zählt, die [[Baltische Sprachen|baltischen Sprachen]], das [[Ungarische Sprache|Ungarische]] und das Maltesische)&lt;br /&gt;
* eine Passivkonstruktion, bei der das Objekt der Handlung zum Subjekt des Satzes wird und das [[Partizip Perfekt]] mit einem [[Hilfsverb]] kombiniert wird (z. B. dt. &amp;#039;&amp;#039;der Wein wird getrunken&amp;#039;&amp;#039;) (Ausnahmen unter den europäischen Sprachen: das Walisische, das Finnische und das [[Estnische Sprache|Estnische]])&lt;br /&gt;
Die Entstehung dieser Gemeinsamkeiten wird mit der [[Völkerwanderung]] in Verbindung gebracht, die gleichsam am Beginn des europäischen Kulturkreises steht (vgl. dazu auch die Ausführungen unter [[Eurolinguistik]]). Man nennt die SAE-Sprachen daher &amp;#039;&amp;#039;auch Charlemagne-Sprachbund&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Charlemagne&amp;#039;&amp;#039; = engl./frz. für [[Karl der Große|Karl den Großen]]). Einige [[Sprachwandel|linguistische Innovationen]] lassen sich anhand von Schriftzeugnissen wenigstens grob datieren. So hatte [[klassisches Latein]] kein [[periphrastisch]]es Perfekt, die aus dem [[Vulgärlatein]] hervor gegangenen [[Romanische Sprachen|romanischen Sprachen]] wie Französisch oder Spanisch haben jedoch eine derartige grammatische Konstruktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die meisten europäischen Sprachen miteinander verwandt sind und, mit Ausnahme des Baskischen und der finno-ugrischen Sprachen, auf die [[Indogermanische Ursprache|proto-Indoeuropäische Sprache]] zurückgehen, sind sie sich – teilweise über Grenzen der Sprachfamilien hinweg – ähnlicher als außereuropäische Zweige (wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Indoiranische Sprachen|Indoiranisch]]) der indoeuropäischen Sprachen zu den in Europa gesprochenen Sprachen. Dies ist auf beständigen [[Sprachkontakt]] und verbreitete [[Mehrsprachigkeit]] mindestens seit der Römerzeit sowie die Verwendung von [[Lingua franca|Verkehrssprachen]] zurückzuführen. Sprachliche Innovationen konnten so von einer Sprache zur anderen weitergegeben werden, wenn das die Kommunikation erleichterte. Am häufigsten einzelne Wörter ([[Lehnwort]]) oder Redewendungen, teilweise aber sogar grammatikalische Konzepte. Dies äußerte sich auch im [[Mittellatein]], welches vielfältige Innovationen in Grammatik, Redewendungen und Wortschatz aus den Volkssprachen aufnahm und wiederum an die gebildeten Schichten des [[Abendland]]es weiter verteilte. Ein ähnlicher Effekt ist heute auch bei &amp;quot;[[Euro English|Brussels English]]&amp;quot; zu sehen, ein [[Soziolekt]] der Politiker und Verwaltungsebene der EU in Brüssel, welcher – da er fast ausschließlich von Menschen, deren Muttersprache nicht Englisch ist, gesprochen wird – stark von Wortschatz, Lautbestand und Grammatik der jeweiligen Muttersprachen sowie von bürokratischen und juristischen Fachbegriffen beeinflusst ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Joachim Grzega]]: &amp;#039;&amp;#039;Blicke auf den Bau unserer Sprachen: Auf lautliche und grammatische Unterschiede gefasst sein.&amp;#039;&amp;#039; In: Grzega, Joachim, [http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/EngluVglSW/ELiX/note.htm &amp;#039;&amp;#039;EuroLinguistischer Parcours: Kernwissen zur europäischen Sprachkultur&amp;#039;&amp;#039;], Frankfurt: IKO, 2006, S. 169–192. ISBN 3-88939-796-4.&lt;br /&gt;
* [[Martin Haspelmath (Linguist)|Martin Haspelmath]]: &amp;#039;&amp;#039;The European Linguistic Area: Standard Average European.&amp;#039;&amp;#039; In: Martin Haspelmath et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Language Typology and Language Universals&amp;#039;&amp;#039;, vol. 1, S. 1492–1510, Berlin: de Gruyter 2001.&lt;br /&gt;
* [[Bernd Heine]], Tania Kuteva: &amp;#039;&amp;#039;The Changing Languages of Europe&amp;#039;&amp;#039;, New York/Oxford: Oxford University Press 2006.&lt;br /&gt;
* [[Benjamin Lee Whorf]]: &amp;#039;&amp;#039;Sprache, Denken, Wirklichkeit. Beiträge zur Metalinguistik und Sprachphilosophie.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 1963.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Standard Average European}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|SAE-Sprachbund}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Linguistische Typologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachbund]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dr. Karl-Heinz Best</name></author>
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