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	<title>Stand der Wissenschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T16:02:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stand_der_Wissenschaft&amp;diff=351505&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Andol: Änderung 252361447 von Verfahrensmechaniker rückgängig gemacht; Unbelegt, Account zudem praktisch sicher Sperrumgehung eines mehrfach infinit gesperrten Sockenpuppenspielers</title>
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		<updated>2025-01-18T02:13:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/252361447&quot; title=&quot;Spezial:Diff/252361447&quot;&gt;252361447&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Verfahrensmechaniker&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Verfahrensmechaniker&quot;&gt;Verfahrensmechaniker&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Unbelegt, Account zudem praktisch sicher Sperrumgehung eines mehrfach infinit gesperrten Sockenpuppenspielers&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stand der Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Forschungsstand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird eine Zusammenfassung der aktuellen [[Forschung]]sergebnisse zu einem bestimmten Thema bzw. Forschungsfeld bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Forschungsstand lässt sich als Akkumulation der neuen wissenschaftlichen Erkenntnis verstehen. Er ergibt sich ständig neu aus einer Gesamtheit von [[Forschung]], [[Wissenschaftliche Publikation|wissenschaftlichen Publikationen]] und wissenschaftlicher Fachdiskussion (Vorträge auf [[Wissenschaftliche Konferenz|Fachkongressen]], [[graue Literatur]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftlicher Konsens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; besteht, wenn der Forschungsstand zu einem Gegenstand (auch disziplinübergreifend) einhellig ist. Seine Kommunikation spielt eine bedeutende Rolle in der Öffentlichkeit und in modernen Gesellschaften auch als Grundlage für politische und rechtliche Entscheidungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Forschungsarbeiten ist es üblich, die [[Forschungsfrage]] zunächst mit einer Übersicht über den Stand der Wissenschaft abzugleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftstheorie ==&lt;br /&gt;
Innerhalb eines theoretischen Begründungsrahmens von Untersuchungen, auf Basis wissenschaftlicher Theorien und [[Methodologie|methodologischer]] Regeln, repräsentiert der Stand der Wissenschaft eine Zusammenfassung von aktuellen Forschungsergebnissen.&amp;lt;!--- ? ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bekanntes Mittel zur Überprüfung wissenschaftlicher [[Hypothese]]n sind wiederholbare und verallgemeinerbare [[Experiment]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Schmidt/Schischkoff|Titel=Philosophisches Wörterbuch|Band=Taschenausgabe Bd. 13|Auflage=18.|Verlag=Alfred Kröner|Ort=Stuttgart|Jahr=1969|Seiten=163,2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die schonungslose [[Kritik]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Schmidt/Schischkoff|Titel=Philosophisches Wörterbuch|Band=Taschenausgabe Bd. 13|Auflage=18.|Verlag=Alfred Kröner|Ort=Stuttgart|Jahr=1969|Seiten=339,4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; an bisheriger Erkenntnis ist im Gegensatz zu Pseudowissenschaft und anderen ideologischen Systemen wissenschaftsimmanent (siehe [[Metaphysik]], [[Ontologie]] und [[Ethik]]). Der Stand der Wissenschaft repräsentiert daher das gegenwärtige Wissen in überprüfbarer Beziehung zur [[Wirklichkeit]]. Daraus ergibt sich die besondere Bedeutung für [[Bildung]], insbesondere aber für [[Globalisierung|globale]] politische Entscheidungen und zukunftswichtige [[Technologie]]n, auch für die öffentliche [[Diskussion]] und [[Wissensvermittlung]], soweit sie Folgen für das Leben vieler Menschen haben. Beispiele: [[Medizin]], [[Recht]], [[Klimapolitik]], [[Umwelttechnik]], [[Gefährdung|technische]] und soziale [[Risiko|Risiken]], [[Lebensmittel]]produktion, Umgang mit [[Energiequelle]]n, [[Friedensforschung]], [[Meinungsbildung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Wissenschaftlicher Konsens}}Wissenschaftlicher Konsens ==&lt;br /&gt;
Der wissenschaftliche Konsens ist die weitgehende Übereinstimmung im Fachkreis, was Stand der Wissenschaft ist: die auf einer soliden Basis hochwertiger Belege diskutierte und wohlüberlegt formulierte Antwort auf eine Fragestellung, die so akzeptierte Gültigkeit einer Hypothese oder [[Theorie]].&amp;lt;ref name=”schattke1984”/&amp;gt; Ein Konsens erhebt keinen Anspruch auf eine dogmatische unumstößliche Wahrheit. Er kann sich verändern oder umgestoßen werden, wenn neue gewichtige Erkenntnisse dies erforderlich machen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fisch 44-47&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Florian Fisch: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftlich erwiesen. Gütesiegel oder Etikettenschwindel&amp;#039;&amp;#039;. Weinheim 2016, S. 44–47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Aussage, die Wissenschaft strebe nach Wahrheitsähnlichkeit, hat einen beträchtlichen Vorteil vor der vielleicht einfacheren Formulierung, die Wissenschaft strebe nach Wahrheit. Diese könnte den Eindruck erwecken, das Ziel sei vollständig erreicht, wenn man die unbezweifelbare Wahrheit ausspricht, daß alle Tische Tische sind oder daß 1+1=2. Offenbar sind diese Aussagen beide wahr; ebenso offensichtlich können beide nicht als irgendeine wissenschaftliche Leistung angesehen werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl R. Popper |Titel=Objektive Erkenntnis |Auflage=4 |Verlag=Hoffmann und Campe |Ort=Hamburg |Datum=1984 |Seiten=75}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Konsens entsteht oft informell und wird normalerweise zunächst nicht festgehalten, auch wenn er später in Lehrbüchern auftaucht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Florian Fisch: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftlich erwiesen. Gütesiegel oder Etikettenschwindel&amp;#039;&amp;#039;. Weinheim 2016, S. 193.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch Verfahren wie die [[Delphi-Methode]] oder die [[Nominal-Group-Technique]] wird ein dokumentierter formeller Konsens festgestellt. Dieser ist wichtig für politische oder rechtliche Entscheidungen sowie für die Öffentlichkeit&amp;lt;ref name=&amp;quot;”lewandowsky2013”&amp;quot; /&amp;gt; und für Fachleute, die den Stand der Wissenschaft in die Praxis umsetzen bzw. anwenden müssen, zum Beispiel in der Medizin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kosolosky2014&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange es eine Übereinstimmung der Belege gibt, die eine bestimmte Schlussfolgerung untermauern, ist es in der Regel nicht notwendig, dass alle Wissenschaftler des Gebiets ihm zustimmen oder wenigstens nicht widersprechen. Eine 100%ige Einigkeit unter Forschenden in einem bestimmten Bereich ist unwahrscheinlich und keine Voraussetzung für einen wissenschaftlichen Konsens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=John Cook |url=https://skepticalscience.com/page.php?p=94&amp;amp;l=6# |titel=Wissenschaftlicher Konsens - Eine Erklärung |werk=Skeptical Science |sprache=en de |abruf=2024-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Bereich und Zweck, für den der Konsens ermittelt wird, kann eine [[Herrschende Meinung|Mehrheitsmeinung]] genügen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;”schattke1984”&amp;quot; /&amp;gt; Ein Konsens kann aber auch nahezu einhellig sein. Man spricht auch von einem Grad des Konsenses.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kosolosky2014&amp;quot; /&amp;gt; Ein Konsens ist somit nicht mit Einstimmigkeit zu verwechseln, da es praktisch immer einzelne Personen mit abweichender Meinung gibt, die von ihrer Ansicht nicht abweichen wollen oder können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fisch 44-47&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kosolosky und Van Bouwel unterscheiden den &amp;#039;&amp;#039;akademischen Konsens&amp;#039;&amp;#039;, den Wissenschaftler zunächst untereinander erzielen, und den zu Fachfremdem [[Wissenschaftskommunikation|nach außen in die Öffentlichkeit kommunizierten]] &amp;#039;&amp;#039;Schnittstellenkonsens&amp;#039;&amp;#039;. Schließlich sprechen sie bei Einigkeit über Verfahren der Konsensbildung von einem &amp;#039;&amp;#039;Meta-Konsens&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kosolosky2014&amp;quot;/&amp;gt; Es gibt verschiedene Verfahren zur Konsensbildung und -feststellung im Innern und nach außen, dazu zählen fachbegutachtete [[Übersichtsarbeit]]en und darauf aufbauend Konsenskonferenzen, zum Beispiel die der [[National Institutes of Health]] in den USA.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kosolosky2014&amp;quot;/&amp;gt; [[Wissenschaftsakademie]]n formulieren und veröffentlichen Konsenserklärungen. Weitere Indikatoren sind Expertenbefragungen&amp;lt;ref name=&amp;quot;maibach2016&amp;quot;/&amp;gt; und die Auswertung von Facharbeiten zum Beispiel mittels [[Bibliometrie|bibliometrischer]] Verfahren wie der [[Zitationsanalyse|Häufigkeit von Zitaten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenseiter- und Minderheitenmeinungen werden nicht als Grund angesehen, nicht von einem wissenschaftlichen Konsens zu sprechen. Eine skeptische Grundhaltung und [[Dissens]] spielen für den Fortschritt der Wissenschaft eine entscheidende Rolle. Das Kritisieren, Prüfen, Verbessern und Verwerfen von Hypothesen und das Formulieren alternativer Erklärungen sind Motor der wissenschaftlichen Erkenntnis. Beatty und Moore weisen darauf hin, dass das Vorhandensein einer aktiven, abweichenden Minderheit den Konsens sogar stärken kann, weil es ein Zeichen dafür sei, dass der Stand der Wissenschaft weiter unter die Lupe genommen wird.&amp;lt;ref name=”beatty2012”/&amp;gt; Das Vernachlässigen und Verdrängen von kritisierenden Einzelstimmen kann dazu führen, dass der wissenschaftliche Fortschritt erstarrt und an fehlerhaften Theorien festhält.&amp;lt;ref name=”leuschner2016”/&amp;gt;&amp;lt;ref name=”intemann2014”/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dissens kann aber auch schädlich sein, sowohl nach außen, indem etwa wichtige politische Entscheidungen verzögert werden, als auch im Innern der Wissenschaft, indem Wissenschaftler von nicht weiterführenden Einwänden und Forderungen in ihrer Forschung stark behindert werden, auf Druck bestimmte Themen vermeiden oder ihre Ergebnisse nur abgeschwächt vertreten. Biddle und Leuschner nennen den „konstruierten Zweifel“ durch die [[Tabakindustrie]] oder die [[Klimawandelleugnung#Organisierte Klimawandelleugnerszene|organisierte Klima&amp;quot;skepsis&amp;quot;]] als Beispiele.&amp;lt;ref name=”biddleLeuschner2015”/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl für Dissens als auch Konsens kann es neben überzeugenden wissenschaftlichen Belegen auch soziale und persönliche Motive geben.&amp;lt;ref name=”mulkay1978”/&amp;gt;&amp;lt;ref name=”reeves2010”/&amp;gt; Dazu kann, neben materiellen Anreizen, der Wunsch gehören, eigenen Wertvorstellungen oder denen des eigenen sozialen Umfeldes entsprechende Erkenntnisse zu finden oder ihnen widersprechende zu vermeiden (vgl. [[Herdenverhalten]], [[Kognitive Dissonanz]]), der Wunsch nach Anerkennung oder der, ein non-konformistischer [[Galileo Gambit|moderner Galileo]] zu sein. Die Untersuchung solcher sozialen Zusammenhänge ist Gegenstand der [[Wissenschaftssoziologie]]. Als Indizien dafür, dass ein Konsens tatsächlich derzeit gültiges Wissen beinhaltet, nennt Miller: ersichtliche Übereinstimmung der Belege, soziale Vielfalt der Forscher und „soziale Kalibrierung“, d.&amp;amp;nbsp;h. Übereinstimmung der Wissenschaftler in wesentlichen Fachbegriffen und Hintergrundannahmen.&amp;lt;ref name=”miller2013”/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Risikobetrachtung}} Rechtswissenschaft ==&lt;br /&gt;
Praktische Bedeutung als geforderter Technologiestand gewinnt der &amp;#039;&amp;#039;Stand der Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039; insbesondere bei der [[Erlaubnis|Genehmigung]] [[Emission (Umwelt)|emittierender]] Anlagen zur Gewährleistung eines bestimmten Schutzniveaus für Mensch und Umwelt, aber auch im [[Bauwesen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das technische Sicherheitsrecht unterscheidet die [[unbestimmter Rechtsbegriff|unbestimmten Rechtsbegriffe]] des &amp;#039;&amp;#039;Stands von Wissenschaft und Technik&amp;#039;&amp;#039; ({{§|7|atg|juris}} Abs. 2 Nr. 3 [[Atomgesetz (Deutschland)|AtG]]), den &amp;#039;&amp;#039;Stand der Technik&amp;#039;&amp;#039; ({{§|5|bimschg|juris}} Abs. 1 Nr. 2 [[Bundesimmissionsschutzgesetz|BImschG]]) und die &amp;#039;&amp;#039;anerkannten Regeln der Technik&amp;#039;&amp;#039; ({{§|13|VOB-B|dejure}} Abs. 1 Satz 2 [[VOB/B]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kalkar-Entscheidung legt das [[Bundesverfassungsgericht]] die unterschiedlichen Rechtsbegriffe aus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lexetius.com/1978,2 BVerfG, Beschluss vom 8. August 1978 – 2 BvL 8/77] Rdnr. 90 ff., 96 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und überlässt dem Gesetzgeber einen bestimmten [[Gestaltungsspielraum]] bei der Verwendung. Es ist damit dem Gesetzgeber überlassen, die technischen Sicherheitsanforderungen an die einzelnen Anlagen durch Verwendung des einen oder anderen Begriffs in den unterschiedlichen Genehmigungsvorschriften festzulegen. Der Schutz vor möglichen Schäden wird dabei abgewogen mit dem technisch Machbaren und dem Anlagenbetreiber wirtschaftlich Zumutbaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anlehnung an die Kalkar-Entscheidung ist nach der in der Literatur so bezeichneten Drei-Stufen-Theorie der [[Stand der Technik]] zwischen dem Stand der Wissenschaft und Forschung und den [[Anerkannte Regeln der Technik|anerkannten Regeln der Technik]] anzusiedeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundesverband IT-Sicherheit]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;IT-Sicherheitsgesetz und Datenschutz-Grundverordnung: Handreichung zum „Stand der Technik“ technischer und organisatorischer Maßnahmen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, 2020. [https://www.teletrust.de/fileadmin/docs/fachgruppen/ag-stand-der-technik/2020-10_TeleTrusT-Handreichung_Stand_der_Technik_in_der_IT-Sicherheit_DE.pdf &amp;#039;&amp;#039;Abbildung 1: Drei-Stufen-Theorie nach Kalkar-Entscheidung&amp;#039;&amp;#039;], S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strengste [[Technikklausel]] ist der &amp;#039;&amp;#039;Stand von Wissenschaft und Technik&amp;#039;&amp;#039;. Das Anforderungsprofil stellt auf die neuesten technischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse ab. Lassen sie sich technisch noch nicht verwirklichen, darf die Genehmigung nicht erteilt werden; die erforderliche Vorsorge wird mithin nicht durch das technisch gegenwärtig Machbare begrenzt.&amp;lt;ref&amp;gt;BVerfG, Beschluss vom 8. August 1978 – 2 BvL 8/77, Rdnr. 98&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen setzen die &amp;#039;&amp;#039;anerkannten Regeln der Technik&amp;#039;&amp;#039; die Einhaltung des allgemein wissenschaftlich Anerkannten und praktisch Bewährten voraus. Dazu gehören etwa die DIN-Vorschriften des [[Normenausschuss Bauwesen|Normenausschusses Bauwesen]] im Deutschen Institut für Normung e.&amp;amp;nbsp;V., die Vorschriften des Verbandes Deutscher Elektrotechniker e.&amp;amp;nbsp;V. ([[Liste der DIN-VDE-Normen|VDE-Vorschriften]]), die Vorschriften des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.&amp;amp;nbsp;V. ([[Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches|DVGW]]) und teilweise auch [[VDI-Richtlinie]]n und die Durchführungsverordnungen der Landesbauordnungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.komnet.nrw.de/_sitetools/dialog/43529 &amp;#039;&amp;#039;Was ist der Unterschied zwischen „Stand der Technik“, „Stand der Wissenschaft und Technik“ und dem „anerkannten Stand der Technik“?&amp;#039;&amp;#039;] [[Landesinstitut für Arbeitsschutz und Arbeitsgestaltung Nordrhein-Westfalen]], 20. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Stand der Technik&amp;#039;&amp;#039; steht dazwischen. Er verzichtet auf die schon erreichte allgemeine Anerkennung, die für die anerkannten Regeln der Technik gefordert ist, und bezeichnet einen fortgeschrittenen Entwicklungsstand, der zur Erreichung bestimmter praktischer Schutzzwecke als gesichert angesehen werden darf. Der Stand der Technik gibt wieder, was technisch notwendig, geeignet, angemessen und vermeidbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;BVerfG, Beschluss vom 8. August 1978 – 2 BvL 8/77, Rdnr. 97&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Stand der Technik ist beispielhaft [[Legaldefinition|legaldefiniert]] in {{§|3|bimschg|juris}} Abs. 6 [[Bundesimmissionsschutzgesetz|BImschG]].&amp;lt;ref&amp;gt;Mark Seibel: {{Webarchiv | url=http://www.dthg.de/resources/Definition-Stand-der-Technik.pdf | wayback=20151123205546 | text=&amp;#039;&amp;#039;Abgrenzung der &amp;quot;anerkannten Regeln der Technik&amp;quot; vom „Stand der Technik“&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF) In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Juristische Wochenschrift|NJW]]&amp;#039;&amp;#039; 2013, 3000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei Einhaltung des Stands von Wissenschaft und Technik ist ein von der Anlage ausgehendes [[Restrisiko]] nicht ausgeschlossen, da diese Technikklausel den theoretischen Erkenntnisstand einer Wissenschaft einschließlich von Streitfragen zugrunde legt, ohne auf gesicherte praktische Erfahrungen zurückgreifen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Stand der Technik&amp;#039;&amp;#039; nimmt hingegen ein [[Grenzrisiko]] in Kauf. Dieses Grenzrisiko wird durch das „wirtschaftlich Vertretbare“ bestimmt, weil das Praktikable häufig [[marktwirtschaft]]lichen Überlegungen unterworfen ist. In der [[Risikoabwägung]] müssen das technisch Machbare und das wirtschaftlich Vertretbare gegeneinander abgewogen werden. Das wirtschaftlich vertretbare Grenzrisiko liegt meist weit höher als das technische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stand von Wissenschaft und Technik dient dem bestmöglichen [[Grundrechte|Grundrechtsschutz]], etwa vor den Gefahren der [[Kernenergie]]. So darf die Anlagengenehmigung nach § 7 Abs. 2 Nr. 3 [[Atomgesetz (Deutschland)|Atomgesetz]] nur erteilt werden, „wenn […] die nach dem &amp;#039;&amp;#039;Stand von Wissenschaft und Technik&amp;#039;&amp;#039; erforderliche Vorsorge gegen Schäden durch die Errichtung und den Betrieb der Anlage getroffen ist“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Lehrmeinung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schmidt (Philosoph)|Heinrich Schmidt]], [[Georgi Schischkoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Philosophisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 18. Auflage. Kröner, Stuttgart 1969 (&amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]]&amp;#039;&amp;#039; 13, {{ZDB|986558-5}}).&lt;br /&gt;
* Detlev Lohse: &amp;#039;&amp;#039;Der Rechtsbegriff „Stand der Wissenschaft“ aus erkenntnistheoretischer Sicht am Beispiel der Gefahrenabwehr im Immissionsschutz- und Atomrecht.&amp;#039;&amp;#039; [[Duncker &amp;amp; Humblot]], 1994. ISBN 978-3-428-07877-6. [https://www.duncker-humblot.de/_files_media/leseproben/9783428478774.pdf &amp;#039;&amp;#039;Inhaltsverzeichnis.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=”beatty2012”&amp;gt;{{Literatur | Autor=John Beatty und Alfred Moore | Titel=Should We Aim for Consensus? | Sammelwerk=Episteme | Datum=2012 | Band=7 | Nummer=3 | DOI=10.3366/E1742360010000948}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=”biddleLeuschner2015”&amp;gt;{{Literatur | Autor=Justin B. Biddle und Anna Leuschner | Titel=Climate Skepticism and the Manufacture of Doubt: Can Dissent in Science be Epistemically Detrimental? | Datum=2015-10 | Sammelwerk=European Journal for the Philosophy of Science | Band=5 | Nummer=3 | DOI=10.1007/s13194-014-0101-x}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=”intemann2014”&amp;gt;{{Literatur | Autor=Kristen Intemann und Inmaculada de Melo-Martín | Titel=Are there limits to scientists’ obligations to seek and engage dissenters? | Datum=2014-08 | Sammelwerk=Synthese | Band=191 | Nummer=12 | DOI=10.1007/s11229-014-0414-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;kosolosky2014&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Laszlo Kosolosky und Jeroen Van Bouwel | Titel=Explicating Ways of Consensus-Making in Science and Society: Distinguishing the Academic, the Interface and the Meta-Consensus | Datum=2014 | Sammelwerk=Experts and Consensus in Social Science | Hrsg=Carlo Martini und Marcel Boumans | DOI=10.1007/978-3-319-08551-7_4  | ISBN=978-3-319-08550-0 | Reihe=Ethical Economy: Studies in Economic Ethics and Philosophy | BandReihe=50}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=”leuschner2016”&amp;gt;{{Literatur | Autor=Anna Leuschner | Titel=Is it appropriate to &amp;#039;target&amp;#039; inappropriate dissent? On the normative consequences of climate skepticism | Sammelwerk=Synthese | Datum=2016 | DOI=10.1007/s11229-016-1267-x}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=”lewandowsky2013”&amp;gt;{{Literatur | Autor= [[Stephan Lewandowsky]], Gilles E. Gignac und Samuel Vaughan | Titel=The pivotal role of perceived scientific consensus in acceptance of science | Sammelwerk=Nature Climate Change | Datum=2013 | DOI=10.1038/nclimate1720}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;maibach2016&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Edward W Maibach und Sander L van der Linden | Titel=The importance of assessing and communicating scientific consensus | Datum=2016-09 | Sammelwerk=Environmental Research Letters | Band=11 | Nummer=9 | DOI=10.1088/1748-9326/11/9/091003}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=”miller2013”&amp;gt;{{Literatur | Autor=Boaz Miller | Titel=When is consensus knowledge based? Distinguishing shared knowledge from mere agreement | Datum=2013-05 | Sammelwerk=Synthese | Band=190 | Nummer=7 | DOI=10.1007/s11229-012-0225-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=”mulkay1978”&amp;gt;{{Literatur | Autor=Michael Mulkay | Titel=Consensus in science | Sammelwerk=Information (International Social Science Council) | Datum=1978 | Band=17. Jg. | Nummer=1 | Seiten=107–122}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=”reeves2010”&amp;gt;{{Literatur | Autor=Carol Reeves | Titel=Scientific Consensus | Datum=2010 | Sammelwerk=Encyclopedia of Science and Technology Communication | Band=1 | Hrsg=Susanna Hornig Priest | Verlag=SAGE Publications | ISBN=978-1-4129-5920-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=”schattke1984”&amp;gt;{{Literatur | Autor=Herbert Schattke | Titel=Wechselbeziehungen zwischen Recht, Technik und Wissenschaft – am Beispiel des Atomrechts | Datum=1984 | Sammelwerk=Recht und Technik im Spannungsfeld der Kernenergiekontroverse | Hrsg=Alexander Roßnagel | DOI=10.1007/978-3-322-83941-1 | ISBN=978-3-531-11694-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Technikklausel}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtssprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik und Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technische Sicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Techniktheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Standard]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Andol</name></author>
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