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	<title>Stammlager VII A - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-14T02:25:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:The British Army in North-west Europe 1944-45 BU5906.jpg|mini|Britische Kriegsgefangene im Oktober 1943]]&lt;br /&gt;
[[Datei:The British Army in North-west Europe 1944-45 BU5907.jpg|mini|Britische Kriegsgefangene im Gespräch mit Neuankömmlingen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:The British Army in North-west Europe 1944-45 BU5913.jpg|mini|Britische Kriegsgefangene bei der Rast im November 1943]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baracken der Wachmannschaft des Stalag VIIA 4.jpg|mini|Erhaltene Baracke der Wachmannschaft des Stalag VIIA im Jahr 2013]]&lt;br /&gt;
[[Datei:StalagVII-A idtag.jpg|mini|Erkennungsmarke aus dem Lager]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kriegsgefangenen-Mannschafts-Stammlager VII A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz: Stalag VII A) war ein [[Kriegsgefangenenlager]] der deutschen [[Wehrmacht]], das im Herbst 1939 im Norden der Stadt [[Moosburg an der Isar]] (Oberbayern) zwischen [[Amper]] und [[Isar]] auf halbem Weg zwischen [[Freising]] und [[Landshut]] an der [[Bahnstrecke München–Regensburg|Eisenbahnlinie nach Regensburg]] (mit separater Bahnstation) errichtet wurde. Gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] waren dort und in den zugehörigen Nebenlagern 80.000 [[Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges|Kriegsgefangene]] vieler Nationalitäten interniert. Insgesamt durchliefen etwa 150.000 Gefangene das Lager, es gilt daher als größtes Kriegsgefangenenlager innerhalb des [[NS-Staat|Deutschen Reiches]]. Auf einem Drittel des Lagergebiets waren sowjetische Offiziere der [[Rote Armee|Roten Armee]] untergebracht. Etwa 1.000 Gefangene verstarben im Lager. Das Lager wurde am 29.&amp;amp;nbsp;April 1945 von in Richtung München vorstoßenden Truppen der [[Seventh United States Army|7. US-Armee]] befreit. Nach Kriegsende diente es als [[Internierungslager]] der [[Amerikanische Besatzungszone|amerikanischen Besatzungsmacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Planungen zur Errichtung des Kriegsgefangenenlagers wurden bereits im September 1939, kurz nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs, angestoßen. Das [[Generalkommando]] des [[Wehrkreis VII (München)|Wehrkreises VII]] in [[München]] nahm dazu ein zwischen den Flüssen [[Isar]] und [[Amper]] gelegenes Areal etwa einen Kilometer nördlich der damaligen Ortsgrenze von Moosburg an der Isar in Aussicht. Auf dem Gelände befindet sich die heutige Moosburger Neustadt. Trotz ablehnendem Geländegutachten wurde befohlen, binnen 14 Tagen hier ein Lager für 10.000 Kriegsgefangene durch den [[Reichsarbeitsdienst]] zu errichten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Karl A. Bauer |url=https://bauerka.de/suchen/suchenX/entsteheung.htm |titel=Entstehung des Lagers |werk=Alt-Moosburg – Stalag VII A |abruf=2024-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Lager wurde durch Stacheldrahtzäune und Wachtürme gegen Fluchtversuche gesichert. Der einzige Zugang befand sich neben dem Hauptwachturm im Westen, von wo aus sich die etwa 700 Meter lange Hauptstraße erstreckte (heutige Sudetenlandstraße).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.moosburg.org/info/stalag/plan2.html |titel=Moosburg Online: Stalag VII A (Plan – map – plan) |abruf=2024-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Gefangenen, 200 Polen und 900 Ukrainer, kamen am 19.&amp;amp;nbsp;Oktober 1939 an. Sie wurden zunächst provisorisch in Zelten untergebracht. Nach der Ankunft wurde den Gefangenen in einem Vorlager alle Wertsachen und mögliche zur Flucht taugliche Gegenstände abgenommen und diese vor der endgültigen Unterbringung in eine [[Desinfektion|Entlausungsanstalt]] in der Halle einer angrenzenden Kunstdüngerfabrik gebracht. Ab 1940 wurden zusätzliche Baracken aus Holz für jeweils 200 oder 400 Inhaftierte errichtet. Bis zum Sommer 1940 war die Fläche des Lagers auf 350.000&amp;amp;nbsp;m² angewachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Ernährung der Gefangenen mussten täglich bis zu 45 Tonnen Lebensmittel beschafft werden, vorwiegend Kartoffeln und Brot. Die einfache Lagerkost wurde ergänzt durch Lebensmittelpakete, welche die Inhaftierten von ihren Angehörigen und vom amerikanischen [[Deutsches Rotes Kreuz|Roten Kreuz]] erhielten&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Süddeutsche Zeitung |url=https://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/moosburg-stalag-viia-vortrag-freising-zweiter-weltkrieg-1.5760897 |titel=Vortrag über Moosburger Stalag VII A: „Es platzte aus allen Nähten“ |datum=2023-03-01 |sprache=de |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, was aber einen Schwarzmarkthandel von Gütern unter den Gefangenen zur Folge hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.moosburg.org/info/stalag/st95deu.html |titel=Moosburg Online: Stalag VII A (Geschichte 1939-45) |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Versorgungslage wurde zum Ende des Krieges immer prekärer. Große Engpässe gab es auch bei Bekleidung und Schuhen, die von inhaftierten Handwerkern in nicht ausreichendem Maße gefertigt und repariert werden konnten. Für Kranke gab es drei Lagerreviere, die von 300 bis 600 Gefangenen täglich aufgesucht wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; In einem eigenen Lagerlazarett wurden schwerere Erkrankungen von inhaftierten Ärzten oder im Wehrmachtslazarett auf dem Freisinger Domberg behandelt. Inhaftierte Priester oder deutsche Militärseelsorger übernahmen die religiöse Betreuung der Gefangenen. Briefe und Postkarten an Angehörige oder Familie wurden zensiert. Im Lager gab es Theater- und Chorgruppen, ein britisches Orchester, eine französische Lagerzeitung&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; und für einige Zeit eine französische Lageruniversität. Die Gefangenen konnten sich auch körperlich betätigen, es fanden Boxkämpfe, Tennisspiele und auch Rugbyturniere statt&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;. Kontakte mit der deutschen Bevölkerung waren verboten, sofern sie nicht arbeitsbedingt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1943 kam es bei einer [[Razzia|Lagerrazzia]] zu einem Großbrand, bei dem die Theater-, Bibliotheks- und Kirchenbaracke vollständig zerstört wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Karl A. Bauer |url=https://www.alt-moosburg.de/suchen/suchenX/stalag.htm |titel=Das Kriegsgefangegenlager |werk=Alt Moosburg, Stalag VII A |sprache=de |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lagerkommandanten waren von 1939 bis 1943 Oberst Hans Nepf (1879–1952) und von 1943 bis 1945 Oberst Otto Burger (1888–1964).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.moosburg.org/info/stalag/leitung.html |titel=Stalag VII A: Lagerleitung |werk=Moosburg Online |abruf=2024-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während andere bayerische Städte bombardiert wurden, blieb Moosburg und sein Umland verschont, da Otto Burger angesichts der Überbelegung des Lagers eigenmächtig das Rote Kreuz in Genf darum bat, dieses nicht zu bombardieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Karl A. Bauer |url=https://www.bauerka.de/suchen/suchenX/oberst_nepf.htm |titel=Lagerkommandanten Oberst Hans Nepf Oberst Otto Burger |werk=Alt Moosburg Stalag VII A |sprache=de |abruf=2024-02-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfänglich wurden in dem Lager [[Zweite Polnische Republik|polnische]] Soldaten untergebracht, die im [[Überfall auf Polen|Krieg von 1939]] gefangen genommen worden waren. Nach dem [[Westfeldzug]] wurden zunehmend [[Dritte Französische Republik|französische]] Soldaten (und Angehörige der [[Polnische Streitkräfte im Westen|polnischen Streitkräfte in Frankreich]]) nach Moosburg deportiert. Nach dem [[Unternehmen Barbarossa|Überfall auf die Sowjetunion]] ab Mitte 1941 folgte eine große Zahl Gefangener der [[Rote Armee|Roten Armee]]. Die ersten US-amerikanischen Soldaten wurden nach dem [[Tunesienfeldzug|Tunesien-Feldzug]] im Dezember 1942 und dem [[Italienfeldzug (Zweiter Weltkrieg)|Italienfeldzug]] 1943 inhaftiert. Eine große Anzahl von Amerikanern wurde im Dezember 1944 während der [[Ardennenoffensive]] gefangen genommen. Insgesamt waren Gefangene aus 72 Nationen untergebracht, die nach Nationalitäten getrennt inhaftiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.moosburg.org/info/stalag/st95deu.html#Kap%204 |titel=Moosburg Online: Stalag VII A (Geschichte 1939-45) |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis Ende des Krieges wuchs die Zahl der Insassen auf 80.000 an (darunter zunehmend westalliierte Fliegersoldaten, die im [[Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|Bombenkrieg über Deutschland]] abgeschossen worden waren, sowie alleine etwa 200 [[Generalität|Generale]]). Die Gefangenen wurden je nach Nationalität unterschiedlich behandelt: Während die britischen und US-amerikanischen Inhaftierten entsprechend den [[Genfer Konventionen]] behandelt wurden, waren die sowjetischen Gefangenen ohne Rechte. Ab September 1941 wurden aufgrund des so genannten „[[Kommissarbefehl]]s“ des [[Oberkommando der Wehrmacht|Oberkommandos der Wehrmacht]] Tausende von „untragbaren“ sowjetischen Kriegsgefangenen wie beispielsweise Kranke, Politoffiziere oder „Intelligenzler“ aus Moosburg „ausgesondert“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.moosburg.org/info/stalag/sowjet.html |titel=Moosburg Online: Stalag VII A (Sowjetische Kriegsgefangene) |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.moosburg.org/info/stalag/meinel.html |titel=Moosburg Online: Stalag VII A (Zeitzeugen: Meinel) |abruf=2024-02-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige Offiziere des Lagers, darunter der Major [[Karl August Meinel]] und sein Vorgesetzter, Generalmajor Otto Ritter von Saur, waren gegen dieses Vorgehen und konnten etwa 120 Inhaftierten das Leben retten. Mindestens 300 der Gefangenen wurden ins [[KZ Dachau]] verbracht und auf dem nahegelegenen [[Schießplatz Hebertshausen]] von [[Schutzstaffel|SS]]-Männern erschossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/gedenkfeier-fuer-ermordete-sowjetische-soldaten-lichtblick-in-dunkelsten-stunden-1.4029580 |titel=Lichtblick in dunkelsten Stunden |werk=Süddeutsche Zeitung |datum=2018-06-25 |sprache=de |abruf=2024-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gedenkstaettenpaedagogik-bayern.de/schiessplatz_hebertshausen.php |titel=SS-Schießplatz Hebertshausen |werk=Gedenkstättenpädagogik-Bayern |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20201016231102/https://www.gedenkstaettenpaedagogik-bayern.de/schiessplatz_hebertshausen.php |archiv-datum=2020-10-16 |archiv-bot=2023-01-14 15:09:57 InternetArchiveBot |abruf=2020-10-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere 190 sowjetische Gefangene wurde von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] in die KZs [[KZ Buchenwald|Buchenwald]] und [[KZ Mauthausen|Mauthausen]] deportiert und dort erschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem eigenen Arbeitsamt im Lager wurden die Gefangenen Landwirtschafts-, Handwerks- oder Industriebetrieben zugeteilt. Es gab sowohl Einzeleinsätze als auch Arbeitskommandos mit mehreren hundert Inhaftierten. Die Unternehmen mussten ein Minimum an Unterbringung und Verpflegung leisten und einen geringen Lohn bezahlen, mit dem die Gefangenen im Lager einkaufen konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die meisten Einsatzorte befanden sich im [[Wehrkreis VII (München)|Wehrkreis V]]II im Süden Bayerns.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.moosburg.org/info/stalag/komm.html |titel=Moosburg Online: Stalag VII A (Kommandos) |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen der mitunter großen Entfernungen zum Arbeitsort wurden die Gefangenen in etlichen Außenlagern untergebracht, die vom Hauptlager aus verwaltet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 2.000 deutsche Wachmannschaften des 512. [[Landesschützen (Deutsches Reich)|Landesschützen]]-Bataillons waren in einem eigenen Kasernenbereich etwa 300 Meter südlich des Stalag in der heutigen Schlesierstraße stationiert. Kommandeur war Major Rudolf Koller&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.moosburg.org/info/stalag/koller.html |titel=Moosburg Online: Stalag VII A (Major Koller) |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, der gegen Kriegsende auch Stadtkommandant von Moosburg war&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Karl A. Bauer |url=https://bauerka.de/suchen/suchenX/major_koller.htm |titel=Major Rudolf Koller (Kollerbräu Landshut) |werk=Alt Moosburg |sprache=de |abruf=2024-02-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Moosburg selbst zählte damals nur etwa 5.000 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=freising.html|name=Einwohnerzahl 1939}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Befreiung und Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
Am 29.&amp;amp;nbsp;April 1945 wurde das Lager von einer Einheit der [[14. US-Panzerdivision|14. Panzerdivision]] der [[United States Army]] unter General [[Charles H. Karlstad]] nach kurzen Kampfhandlungen befreit, wobei die Übergabe relativ geordnet vonstattenging. Die US-amerikanische Truppe erfuhr nur wenige Stunden vor dem Angriff von der Existenz des Lagers und dessen ungefährer Position. Da sich viele alliierte Kriegsgefangene im Lager und im Umland befanden, wurde die US-Artillerie nicht eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://armyhistory.org/the-14th-armored-division-and-the-liberation-of-stalag-viia/ |titel=The 14th Armored Division and the Liberation of Stalag VIIA |werk=The Army Historical Foundation |datum=2015-01-20 |sprache=en-US |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Brücke über die Isar wurde von der Wehrmacht verteidigt und noch gesprengt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände wurde zu einem [[Internierungslager#Deutschland|Internierungslager]] für deutsche Zivilisten umfunktioniert, die für ihre Tätigkeit während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] zur Rechenschaft gezogen werden sollten; das „Civilian Internment Enclosure No. 6“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.merkur.de/lokales/freising/moosburg-ort29088/amerikanisches-internierungslager-in-moosburg-historiker-gibt-neue-einblicke-in-nachkriegszeit-90812086.html |titel=Amerikanisches Internierungslager in Moosburg: Historiker gibt neue Einblicke in Nachkriegszeit |datum=2021-06-20 |sprache=de |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zeitweilig waren bis zu 12.000 Deutsche auf dem Gelände in Haft. 1948 gab die US-Militärregierung das Lager auf und übertrug das Gelände an den Freistaat Bayern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er errichtete hier neue Wohnungen für zahlreiche [[Heimatvertriebene]]. Aus dieser Ansiedlung entstand ab 1948 der neue Moosburger Stadtteil &amp;#039;&amp;#039;Neustadt&amp;#039;&amp;#039;, so dass nur wenige Bauten noch an das Lager erinnern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.moosburg.org/info/stalag/ &amp;#039;&amp;#039;Das Kriegsgefangenenlager Stalag VII A.&amp;#039;&amp;#039;] auf: &amp;#039;&amp;#039;moosburg.org&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
Tote des Stalag VII A wurden auf dem [[Friedhof Oberreit]] (Ortsteil in Richtung [[Thonstetten]]) bestattet. Es soll sich um 1000 bis 2000 Tote, davon 800 sowjetische Soldaten, gehandelt haben. 1958 wurden die verbliebenen Toten aus Oberreit auf den Soldatenfriedhof in Schwabstadl, Landkreis Landsberg, umgebettet. In Schwabstadl haben 756 Sowjetsoldaten, 59 Jugoslawen, 6 Polen, 5 Rumänen und ein Grieche ihre letzte Ruhestätte gefunden. Die Überreste von 33 italienischen Soldaten wurden auf die Italienische Kriegsgräberstätte auf dem Waldfriedhof von München umgebettet. 1982 wurde auf dem ehemaligen Lagerfriedhof ein Gedenkkreuz errichtet. Im Jahr 2014, anlässlich des 75. Jahrestages der Errichtung des Lagers, wurde die Gedenkstätte neu gestaltet und mit einem historischen Gedenkstein ergänzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 70. Jahrestag der Befreiung des Lagers erhielt im April 2015 eine Grünfläche an der Böhmerwaldstraße offiziell den Namen &amp;#039;&amp;#039;Stalag-Gedenkplatz&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.merkur.de/lokales/freising/gedenken-opfer-stalag-4947576.html Im Gedenken an die Opfer des Stalag VII A]&amp;#039;&amp;#039; auf [[Münchner Merkur|www.merkur.de]], 27. April 2015 &amp;lt;/ref&amp;gt; Hier befindet sich auch der so genannte &amp;#039;&amp;#039;Franzosenbrunnen&amp;#039;&amp;#039;, der 1942 unter der Leitung des inhaftierten italienischstämmigen französischen Künstlers Professor Antoniucci Volti (1915–1989) von französischen Kriegsgefangenen gestaltet wurde. Die vier Steinreliefs stellen die vier größten Flüsse Frankreichs (Seine, Loire, Rhône und Garonne) dar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.moosburg.org/info/tour/volti.html |titel=Moosburg Online: Bilder (Stalag-Brunnen) |abruf=2024-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 27. Oktober 1963 wurde der Brunnen eingeweiht&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Alexander Kappen |url=https://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/moosburg-stalag-viia-franzosenbrunnen-elysee-vertrag-gedenkveranstaltung-1.6294161 |titel=Stalag VIIA in Moosburg: Ort der Erinnerung und Mahnung |werk=Süddeutsche Zeitung |datum=2023-10-26 |sprache=de |abruf=2024-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2015 anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung neu gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine noch erhaltene Gefangenenbaracke des Lagers, die so genannte „Sabathiel“-Baracke in der Egerlandstraße 22 ist baufällig und steht unter Denkmalschutz. Sie wurde 2020 mit einer zusätzlichen Überdachung versehen, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://meinmoosburg.de/tourismus/stalag/ |titel=Stalag {{!}} Mein Moosburg |datum=2020-06-19 |sprache=de-DE |abruf=2024-02-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christine Fößmeier: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.idowa.de/inhalt.moosburg-an-der-isar-kleiner-teil-der-geschichte-moosburgs-atmet-auf.8d17799d-6542-4523-a072-0682f4b22cfd.html Kleiner Teil der Geschichte Moosburgs atmet auf]&amp;#039;&amp;#039; auf [[Idowa|www.idowa.de]], 29. Mai 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; Drei noch erhaltene Baracken der Wachmannschaft in der Schlesierstraße 1–5 wurden nach vorherigen Abbruchplänen der Stadt Moosburg am 15. Februar 2013 in die [[Bayerische Denkmalliste]] aufgenommen. Die Weiternutzung ist noch in Diskussion; vorgesehen ist ein Informations- und Dokumentationszentrum.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Alexander Kappen |url=https://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/moosburg-stalag-vii-a-kriegsgefangenenlager-denkmal-erinnerungskultur-1.5244564 |titel=Stalag-Baracken: &amp;#039;&amp;#039;Nicht zu ersetzender Zeugniswert&amp;#039;&amp;#039; |werk=Süddeutsche Zeitung |datum=2021-03-23 |sprache=de |abruf=2024-02-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des 80. Jahrestags der Befreiung des Stalag VII A wurde die Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;„Vergessen und vorbei?“&amp;#039;&amp;#039; vom 25. April bis 11. Mai 2025 in der Stadthalle Moosburg gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.moosburg.de/ausstellung2025 |hrsg=Stadt Moosburg |titel=vergessen und vorbei? - 80 Jahre Befreiung des Stalag VII A Moosburg |abruf=2025-05-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dominik Reither: &amp;#039;&amp;#039;Stalag VII A, Moosburg – ein Kriegsgefangenenlager 1939–1945&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, Stalag Moosburg e.&amp;amp;nbsp;V., Moosburg 2015, 75 S., OCLC 926744154.&lt;br /&gt;
* Dominik Reither, Karl Rausch, Elke Abstiens, Christine Fößmeier: &amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren verlorener Identitäten. Sowjetische Kriegsgefangene im Stalag VII A Moosburg.&amp;#039;&amp;#039; Books on Demand, Norderstedt 2018, 303 S., ISBN 978-3-7460-9608-7.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas Hilger]]: [http://www.sehepunkte.de/2018/07/31668.html &amp;#039;&amp;#039;Zwei Bände zur Geschichte sowjetischer Kriegsgefangener des Zweiten Weltkriegs.&amp;#039;&amp;#039;] Rezension. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Sehepunkte]].&amp;#039;&amp;#039; 18, Nr. 7/8, 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Teil I: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Vernichtung und Widerstand: das Leben sowjetischer Gefangener im Stalag VII A Moosburg&amp;#039;&amp;#039; S. 9–171.&lt;br /&gt;
* Anton Neumaier: &amp;#039;&amp;#039;Das Kriegsgefangenen-Lager Moosburg in Oberbayern – STALAG VII A; 5 1/2 Jahre Lagergeschichte 1939–1945 – 50 Jahre Versöhnung und Freundschaft 1945–1995&amp;#039;&amp;#039;, Stadt Moosburg a. d. Isar, Moosburg a. d. Isar 1995, 136 S., OCLC 644128473.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Stammlager]]&lt;br /&gt;
* [[Offizierslager]], OffLager&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Stalag VII-A|Stammlager VII A}}&lt;br /&gt;
* [https://www.stalag-moosburg.de/ Verein Stalag Moosburg e.V] (gegr. 2013) Aktuelle Aktivitäten zu den Stalag-Gedenkstätten in Moosburg, zentrale Zusammenfassung und Verlinkung verschiedener unten genannter Dokumentationen&lt;br /&gt;
* [https://www.moosburg.org/info/stalag/ Stalag VII A Moosburg] (www.moosburg.org, mehrsprachig)&lt;br /&gt;
* [https://www.bauerka.de/stalag/index.html Ausführliche Informationen – Stalag VII A] (bauerka.de; Grundriss; auch über die Zeit als ziviles Internierungslager nach Mai 1945)&lt;br /&gt;
* Roger Devaux: &amp;#039;&amp;#039;Treize Qu&amp;#039;ils Etaient.&amp;#039;&amp;#039; Das Leben der französischen Kriegsgefangenen bei den Bauern in Niederbayern während des Zweiten Weltkrieges. [http://www.nos-racines.fr/guefangue Treize Qu&amp;#039;ils Etaient] Editions Memoires et Cultures, 2007, ISBN 978-2-916062-51-8. (französisch)&lt;br /&gt;
* Greg Hatton: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.b24.net/pow/stalag7.htm STALAG 7a]&amp;#039;&amp;#039;, auf der Site b24.net (englisch; nennt Belegungsstärken, Offiziere beider Seiten, Zugangszahlen am 2.&amp;amp;nbsp;Februar: 2000 Offiziere vom [[Stalag Luft III]] (aus [[Żagań]], Polen) und am 7. Feb. 1945 weitere 2000 Gefangen von Nürnberg und weitere am 1.&amp;amp;nbsp;April; zwei Vermittler aus der Schweiz (als Schutzmacht), Kampfhandlungen bei der Befreiung am 28./29.&amp;amp;nbsp;April 1945)&lt;br /&gt;
* Jim Lankford: [http://www.14tharmoreddivision.org/liberationofstalagVIIA.htm Die Befreiung des Stalag VIIA] (englisch, auf der Site 14tharmoreddivision.org bzw. zunächst in On Point: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of Army History.&amp;#039;&amp;#039; 2005, mit Apparat und mit Luftbild des Stalag, der Isar und Moosburgs aus der Zeit)&lt;br /&gt;
* [http://www.thonstetten.de/gede.htm Gedenkstätte Oberreit] (Bei thonstetten.de)&lt;br /&gt;
* [https://www.bauerka.de/suchen/suchenX/gedenkstaette.htm Zeitungsbericht (28.&amp;amp;nbsp;Juni 1982)] von der Einweihung der Gedenkstätte in Oberreit am 26.&amp;amp;nbsp;Juni 1982 und einer kurzzeitigen Ausstellung über das KG-Lager in der Stadthalle.&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/moosburg-kriegsgefangene-erinnerung-1.4493916 |titel=Moosburg tut sich schwer mit dem Erinnern|werk=Süddeutsche Zeitung, 21. Juni 2019|sprache=de |abruf=2025-06-02}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=gwNZnZalLuY |titel=Stalag VII A (deutsch) |werk=YouTube Video |hrsg=Verein Stalag Moosburg e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2017-01-17 |sprache=de |abruf=2024-02-24}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Alexander Kappen |url=https://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/juedische-kriegsgefangene-stalag-vii-a-polen-vernichtungslager-1.5240887 |titel=In den Tod geschickt |werk=Süddeutsche Zeitung |datum=2021-03-19 |sprache=de |abruf=2024-02-24}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/moosburg-stalag-vii-a-kriegsgefangenenlager-denkmalschutz-1.5578940 |titel=Ein Denkmal von nationaler Bedeutung |werk=Süddeutsche Zeitung |datum=2022-05-05 |sprache=de |abruf=2024-02-24}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=48.480439|EW=11.940497|dim=1500|type=landmark|region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht|Stammlager #:7A]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Moosburg an der Isar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayern in der Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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