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	<title>Stall - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stall&amp;diff=78761&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nassauer27: /* Rinder */</title>
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		<updated>2025-08-12T09:00:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rinder&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:2013-05-03 Fotoflug Leer Papenburg DSCF6865.jpg|mini|Schweineställe im [[Landkreis Cloppenburg]] mit [[Photovoltaikanlage]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Notstall.jpg|mini|Notstall zum Fixieren von Pferden während des Hufbeschlags]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bauernhof.jpg|mini|Ställe am Bauernhof (Hofställe)]]{{Weiterleitungshinweis|Stallung|Zum gleichnamigen Flächenmaß siehe [[Stallung (Flächenmaß)]].}}&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Stallung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Viehstall&amp;#039;&amp;#039;; eigentl. &amp;#039;&amp;#039;Standort, Stelle&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man ein zur Unterbringung von hauptsächlich [[Nutztier|Nutztieren]] dienendes Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz bezeichnet der &amp;#039;&amp;#039;Stall&amp;#039;&amp;#039; auch Wirtschaftsgebäude, welche zur kombinierten Unterbringung von Tieren und z. B. [[Heu]] gebaut wurden, respektive gar einzig der Aufbewahrung des Letzteren dienen („Heustall“).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digital.idiotikon.ch/p/loc/11/5 &amp;#039;&amp;#039;als umfassende Bezeichnung für das z.&amp;amp;nbsp;T. alleinstehende Gebäude für Heu, Korn und Vieh&amp;#039;&amp;#039;], [[Schweizerisches Idiotikon]], Band 11, Sp. 5, Bed. 2 &amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Innenhaltung von Tieren müssen Ställe hinsichtlich Lufttemperatur, relativer&lt;br /&gt;
Luftfeuchtigkeit, Luftgeschwindigkeit und Schadgaskonzentrationen bestimmte Mindestnormen erfüllen. Diese als [[Stallklima]] bezeichneten Umgebungsbedingungen unterscheiden sich nach Tierart und Nutzungsrichtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typen von Ställen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mobiles Stallsystem &amp;quot;Hühnermobil&amp;quot; der Firma Weiland.jpg|mini|[[Geflügelproduktion#Hühnerwagen und Hühnertraktoren|Hühnerwagen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rundholzstall Foppa.jpg|mini|Aussenstall auf einem [[Maiensäss]] (Spalegna bei [[Flims]]); kombinierter Viehstall (unten) und Heustall (oben) in Rundholzbauweise.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Histe Falera.jpg|miniatur|Dorfstall in [[Falera]], unten Viehstall, oben links Heustall, oben rechts Scheune, vor der Fassade die Kornhiste ([[Harpfe]]). Die Galerie unter dem Dach dient dem Trocknen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ställe bilden oft Gebäude auf einer [[Hofstelle]] oder befinden sich in deren Nähe. Solche Ställe werden &amp;#039;&amp;#039;Hofstall&amp;#039;&amp;#039; genannt, und zwar auch dann, wenn sie relativ groß sind. Das entscheidende Merkmal eines Hofstalls besteht darin, dass der Landwirt seine Tiere relativ schnell von seiner Wohnung aus erreichen kann. Bei [[Wohnstallhaus|Wohnstallhäusern]], die vor der [[Industrielle Revolution|Industriellen Revolution]] vorherrschend waren, wird die Stallfunktion von einem in das Wohnhaus integrierten Gebäudeteil wahrgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe größerer Weideflächen (oft weit abseits einer Hofstelle) liegende Ställe für Tiere in Freilandhaltung werden als &amp;#039;&amp;#039;Außenstall&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Die halbnomadischen [[Maiensäss]]e der [[Dreistufenwirtschaft]] verfügen im Alpenraum über kombinierte Außenställe für die Winterfütterung; häufig wurden vor allem früher während des Winters die Tiere von Stall zu Stall getrieben, anstatt wie heute das Heu überwiegend ins Tal zu transportieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Industrielle Landwirtschaft|industrialisierten Landwirtschaft]] des 21. Jahrhunderts tritt zu den genannten Stalltypen der Großstall ohne Gebäude mit Wohnfunktion in unmittelbarer Nähe im Außenbereich von Gemeinden als dritter Stalltyp hinzu. In solchen Ställen gehaltenen Tieren wird meistens nicht die Gelegenheit gegeben, auch im Freien Nahrung zu sich zu nehmen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--== Geschichte des Stallbaus und der Stalltierhaltung ==--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ställe im 21. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Auch heute noch gibt es bei [[Nutztier]]en sowohl eine [[Weide (Grünland)|Weidehaltung]] als auch eine Stallhaltung. Bei den meisten Tierarten überwiegt in Deutschland und in anderen [[Industriestaat]]en die Stallhaltung: Von 12,5 Millionen Rindern in Deutschland erhalten 4,8 Millionen zumindest zeitweise die Gelegenheit zu einem Weidegang. Von den Schweinen in Deutschland werden weniger als ein Prozent im Freiland gehalten. Hingegen lassen 93 Prozent der 22.800 Schafhalter in Deutschland ihre Tiere weiden; das entspricht 84 Prozent aller Schafe.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutscher Verband für Landschaftspflege e.&amp;amp;nbsp;V.: [https://www.dvl.org/themen/landschaftspflege/zahlen-zur-weidehaltung-in-deutschland/ &amp;#039;&amp;#039;Zahlen zur Weidehaltung in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch für Tiere, die (überwiegend bzw. saisonal) im Freien gehalten werden, gibt es Ställe, zumeist in der Form von Außenställen. Ein Grund für die Stallhaltung von Tieren, die sich theoretisch das ganze Jahr über im Freien aufhalten könnten, ist deren Sicherheit. Im Winter sind die Wasserstellen oft vereist, dort besteht Rutsch- und Verletzungsgefahr. Die Stallhaltung bietet Sicherheit, Kontrolle und Versorgung. Außerdem wird die Einsammlung von Tiermist durch Konzentration der Tiere erleichtert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für jede Tierart und Nutzungsrichtung gibt es heute bestimmte Bauformen, die sich an den nach der jeweils gehaltenen Tierart unterschiedlichen Erfordernissen hinsichtlich Fütterung, Bewirtschaftung, Wärmeregulierung und Atemluftzufuhr ausrichten. Insbesondere die Konstruktion großer Ställe muss an zahlreiche Vorgaben angepasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Art der Stallung hat sich mit [[Mobiles Haltungssystem|mobilen Haltungssystemen]] entwickelt. Bei den Anlagen handelt es sich um versetzbare komplexe Systeme. Mobile Stallsysteme werden überwiegend in der Hühnerhaltung verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeiner Aufbau ===&lt;br /&gt;
Stallgebäude sind heute meist [[Halle (Architektur)|Hallen]] mit einer Stallgasse und einem oder mehreren Ständen oder Boxen (Koben) für je ein oder mehrere Tiere mit angemessener Fressplatzbreite. Die Nahrungsaufnahme der Tiere erfolgt heute entweder ganzjährig oder zumindest in der kalten Jahreszeit im Stall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur bei älteren Hofställen befindet sich über dem Stall oftmals ein Heu- oder Strohlager; bei neueren Stallanlagen wird in der Regel das Futter in eigenen Räumen bzw. Behältern aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rinder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Cows eating.JPG|mini|hochkant|Moderner Kuhstall]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cows Stable.JPG|mini|Rinder in ihrem Auslaufgehege vor dem Laufstall]]&lt;br /&gt;
Bei der Stallhaltung von [[Hausrind|Rindern]] wird grundsätzlich zwischen der Einzelhaltung und der Gruppenhaltung unterschieden. Bei der Einzelhaltung werden die Rinder fixiert. Dies kann mittels [[Anbindestall|Anbindung]] auf einem Langstand, Mittellangstand oder Kurzstand erfolgen, wobei der Kurzstand zunehmend bevorzugt wird, weil dort die Ausscheidungen hinter die Liegefläche fallen und so leichter entsorgt werden können. Alternativ existiert die sehr seltene Sperrfixierung, die es im Sperrboxenstand, Schwenkstand („System Ryholm“) und [[Mobilboxenstand]] („Unicar-System“) gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jungtiere ([[Kalb|Kälber]]) werden meist die ersten zwei Lebenswochen in [[Kälberhütte]]n (auch &amp;#039;&amp;#039;Iglu&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Außenhütte&amp;#039;&amp;#039;) gehalten. Ab der 8. Woche besteht Gruppenhaltungspflicht, vorzugsweise in [[Kälberstall|Kälberställen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Gruppen- oder auch Herdenhaltung im [[Laufstall (Viehwirtschaft)|Laufstall]] gibt es verschiedene Modelle, die sich hinsichtlich Raumaufteilung und [[Einstreu]] unterscheiden. Häufigste Variante in der Milchviehhaltung ist der Liegeboxenlaufstall oder auch Fressliegeboxenlaufstall, bei dem die hochleistenden Kühe auf durch Bügel getrennten Unterabschnitten von Liegeflächen ungestört ihr Futter [[Wiederkäuer|wiederkäuen]] können, ohne sich beim Aufstehen oder Hinlegen auf die übergroßen Euter zu treten. In der Jungtieraufzucht oder auch der extensiven [[Mutterkuhhaltung]] findet sich häufig ein [[Tretmiststall]]. Bei diesem ist der Boden mit einer Neigung angelegt, an deren oberem Ende regelmäßig frische Einstreu zugegeben wird, während die Tiere beim Laufen den Mist kontinuierlich zum unteren Ende treten, wo er abgeräumt wird. Auch bei [[Tieflaufstall|Tieflaufställen]] wird Einstreu verwendet; hier wird auf den zusammengetretenen Mist frische Einstreu aufgebracht, die anschließend wiederum zusammengetreten wird. Wenn die Zugaben der Einstreu im richtigen Verhältnis zu den anfallenden Ausscheidungen praktiziert werden, entsteht hierbei eine isolierende Matratze auf dem Bodengrund, die zunehmend gen Stalldecke anwächst. Dieses System findet am ehesten noch Anwendung in der Jungtieraufzucht und [[Bullenmast]]. Eine zunehmend häufig genutzte Alternative dazu ist der Laufstall mit befestigtem oder teilbefestigtem Boden: komplett betoniert (planbefestigt), [[Spaltenboden]] oder eine Mischform ohne Einstreu. Der Laufstall ist bei Neubauten Standard, da er Vorteile bezüglich der Tiergesundheit und Arbeitswirtschaft aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Versorgung mit Wasser erfolgt über [[Tränke]]n; die Futterversorgung über [[Trog (Behälter)|Tröge]] oder Futtertische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgewachsene Rinder erzeugen Sommer wie Winter eine große Wärmemenge. Das Rind bevorzugt Temperaturen von −5&amp;amp;nbsp;°C bis +8&amp;amp;nbsp;°C. Es wird zwischen Kalt- und Warmstall unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Kaltstall (Außenklimastall) besteht ein Temperaturunterschied von +5&amp;amp;nbsp;K zum Außenklima. Er steht quer zur Hauptwindrichtung und hat an den Längsseiten ausreichend offene Flächen, so dass eine [[Querlüftung]] vorliegt. In modernen Ställen ist vielfach eine Stallseite offen. Je nach Temperatur wird die Zuluft bzw. Querlüftung durch verstellbare Curtains (engl. Vorhang) geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Warmstall wird der Luftaustausch meistens durch [[Zwangsbelüftung]] oder die passive [[First-Trauf-Lüftung]] vollzogen. Passive Belüftungssysteme nutzen das geringere spezifische Gewicht der durch die Tiere erwärmten Luft, die nach oben steigt und durch den First entweichen kann. Unter dem Gesichtspunkt des Kuhkomforts wird zurzeit immer mehr zur Errichtung von Außenklimaställen tendiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweine ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Hausschwein|Schweinehaltung]] gibt es verschiedene Bauformen, die auch auf den jeweiligen Haltungsabschnitt abgestimmt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schweinemast ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-35992-0006, Bergholz, Bauer im Schweinestall.jpg|mini|Schweinemast, DDR, 1956]]&lt;br /&gt;
Die [[Schweinemast]] erfolgt in Gruppen, weswegen der [[Schweinemaststall]] in Abteile unterteilt ist. Der Warmstall wird zwangsbelüftet und die Versorgung mit Wasser erfolgt über [[Tränke|Nippeltränken]]. Die Futterversorgung ist wiederum sehr vielgestaltig, grob kann zwischen [[Flüssigfütterung]], Automatenfütterung und [[Trockenfütterung]] (alle Verfahren stark automatisiert) und bei kleinen Beständen Handfütterung unterschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind die Funktionsbereiche Liegen und Misten getrennt, heißt die eingestreute Variante &amp;#039;&amp;#039;Dänische Aufstallung&amp;#039;&amp;#039;; bei strohloser Aufstallung wird teilweise ein [[Spaltenboden]] verwendet. Sind die Funktionsbereiche kombiniert und eingestreut, handelt es sich um einen Tiefstreustall, bei der strohlosen Variante ist der gesamte Boden mit Spalten versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl Stroh- als auch Spaltenböden haben Vor- und Nachteile. Strohaufstallung ist bei großen Beständen teurer und arbeitsintensiver, ist aber artgerechter. Der ökonomische Vorteil von Spaltenböden kommt vor allem bei großen Beständen zum Tragen. Da dabei aber auch große Mengen [[Gülle]] anfallen, muss dieser Dünger mittels Güllefass auf die Felder ausgebracht oder nachgenutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ferkelerzeugung ====&lt;br /&gt;
Bei der [[Ferkelerzeugung]] gibt es den Deck- und Wartestall, wo die [[Hausschwein|Sauen]] besamt oder vom [[Eber]] gedeckt werden. Die Sau wird dabei einzeln im [[Kastenstand]] oder in Gruppen in Laufställen gehalten. Im [[Abferkelstall]] liegt die Sau in einer Abferkelbucht, wo die Sau entweder frei abferkeln kann oder der mit einem Abferkelkäfig ausgestattet ist sowie eine meist mit [[Infrarotstrahler#Infrarotlampen|Rotlichtlampen]] geheizte Stelle haben, um ihren Wärmebedarf zu decken. An Nippeltränken können die Sauen trinken und das Futter wird mechanisch zur Verfügung gestellt oder von Hand ausgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pferde ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pferdebox Roewer&amp;amp;Rueb.jpg|mini|Boxen in einem Pferdestall]]&lt;br /&gt;
Bei der [[Pferdehaltung]] in Deutschland überwiegt die Pferdebox als Aufstallungsform. In einem Boxenstall stehen die Tiere in Einzelboxen. Bei Paddockboxen ist an jede Box ein kleiner Auslauf angeschlossen. Pferde die Einzelpersonen gehören stehen meistens in [[Pensionsstall|Pensionsställen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pferdegruppen können in Sammelboxen oder Laufställen gehalten werden. Hierbei wird auch zwischen Warm- und Kaltstall oder Ein- und Mehrraumstall unterschieden. In einem Kaltstall herrscht das Außenklima vor, was aus Sicht der [[Krankheitsprävention]] vorzuziehen ist. Laufställe sind oft mit einem Auslauf (&amp;#039;&amp;#039;[[Paddock]]&amp;#039;&amp;#039;) versehen. In einem Mehrraumstall sind die Funktionsbereiche Fressen, Liegen und Laufen getrennt. Anbindehaltung in [[Anbindestall|Ständern]] ist bei [[Hauspferd|Pferden]] in Deutschland nur noch in Ausnahmefällen oder vorübergehend erlaubt. Früher wurden in der Landwirtschaft die Arbeitspferde überwiegend so gehalten, da die Aufstallung im Ständer platz- und arbeitssparend war.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Koch: &amp;#039;&amp;#039;Traditionelles Arbeiten mit Pferden.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer, Stuttgart 1998, ISBN 3-8001-7383-2, S. 20 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die Tiere regelmäßig ausgiebig bewegt wurden, waren körperliche Schäden und Untugenden selten – im Gegensatz zum heutigen Reitpferd, das oft nur eine Stunde am Tag bewegt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geflügel ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Geflügelhaltung]] ist die Stallform ebenfalls stark von der Nutzungsrichtung abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mastgeflügel ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ayam.jpg|mini|Hähnchenmast]]&lt;br /&gt;
Zum Mastgeflügel zählen [[Geflügel|Hähnchen]] (auch: &amp;#039;&amp;#039;[[Broiler]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Truthühner|Puten]] und wirtschaftlich weniger bedeutend [[Hausgans|Gänse]], [[Enten]], [[Haustaube|Tauben]], [[Afrikanischer Strauß|Strauße]] und [[Wachtel (Art)|Wachteln]].&lt;br /&gt;
Die Ställe für Hähnchen und Puten unterscheiden sich nicht stark. Entweder werden die Tiere in geschlossenen Ställen mit Zwangslüftung oder in Ställen mit freier Lüftung (siehe [[Querlüftung]]) gehalten. Letztere werden Naturstall oder Louisianastall genannt. Der Boden ist hier nicht befestigt und wird mit einer ca. 35&amp;amp;nbsp;cm dicken Schicht aus gehäckseltem Stroh oder Weichholzhobelspänen eingestreut. In der Längsrichtung sind die Versorgungseinrichtungen für Futter und Wasser angebracht, die nach Mastende hochgezogen werden, damit der Stall gereinigt werden kann. Der geschlossene Stall ist massiv gebaut, meist mit verdunkelten Fenstern und kann beheizt und gekühlt werden. Bei der Erwärmung wird entweder der ganze Raum geheizt oder nur punktuell die sogenannten Kükenringe. Es werden offene oder geschlossene Gasstrahler oder Heizkanonen eingesetzt. Gekühlt wird entweder mit sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Cooling pads&amp;#039;&amp;#039;, wobei hier Wasser verdunstet oder mit der sogenannten Sprühkühlung, bei der feine Wassertröpfchen durch Hochdruckanlagen erzeugt werden und verdunsten. Die Beleuchtung muss in Deutschland mindestens 20 [[Lux (Einheit)|Lux]] betragen, die Notfallbeleuchtung 2 Lux. Bei Neubauten muss die Einfallfläche für Tageslicht mindestens 3 % der Stallgrundfläche betragen. Die Verwendung von blau-grünem Licht soll die Tiere beruhigen und [[Kannibalismus]] senken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Putenmast]] können auch Sitzstangen, Strohballen oder erhöhte Ebenen als Strukturelemente im Stall aufgestellt werden. Aus der Sicht des [[Tierschutz]]es ist das wünschenswert (arttypisches Ruheverhalten, Beschäftigungsmaterial), aus arbeitswirtschaftlicher Sicht muss die Lösung gut durchdacht sein. Die Tiere dürfen auch nicht zu schwer sein, da sie sonst auf den Sitzstangen [[Ballen]]geschwüre und Defekte im Brustbereich bekommen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Legehennen ====&lt;br /&gt;
Bei der Legehennenhaltung wird unterschieden zwischen [[Käfighaltung]], [[Volierenhaltung]], [[Bodenhaltung]] und [[Freilandhaltung]]. In der Europäischen Union regelt eine Verordnung die Anforderungen an die Ställe ({{EU-Richtlinie|1999|74}} des Rates vom 19. Juli 1999 zur Festlegung von Mindestanforderungen zum Schutz von Legehennen). In Deutschland wurde diese Verordnung nicht 1:1 übernommen, sondern mit der [[Legehennenverordnung]] die Anforderungen verschärft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schafe und Ziegen ===&lt;br /&gt;
Die Einzel[[tierhaltung]] bei [[Hausschaf|Schafen]] und [[Hausziege|Ziegen]] in Hofställen&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Besonderheiten der Schafzucht und -haltung, insbesondere zum Unterschied zwischen Hofställen und Außenställen siehe Arbeitskreis Scheunenviertel und mehr: {{Webarchiv|url=http://www.scheunenviertel-und-mehr.de/index.php?id=28 |wayback=20131126182528 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Schafställe in Hülsen&amp;#039;&amp;#039; }}.&amp;lt;/ref&amp;gt; erfolgt nur noch selten, dabei werden diese mittels Ketten angebunden. Die Vorteile sind geringer Platzbedarf und gute individuelle Betreuung. Die Nachteile (Bewegungsmangel, fehlende Umweltreize) überwiegen aber, sodass diese Haltungsform aus [[Tierschutz]]sicht abzulehnen ist.&lt;br /&gt;
Gruppenhaltung erfolgt im Boxenstall bei viel Platz und Gruppengrößen bis zu fünf Tiere. Vorteilhaft ist die Entwicklung der Lämmer, nachteilig ist der erhöhte Arbeitsaufwand. Als problematisch bei der Laufstallhaltung wird angesehen, dass unter den Ziegen Auseinandersetzungen mit Verletzungsfolge auftreten können.&amp;lt;ref&amp;gt;Nina M. Keil u.&amp;amp;nbsp;a.: {{Webarchiv|url=http://www.agroscope.admin.ch/publikationen/einzelpublikation/index.html?lang=de&amp;amp;aid=22086&amp;amp;pid=22706&amp;amp;vmode=fancy |wayback=20140310173348 |text=&amp;#039;&amp;#039;Laufstallhaltung für kleine Ziegenbestände. Einfache und kostengünstige Umbaulösungen.&amp;#039;&amp;#039; }} In: &amp;#039;&amp;#039;ART-Berichte.&amp;#039;&amp;#039; 727 (2010).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Futter wird im [[Trog (Behälter)|Trog]] (für [[Kraftfutter]] und [[Saftfutter]]) und einer [[Raufe]] (für [[Heu]]) angeboten. [[Tränke]]becken sichern die Wasserversorgung.&lt;br /&gt;
Größere Herden werden vorwiegend im Laufstall gehalten. Dabei können die Funktionsbereiche Fressen, Liegen und Laufen kombiniert sein, dann spricht man vom &amp;#039;&amp;#039;Einraumlaufstall&amp;#039;&amp;#039;. Beim &amp;#039;&amp;#039;Zweiraumlaufstall&amp;#039;&amp;#039; ist der Fressbereich erhöht und nicht [[Einstreu|eingestreut]]. Der Liegebereich kann ganz oder teilweise mit Rosten ausgestattet sein, dort wo keine Roste sind, kann auf den Holz- oder Betonboden [[Stroh]] eingestreut werden. Die Futterversorgung geschieht meistens am [[Fressgitter]], welches aus verschiedenen Formen bestehen kann. Die Wasserversorgung ist wie im Boxenstall oder mit langen Trögen. Mit beweglichen [[Viehgatter|Gattern]] kann der Stallraum unterteilt werden und so bestimmte Gruppen getrennt gehalten werden (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Laktation|laktierende]] und nicht-laktierende Tiere).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neben- und Vorratsgebäude ===&lt;br /&gt;
Allgemein wird das Futter nah beim Stall gelagert, im besten Fall in separaten Räumen, damit bei staubigem Material die Stallluft nicht belastet wird und Feuchtigkeit aus dem Stall nicht das Futter verderben kann. In älteren bäuerlichen Ställen wird das Futter und die Einstreu oft im Dachboden über den Tieren gelagert. Es lässt sich von oben leichter an die benötigten Stellen transportieren und herabwerfen, trägt andererseits auch zur [[Wärmedämmung]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Goppeln (Bannewitz), historischer Bauernhof Dorfstraße 12 - ehemaliger Viehstall (01-2).jpg|mini|Blick in den ehemaligen Viehstall eines Bauerngutes in [[Goppeln]] bei Dresden. Der 1768 erbaute Stall wird seit 2005 als Stallgalerie für Kunstausstellungen genutzt.]]&lt;br /&gt;
Bei großen Tierbeständen ist ein Büroraum sinnvoll, wo alle notwendigen Arbeiten direkt erledigt werden können. Ein weiterer Raum ist für Arbeitsgeräte vorzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Schweinehaltung]] mit großen Beständen ist besonders die Trennung zwischen Stall und Außenbereich wichtig, um das Eintragen von Krankheitserregern zu verhindern. Man spricht auch vom &amp;#039;&amp;#039;[[Schwarz-Weiß-Prinzip]]&amp;#039;&amp;#039;. Dabei wird in einem speziellen Raum (&amp;#039;&amp;#039;Schleuse&amp;#039;&amp;#039; genannt) von der „normalen“ Kleidung zur Stallkleidung gewechselt. Jeder, der den Stall betreten möchte, muss dann dort hindurch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung älterer Stallgebäude ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Neuenkirchen (LH) - Schäferhof 31 ies.jpg|mini|Schafstall in der [[Lüneburger Heide]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bissel Schafstall Lethe-Heide.JPG|mini|Schafstall in der [[Naturpark Wildeshauser Geest|Wildeshauser Geest]]. Regionaltypisches Merkmal: die [[Findling]]smauern&amp;lt;ref&amp;gt;Biologische Schutzgemeinschaft Hunte-Weser-Ems: [http://www.bsh-natur.de/index.php?page=biotop-1 Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems e. V. (BSH): &amp;#039;&amp;#039;Die Lethe-Heide&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Munster (Örtze) - Schafstallkirche Sankt Martin 14 ies.jpg|mini|Schafstallkirche [[St. Martin (Munster)]]]]&lt;br /&gt;
Durch den wirtschaftlichen [[Drei-Sektoren-Hypothese#Strukturwandel nach Fourastié|Strukturwandel]], der seit über zweihundert Jahren in Europa zu einem stetigen Rückgang der in der Landwirtschaft Erwerbstätigen und der Zahl der Bauernhöfe führt, wird ein großer Teil vorhandener Stallgebäude nicht mehr für Zwecke der Viehzucht benötigt. Es stellt sich generell die Frage, was mit diesen Gebäuden geschehen soll, d.&amp;amp;nbsp;h. ob sie abgerissen werden dürfen und sollen oder ob sie stehenbleiben (und einer neuen Nutzung zugeführt werden) sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Denkmalschutz ===&lt;br /&gt;
Manche älteren Ställe sind auch [[Baudenkmal]]e und (als solche) Sehenswürdigkeiten, die vor einem Abriss geschützt sind. Beispiele sind Schafställe in Niedersachsen, die oft am Rande größerer [[Heide (Landschaft)|Heideflächen]] anzutreffen sind und in denen in der Regel [[Heidschnucke]]n untergebracht werden oder wurden. Die mit dem Denkmalschutz verbundene Pflicht zum Erhalt der Ställe wird im „Rahmenkonzept zur Erweiterung der Lüneburger Heide“ damit gerechtfertigt, dass „[h]istorisch gewachsene Ortskerne, Heidekirchen und -bauernhäuser, &amp;#039;&amp;#039;Schafställe&amp;#039;&amp;#039; und Findlingsmauern […] von der Vergangenheit [zeugen] und […] das Bild vieler Gemeinden [prägen]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Naturpark Lüneburger Heide: {{Webarchiv|url=http://www.naturpark-lueneburger-heide.de/fileadmin/PDFs/Rahmenkonzept/Kurzfassung_NP_LH_200406.pdf |wayback=20140725193542 |text=&amp;#039;&amp;#039;Rahmenkonzept zur Erweiterung des Naturparks Lüneburger Heide. Kurzfassung&amp;#039;&amp;#039; }} (PDF; 838&amp;amp;nbsp;kB), 20. April 2006, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele heidenahe Außenställe für Schafe haben in [[Norddeutschland]] ein standardisiertes Aussehen: Auf relativ niedrig gehaltenen Seitenwänden ruht ein mit [[Reet]] oder [[Roggen]]stroh gedecktes Dach, welches auch den oberen Teil der Frontseite bedeckt. Das Eingangstor nimmt einen großen Teil der Frontseite ein. Die verbleibenden Flächen an der Vorder- und Rückseite des Schafstalls bestehen teils aus Fachwerk-, teils aus Holzwänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Freilichtmuseum am Kiekeberg: [http://www.kiekeberg-museum.de/so-ist-es-bei-uns/historischegebaeude/heidedorf/schafstall.html &amp;#039;&amp;#039;Schafstall aus Wesel&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine besonders hohe Dichte an Schafställen traditionellen Typs gibt es in der [[Lüneburger Heide]]&amp;lt;ref&amp;gt;Abschnitt „Schafstall-Route. Rund um Handeloh“, in: Naturpark Lüneburger Heide: {{Webarchiv|url=http://www.naturpark-lueneburger-heide.de/fileadmin/PDFs/Reiten/Routenbeschreibungen_Reiten_Teil1.pdf |wayback=20100215052947 |text=&amp;#039;&amp;#039;Reiten im Naturpark Lüneburger Heide – Tagestouren –&amp;#039;&amp;#039; }} (PDF; 2,0&amp;amp;nbsp;MB), S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie in der [[Naturpark Wildeshauser Geest|Wildeshauser Geest]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Rothmann: [http://www.ahlhorn-umzu.de/ah_koben.htm &amp;#039;&amp;#039;Die Schafkobenseite&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ganz Deutschland sind alte Ställe unter [[Denkmalschutz]] gestellt, und zwar unabhängig davon, wie sie heute genutzt werden. Viele stehen in [[Bauernhofmuseum|Bauernhofmuseen]], nachdem sie abgerissen und originalgetreu wieder errichtet wurden ([[Translozierung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beispiele von Ställen unter Denkmalschutz ==== &amp;lt;!-- nur Beispiele mit eigenem artikel --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Schafstall (Meeder)]]&lt;br /&gt;
* [[Wildenburg (Bürvenich)#Baubeschreibung|Wildenburg (Bürvenich)]] (Teil des Gesamtkomplexes)&lt;br /&gt;
* [[Forsthaus Willroda#Stall und Scheune|Forsthaus Willroda]] (Teil des Gesamtkomplexes)&lt;br /&gt;
* [[Marstall (Meiningen)]]&lt;br /&gt;
* [[Ostravorwerk]]&lt;br /&gt;
* [[Chapuis-Villa]] (Teil des Gesamtkomplexes)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zukunfts-Szenarien ===&lt;br /&gt;
Für die Zukunft von Ställen im [[Alpen]]raum wurden für die Ausstellung „Der nicht mehr gebrauchte Stall“ ([[Dornbirn]], [[Samedan]] und [[Meran]] 2011–2012) vier Szenarien entwickelt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dietenheim - Futterhaus - Viehstall.jpg|mini|Beispiel für Szenarium 2: Stall im [[Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde]] in [[Dietenheim (Bruneck)|Dietenheim]] ([[Südtirol]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Stalllandschaft als &amp;#039;&amp;#039;„Metro-Alpinraum“&amp;#039;&amp;#039;, der sich infolge des Um-sich-Greifens der Zentren als Zwilling des Metropolitanraums entwickelt. Der &amp;#039;&amp;#039;„Metro-Alpinraum“&amp;#039;&amp;#039; zeichnet sich durch maximale Erschließung, „eintönigen Siedlungsbrei“ und hocheffiziente Infrastrukturen und Dienstleistungen für Freizeit und Tourismus aus. Der Stall überlebt als „grell geschminkte Prostituierte“ in Form von ausgewählten Exemplaren, die „als Hülle für Fun, Gastronomie und Lifestyle dienen“.&lt;br /&gt;
# Eine Entwicklung der ländlichen Regionen zu &amp;#039;&amp;#039;„alpinen Parks“&amp;#039;&amp;#039;, die als Erholungs-, Freizeit- und Rückzugsräume ein Gegenstück der Metropolen darstellen. Die ehemaligen Agrarbauten werden zu [[Nostalgie]]trägern als einfache „Besenbeiz“ am Wegrand, als Hütten für Ferien oder als Museum.&lt;br /&gt;
# Eine &amp;#039;&amp;#039;„alpine Existenz“&amp;#039;&amp;#039;, in der der Stall seine Funktion als ortsgebundene Produktionsstätte im Dienste einer [[Ökologische Landwirtschaft|Biolandwirtschaft]] aufrechterhalten kann. Er zeigt, dass sich seine Existenz mit [[Heimat]], im Sinne von Wahrung der [[Tradition]] verbinden lässt.&lt;br /&gt;
# Ein endgültiges Übergehen zurück zur Natur der nicht mehr gebrauchten Ställe. Es wäre dies das Szenario des &amp;#039;&amp;#039;„alpinen Sterberaums“&amp;#039;&amp;#039;, in dem der Stall das [[Memento mori]] eines traditionsreichen Bautyps darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Architektur-Fachmagazin: {{Webarchiv|url=http://www.architektur-online.com/aktuelles/architekturszene/1244-laendliche-leerstaende |wayback=20140120075135 |text=&amp;#039;&amp;#039;Ländliche Leerstände&amp;#039;&amp;#039; }} 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:OidaSaustoi.jpg|mini|Alter Schweinestall]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auf den Bau von Stallungen in Deutschland hatten die Anordnungen zur [[Brandverhütung]] des 18. Jahrhunderts im [[Kurtrier|Kurfürstentum Trier]] und in weiteren [[Kurfürst]]entümern des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] großen Einfluss. Eine Befreiung von [[Frondienst]]en bzw. Staatssteuern auf Zeit wurde Bauherren beim Neubau von Häusern aus Steinen – statt des damals üblichen Fachwerks – gewährt. Dort hieß es im § 3 der kurtrierischen Gesamtverordnung vom 27. November 1783, dass „die Personal-Freyheit auf drey Jahre hiermit gnädigst verstattet seyn“. Der § 1 bestimmte, dass für jeden Neubau eine Zeichnung einzureichen sei, aus der „entnommen werden kann, dass keine Feuersgefahr so leichter Dinge zu beförchten seye“. Insbesondere sei darauf zu achten, dass „in den Dörfern nicht ein Haus zu nahe an das andere gebauet“ wird. Zudem wird das Verbot des „offenen Umtragens des Lichtes in Stallungen, wie auch das dortige Tabakrauchen“ im § 9 ausgesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Franz-Josef Sehr]] |Titel=Brandschutz im Heimatgebiet vor 300 Jahren |Sammelwerk=Jahrbuch für den Kreis Limburg-Weilburg 2022 |Hrsg=Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg |Ort=Limburg |Datum=2021 |ISBN=3-927006-59-9 |Seiten=223–228}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Marstall]]&lt;br /&gt;
* [[Stallpflicht]]&lt;br /&gt;
* [[Hofstallungen (Wien)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Reiner Brunsch, Otto Kaufmann, Thomas Lüpfert: &amp;#039;&amp;#039;Rinderhaltung in Laufställen&amp;#039;&amp;#039;. Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3-8001-4533-2.&lt;br /&gt;
* Jens Marten: &amp;#039;&amp;#039;Pferdehaltung&amp;#039;&amp;#039;. AID, Bonn 1996. (AID, Band 1309)&lt;br /&gt;
* Dietbert Arnold: &amp;#039;&amp;#039;Pferdewirtprüfung [Bd.1] Stallklima.&amp;#039;&amp;#039; BOD, Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8370-9960-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Stall}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Artificial animal shelters|Ställe}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4124247-6}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor= |url=http://www.landwirtschaft-bw.info/servlet/PB/show/1108812_l1/kl_LAZBWrh_Planungshilfen-Stallbau.pdf |titel=Planungshilfen für den Rinder-Stallbau |titelerg= |hrsg=Landwirtschaftsamt Baden-Württemberg |werk=www.landwirtschaft-bw.info |datum=2010-08-02 |abruf=2023-03-04 |sprache= |format=PDF |offline=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Köbi Gantenbein |url=https://www.culturprospectiv.ch/_media/en:stall-ausstellungskatalog.pdf |titel=Ein Ausstellungskatalog „Der nicht mehr gebrauchte Stall“ |titelerg=Augenschein in Vorarlberg, Südtirol und Graubünden |hrsg=Hochparterre AG |werk=www.culturprospectiv.ch |datum=2011 |abruf=2024-11-27 |sprache=de |format=PDF; 3,98 MB |abruf-verborgen=ja}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4124247-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stall| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Landwirtschaft)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nassauer27</name></author>
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