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	<title>Staffort - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Staffort&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Stutensee&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = CoA Staffort.svg&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 49/05/31/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 08/30/41/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-BW&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 111&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 1954&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2023-10-31&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1975-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 76297&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 07249&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Staffort&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein kleiner Ort zwischen [[Karlsruhe]] und [[Bruchsal]]; die alteingesessenen Einwohner sprechen den [[Südfränkisch|südfränkischen Dialekt]]. Zum 1. Januar 1975 wurde Staffort zusammen mit den drei Nachbarorten [[Blankenloch]], [[Friedrichstal (Stutensee)|Friedrichstal]] und [[Spöck (Stutensee)|Spöck]] zur Gemeinde [[Stutensee]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.stutensee.de/rathaus/zahlenda/index.html |text=Stutensee Zahlen und Daten |wayback=20110817135243}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zusammengeschlossen, die zum 1. Januar 1998 zur [[Große Kreisstadt|Großen Kreisstadt]] erhoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Namen ==&lt;br /&gt;
Staffort liegt 111 Meter ü. NN auf dem Hardtrücken 10 km nördlich von Karlsruhe und 10 km östlich des [[Rhein]]s. Der [[Alluvialboden]] entstand durch Ablagerung bei Überschwemmungen von [[Pfinz]], [[Saalbach (Rhein)|Saalbach]], [[Murg (Nordschwarzwald)|Murg]] und Rhein. Das im Stafforter Gewann Gänsweide gefundene Zahnfossil eines [[Wollhaarmammut|Mammuthus primigenius]] (wollhaariges Mammut) lässt die Vermutung zu, dass dieses Teilgebiet der Hardt schon vor 90 000 Jahren durch Tiere besiedelt war. Die Großherzogliche [[Flurkarte]] von Anfang des 20. Jahrhunderts zeigt für die Stafforter [[Gemarkung]] eine maximale Höhendifferenz von 17 Badischen [[Fuß (Einheit)|Fuß]], was 5,10 Meter Niveauunterschied entspricht. Die Böden der Stafforter Gemarkung sind sehr verschieden, sie bestehen zu 80 % aus [[Sand]], zu 14,3 % aus sandigem [[Lehm]] und zu 5,7 % aus Lehm oder [[Tonminerale|Ton]]. Der [[Grundwasserspiegel]] hat sich mit der [[Rheinbegradigung|Rheinregulierung]] durch [[Johann Gottfried Tulla|Tulla]] und die [[Pfinz-Saalbach-Korrektion]] erheblich (regional bis zu 2 Meter) abgesenkt; seitdem bleiben die früher üblichen Frühjahrsüberschwemmungen einiger Gemarkungsteile aus. Durch die mit einem [[Wehr (Wasserbau)|Wehr]] an der Grenze zu Spöck angestaute Pfinzkanal hält sich der Grundwasserspiegel bei 1,5 bis 3 Metern. Der jahreszeitliche Temperaturverlauf liegt nur geringfügig unter dem der wärmsten Region in Deutschland am [[Kaiserstuhl (Baden)|Kaiserstuhl]]. Das günstige [[Klima]] und die &amp;#039;&amp;#039;stete oder stapfen Furt durch die Pfinz&amp;#039;&amp;#039; dürften die Voraussetzungen der frühen Besiedlung sein bzw. sind die Grundlage des Dorfnamens, dessen Schreibweise sich im Laufe der Jahrhunderte mehrmals änderte: 1110 Stafphort, 1157 Staphurt, 1211 Staphord, 1213 Stafort, 1243 Staffurt, 1362 Staphurt, 1403 Staffert, 1418 Staffürd, 1424 Staffurth, 1669 Staffurt, 1743 Stafforth, seit 1905 Staffort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Staffort nach LMR.png|mini|Das Schloss Staffort 1599]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Motte Staffort.jpg|mini|Abraumhügel der ehemaligen Flachlandburg um 1980]]&lt;br /&gt;
Staffort wurde in einer Urkunde Kaiser [[Heinrich V. (HRR)|Heinrichs V.]] am 16. August im Jahr 1110 erstmals als &amp;#039;&amp;#039;„Stafphort“&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Es kann davon ausgegangen werden, dass schon zur [[Römerzeit]] um 25 n.&amp;amp;nbsp;Chr. an der Handelsstraße von [[Linkenheim-Hochstetten|Hochstetten]] zur römischen Station [[Stettfeld (Ubstadt-Weiher)|Stettfeld]] an der „steten-stapfen [[Furt]]“, dem Übergang über den „Sumpfbach“ (der [[Pfinz]]) ein römisches [[Römische Militärlager|Kastell]] bestanden hat. Immerhin vier römische Teller mit dem Töpferstempel JUCUNDUS und DOMINA -TUS FE wurden hier gefunden. Auf den Grundmauern dieser römischen Befestigung wird wohl das steinerne Haus des „Ritters von Staphurt“ entstanden sein. Im Jahr 1157 wird &amp;#039;&amp;#039;Ruedegerus de Staphurt&amp;#039;&amp;#039; zum ersten Mal als Dienstmann des [[Bischof von Speyer|Bischofs von Speyer]] urkundlich erwähnt. Im Jahr 1377 stellte sich Gerhard von Staphurt in den Dienst des badischen Markgrafen als Edelknecht. Nach mehreren Auseinandersetzungen zwischen dem Bischof von Speyer, [[Ruprecht (HRR)|König Ruprecht von der Pfalz]] und Markgraf [[Bernhard I. (Baden)|Bernhard I von Baden]] verblieben Schloss und Dorf ab 1424 endgültig in badischem Besitz&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ka.stadtwiki.net/Schloss_Staffort Beschreibung des Stafforter Schlosses im Stadtwiki Karlsruhe]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den literarischen Höhepunkt erlebte das [[Schloss Staffort]] durch den Druck des „[[Stafforter Buch]]es“ durch den Buchdrucker Bernhardt Albin im Jahr 1599&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ka.stadtwiki.net/Stafforter_Buch Stafforter Buch im Stadtwiki Karlsruhe]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=-n48AAAAcAAJ&amp;amp;hl=de Das Stafforter Buch digitalisiert bei Google Books]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Markgraf [[Ernst Friedrich (Baden-Durlach)|Ernst Friedrich von Baden-Durlach]], ab 1584 Herr der unteren Markgrafschaft legte damit als [[Lutheraner]] und [[Calvinist]] ein Kompendium seiner [[Reformation|reformierten Lehre]] vor.&lt;br /&gt;
Durch das so genannte „Weiße Regiment“, das mit 20.000 Mann 1622 vom Schloss und Dorf Staffort auf der Seite der [[Protestanten]] in den [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] (1618–1648) zog und an der [[Schlacht bei Mingolsheim]] teilnahm, war die Stafforter Herrschaft letztmals militärisch bedeutend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von einem Wassergraben umgebene Schloss Staffort bestand bis zum 19. August 1689, als es im [[Pfälzer Erbfolgekrieg]] von den Truppen [[Melac]]s zerstört wurde. Die zersprengten Gebäude des Schlossplatzes wurden zum Abbruch freigegeben. Über die Jahrhunderte wurde das Mauerwerk abgetragen und für Bauzwecke im [[Schloss Stutensee|Jagdschloss Stutensee]] und dem Dorf Staffort verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stafforter Kirchenbücher wurden 1669 durch Pfarrer Johann Georg Zandt (Pfr. 1668–1691) neu angelegt – ältere Aufzeichnungen waren während der früheren „Kriegswirren“ verloren gegangen. Die Aufzeichnungen werden bis heute ohne Unterbrechung fortgeführt und gesichert. Die erste Angabe einer Einwohnerzahl findet sich darin 1706 bei Pfarrer Lindemann (Pfr. 1692–1737); er schrieb: „Staffurt hat sich vermehrt, 178 Personen, welche der evangelisch lutherischen Religion zugethan, befinden sich hier“.&lt;br /&gt;
[[Datei:CoA Staffort.svg|links|mini|Früheres Gemeindewappen]]&lt;br /&gt;
Bis zur Gründung des [[Großherzogtum Baden]] 1806 lag Staffort, das zur [[Markgrafschaft Baden-Durlach]] gehörte, im [[Dreiländereck]] mit der [[Kurpfalz]] und dem [[Hochstift Speyer]]. Eine Vielzahl von ehemaligen [[Grenzstein]]en aus dieser Zeit, wie z.&amp;amp;nbsp;B. Landesgrenzstein, Schlossgemarkungsstein, Geleitstein, Erblehensstein, Gültstein, Zehntstein und Gießbach Reinigungsstein, sind bis heute gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alten Grenzsteine und das frühere Gemeindesiegel zeigen einen [[Sester]] im alten Ortswappen. Im Jahr 1895 nahm der Stafforter [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderat]] den neuen [[Wappen]]-Vorschlag des badischen Generallandesarchiv an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wappenschild in Rot eine silberne Schnalle mit goldenen Beschlägen und goldenem Dorn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufgabe der Heraldiker, die Abweichung von den vorhandenen Siegeln und Grenzmarkierungen so gering wie möglich, aber die Unterscheidung zu allen anderen deutschen Wappen deutlich herauszuarbeiten, schien gut gelungen zu sein, zumal die badischen Landesfarben verwendet und mit der Gürtelschnalle ein Hinweis auf die alte Stafforter Herrschaft enthalten war.&lt;br /&gt;
[[Datei:Stutensee-Staffort evang Kirche.JPG|mini|Evangelische Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18. und 19. Jahrhundert kam es zu zahlreichen Auswanderungen; 73 Personen teils mit Ehefrau bzw. Familie verließen das Dorf in Richtung [[Amerika]], [[Dänemark]], [[Jütland]], [[Preußen]], [[Russland]], [[Serbien]], [[Steiermark]], [[Ungarn]] und [[Westpreußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Stafforter Bürgerbuch von 1837 sind folgende Familiennamen eingetragen: Amolsch, Brauch, Beideck, Dürr, Enderlin, Ernst, Gamer, Glaser, Hager, Hauck, Hauth, Hecht, Heidt, Kohler, Malsch, Maier, Mezger, Nagel, Oberacker, Raupp, Stahl, Stober, Schilling, Scholl, Schoppinger, Sickinger, Süß, Waidmann, Winnes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] (1914–1918) hatte das Dorf 31 Gefallene, im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] 1939–1945 50 Gefallene zu beklagen. In der Nacht vom 2. zum 3. Februar 1945 kam es zur [[Bombardierung von Staffort]] durch eine britische Bomberflotte. Das Dorf wurde zu 65 % zerstört, 18 Einwohner wurden getötet. Die starken Südwestwinde hatten die Zielmarkierungen für die Bombardierung so verschoben, dass die Bombenlast, die den Hauptbahnhof in Karlsruhe treffen sollte, auf Staffort niederging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg fanden viele [[Flüchtling]]sfamilien in Staffort eine neue Heimat. Diese kamen zu einem erheblichen Anteil aus dem katholischen [[Jugoslawien]], sodass die ehemals rein evangelische Gemeinde seitdem einen erheblichen katholischen Bevölkerungsanteil hat.&lt;br /&gt;
[[Datei:900 Jahrfeier Staffort 001.JPG|mini|Katholische Kirche St. Wolfgang Staffort (2010)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1975 kam Staffort zur neuen Gemeinde Stutensee.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seite=482}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2010 besteht eine Patenschaft zwischen Staffort und der sechsten Kompanie des [[ABC-Abwehrbataillon 750|ABC-Abwehrbataillons 750 „Baden“]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-05 |url=http://www.stutensee.de/bundeswehr/BNN_29.11.2011.pdf |text=Bundeswehreinsatz im Kosovo Verabschiedung in Staffort |archivebot=2019-05-15 14:21:07 InternetArchiveBot}} (PDF; 84&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2010 wurde die erste Erwähnung des Dorfes vor 900 Jahren mit einer Veranstaltungsreihe gefeiert&amp;lt;ref&amp;gt;[http://900-jahre-staffort.de/ 900 Jahre Staffort]&amp;lt;/ref&amp;gt;; Theresa Bock (* 11. Mai 2009 Karlsruhe) wurde bei der Ortschaftsratsitzung am 21. Juli 2011 als 2000. Einwohnerin des Stadtteils Staffort von Oberbürgermeister [[Klaus Demal]] und Ortsvorsteher Ludwig-Wilhelm Heidt begrüßt.&amp;lt;ref&amp;gt;Protokoll der Ortschaftsratsitzung vom 21. Juli 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das Dorf hinaus bekannt wurden die Stafforter Pfarrer&lt;br /&gt;
* Jakob Gottlieb Eisenlohr, Pfr. 1746–1756; er veröffentlichte 1748 die Kirchengeschichte der Markgrafschaft Baden-Durlach&lt;br /&gt;
* [[Aloys Henhöfer]], Pfr. 1827–1862; er leitete eine reformatorische Erweckungsbewegung ein und gründete mehrere Diakonissenhäuser; die Universität Heidelberg verlieh ihm den Titel eines Dr. h. c.&lt;br /&gt;
* Carl Lorenz Peter, Pfr.1863–1897; war Badischer Kirchenrat er führte das Werk seines Vorgängers fort und engagierte sich besonders für die Innere Mission in Baden, der Großherzog verlieh ihm das Kommandeurkreuz des Bertholdordens&lt;br /&gt;
* [[Georg Urban (Theologe)|Georg Urban]], Pfr.1924–1951; sicherte als Dekan des Kirchenbezirks viele kirchengeschichtliche Daten der Hardtregion; &amp;#039;&amp;#039;Rund um die Kirchtürme der Henhöfergemeinden Spöck und Staffort, Eine Chronik über die Jahre 1924–1951&amp;#039;&amp;#039; Bretten 1968&lt;br /&gt;
* [[Holger Müller (Theologe)|Holger Müller]], Pfr. 2015–2023, Initiator und Mitverfasser des Kirchenführers: &amp;#039;&amp;#039;Die Evangelische Kirche Staffort; Ein paradiesisches Gesamtkunstwerk aus Neogotik und Jugendstil&amp;#039;&amp;#039;, [[Klotz Verlag]] Neulingen 2019, ISBN 978-3-948424-04-6 sowie Übersetzer des Stafforter Buches in die aktuelle deutsche Sprache: &amp;#039;&amp;#039;Das Stafforter Buch, Baden zwischen Calvin und Luther&amp;#039;&amp;#039;, Klotz Verlagshaus Neulingen 2021, ISBN 978-3-948968-55-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stutensee-Staffort Fachwerk.JPG|mini|Fachwerkhäuser in der Ortsmitte von Stutensee-Staffort]]&lt;br /&gt;
Sehenswürdigkeiten sind der Dorfplatz in der Ortsmitte, die historischen Fachwerkhäuser (fränkischer Baustil), das Dorfrathaus, die evangelische Kirche mit dem &amp;#039;&amp;#039;Christusbaum&amp;#039;&amp;#039; von [[Hermann Weber (Künstler)|Hermann Weber]], das Kriegerdenkmal und das Grenzstein-Refugium beim Friedhof sowie die [[Liste der Naturdenkmale in Stutensee|Naturdenkmäler]] „Linden bei der Kirche“ und „Eiche beim Baggersee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dreschhalle Staffort 2023.jpg|mini|Dreschhalle Staffort die Kulturscheune der Gemeinde Staffort (2023)]]&lt;br /&gt;
Die „Dreschhalle Staffort“, in der früher eine [[Dreschmaschine]] wurde in den 1970er Jahren zur Festhalle umfunktioniert, erhielt aber die äußere Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An das ehemalige Wasserschloss erinnert nur noch der „Schlossbuckel“ am Ortsausgang in Richtung Friedrichstal.&lt;br /&gt;
[[Datei:900 Jahrfeier Staffort 031.JPG|mini|Traditionsgaststätte zum Schwanen in Stutensee-Staffort (2010)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft diente in Staffort bis ca. 1950 für mehr als 90 % der Familien als Selbstversorgungs- und Haupterwerbsquelle. Die dörfliche Lebens- und Arbeitsgemeinschaft war über Jahrhunderte das Leitbild des Dorfes. Die Betriebsstruktur war daher durch Kleinbetriebe gekennzeichnet, die überwiegende Betriebsgröße lag bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Staffort wie überall in Baden bei weniger als 2 ha. In Staffort bewirtschafteten 135 Betriebe eine Fläche von 0,5–2 ha, 95 Bauern nannten zwischen 2 und 5 ha ihr Eigentum und nur drei Landwirte verfügten über einen Besitz zwischen 5 und 10 ha Fläche. Auf Grund der geringen Betriebsgröße waren viele Familien auf Zuerwerb angewiesen. Eine Besonderheit Stafforts war die verbreitete Produktion und Verarbeitung von [[Rätze|Hanf und Flachs]], ab 1860 [[Tabakanbau]] und die Produktion von [[Holzschuh]]en – woran das traditionelle „Stafforter Holzschuhrennen“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haupterwerbsquelle waren neben der [[Viehhaltung]] der Anbau von [[Tabak]], [[Gemüsespargel|Spargel]], [[Kartoffel]]n, [[Erdbeeren]] und [[Heilpflanze]]n. Eine Sonderstellung nimmt seit Jahrzehnten der [[Topinambur]] ein, der zu „Stafforter Erdgold“, einem [[Schnaps]], verarbeitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird die Gemarkung von wenigen Landwirten mit Betriebsgrößen von jeweils mehr als 50 ha bewirtschaftet. Hauptkulturen sind [[Winterweizen]], [[Winterroggen]], [[Sommergerste]] und [[Mais]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Industrie- oder größere Dienstleistungsbetriebe gibt es in Staffort nicht, die [[Deutsche Homöopathie-Union]] betreibt einen bemerkenswerten Arzneipflanzenanbau, der überwiegende Teil der Berufstätigen ist im [[Forschungszentrum Karlsruhe]] und in Industrie und Verwaltung der angrenzenden Gemeinden sowie [[Karlsruhe]] beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Caspar Malsch]] (1673–1742) war [[Kirchenrat]] in [[Baden (Land)|Baden]] und Rektor des [[Gymnasium Illustre|Gymnasiums Illustre]] in [[Durlach]].&lt;br /&gt;
* Johann Philipp Winnes (1824–1874) war der dritte [[Kaiserreich China|China]]-[[Missionar]] der [[Basler Mission]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ka.stadtwiki.net/Johann_Philipp_Winnes Johann Philipp Winnes im Stadtwiki Karlsruhe]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Karl Wilhelm Heidt (1871–1959) war Reichsbahnbeamter im [[Elsass]] und [[Durlach]], nach seiner Pensionierung kehrte er ins Dorf zurück und wurde zum [[Bürgermeister]] gewählt. Er verzichtete auf das Bürgermeistergehalt, verordnete dem Dorf eine strenge Sparsamkeit und konnte dadurch den Bau des neuen [[Rathaus]]es beginnen – in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] wurde er aus dem Amt gedrängt, aber nach dem Krieg von den Besatzern zum „Bürgermeister-Amtsverweser“ bestimmt – er war der erste [[Ehrenbürger]] (1951) des Dorfes Staffort.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ka.stadtwiki.net/Karl_Wilhelm_Heidt Karl Wilhelm Heit im Stadtwiki Karlsruhe]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Glaser (Erfinder)|Wilhelm Glaser]] (1899–1968), Elektriker und Erfinder der Ortsrufanlagen.&lt;br /&gt;
* Ludwig Friedrich Mayer (1905–1950) war Direktor und Vorstand des [[Raiffeisenverband]]es [[Hessen]] in [[Kassel]] und Präsidiumsmitglied im [[Deutscher Raiffeisenverband|Deutschen Raiffeisenverband]] in [[Bonn]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ka.stadtwiki.net/Ludwig_Friedrich_Mayer Ludwig Friedrich Mayer im Stadtwiki Karlsruhe]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Philipp Heidt (1918–2001), Stafforter Ortsvorsteher von 1985–1989.&lt;br /&gt;
* Hanna Heidt (1920–2020) Stafforter Schwanenwirtin, langjährige Korrespondentin der [[Badische Neueste Nachrichten|BNN]].&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm Hauck (1921–2003) war [[Entwicklungshelfer]] in [[Afrika]] und Direktor bei der [[Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation]] (FAO) in [[Rom]], der Landwirtschaftsorganisation der [[UNO]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ka.stadtwiki.net/Friedrich_Wilhelm_Hauck Friedrich Wilhelm Hauck in Stadtwiki Karlsruhe]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Arnold Hauck]] (1928–2020) Landwirt, Bürgermeister, Ortsvorsteher, Ehrenbürger der Stadt Stutensee.&lt;br /&gt;
* Heinrich Sickinger (* 1945), Stafforter Ortsvorsteher 1989–2004&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ka.stadtwiki.net/Heinrich_Sickinger Heinrich Sickinger im Stadtwiki Karlsruhe]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ludwig-Wilhelm Heidt (1951–2021), Stafforter Ortsvorsteher 2004–2021&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ka.stadtwiki.net/Ludwig-Wilhelm_Heidt Ludwig-Wilhelm Heidt im Stadtwiki Karlsruhe]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bnn.de/karlsruhe/karlsruher-norden/stutensee/ludwig-wilhelm-heidt-ortsvorsteher-staffort-gemeinderat-stutensee-tod Badische Neueste Nachrichten: Ortsvorsteher Ludwig-Wilhelm Heidt aus Staffort ist gestorben]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Melitta Bernauer, Stafforter Ortsvorsteherin 2021–2024&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meinstutensee.de/2021/11/melitta-bernauer-zur-ortsvorsteherin-von-staffort-gewaehlt/ MeinStutensee: Melitta Bernauer zur Ortsvorsteherin gewählt]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Adalbert Scherer Ortsvorsteher seit September 2024&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meinstutensee.de/2024/10/neue-ortsvorsteher-gewaehlt/ MeinStutenseeː Neue Ortsvorsteher von Stutensee]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{KA-Stadtwiki}} enthält zusätzliche Informationen zur Regionalgeschichte sowie örtlichen Vereinen und Organisationen&lt;br /&gt;
* [http://www.stutensee.de/ Stadt Stutensee]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Konrad Dussel]]: &amp;#039;&amp;#039;Staffort 1110 bis 2010: Streifzüge durch 900 Jahre Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Regionalkultur Heidelberg, Ubstadt-Weiher, Basel 2010, ISBN 978-3-89735-622-1.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Hauck: &amp;#039;&amp;#039;Staffort – Schloß und Dorf an der steten Furt&amp;#039;&amp;#039; (Ortschronik). Gemeinde Stutensee 1993&lt;br /&gt;
* Arnold Hauck: &amp;#039;&amp;#039;Duwaggbreche in Stutensee&amp;#039;&amp;#039;. Stutensee Hefte, Stadt Stutensee 2003&lt;br /&gt;
* Hanna Heidt: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an die Vergangenheit&amp;#039;&amp;#039;. Eigenverlag, Schwanen Stutensee-Staffort 2003.&lt;br /&gt;
* [[Heiner Joswig]]: &amp;#039;&amp;#039;So ebbas&amp;#039;&amp;#039;. Stutensee-Hefte, Stadt Stutensee 2002, &amp;#039;&amp;#039;Als unsere Kirche stehen blieb&amp;#039;&amp;#039; Stadt Stutensee 2004 und &amp;#039;&amp;#039;Hengd a Engele an da Wan(d)&amp;#039;&amp;#039; Stadt Stutensee 2010, ISBN 978-3-9811869-3-2&lt;br /&gt;
* [[Jeff Klotz]], Holger Müller: &amp;#039;&amp;#039;Die Evangelische Kirche in Staffort, Ein paradiesisches Gesamtkunstwerk aus Neogotik und Jugendstil&amp;#039;&amp;#039;. Klotz Verlag,  Neulingen 2019, ISBN 978-3-948424-04-6&lt;br /&gt;
* Leon F. Raupp und Manfred G. Raupp: &amp;#039;&amp;#039;Das Schloss zu Staffort, Druckort des Stafforter Buches&amp;#039;&amp;#039;, Stutensee und Lörrach 2021, ISBN 978-3-945046-20-3&lt;br /&gt;
* Manfred G. Raupp: &amp;#039;&amp;#039;Was der Großvater schon wusste – Gedanken zur Entwicklung der Landwirtschaft in Staffort&amp;#039;&amp;#039;; verfasst zum Andenken an Gustav W. Raupp (1905–1985). Eigenverlag, Lörrach und Bürgerbüro Stutensee-Staffort 2005; &amp;#039;&amp;#039;Ortsfamilienbuch Staffort&amp;#039;&amp;#039;, Herausgeber Stadt Stutensee, Verlag Gesowip Basel 2010, ISBN 978-3-906129-64-8; [[Doi:10.57962/regionalia-26085]]&lt;br /&gt;
* Manfred G. Raupp, &amp;#039;&amp;#039;Die Stafforter Pfarrherren und ihre Bedeutung für den Hallelujagürtel der nördlichen Hardt&amp;#039;&amp;#039;, Stutensee-Staffort 2022&lt;br /&gt;
* Manfred G. Raupp, Erich Strobel, Wilfried Süß: Nie wieder Krieg; Ein Begleitheft zur Ausstellung im Gedenken an die Bombardierung von Staffort vor 75 Jahren, Stutensee-Staffort 2020, ISBN 978-3-9811869-4-9&lt;br /&gt;
* [[Holger Müller (Theologe)|Holger Müller]], [[Johannes Ehmann]] und Manfred G. Raupp: &amp;#039;&amp;#039;Das Stafforter Buch, Baden zwischen Calvin und Luther&amp;#039;&amp;#039;, J.S. Klotz Verlagshaus Neulingen 2021, ISBN 978-3-948968-55-7&lt;br /&gt;
** englische Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;The Staffort Book, Baden between Calvin and Luther&amp;#039;&amp;#039;, Klotz Verlagshaus Neulingen 2022, ISBN 978-3-949763-04-5&lt;br /&gt;
* Wilfried Süß: &amp;#039;&amp;#039;Staffort, Anno 1786, Orts- und Gewannbeschreibung&amp;#039;&amp;#039;, Stutensee 2023, ISBN 978-3-945046-29-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1975]]&lt;/div&gt;</summary>
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