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	<title>Stadttempel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ausdruck&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadttempel Vienna September 2006 013.jpg|mini|hochkant|Seitenstettengasse 4, in der sich der Stadttempel befindet]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stadttempel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die [[Synagoge|Hauptsynagoge]] von [[Wien]]. Er befindet sich im 1. [[Wiener Gemeindebezirk]] [[Innere Stadt (Wien)|Innere Stadt]] in der Seitenstettengasse 4. Deshalb wird die Hauptsynagoge auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Seitenstettentempel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt. Es war vor 1938 auf Grund der Vielzahl von Synagogen und Gebetsräumen in Wien üblich, die Einrichtungen nach den Straßen oder Gassen zu benennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Josef Kornhaeusel 001.JPG|mini|hochkant|Baupläne nach Joseph Kornhäusel]]&lt;br /&gt;
Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung einiger jüdischer Familien am Ende des 18. Jahrhunderts und den durch ein [[Toleranzpatent#Patent von 1782|Toleranzpatent]] Kaiser [[Joseph II. (HRR)|Joseph II.]] ermöglichten [[Jüdische Emanzipation|Emanzipationsbestrebungen]] der Juden entstand auch der Plan zur Errichtung einer repräsentativen Synagoge in der Innenstadt. Dieses Vorhaben wurde vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde unterstützt und 1819 in einem Schreiben allen Mitgliedern bekannt gegeben. Zwei der in Aussicht genommenen Bauplätze wurden vom [[Magistrat (Österreich)|Magistrat]] nicht genehmigt. 1811 kauften [[Michael Lazar Biedermann]] und [[Isaak Löw Hofmann]] um 90.000 Gulden den Pempflingerhof (vulgo Dempfingerhof) in der heutigen Seitenstettengasse. 1823 musste das Gebäude aber wegen Baufälligkeit abgerissen werden und [[Joseph Kornhäusel]], einer der bekanntesten Wiener Architekten seiner Epoche, erhielt den Auftrag zum Neubau. Die Grundsteinlegung für den im [[Klassizismus|klassizistischen]] Stil geplanten Bau fand am 12.&amp;amp;nbsp;Dezember 1825 statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Israelitische Kultusgemeinde Wien]]: [http://www.ikg-wien.at/?page_id=1489 &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der IKG Wien.&amp;#039;&amp;#039;] Abgerufen am 12. Dezember 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die feierliche Eröffnung folgte am 9.&amp;amp;nbsp;April 1826:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=Der zweyte Sonntag des Aprils 1826. An diesem herrlichen, unvergeßlichen Tage, welcher uns die entzückende Freude gewährte, [[Franz II. (HRR)|Kaiser Franz]], den Allgeliebten, den uns Neugeschenkten, nach einer lebensgefährlichen Krankheit die erste Ausfahrt machen zu sehen, hatte Abends sieben Uhr eine religiöse Feyerlichkeit im morgenländischen Geschmack Statt,&amp;amp;nbsp;– die Einweihung des neuerbauten, israelitischen Tempels […]. Du trittst in eine Rotunda, die durch eine kühngeschwungene Kuppel reichliches Taglicht empfängt. Zu beyden Seiten der hohen Pforte, in einiger Entfernung von der Hauptmauer, laufen zwölf Säulen, von jonischer Ordnung und den reinsten Verhältnissen, in gemessenen Zwischenräumen, die eine Doppel-Gallerie bilden, gegen die Schranken hin, welche die erhöhte Bühne im innersten Halbkreis von dem übrigen Raume des Tempels abscheidet. Sie steigt auf einigen Stufen, von den Schranken, vor denen das, mit grünem Sammet bedeckte Sängerpult steht, zu dem, mit rothem Sammet ausgeschlagenen Rednerpulte, und von diesem zu der Bundeslade empor. Diese insbesondere, ja diese allein fordert und fesselt, mit großartiger Einheit des Eindruckes, den Blick des Beschauers. Es war verhängt mit einem Sammetstück von Carmesinfarbe, worauf ein Spruch in hebräischer Goldschrift prangt. Hoch über demselben ragen, in Stein gehauen, und von einer Glorie umgeben, die Tafeln des Gesetzes, gleichfalls mit Goldschrift, und auf dem Gesimse unterhalb ruft eine Zeile, die ich mir übersetzen ließ, dem Gläubigen zu: Bedenke, vor wem du stehest! […] Der Baukünstler ist Hr. Architekt und Mitglied der Akademie der bildenden Künste Joseph Kornhäusel, ein geborner Wiener, und sein Verdienst um so größer, je mehr Schwierigkeiten der Örtlichkeit hier zu überwinden waren.&lt;br /&gt;
|Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Wiener Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039; vom 22. April 1826&lt;br /&gt;
|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|wzz|22|04|1826|1|ALTSEITE=377–380|Der zweyte Sonntag des Aprils 1826|NAME=Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode|HERVORHEBUNG=Der&amp;amp;#32;zweyte&amp;amp;#32;Sonntag&amp;amp;#32;des&amp;amp;#32;Aprils&amp;amp;#32;1826}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadttempel Vienna September 2006 015.jpg|mini|hochkant|Das Eingangstor (Erklärung zur Inschrift im Text)]]&lt;br /&gt;
Entsprechend den damals geltenden Vorschriften mussten nichtkatholische Gotteshäuser, sogenannte [[Toleranzbethaus|Toleranzbethäuser]], „verborgen“ werden und durften nicht unmittelbar von der Straße aus sichtbar sein. Der Kunsthistoriker [[Max Eisler]] (1881–1937, ein [[Orthodoxes Judentum|orthodoxer]] Jude), sprach daher von der Synagoge als einem „Denkmal seiner zwiespältigen Zeit.&amp;amp;nbsp;[…] Draußen – da die Juden ihre Gotteshäuser nicht an der Straße kenntlich machen durften&amp;amp;nbsp;– wie ein Zinshaus, drinnen wie ein Theater. Nur kein Tempel.“&amp;lt;ref&amp;gt;Max Eisler: &amp;#039;&amp;#039;Der Seitenstetten Tempel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Menorah.&amp;#039;&amp;#039; Heft 3, Wien 1926, S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Synagoge selbst befindet sich daher hinter einem fünfgeschoßigen Mietshaus mit 14 Fensterachsen und einer klassizistischen Fassade, in dem Einrichtungen der [[Israelitische Kultusgemeinde Wien|Israelitischen Kultusgemeinde]] untergebracht sind. Der Zugang zum Stadttempel, der als selbständiger Bau errichtet ist, erfolgt durch das Straßengebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dem Eingangstor des Straßengebäudes befindet sich die Inschrift (aus {{B|Ps|100|4}}):&lt;br /&gt;
{{Zitat|bo&amp;#039;u sche&amp;#039;araw betoda chatzerotaw bitehilla|Übersetzung=Kommet zu seinen Toren mit Dank, zu seinen Vorhöfen [des Jerusalemer Tempels] mit Lobgesang!}}&lt;br /&gt;
Die durch ihre Größe hervorgehobenen Buchstaben von schearaw – in der 1. Zeile von rechts beginnend ab dem vierten Buchstaben – ergeben eine Zahl, die an das Baujahr erinnert, nämlich [[Schin (Hebräisch)|schin]]/300&amp;amp;nbsp;+ [[ajin]]/70&amp;amp;nbsp;+ [[resch]]/200&amp;amp;nbsp;+ [[Jod (Hebräisch)|jod]]/10&amp;amp;nbsp;+ [[Waw (Hebräisch)|waw]]/6&amp;amp;nbsp;= 586&amp;amp;nbsp;– man denke sich die 5000 davor und kommt dann auf 5586 nach dem [[Jüdischer Kalender|jüdischen Kalender]]&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;1825/26.&lt;br /&gt;
[[Datei:GuentherZ 0001 Wien01 Synagoge Seitenstettengasse Inneres.jpg|mini|Inneres der Synagoge, Aufnahme von 1906]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiener Stadttempel - Innenraum.jpg|mini|Wiener Stadttempel – Innenraum der Synagoge, 2006]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiener Stadttempel - Vorhang vor dem Toraschrein.jpg|miniatur|Wiener Stadttempel – [[Parochet|Vorhang]] vor dem [[Toraschrein]]]]&lt;br /&gt;
Der ovale Gebetsraum mit einem umlaufenden Kranz von zwölf ionischen Säulen, auf denen die Frauengalerie ruht, wird von einer Kuppel und zwei Laternen überwölbt. Das Parterre ist den Männern vorbehalten. Insgesamt hat die Synagoge etwa 700 Sitzplätze. Der [[Toraschrein]] an seiner Front wird im Kuppelbereich von den in einem Strahlenkranz eingebetteten halbplastisch ausgebildeten [[Zehn Gebote|Gesetzestafeln]] bekrönt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Raum- und Lichtgestaltung entspricht nicht mehr dem ursprünglichen Zustand, denn schon anlässlich der ersten Renovierung durch [[Wilhelm Stiassny]] ab 1895 gab es Veränderungen an der Frauengalerie, der Ausschmückung der Kuppel und der Beleuchtung, nachdem schon 1867 die Gasbeleuchtung eingeführt worden war. 1923 folgte eine zweite Renovierung. Der heutige Zustand ist das Ergebnis der 1963 vorgenommenen Generalrenovierung. 1934 wurde im Vorraum vom &amp;#039;&amp;#039;Bund jüdischer Frontsoldaten&amp;#039;&amp;#039; eine Gedenktafel für die vielen gefallenen jüdischen Soldaten des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiener Stadttempel - Die Tafeln des Dekaloges 2.jpg|mini|Wiener Stadttempel – Die Tafeln des [[Zehn Gebote|Dekaloges]] über dem Toraschrein]]&lt;br /&gt;
Als erster [[Rabbiner]] amtierte hier [[Isaak Mannheimer]] bis zu seinem Tod im Jahre 1865, auf seinen Vorschlag wurde 1826 [[Salomon Sulzer]] als [[Chasan (Kantor)|Kantor]] nach Wien berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadttempel Vienna August 2006 003.jpg|mini|hochkant|Die 2002 errichtete Shoah-Gedenkstätte im Eingangsbereich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während in der [[Novemberpogrome 1938|Pogromnacht]] des 9./10. November 1938 alle anderen der über 130 Wiener Synagogen und Bethäuser&amp;lt;ref&amp;gt;Nach einer Auflistung von Geneé, Martens und Schedl gab es in Wien vor 1938 insgesamt 95 Synagogen. Pierre Geneé, Bob Martens, Barbara Schedl: [http://david.juden.at/kulturzeitschrift/57-60/59-Andacht.htm &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Andachtsstätten in Wien vor dem Jahre 1938.&amp;#039;&amp;#039;] Aus: &amp;#039;&amp;#039;David. Jüdische Kulturzeitschrift.&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 12. Dezember 2015. Die Israelitische Kultusgemeinde listet 55 Synagogen und Vereinsbethäuser auf. Israelitische Kultusgemeinde Wien: {{Webarchiv|url=http://www.ikg-wien.at/?page_id=968 |wayback=20160422062327 |text=&amp;#039;&amp;#039;Synagogen vor 1938.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-05-15 13:57:35 InternetArchiveBot }} Abgerufen am 12. Dezember 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Brand gesteckt wurden, entging die Wiener Hauptsynagoge durch ihre enge Verbauung im Wohngebiet als einzige der Vernichtung. Der Innenraum wurde aber entweiht, verwüstet und als Sammellager für die Wiener Juden missbraucht, die dann [[Deportation von Juden aus Deutschland|deportiert]] und anschließend im [[Holocaust]] ermordet wurden. Daran erinnert eine im September 1988 enthüllte Gedenktafel in der Eingangshalle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorraum befinden sich mehrere Gedenktafeln, so eine für die verewigten, im Stadttempel tätig gewesenen Rabbiner. Seit 1894, als Oberrabbiner [[Moritz Güdemann]], der bis dahin im [[Leopoldstädter Tempel]] wirkte, in die Synagoge in der Seitenstettengasse wechselte, ist der Stadttempel traditionell die Synagoge aller Wiener Oberrabbiner. Die Inschrift „Dem Gedenken der jüdischen Männer, Frauen und Kinder, die in den schicksalsschweren Jahren 1938–1945 ihr Leben ließen“ befindet sich zusammen mit dem Vers aus dem „[[Awinu Malkenu]]“-Gebet: „Unser Vater, unser König, tue es um derentwillen, die für deinen Heiligen Namen ermordet wurden“ auf einer anderen, bald nach 1945 angebrachten Gedenktafel. Ein weiteres Ehrenmal gilt den ehemaligen österreichischen Juden, die im [[Palästinakrieg|Israelischen Befreiungskrieg 1948]] fielen. Ebenfalls im Vorraum befindet sich eine am 3. Juni 1993 eingeweihte Gedenkstätte für [[Aron Menczer]], Leiter der Einwanderungsbewegung für Jugendliche nach Palästina, und die zionistische Jugend Wiens. Am 9. November 2002 wurde hier eine Gedenkstätte für die 65.000 [[Holocaust|ermordeten]] österreichischen Juden enthüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ikg-wien.at/?page_id=917 |wayback=20160421072440 |text=&amp;#039;&amp;#039;Gedenkstätte im Stadttempel Wien.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-05-15 13:57:35 InternetArchiveBot }} Israelitische Kultusgemeinde Wien, abgerufen am 12. Dezember 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Inmitten von drehbaren Schiefertafeln, auf denen alle erfassten Namen der Getöteten eingraviert sind, steht eine abgebrochene Granitsäule als Zeichen für das von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] vernichtete Gemeinwesen, das bis 1938 zu den ganz großen Zentren des Judentums gezählt hatte. In der Synagoge erinnern noch zahlreiche weitere von Angehörigen gestiftete Gedenktafeln an Opfer der [[Holocaust|Judenverfolgung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Herbst 1945 konnten in der vorerst provisorisch renovierten Synagoge wieder Gottesdienste gehalten werden. Am 2. April 1946 fand ein feierlicher Gottesdienst in Anwesenheit des Wiener Bürgermeisters [[Theodor Körner (Bundespräsident)|Theodor Körner]] zur Erinnerung an das 120-jährige Jubiläum der Einweihung statt, der über Rundfunk auch in die USA, nach Großbritannien und nach Palästina gesendet wurde; aber erst im September 1947 wurden wieder Bänke eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besondere Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
Am 14. August 1949 wurden hier die Särge von [[Theodor Herzl]], seiner Eltern sowie seiner Schwester unter einer Fahne Israels vor ihrer Überführung nach Israel aufgebahrt. Der damalige Oberrabbiner [[Akiba Eisenberg]] sprach während dieser Zeremonie unter anderem: „Der Geist Herzls, der immer wieder stolz verkündete und uns allen verkünden ließ: Ich bin Jude!, der Geist jenes Mannes, der wie [[Joseph (Patriarch)|Joseph]] an die Erlösung geglaubt hat, der Geist Herzls lebt, das Land und das Volk leben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Überführung nach Israel wurden hier im November 1950 auch die Gebeine des ehemaligen Oberrabbiners [[Zwi Perez Chajes]] aufgebahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 sang der berühmte Tenor [[Richard Tucker]] während eines seiner Gastspiele an der [[Wiener Staatsoper]] als Kantor im Tempel, um seine Hochachtung für Salomon Sulzer auszudrücken; laut seiner Biographie war dies „eine seiner größten Erfahrungen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1963 konnte der Stadttempel nach neun Monate dauernden Renovierungsarbeiten nach Plänen von [[Otto Niedermoser]] wieder geöffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 wurde zum Gedenken an das 150-jährige Jubiläum des Stadttempel ein Festgottesdienst gefeiert, bei dem zahlreiche österreichische Politiker wie [[Bruno Kreisky]], [[Otto Rösch]], [[Christian Broda]], [[Hannes Androsch]] und [[Karl Lütgendorf]] anwesend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984 ließ Oberrabbiner [[Paul Chaim Eisenberg]] die [[Bima]], das Vorlesepult, um einige Meter mehr in die Raummitte versetzen, um den Ansprüchen der [[Halacha]], der orthodoxen Tradition, zu entsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1988 wurde die Synagoge abermals, durch den Bauunternehmer [[Richard Lugner]], renoviert, wobei insbesondere die Vorräume großzügiger gestaltet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 wurde das 175. Jubiläum des Stadttempels unter Mitwirkung des Tenors [[Neil Shicoff]] und im Beisein des Bundespräsidenten [[Thomas Klestil]] gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Terroranschläge 1979 und 1981 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. April 1979 explodierte im Hof der Synagoge ein halbes Kilogramm Plastiksprengstoff. Verletzt wurde niemand, aber alle Glasfenster zersplitterten und es entstand großer Sachschaden. Die Attentäter hatten ungehindert in die Synagoge eindringen können. In der Folge übernahm die [[Palästinenser|palästinensische]] Extremistengruppe &amp;#039;&amp;#039;Adler der Revolution&amp;#039;&amp;#039; ([[as-Sa&amp;#039;iqa]]) die Urheberschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. August 1981 verübten zwei schwer bewaffnete Terroristen der palästinensischen Extremistengruppe [[Abu-Nidal-Organisation|Fatah-Revolutionsrat]] einen Anschlag auf den Stadttempel mit 2 Toten und 21 teils Schwerverletzten. Die Attentäter, von denen einer bereits den Anschlag auf [[Heinz Nittel]] verübt hatte, drangen am [[Sabbat]] um 11:30 Uhr während des Gottesdienstes in die Synagoge ein, warfen Handgranaten und feuerten in die Menge. Zur Sicherung eingesetzte [[Bundessicherheitswachekorps|Polizisten]] sowie zwei private Wachposten wurden im Kugelhagel schwer verletzt. Einer der Attentäter wurde durch einen zufällig anwesenden Privatdetektiv angeschossen und konnte im Zuge der anschließenden Großfahndung in der Nähe festgenommen werden. Auch der zweite Terrorist wurde nach einer Verfolgungsjagd, während der er noch zwei Passanten getötet und Handgranaten auf einen Funkstreifenwagen geworfen hatte, gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hagalil.com/austria/gemeinde/artikel/2001/terror.htm &amp;#039;&amp;#039;Zum 20. Jahrestag: Der Terroranschlag auf eine Wiener Synagoge.&amp;#039;&amp;#039;] Aus: &amp;#039;&amp;#039;Die Gemeinde. Das offizielle Organ der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.&amp;#039;&amp;#039; 9/2001. Auf: [[haGalil|HaGalil.com]], September 2001, abgerufen am 18. August 2008.&amp;lt;br /&amp;gt;Siehe dazu auch: Karl Pfeifer: {{Webarchiv | url=http://www.adf-berlin.de/html_docs/berichte_oesterreich/karl_pfeifer_4_11_04.html | wayback=20100104033707 | text=&amp;#039;&amp;#039;Kreisky, Arafat und der Terror.&amp;#039;&amp;#039;}} auf der Website des „Anti-Defamation Center – Bildungswerk für Demokratie und Kultur e.&amp;amp;nbsp;V.“, Thomas Rassloff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch heute wird der Stadttempel, wie andere jüdische Einrichtungen in Österreich, von der Polizei ständig geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadttempel Vienna August 2006 030.jpg|mini|hochkant|Kantorenkonzert]]&lt;br /&gt;
Die Rabbiner des Stadttempels sind seit 1894, als Oberrabbiner [[Moritz Güdemann|Güdemann]] vom Leopoldstädter Tempel in die Seitenstettengasse wechselte, auch die [[Großrabbiner|Oberrabbiner]] von Wien; von 2016 bis Juni 2019 war es [[Arie Folger]], seit 2020 ist es [[Jaron Engelmayer]]. Das [[Jüdisches Museum Wien|Jüdische Museum Wien]] bietet geführte Besichtigungen des Stadttempels an. Seit 1990 werden auf Anregung von Paul Chaim Eisenberg hier auch alljährliche Kantorenkonzerte unter Mitwirkung berühmter Kantoren aus aller Welt, wie etwa [[Naftali Herstik]], veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Jüdisches Leben in Wien]]&lt;br /&gt;
* [[Liste jüdischer Andachtstätten in Wien]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von antisemitischen Anschlägen und Angriffen im deutschsprachigen Raum nach 1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Pierre Genée: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Synagogen 1825–1938.&amp;#039;&amp;#039; Löcker, Wien 1987, ISBN 3-85409-113-3, S.&amp;amp;nbsp;47–52.&lt;br /&gt;
* [[Felix Czeike]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon Wien.&amp;#039;&amp;#039; Band 5. Kremayr &amp;amp; Scheriau, Wien 1997, ISBN 3-218-00547-7, S.&amp;amp;nbsp;304&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* [[Evelyn Adunka]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Stadttempel Wien. Geschichte – Rabbiner – Kantoren&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Miniaturen.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;62). Herausgegeben von der Stiftung Neue Synagoge Berlin, [[Centrum Judaicum]], Hentrich &amp;amp; Hentrich, Teetz 2008, ISBN 978-3-938485-55-2.&lt;br /&gt;
* Nikolaus Vielmetti: &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung des Tempels in der Wiener Seitenstettengasse für die jüdische Gemeinde in Wien.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Voll Leben und voll Tod ist diese Erde: Bilder aus der Geschichte der Jüdischen Österreicher von 1190 bis 1938.&amp;#039;&amp;#039; Herold Verlag, Wien 1988, ISBN 3-7008-0378-8, S.&amp;amp;nbsp;130–142.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://d-nb.info/880931760/04 https://d-nb.info]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ikg-wien.at/static/unter/html/re/s_index.htm Israelitische Kultusgemeinde Wien | Informationen über Wiener Synagogen]&lt;br /&gt;
* [http://www.post.at/eshop/philatelieshop/detail.php?prod=761229a Über die Sonderbriefmarke der Österreichischen Post „150 Jahre Wiener Stadttempel“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Sakralbauten in der Inneren Stadt (Wien)}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48.211649 |EW=16.374825 |type=landmark |region=AT-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4513905-2|LCCN=n89639256|VIAF=152570742}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Synagoge in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Synagoge in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Synagogenbau in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Synagogenbau in Europa|Wien, Stadttempel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassizistisches Bauwerk in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1820er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innere Stadt (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Toleranzbethaus|Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentralbau in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk von Joseph Kornhäusel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Cjuerg</name></author>
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