<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Stadtpfarrkirche_Steyr</id>
	<title>Stadtpfarrkirche Steyr - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Stadtpfarrkirche_Steyr"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stadtpfarrkirche_Steyr&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T18:28:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stadtpfarrkirche_Steyr&amp;diff=531546&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rendor Thuces Al&#039;Nachkar: /* Ausstattung */ Ergänzung, mit Beleg.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stadtpfarrkirche_Steyr&amp;diff=531546&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-02T15:31:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ausstattung: &lt;/span&gt; Ergänzung, mit Beleg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Steyrer Stadtpfarrkirche 2.jpg|mini|hochkant=0.9|Ansicht vom [[Tabor (Steyr)|Tabor]] aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholische]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stadtpfarrkirche Steyr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist dem [[Ägidius (Heiliger)|Heiligen Ägidius]] und dem [[Koloman (Heiliger)|Heiligen Koloman]] geweiht. Sie wurde im 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in [[Gotik|gotischem]] Stil errichtet und ist das bedeutendste Sakralgebäude der Stadt [[Steyr]] ([[Oberösterreich]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schedelsche Weltchronik - Stadtpfarrkirche Steyr.jpg|mini|Vermutliche Ansicht während des gotischen Umbaus. &amp;#039;&amp;#039;[[Schedelsche Weltchronik]]&amp;#039;&amp;#039;, Ausschnitt aus Bl. CCLXXVI&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Koch, Bernhard Prokisch: &amp;#039;&amp;#039;Stadtpfarrkirche Steyr.&amp;#039;&amp;#039; Ennsthaler 1993, ISBN 3-85068-366-4, S. 25&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Manfred Brandl]], der die frühe Entwicklung der Stadt Steyr untersuchte, lässt sich die Geschichte des ersten Kirchenbaues von Steyr bis etwa 1100 zurückverfolgen. Die namentliche Sicherstellung der Kirche erfolgt 1275 in Zusammenhang mit einem Besitzstreit. Bei einem Stadtbrand 1303 wurde die Kirche in Mitleidenschaft gezogen. Der Histograph [[Valentin Preuenhueber]] berichtet, dass um 1300 die [[Filialkirche]] zur Pfarre erhoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Steyr Stadtpfarrkirche Grundriss.jpg|mini|links|Chorgrundriss, Gewölbeentwurf von Laurenz Spenning]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wirtschaftliche Aufschwung der Stadt im 15. Jahrhundert und die dadurch rasch wachsende Gemeinde bewirkten einen vollständigen Neubau der bestehenden Stadtpfarrkirche St. Ägidius und Koloman. 1443 wurde der Wiener Dombaumeister [[Hans Puchsbaum]] mit dem Neubau der spätgotischen Kirche beauftragt, unter dessen Leitung der Rohbau des Chores fertiggestellt wurde. Nach dem Tode von Puchsbaum übernahm ab 1456 sein Nachfolger [[Laurenz Spenning]] die Einwölbung des Chores und den Einbau des Turms, der in dieser Form zunächst nicht vorgesehen war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Josef Böker]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Chor der Stadtpfarrkirche von Steyr und seine Baumeister.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege.&amp;#039;&amp;#039; LVII, 2003, S. 213–232.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen den nach 1477 am Bau des Langhauses beteiligten [[Mert Kranschach]] wurde 1482 eine Anklage wegen Veruntreuung von Geldern erhoben und statt seiner die Weiterführung des Baus dem Vorsitzenden der Admonter Bauhütte, [[Wolfgang Tenk]], übertragen, dem nach seinem Tode 1513 Hans Schwettichauer folgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1522, im 79. Jahr nach dem Baubeginn des Chores (also nicht schon im Jahre 1479!), brannte, wie der Steyrer Chronist [[Valentin Preuenhueber]] schreibt, der noch nicht fertiggestellte und für die Wölbung vorbereitete Kirchenbau während des Stadtbrands von Steyr nieder. Ein im Stadtbad (Stadt-Baad) ausgebrochenes Feuer habe nicht nur die umliegenden Häuser zerstört, sondern sei durch „starken Wind“ auch zur Pfarrkirche getragen worden: &amp;#039;&amp;#039;Da gerieth dieses Feuer ins Holz und Gerüste, und verbrannte dadurch alles, das Dach in der Kirchen, die meisten Altäre, alte Epitaphia, Fenster und Gemählde; der sehr schöne und mit kunstreichen Wercken gezierte Predigt-Stuhl; Alle mit grossen Unkosten angeschaffte Glocken&amp;#039;&amp;#039; […]&amp;lt;ref&amp;gt;Valentin Preuenhueber: &amp;#039;&amp;#039;Annales Styrenses samt dessen übrigen historisch- und genealogischen Schriften.&amp;#039;&amp;#039; Nürnberg 1740, S. 218 ([https://digital.slub-dresden.de/id323373143 digital.slub-dresden.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wirkten an der Stadtpfarrkirche Steyr [[Evangelische Kirche|evangelische]] Prediger, nachdem die Bürger der Stadt zur Lehre [[Martin Luther]]s gewechselt hatten. In den fünfzig Jahren der evangelischen Einflussnahme entstand die westliche Vorhalle, die bis an die Stadtmauer reichte. Um die Wende zum 17. Jahrhundert beherrschten Benediktinermönche aus [[Garsten]] die weitere Entwicklung der Stadtpfarrkirche. Es kam zur [[Barock]]isierung der Kirche. 1630 erhielt der Westteil der Kirche ein [[Gewölbe#Stichkappengewölbe|Stichkappen]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;gewölbe, 1655 entstand das [[Kirchengestühl]] und 1688 schuf [[Johann Karl von Reslfeld|Carl Ritter von Reslfeld]] das Altarbild für den Hochaltar. Nach der Aufhebung des Stiftes Garsten übernahmen Linzer Diözesanpriester die Seelsorge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Adalbert Stifter]] förderte als Denkmalpfleger des Landes die [[Neugotik|neugotische]] Überarbeitung des Inneren. Die barocke Ausstattung wurde dabei weitgehend entfernt, um dem gotischen Charakter der Formensprache zu entsprechen. Nach dem Brand des Turmhelmes 1876 wurde nach Plänen des Wiener Dombaumeisters und dem Erbauer des Wiener Rathauses [[Friedrich von Schmidt]] der heutige neugotische Aufsatz 1889 aus Steinquadern ausgeführt. Das alte Kreuz ist seit 1961 am Kirchturm aufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Brandl: &amp;#039;&amp;#039;Neue Geschichte von Steyr. Vom Biedermeier bis Heute.&amp;#039;&amp;#039; Ennsthaler, Steyr 1980, ISBN 3-85068-093-2, S.&amp;amp;nbsp;67.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Kriegerdenkmal an der Außenseite der westlich gelegenen Vorhalle entwarf [[Franz Koppelhuber]], die Bronzefigur des [[Erzengel Michael|Erzengels Michael]] ist ein Entwurf Josef Franz Riedels,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seidl&amp;quot;&amp;gt;Christina Seidl: &amp;#039;&amp;#039;Das Kriegerdenkmal an der Stadtpfarrkirche von Steyr.&amp;#039;&amp;#039; In: Rudolf Koch und Bernhard Prokisch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stadtpfarrkirche Steyr.&amp;#039;&amp;#039; Ennsthaler 1993, ISBN 3-85068-366-4, S. 307&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; ihre Herstellung übernahm [[Adolf Wagner von der Mühl]]. Die feierliche Enthüllung war am 7.&amp;amp;nbsp;Mai 1933.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NeueGeschichte74&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neue Geschichte von Steyr.&amp;#039;&amp;#039; S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1982 erinnert ein vor dem Denkmal aufgestellter Kubus des lokalen Steinmetzes Helmut Buric auch an die Opfer des Zweiten Weltkrieges.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seidl&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Stadtpfarrkirche Steyr.&amp;#039;&amp;#039; Personenregister: Eintrag Buric, Helmut.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1983 bis 1993 wurde die Kirche außen restauriert und das Erscheinungsbild der ehemaligen Friedhofsmauer mit den vielen [[Epitaph]]en verbessert. Nach Bestandsaufnahmen ab 2007 begann die Innenrestaurierung 2009/10.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Wallner: [http://www.kirchenzeitung.at/index.php?id=28&amp;amp;tx_ttnews&amp;amp;#x5B;tt_news&amp;amp;#x5D;=67779&amp;amp;cHash=caa85cc05de4f03b3b18f6a7fe7ffd08 &amp;#039;&amp;#039;Kleine Schwester des Wiener Stephansdoms wird renoviert.&amp;#039;&amp;#039;] Artikel in der Kirchenzeitung der Diözese Linz Nr. 15, 15.&amp;amp;nbsp;April 2010 S. 9 (aufgerufen am 6. April 2016).&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese betraf die Sakristei, die Glasfenster, den historischen Dachstuhl und die gotischen Joche. Der Innenraum erhielt, wie schon im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, eine Färbelung in Weiß- und Gelbtönen. Diese Arbeiten waren bis Ende November 2015 vorerst abgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Stütz: [https://www.kirchenzeitung.at/newsdetail/rubrik/geldmangel-machte-bei-der-kirchensanierung-erfinderisch/ &amp;#039;&amp;#039;Geldmangel machte bei der Kirchensanierung erfinderisch.&amp;#039;&amp;#039;] Artikel in der Kirchenzeitung der Diözese Linz Nr. 49, 2.&amp;amp;nbsp;Dezember 2015 (aufgerufen am 6.&amp;amp;nbsp;April 2016)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Galerie&lt;br /&gt;
|Name=Historische Bilder&lt;br /&gt;
|Größe=&lt;br /&gt;
|Position=&lt;br /&gt;
|Datei:Hans Sebald Lautensack - Stadtpfarrkirche Steyr.jpg|Ausschnitt aus einer Stadtansicht von 1554&lt;br /&gt;
|Datei:Franz Kulstrunk - Steyrer Stadtpfarrturm 1688 II.jpg|Der Turm im Jahr 1688 (Zeichnung von [[Franz Kulstrunk|Kulstrunk]], spät. 1893)&lt;br /&gt;
|Datei:Stadtpfarrkirche Steyr mit Befestigungen.jpg|Stadtmauer am heutigen Brucknerplatz (vor 1848)&lt;br /&gt;
|Datei:Stadtpfarrkirche Steyr, Pfarrhof, Margaretenkapelle (1876).png|Südliche Ansicht vor dem Brand 1876&lt;br /&gt;
|Datei:Stadtpfarrkirche Steyr vor 1876.png|Nördliche Ansicht vor 1876&lt;br /&gt;
|Datei:Brand der Steyrer Stadtpfarrkirche.JPG|Brand des Turmhelms&lt;br /&gt;
|Datei:Stadtpfarrkirche Steyr (Mittelschiff).jpg|Mittelschiff vor Beginn der Innenrestaurierung (August 2010)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Westvorhalle der Steyrer Stadtpfarrkirche 1.jpg|Die westliche Vorhalle&lt;br /&gt;
Altes Turmkreuz.jpg|Das alte Turmkreuz&lt;br /&gt;
Kriegerdenkmal (Stadtpfarrkirche Steyr).jpg|Das Kriegerdenkmal&lt;br /&gt;
Stadtpfarrkirche Steyr Restaurierung 1.jpg|Gerüst im hinteren Mittelschiff, Eingangsbereich (Juli 2013)&lt;br /&gt;
Stadtpfarrkirche Steyr Restaurierung 3.jpg|Gerüst im Mittelschiff beim Ansatz des gotischen Gewölbes (Juli 2015)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anton Bruckner ===&lt;br /&gt;
Ab 1884 hielt sich [[Anton Bruckner]] den Sommer über in Steyr auf und wohnte im Alten Pfarrhof. Dort komponierte er 1886 bis 1894 Teile der [[8. Sinfonie (Bruckner)|8.]] und [[9. Sinfonie (Bruckner)|9. Sinfonie]],&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neue Geschichte von Steyr.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;281.&amp;lt;/ref&amp;gt; daran erinnert eine 1908 angebrachte Gedenktafel. Auf Bruckner geht auch der Umbau der damaligen, aus den Jahren 1774 bis 78 stammenden &amp;#039;&amp;#039;Chrismannorgel&amp;#039;&amp;#039; zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neue Geschichte von Steyr.&amp;#039;&amp;#039; S. 66.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das [[Bruckner-Denkmal (Steyr)|Brucknerdenkmal]] vor der Kirche stammt aus dem Jahr 1898 – Steyr setzte damit dem Komponisten das erste Denkmal. Die Büste führte [[Victor Tilgner]] aus, den Sockel und das übrige Beiwerk [[Fritz Zerritsch der Ältere|Fritz Zerritsch]]. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Denkmal entfernt und im September 1945 wieder aufgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NeueGeschichte74&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{OoeGeschichte |pfad=archiv/themen/wir-oberoesterreicher/historismus-in-oberoesterreich |titel=Historismus in Oberösterreich |abruf=2023-02-03 |kommentar=Tabelle: &amp;#039;&amp;#039;Hauptwerke des Historismus in Oberösterreich&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brucknerdenkmal in Steyr.jpg|Büste am Brucknerplatz&lt;br /&gt;
Bruckner-Gedenktafel in Steyr.jpg|Gedenktafel am Alten Pfarrhof, direkt gegenüber der Kirche&lt;br /&gt;
Steyr Brucknerstiege-0982-2.jpg|Brucknerstiege&lt;br /&gt;
Mesnerhaus Stadtpfarrkirche Steyr.jpg|Das Mesnerhaus mit der Brucknerstiege&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baubeschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadtpfarrkirche Steyr - Mittelschiff 3.jpg|mini|hochkant|Das Mittelschiff mit Blick zum Hochaltar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eintritt in die Kirche über die dunkle Vorhalle in die sich weit öffnende erhabene gotische Konstruktion des Innenraumes, lässt den baukünstlerischen und kunsthistorischen Reichtum der Anlage erahnen. Besonders eindrucksvoll stellt sich die Konzeption des Altarraumes von Hanns Puchspaum dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dreischiffige Hallenkirche mit fast gleich breiten Seitenschiffen besitzt kein Querhaus. Das 4-jochige [[Langhaus (Kirche)|Langhaus]] mit dem westlichen Emporenjoch im Mittelschiff ist mit einer spitzen Stichkappentonne überwölbt, die Seitenschiffe tragen [[Kreuzgewölbe]]. An das Langhaus schließt übergangslos der dreischiffige, dreijochige Chor mit einem reichen [[Netzrippengewölbe]]. Die Chorabschlüsse sind im Mittelschiff mit einem 5/8, in den Seitenschiffen mit einem 3/8 Schluss ausgeführt. Durchgehende [[Bündelpfeiler]] mit Statuen[[Konsole (Bauwesen)|konsolen]] tragen die Einwölbung des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 80 Meter hohe sechsseitige Nordturm verbindet Langhaus und Chor. Er trägt einen neugotischen Turm und strebt von einer [[Gewölbe#Sterngewölbe|sternrippengewölbten]] Turmhalle in die Höhe. Am Chor bilden reich abgetreppte Strebepfeiler ein statisches Tragwerk. Der quer gelagerte Westbau nimmt die breite Durchgangshalle, die 1522 errichtet wurde, auf. Von ihr führen zwei Eingangstore in den Kirchenraum mit der Orgelempore im Obergeschoß. Die Eingangstore sind von Vorhangbogen in Rundbogen eingeschrieben. In den zwei westlichen Jochen des nördlichen Seitenschiffes tragen Konsolen eine [[Empore]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der nördlichen Kirchenaußenseite, zur Pfarrgasse gerichtet, liegt eine fünfseitige Vorhalle mit Doppelportal mit einem netzrippengewölbten [[Baldachin]]vorbau. Die abgetreppten reich profilierten spitzbogigen Tore werden von Türrahmungen mit Vorhangbogen gefasst. Über dem linken Portal befindet sich ein [[Tympanon (Architektur)|Tympanonrelief]] aus [[Römersteinbruch Aflenz|Aflenzer Kalksandstein]] von um 1526 mit Tod und Krönung Mariens. Der Raum über dem rechten Portal ist leer. In den baldachinbekrönten Nischen stehen Sandsteinfiguren der [[Agnes von Rom|Heiligen Agnes]], des [[Jakobus der Ältere|hl. Jakob]] und der [[Dorothea (Heilige)|hl. Dorothea]], (ebenfalls Aflenzer Kalksandstein) diese sind um 1410 entstanden und dem [[Meister von Großlobming]] zugeschrieben. Die Figur des hl. Johannes ist eine neugotische Arbeit [[Franz Erler]]s von 1900.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Nimmrichter: &amp;#039;&amp;#039;Zur Polychromie des Nordportales der Steyrer Stadtpfarrkirche.&amp;#039;&amp;#039; In: Rudolf Koch, Bernhard Prokisch: &amp;#039;&amp;#039;Stadtpfarrkirche Steyr.&amp;#039;&amp;#039; Verlag W. Ennsthaler, Steyr, 1993 S. 327–329 (Tympanonrelief und Heiligenfiguren).&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Eingänge bilden zwei gotische Südtore. Das westliche befindet sich in einer netzrippengewölbten Vorhalle, das östliche führt zum Chor und besitzt ebenfalls eine Vorhalle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Galerie&lt;br /&gt;
|Name=Baurisse&lt;br /&gt;
|Größe=&lt;br /&gt;
|Position=&lt;br /&gt;
|Datei:Stadtpfarrkirche Steyr - Grundriss 2.png|Der Grundriss nach [[Hermann von Riewel]]&lt;br /&gt;
|Datei:Hermann Riewel - Stadtpfarrkirche Steyr (Längsschnitt).png|Längsschnitt nach Riewel&lt;br /&gt;
|Datei:Hermann Riewel - Stadtpfarrkirche Steyr (Querschnitt).png|Querschnitt nach Riewel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center centered&amp;quot; perrow=&amp;quot;5&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stadtpfarrkirche hl Aegidius u Koloman Steyr DSC 2808w.jpg|Der Nordturm&lt;br /&gt;
Stadtpfarrkirche Steyr (linkes Seitenschiff, Chor).jpg|Chor des linken Seitenschiffes&lt;br /&gt;
Stadtpfarrkirche Steyr (rechtes Seitenschiff, Chor).jpg|Chor des rechten Seitenschiffes&lt;br /&gt;
Steyr Stadtpfarrkirche Mittelschiff HDR-960-961-2.jpg|Mittelschiff&lt;br /&gt;
Stadtpfarrkirche Steyr - Mittelschiff 4.jpg|Mittelschiff mit Blick nach Westen zur Orgel&lt;br /&gt;
Stadtpfarrkirche Steyr - Nordvorhalle 1.jpg|Nordvorhalle&lt;br /&gt;
Stadtpfarrkirche Steyr - Nordportal, Tympanonrelief.jpg|Tympanonrelief&lt;br /&gt;
Stadtpfarrkirche Steyr - Heilige Agnes 1.jpg|Heilige Agnes&lt;br /&gt;
Stadtpfarrkirche Steyr - Suedvorhalle 1.jpg|Südliche Vorhalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung ==&lt;br /&gt;
Die Stadtpfarrkirche ist reich an Kunstschätzen, diese reichen von den bemerkenswerten Glasfenstern, dem reich verzierten [[Sakramentshäuschen]], den wertvollen Eisenarbeiten, dem Taufbecken bis zum [[Kirchengestühl]]. [[Altar]], [[Kanzel]], [[Seitenaltar|Seitenaltäre]] und Pfeilerstatuen stammen aus der Zeit der Regotisierung zwischen 1854 und 1857 (Entwurf und Ausführung u.&amp;amp;nbsp;a. [[Engelbert Westreicher]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neugotische Hochaltar von [[Fidelis Schönlaub]] aus [[München]] (wohl nach Plänen von Adolf Guggenberger) entstand ab 1854.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Susanne Hegele: &amp;#039;&amp;#039;Anselm Sickinger (1807–1873). Ein Beitrag zur „Münchner Gotik“ im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation Ludwig-Maximilians-Universität München 2013, S. 102. ([https://edoc.ub.uni-muenchen.de/15749/1/Hegele_Susanne.pdf Digitalisat auf edoc.ub.uni-muenchen.de], abgerufen am 2. Januar 2026; nur Text, ohne Abbildungsteil)&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war vor seinem Abtransport nach Österreich im August 1857 im [[Münchner Glaspalast]] ausgestellt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Durch die neue Konzeption des Altares entstand die Einbindung des gotischen Sakramentshäuschen an der linken Seite der mittleren [[Apsis]]. Bemerkenswert ist das mit sechs verschiedenen durchbrochenen Wirbelmustern ausgestattete Türchen des Sakramenthäuschens. Gegenüber steht die Priesterbank mit dem gotischen Baldachin. Auf der Westempore befand sich die von [[Franz Xaver Krismann]] gebaute Orgel, an der auch [[Anton Bruckner]] gespielt hat. In linken Seitenschiff befindet sich an der Rückwand ein Bild des [[Sebastian (Heiliger)|Heiligen Sebastian]] von [[Johann Karl von Reslfeld|Carl Ritter von Reslfeld]]. An der Wand über der Taufkapelle hängt das vom selben Künstler für den Hochaltar geschaffene Altarbild mit der Darstellung der Anbetung der Weisen. Zentrum der Taufkapelle in der Turmhalle ist das Taufbecken, das aus Zinnplatten über einem Holzkern mit Relief und reichem Ornament gearbeitet ist. Die Sakristeitür ist eine Arbeit aus [[Nürnberg]] aus dem Jahr 1470 mit dem Wappen der Stadt Nürnberg, dem Reichsadler mit gekröntem Löwen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit ist das spätbarocke eiserne Sonnenblumenepitaph, das sich ehemals in der Westgruft befand. Es erinnert an die [[Pocken]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;epidemie 1703.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Steyr Stadtpfarrkirche Taufbecken Baptismal font-1148-8.jpg|Das Taufbecken von 1569&lt;br /&gt;
Stadtpfarrkirche Steyr - Hochaltar.jpg|Der Hochaltar&lt;br /&gt;
Stadtpfarrkirche Steyr - Sakramentshäuschen.png|Das gotische Sakramentshäuschen im Chor&lt;br /&gt;
Sebastian als Pestheiliger (Stadtpfarrkirche Steyr).jpg|Heiliger Sebastian&lt;br /&gt;
Johann Karl von Reslfeld - Anbetung der Koenige.jpg|Das ehemalige Altarbild&lt;br /&gt;
Stadtpfarrkirche Steyr - Kirchengestuehl 1.jpg|Detailaufnahme des Kirchengestühls&lt;br /&gt;
Stadtpfarrkirche Steyr - Sonnenblumenepitaph 2.jpg|Sonnenblumenepitaph&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orgel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadtpfarrkirche Steyr - Orgel 1.jpg|mini|Orgel der Stadtpfarrkirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reichenthal Pfarrkirche - Innenraum 2 - Orgel.jpg|mini|hochkant|Das alte Barockgehäuse der Orgel in Reichenthal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste große Orgel stammte vom Meister &amp;#039;&amp;#039;Hans Lauss&amp;#039;&amp;#039; (1478) und verblieb bis zum Brand 1522 in der Kirche. Die Nachfolgerin des kaiserlichen Orgelbauers &amp;#039;&amp;#039;Jacob&amp;#039;&amp;#039; (1544) wurde mehrmals umgebaut, bis sie ab 1774 durch die Orgel [[Franz Xaver Krismann]]s ersetzt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krismann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Orgelwerk stammt von [[Orgelbau Pirchner|J. Pircher]] ([[Steinach am Brenner|Steinach/Brenner]]) und wurde 1962 geschaffen. Pirchner übernahm dabei den Pfeifenbestand und das neugotische [[Prospekt (Orgel)|Gehäuse]] der Vorgängerin. Diese Vorgängerin war ein durch Mauracher 1893 durchgeführter Umbau einer barocken [[Franz Xaver Krismann|Krismannorgel]] von 1774–1778, die, auf Anraten Anton Bruckners (s.&amp;amp;nbsp;o.), dabei einige zusätzliche [[Register (Orgel)|Register]] und ein neugotisches [[Prospekt (Orgel)|Gehäuse]] erhalten hatte. Das alte barocke Gehäuse war danach nach [[Reichenthal]] im Mühlviertel gebracht worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krismann&amp;quot;&amp;gt;Rudolf Koch und Bernhard Prokisch: &amp;#039;&amp;#039;Stadtpfarrkirche Steyr&amp;#039;&amp;#039;, Ennsthaler 1993 S. 200 bis 206&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://organindex.de/index.php?title=Steyr,_Stadtpfarrkirche Informationen zur Orgel]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;16&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;12&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;I Hauptwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–f&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{0}}1.||Prinzipal ||16&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{0}}2.||Prinzipal ||{{0}}8&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{0}}3.||Flöte ||{{0}}8&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{0}}4.||Gamba ||{{0}}8&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{0}}5.||Rohrflöte ||{{0}}8&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{0}}6.||Flöte ||{{0}}4&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{0}}7.||Oktav ||{{0}}4&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{0}}8.||Quint ||{{0}}{{Bruch|2|2|3}}&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{0}}9.||Superoktav ||{{0}}2&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10.||Mixtur-Mayor ||{{0}}2&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11.||Mixtur-minor ||{{0}}{{Bruch|1|1|3}}&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12.||Trompete ||{{0}}8&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;II Oberwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–f&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13.||Liebl. Gedeckt ||16&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 14.||Prinzipal minor ||{{0}}8&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15.||Salizet ||{{0}}8&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16.||Ital. Prinzipal ||{{0}}4&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17.||Rohrflöte ||{{0}}4&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 18.||Nasat ||{{0}}{{Bruch|2|2|3}}&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 19.||Waldflöte ||{{0}}2&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 20.||Cornet ||{{0}}4&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 21.||Scharff ||{{0}}1&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 22.||Oboe ||{{0}}8&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;III Positiv&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–f&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 23.||Bourdon ||8&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 24.||Quintade ||8&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 25.||Prinzipal ||4&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 26.||Oktav ||2&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 27.||Larigot ||{{Bruch|1|1|3}}&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 28.||Sesquialtera ||{{Bruch|2|2|3}}&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 29.||Cimbel ||1&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 30.||Krummhorn ||8&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pedalwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–f&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 31.||Prinzipalbass ||16&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 32.||Subbass ||16&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 33.||Bourdonbass ||16&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 34.||Oktavbass ||{{0}}8&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 35.||Flötenbass ||{{0}}8&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 36.||Oktav ||{{0}}4&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 37.||Nachthorn ||{{0}}2&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 38.||Pedalmixtur ||{{0}}{{Bruch|2|2|3}}&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 39.||Posaune ||16&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 40.||Posaune ||{{0}}8&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glasmalereien ===&lt;br /&gt;
Etliche der ursprünglichen Glasfenster fielen dem Brand vom 18. März 1522 zum Opfer, viele vom erhaltenen Rest wurden um 1800 zur Ausstattung des Lustschlosses in Laxenburg abgegeben. Diese Werke befinden sich der dortigen Kapelle und der Rittergruft. Nach der erfolgten Ausstattung gelangten überzählige Scheiben wieder zurück, so etwa die des Laxenburger Fensters (rechtes Seitenschiff, Südwand).&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Koch und Bernhard Prokisch: &amp;#039;&amp;#039;Stadtpfarrkirche Steyr&amp;#039;&amp;#039;, S. 109 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Abgesehen vom ebenfalls an der Südwand gelegenen Renaissancefenster mit Marientod und -krönung stammen die restlichen aus dem 19. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Laxenburger Fenster ====&lt;br /&gt;
Die ältesten Kunstwerke enthält das &amp;#039;&amp;#039;Laxenburger Fenster&amp;#039;&amp;#039; an der Südwand, rechts neben dem Hauptportal. Es ist eine Sammlung von Glasgemäldefragmenten vom Beginn der Gotik bis zum Ende des 15. Jahrhunderts. Die wertvollsten Stücke darin sind drei um 1300 entstandene Scheiben mit Darstellungen [[Leopold VI.|Herzog Leopolds]], des auferstehenden Christus und [[Agnes von Waiblingen|Markgräfin Agnes]]. Die Gewandsäume zeigen bereits den frühgotischen schönlinigen Stil. Diese drei Scheiben stammen ursprünglich aus der [[Capella Speciosa]] in [[Klosterneuburg]] und gelangten nach deren Abbruch erst nach [[Laxenburg]] und schließlich nach Steyr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Koch&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://homepage.univie.ac.at/rudolf.koch/geocities/rudolf_koch2003/steyr1979.htm |wayback=20151218075252 |text=Historische Kunst. Ein Baudenkmal der Gotik in Österreich – die Stadtpfarrkirche in Steyr |archiv-bot=2023-01-14 13:16:59 InternetArchiveBot }} aufgerufen am 8. August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die heutige Zusammenstellung stammt aus dem Jahr 1955.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Stadtpfarrkirche Steyr,&amp;#039;&amp;#039; S. 110.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Laxenburger Fenster}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Renaissancefenster ====&lt;br /&gt;
Das übernächste Fenster stammt teilweise aus der [[Renaissance]] (1523) und zeigt in der oberen Hälfte in einer zusammengehörigen Komposition [[Dormitio (Kunst)|Tod]] und [[Krönung Mariens]]. In der unteren Hälfte befinden sich ganzfigurige Darstellungen des Heiligen Berthold, der Heiligen Katharina, des Heiligen Johannes des Täufers und des Heiligen Wolfgang. Darunter zwei Scheiben mit Porträts einer Stifterfamilie („Wolfgang Püiller sein haüsfr. u. Kinder“) sowie rechts und links die Wappen des Landes Oberösterreich und der Stadt Steyr. Die Scheiben mit den Oberkörpern der Heiligen Katharina und Johannes des Täufers sind original aus dem frühen 16. Jahrhundert erhalten, ebenso die Stifterporträts. Der Rest sind Ergänzungen aus dem späten 19. Jahrhundert, ausgeführt von den Wiener Hofglasmalern [[Carl Geyling’s Erben|Geylings Erben]]. Die heutige Zusammenstellung veranlasste 1889 Stadtpfarrer Johann Aichinger, 1958 wurden die Scheiben nach der Kriegsbergung restauriert und wieder eingefügt. Große Kompositionen wie Marientod- und -krönung sind für die Zeit des 16. Jahrhunderts selten, da mit der beginnenden Reformation die Glasmalerei ihren sakrale Funktion einbüßte und zunehmend für profane Zwecke verwendet wurde. Die Provenienz der Renaissancescheiben ist unbekannt, möglich ist nach [[Eva Frodl-Kraft]] eine österreichische Herkunft mit Einfluss durch Augsburger Grafiken.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Koch und Bernhard Prokisch: &amp;#039;&amp;#039;Stadtpfarrkirche Steyr.&amp;#039;&amp;#039; S. 116&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lambergfenster ====&lt;br /&gt;
Das älteste der neugotischen Fenster ist das 1891 eingesetzte Lambergfenster. Es ist eine Stiftung der [[Lamberg (Adelsgeschlecht)|Familie Lamberg]] und erinnert an die Ermordung [[Franz Philipp von Lamberg]]s in [[Pest (Stadt)|Pest]], während der [[Ungarische Revolution 1848/1849|ungarischen Revolution 1848]]. Die Glasmalerei ist ähnlich einer [[Altarretabel]] aufgebaut: Die „[[Predella]]“ beinhaltet die Widmungs- und Erläuterungsinschrift, darüber befindet sich das Hauptbild mit einer allegorischen Darstellung des Geschehens (ein mit den Attributen der [[Austria (Personifikation)|Austria]] versehener Engel bekränzt den Sterbenden), darüber als Aufsatzbild der Drachenkampf des Heiligen Georg. Auf Nebenszenen und -figuren wird verzichtet, diesen Raum füllen Ornamente aus. Gerahmt werden „Predella“, Hauptbild und Aufsatzbild von floralen Motiven und Architekturdarstellungen. Das ursprünglich für die [[Votivkirche (Wien)|Wiener Votivkirche]] angefertigte Werk nimmt keine Rücksicht auf die Fensterform und ist auch an anderer Stelle einsetzbar. Von den später davon inspirierten weiteren neugotischen Fenstern unterscheidet es sich jedoch durch die Konzentration auf Hauptbild und Aufsatzbild. Der Entwurf stammt von den Brüdern [[Franz Jobst|Jobst]], ausführendes Unternehmen war Geyling’s Erben.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Stadtpfarrkirche Steyr&amp;#039;&amp;#039;, S. 292&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Laxenburger Fenster 1.jpg|Laxenburger Fenster&lt;br /&gt;
Stadtpfarrkirche Steyr - Renaissancefenster.png|Renaissancefenster mit Tod und Krönung Mariens&lt;br /&gt;
Stadtpfarrkirche Steyr - Lamberg&amp;#039;sches Votivfenster.png|Das Lambergfenster&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geläut ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hannes Ecker - Glockenstuhl der Steyrer Stadtpfarrkirche.jpg|mini|Glockenstuhl]]&lt;br /&gt;
Das Geläut besteht aus sechs Glocken. Die beiden größten sind die Kolomanglocke (1334 kg)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://steyr.dahoam.net/wp-ab/1997/12/37/ Amtsblatt der Stadt Steyr 1997/12] (S. 37) auf steyr.dahoam. Aufgerufen am 7. April 2025&amp;lt;/ref&amp;gt; und die 2789 kg schwere Ägydiusglocke.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://steyr.dahoam.net/wp-flippingbooks/Das_Steyrer_Muenster/14/ &amp;#039;&amp;#039;Das Steyrer Münster – Festschrift zur Fertigstellung der Außenrenovierung und zum Jubiläum 550 Jahre Stadtpfarrkirche in Steyr&amp;#039;&amp;#039;] (S. 15) auf steyr.dahoam. Aufgerufen am 7. April 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1917 und 1943 wurden die Glocken beschlagnahmt und nach den Kriegen durch neue ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kirchenführer [http://steyr.dahoam.net/wp-flippingbooks/Stadtpfarrkirche_in_Steyr/2/index.html &amp;#039;&amp;#039;Stadtpfarrkirche in Steyr – Oberösterreich&amp;#039;&amp;#039;] (S. 2) auf steyr.dahoam. Aufgerufen am 7. April 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Margaretenkapelle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Margaretenkapelle in Steyr 2.jpg|mini|hochkant|Die Margaretenkapelle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Margaretenkapelle neben der Stadtpfarrkirche dürfte aus der Zeit um 1430 stammen. Erstmals urkundlich erwähnt wird sie 1437 in einem Spruchbrief Herzog Albrechts V. ([[Albrecht II. (HRR)|Albrecht II.]]). Der Baumeister ist unbekannt, die Pläne für den gotischen Dachreiter werden Hans Puchsbaum zugeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.steyr.at/system/web/zusatzseite.aspx?detailonr=219045915 Steyr online. Bauten: Margaretenkapelle] Angesehen am 22.&amp;amp;nbsp;Oktober 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Margaretenkapelle (Steyr)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städtebauliche Einordnung ==&lt;br /&gt;
Imposant thront über der Altstadt die Steyrer Stadtpfarrkirche mit dem Pfarrhof, dem spätgotischen Messnerhaus, der ehemaligen Friedhofsanlage und der Margaretenkapelle. Der Turm des Steyrer Münsters streckt sich wie ein hoch erhobener Zeigefinger, der für das Umland die Lage von Steyr signalisiert. Das Hochplateau mit der Kirchenanlage befindet sich in unmittelbarer Nähe zum [[Stadtplatz (Steyr)|Stadtplatz]], den man über einen renaissancezeitlichen Stiegenabgang und die Pfarrgasse erreicht. Die Kirchenanlage war an die Stadtbefestigung mit dem ehemaligen Gilgentor angebunden. Heute steht noch ein Befestigungsturm neben dem Pfarrhof, der an den Verlauf der Stadtmauer und an den strategisch wichtig gelegenen Ort erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; caption=&amp;quot;Ansichten&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blick auf die Steyrer Stadtpfarrkirche (2008).jpg|Pfarrhof, Margaretenkapelle und Stadtpfarrkirche&lt;br /&gt;
Oberoesterreich Steyr Stadtpfarrkirche 20061226 a.jpg|Die Stadtpfarrkirche in ihrem baulichen Umfeld, vom gegenüberliegenden Ennsufer gesehen&lt;br /&gt;
Blick auf Steyr (1870).jpg|Ansicht von 1870, noch mit barockem Turmhelm&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Roland Bachleitner: &amp;#039;&amp;#039;Stadtpfarrkirche St. Ägidius und St. Kolomann in Steyr.&amp;#039;&amp;#039; Steyr 1999.&lt;br /&gt;
* [[Erwin Hainisch]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Dehio-Handbuch]]. Oberösterreich.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Anton Schroll, Wien 1977, ISBN 3-7031-0036-2.&lt;br /&gt;
* Rudolf Koch, [[Bernhard Prokisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Stadtpfarrkirche Steyr.&amp;#039;&amp;#039; Verlag W. Ennsthaler, Steyr 1993, ISBN 3-85068-366-4.&lt;br /&gt;
* [[Josef Ofner (Heimatforscher)|Josef Ofner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Stadtpfarrkirche.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Kulturamtes der Stadt Steyr.&amp;#039;&amp;#039; Heft 27, Dezember 1966 ([http://steyr.dahoam.net/wp-content/uploads/2017/05/Die_Stadtpfarrkirche_aus_Heft_27.pdf PDF-Dokument] auf steyr.dahoam.net).&lt;br /&gt;
* Josef Ofner: &amp;#039;&amp;#039;Kunstchronik der Stadt Steyr.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Kulturamtes der Stadt Steyr.&amp;#039;&amp;#039; Heft 30, 1972.&lt;br /&gt;
* [[Johann Josef Böker]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Chor der Stadtpfarrkirche von Steyr und seine Baumeister.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege.&amp;#039;&amp;#039; LVII (2003), S. 213–232.&lt;br /&gt;
* Günter Merz: &amp;#039;&amp;#039;Fröhliche Auferstehung: Von der Reformation geprägte Grabdenkmäler in Oberösterreich.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom [[Evangelisches Museum Oberösterreich|Evangelischen Museum Oberösterreich, Rutzenmoos]]. Salzburg/Wien 2010, ISBN 978-3-902606-10-5, S. 30, 44 (über protestantisches Epitaphfragment aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts und das Epitaph des Wolfgang Urkauf, um 1588, in der Stadtpfarrkirche Steyr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=FUItraARHv4 Vollgeläute] und [https://www.youtube.com/watch?v=Mz7du6x83YM Einzelläuten] (Videos auf YouTube)&lt;br /&gt;
* Bernhard Peter: [http://www.welt-der-wappen.de/Heraldik/aktuell/galerien3/galerie2260.htm Grabplatten und Epitaphien außen an der Stadtpfarrkirche] (insbesondere zur Heraldik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/2/15/N |EW=14/25/1/E |region=AT-4 |type=landmark}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Steyr, Stadtpfarrkirche}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Steyr|Stadtpfarrkirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kolomanskirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ägidienkirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrkirche in der Diözese Linz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dekanat Steyr|Stadtpfarre, !]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotische Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotisches Bauwerk in Oberösterreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal (Oberösterreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anton Bruckner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hallenkirche in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Disposition einer Orgel|Steyr Stadtpfarrkirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rendor Thuces Al&#039;Nachkar</name></author>
	</entry>
</feed>