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	<title>Stadtpalais - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stadtpalais&amp;diff=2203073&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Equord am 10. Mai 2024 um 13:52 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stadtpalais&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (etymologisch verwandt mit dem Wort &amp;#039;&amp;#039;[[Palast]]&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wort&amp;quot; /&amp;gt; versteht man [[Wohnen|Wohnsitze]] von [[Patrizier]]n, staatlichen und kirchlichen Würdenträgern in den Städten sowie dortige Zweitwohnsitze des [[Landadel]]s. Mit &amp;#039;&amp;#039;Stadtpalast&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Schloss (Architektur)#Bezeichnungen|Stadtschloss]]&amp;#039;&amp;#039; werden hingegen in der Regel städtische Residenzen von Herrschern bezeichnet. Im Französischen bezieht sich das Wort &amp;#039;&amp;#039;Palais&amp;#039;&amp;#039; hingegen meist auf Herrscher- oder [[Bischofsresidenz]]en, während das hier behandelte Stadtpalais als [[Hôtel particulier]] bezeichnet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Palazzo Fagni-Da Diacceto 01,0.jpg|mini|hochkant|Palazzo Fagni (Florenz), typisches Patrizierhaus, erbaut um 1330]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frühmittelalter]] und im beginnenden [[Hochmittelalter]] war der Adel durchwegs im ländlichen Raum ansässig oder außer- und oberhalb der [[Burg]]siedlungen, die oft sekundär um die Festungen entstanden waren. Nur dort, wo die Burgen [[Stadtentwicklung|Siedlungskerne]] größerer Städte waren, befand sich der Wohnsitz der örtlichen Regenten in der Stadt (so etwa das [[Palais de la Cité]] in Paris als Residenz der französischen Könige vom 10. bis zum 14. Jahrhundert oder auch zahlreiche Bischofsresidenzen in ganz Europa, die in aller Regel neben den Kathedralen standen). Im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] herrschte das [[Reisekönigtum]] mit den [[Königspfalz]]en (und entsprechenden Herzogs- und Bischofspfalzen), die sich teils in Städten, teils auf dem Land befanden. Wenn Landadlige ihrem [[Lehnsherr]]n die Aufwartung machten, schlugen sie meist ihre Zeltlager vor dessen Burg (oder Stadt) auf oder quartierten sich in den Gästetrakten nahegelegener Klöster ein. Die [[Burgmann]]en, die eine (Stadt-)Burg zu bewachen und zu verteidigen hatten, lebten meist in [[Burgmannshof|Burgmannshöfen]], mit denen sie innerhalb der [[Burgfreiheit]] belehnt waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem [[Deutscher Adel|Landadel]] und dem Stadtadel (den [[Patrizier]]n) gab es anfangs noch keine großen Unterschiede. So errichteten sich die (ab etwa dem Jahr 1200) in die Städte gezogenen Ritterfamilien noch [[Wohnturm|Wohntürme]] in der Stadt, wie es die [[Ministerialen]] auf dem Land taten. Fast alle [[Freie und Reichsstädte|Reichsstädte]] und auch kleinere Landstädte hatten solche Türme&amp;lt;ref Name=&amp;quot;Lex&amp;quot;&amp;gt;[https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Geschlechtert%C3%BCrme Geschlechtertürme] auf historisches-lexikon-bayerns.de, abgerufen am 8. Sept. 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;, in [[Patriziat (Nürnberg)|Nürnberg]] gab es um 1430 etwa 65 davon (erhalten ist als einziger das [[Nassauer Haus]]). Auch hochragende „[[Geschlechterturm|Geschlechtertürme]]“ nach oberitalienischem Vorbild gab es in deutschen Städten, besonders in [[Regensburg]] (wo noch einige erhalten sind, wie der [[Goldener Turm|Goldene Turm]] oder der [[Baumburger Turm]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:PRAHA - panoramio - Nikolai Karaneschev (26).jpg|mini|[[Palais Schwarzenberg (Prag)]], erbaut 1545–1567, prächtiges Renaissancepalais vor dem Tor der [[Prager Burg]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Palace Barberini, Rome.jpg|mini|[[Palazzo Barberini]] (Rom), erbaut 1627–1638, erstes Barockpalais]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Winterpalais Prinz Eugen 3.jpg|mini|[[Winterpalais Prinz Eugen]] (Wien), erbaut 1697–1724, barockes Palais in geschlossener Straßenbebauung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muekardifaulhaberstr7062018c99.jpg|mini|[[Palais Holnstein]] (München), erbaut 1735–1737, barockes Palais in geschlossener Straßenbebauung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mainz Osteiner Hof BW 2012-08-18 16-39-22.jpg|mini|[[Osteiner Hof]] (Mainz), erbaut 1747–1752 als Rokokopalais]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paris - Avenue de Friedland Rothschild.jpg|mini|Paris: Stadtpalais des [[Salomon Rothschild]] in der [[Avenue de Friedland]] (erbaut 1873 bis 1882 im Stil der [[Gründerzeit]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Spätmittelalter]] und in der [[Renaissance]]zeit bezeichnete man Adelssitze in deutschen Städten meist als &amp;#039;&amp;#039;adeliger Hof&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;freiadeliger Bau&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Freihaus]]&amp;#039;&amp;#039; (wegen der Steuerbefreiung) oder &amp;#039;&amp;#039;Familienhaus&amp;#039;&amp;#039;. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Palais&amp;#039;&amp;#039; kam erst mit der französischen Sprachmode der [[Barockzeit]] auf. Die Häuser dienten anfangs vor allem als Wirtschaftshöfe und Handelsstützpunkte für den regionalen Grundbesitz des Adels und verfügten daher über Ställe, Scheunen und Gesindetrakte. Sie erleichterten außerdem die Gewinnung von Einfluss und Ämtern durch ihre Nähe zu Fürstenhöfen und Kurien. Besonders viele (und prächtige) Adelshöfe entstanden in den kaiserlichen Residenzstädten [[Wien]] und [[Prag]] sowie seitens des [[Stiftsadel]]s in fürstbischöflichen Residenzen wie [[Mainz]] und [[Münster]], wo der Landadel die [[Domkapitel]] besetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Peter Karn: &amp;#039;&amp;#039;Wohntürme und Adelshöfe der frühen Neuzeit in Mainz und ihre Vorläufer&amp;#039;&amp;#039;, in [[Burgen und Schlösser]], 1/2018, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Blüte erreichte das Stadtpalais (genannt &amp;#039;&amp;#039;Palazzo&amp;#039;&amp;#039;) dann in der [[Renaissance]] Italiens&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Tönnesmann: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Bürgerhaus und Residenz. Zur sozialen Typik des Palazzo Medici.&amp;#039;&amp;#039; In: Andreas Beyer, Bruce Boucher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Piero de&amp;#039;Medici ‹il Gottoso› (1416–1469). Kunst im Dienste der Mediceer.&amp;#039;&amp;#039; Akademie-Verlag, Berlin 1993, S. 71–88.&amp;lt;/ref&amp;gt;, vor allem von den merkantilen Großbürgern errichtet in den Stadtrepubliken wie [[Republik Venedig|Venedig]], [[Florenz]]&amp;lt;ref&amp;gt;James R. Lindow: &amp;#039;&amp;#039;The Renaissance Palace in Florence. Magnificence and Splendour in Fifteenth-Century Italy.&amp;#039;&amp;#039; Ashgate, Aldershot 2007.&amp;lt;br /&amp;gt;Francesco Gurrieri, Patrizia Fabbri: &amp;#039;&amp;#039;Die Paläste von Florenz&amp;#039;&amp;#039;. München 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Siena]] oder auch vom &amp;#039;&amp;#039;[[Päpstlicher Adel|päpstlichen Adel]]&amp;#039;&amp;#039; in der Kirchenstadt [[Rom]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christoph Luitpold Frommel]]: &amp;#039;&amp;#039;Der römische Palastbau der Hochrenaissance.&amp;#039;&amp;#039; 3 Bände, Reihe &amp;#039;&amp;#039;Römische Forschungen der Bibliotheca Hertziana&amp;#039;&amp;#039;, Wasmuth, Tübingen 1973.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon [[Leon Battista Alberti]] behandelte den Stadtpalast in seiner kunsttheoretischen Schrift &amp;#039;&amp;#039;Über das Bauwesen&amp;#039;&amp;#039; [[Leon Battista Alberti#Kunsttheoretische Schriften|&amp;#039;&amp;#039;(Decem libri de re aedificatoria)&amp;#039;&amp;#039;]] (ca.&amp;amp;nbsp;1443–1452) als eigenständige Bauaufgabe. Eine Fortsetzung fand dies besonders im [[Kolonialismus]] Spaniens und Portugals.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Glanz der Residenzen: Renaissance und Barock in Europa, Schwarzafrika und Altamerika&amp;#039;&amp;#039;. Reihe &amp;#039;&amp;#039;Brockhaus, die Bibliothek. Kunst und Kultur&amp;#039;&amp;#039; 4; Brockhaus, Leipzig/Mannheim: 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem ausgehenden Mittelalter wollte der Stadtadel, beginnend im Mittelmeerraum, aber zunehmend auch vor der Enge – und auch dem Schmutz – der wachsenden Städte in [[Landgut|Landgüter]] ausweichen, zumindest saisonal als [[Sommerresidenz]]. Daher wurden rund um die Städte zunehmend Vorstadtpaläste angelegt. Gleichzeitig begann auch der Landadel, seine Güter prunkvoll in Form von schlossartigen [[Villa|Villen]] auszubauen, besonders als mit dem aufkommenden [[Palladianismus]] ein völlig neuer Stil der Repräsentationsarchitektur modern wurde. Dadurch kam es zu einer Vermischung städtischer und ländlicher Bauformen. Intensiv findet sich das im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert etwa in England mit der mächtigen &amp;#039;&amp;#039;[[Gentry]]&amp;#039;&amp;#039; (dem Stand der bürgerlichen oder adeligen Großgrundbesitzer). Dort setzte die [[Industrialisierung]] denn auch im Umfeld der Landgüter, nicht in den Großstädten ein.&amp;lt;!-- Fraglich, müsste belegt werden.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Höhepunkt erreichte die Stadtflucht des Adels mit der Errichtung der neuen Residenz des französischen Königs, [[Schloss Versailles|Versailles]], 20&amp;amp;nbsp;Kilometer außerhalb von Paris, Mitte des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Dem Beispiel folgten zahlreiche Fürstenhöfe in ganz Europa, und der [[Hofstaat]] pendelte anfangs saisonal zwischen Stadtschloss und Sommerresidenz und zog im Laufe des Barocks endgültig aus der Stadt aus. Die alten Stadtburgen wurden teils abgerissen, teils in Verwaltungsgebäude umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der außerstädtischen Ansiedlung der Residenzen wurden aber neue [[Suburbaner Raum|suburbane]] Siedlungskerne geschaffen, gleichzeitig wurden die Städte umstrukturiert und von [[Kernstadt|Altstadtkernen]] mit Stadtmauern in moderne [[Festung]]en umgewandelt. Außerdem wurden [[Gerichtsbarkeit]] und [[öffentliche Verwaltung]] zunehmend zentralisiert, die [[Residenzstadt|Residenzstädte]] gewannen an Bedeutung und der Bedarf an [[Beamtentum|Hofbeamten]] stieg.&amp;lt;ref&amp;gt;vergl. {{Literatur |Autor=[[Tilman Harlander]] |Hrsg= |Titel=Villa und Eigenheim: suburbaner Städtebau in Deutschland |Verlag=Dt. Verlags-Anst. |Datum=2001 |ISBN=978-3-421-03299-7 |Kapitel=Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Jeder Familie ihr eigenes Haus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Suburbanisierung Die wachsende Peripherie&amp;#039;&amp;#039; |Seiten=18 ff und 50 ff, insb. 28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es setzte eine Gegenbewegung ein, der Adel suchte die physische Nähe des Hofes, mochte vermehrt am städtischen Leben teilnehmen und auch den Unbilden des Landlebens zu entfliehen. Der vermögende Landadel begann nun, sich in den Kern- und Vorstädten prunkvolle [[Zweitwohnsitz]]e zu schaffen, &amp;#039;&amp;#039;Stadtpalais&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wort&amp;quot;&amp;gt;Das französische [[Lehnwort]] &amp;#039;&amp;#039;Palais&amp;#039;&amp;#039;, aus dem römischen Stadtberg &amp;#039;&amp;#039;[[Palatin (Rom)|Palatinus]]&amp;#039;&amp;#039; und im &amp;#039;&amp;#039;[[Palas]]&amp;#039;&amp;#039; der Burg schon einmal entlehnt, zeigt die Herkunft der Entwicklung im deutschen Raum aus Frankreich. Vergl. dazu {{Literatur |Autor=Walter Pape |Titel=Raumkonfigurationen in der Romantik |Band=Band 7 von &amp;#039;&amp;#039;Schriften der Internationalen Arnim-Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; |Auflage=2 |Verlag=Walter de Gruyter |Datum=2009 |ISBN=978-3-11-023101-4 |Seiten=140 |Online={{Google Buch|BuchID= unjJ3UYWApQC|Seite= 140|KeinText=ja}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Entwicklung ging wieder vom Mittelmeer aus; in [[Kastilien]] und im [[Königreich beider Sizilien]] sammelte sich der Adel schon im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in den Städten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Asch 128a&amp;quot;&amp;gt;In Neapel etwa repräsentierten die Stadtteile, die &amp;#039;&amp;#039;seggi&amp;#039;&amp;#039;, die Vertretung sämtlicher Barone des Königreichs. {{Literatur |Autor=Asch |Titel=Europäischer Adel |Datum= |Seiten=128}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im nördlicheren Europa waren die Landadeligen während der Landwirtschaftssaison weiter auf den Landgütern und nutzten die Stadtschlösser als Winterpalais. Zentren der Entwicklung waren die Höfe zu [[Paris]] (mit dem typischen &amp;#039;&amp;#039;[[Hôtel particulier in Paris]]&amp;#039;&amp;#039;), [[London]] (etwa dem &amp;#039;&amp;#039;[[Spencer House (London)|Spencer House]]&amp;#039;&amp;#039;) und den zahlreichen &amp;#039;&amp;#039;[[Liste der Palais in Wien|Palais in Wien]]&amp;#039;&amp;#039; (wo nach dem Ende der [[Türkengefahr]] 1683 auch die Vorstädte wieder als sicher galten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frankreich des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts etwa lebten 40 % des Adels in der Stadt, Ende des Mittelalters waren es 4 % gewesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Asch 130&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Asch |Titel=Europäischer Adel |Datum= |Seiten=130}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dieser Abwanderung der Wohlhabenden und Mächtigen verarmte gleichzeitig der Landadel zunehmend. Die Stadt- und Vorstadtpalais wurden zunehmend zur Abbildung der Fürstenhöfe im Kleinen.&amp;lt;ref&amp;gt;vergl. {{Literatur |Autor=Dietrich W. H. Schwarz |Titel=Sachgüter und Lebensformen: Einführung in die materielle Kulturgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit |Band=Band 11 von &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Germanistik/kognitiven Sprachverarbeitung&amp;#039;&amp;#039; |Verlag=Verlag Erich Schmidt |Datum=1970 |Seiten=32 |Online={{Google Buch|BuchID=R5zfAAAAMAAJ |Seite=32}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Parallel entwickelte sich – im katholischen Süden Europas – das &amp;#039;&amp;#039;[[Bischofsresidenz|Bischofspalais]]&amp;#039;&amp;#039; als repräsentativer Sitz der geistlichen Fürsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Abschaffung der [[Grundherrschaft]] und des [[Leibeigentum]]s nach der [[Französische Revolution|Revolution]] bis in die 1850er Jahre und mit dem vermehrten Aufkommen der nicht-adeligen hochindustriellen [[Unternehmer]]schaft abseits der Städte,&amp;lt;ref&amp;gt;freie Unternehmerschaft gab es vorher primär im [[Handel]], mit seinen stolzen &amp;#039;&amp;#039;[[Bürgerhaus|Bürgerhäusern]]&amp;#039;&amp;#039; ab dem Spätmittelalter, in der Urproduktion im ländlichen Raum nur in Form der &amp;#039;&amp;#039;[[Gewerke (Bergbau)|Gewerken]]&amp;#039;&amp;#039; im [[Bergbau]] und der [[Kleineisenindustrie]] mit ihren &amp;#039;&amp;#039;[[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhäusern]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; noch einmal intensiviert in der Schleifung der [[Stadtbefestigung]]en ab Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts (&amp;#039;&amp;#039;[[Gründerzeit]]&amp;#039;&amp;#039; in Deutschland), was neuen Bauraum in der Zentralstadt schuf, finden sich auch wieder bürgerliche Prachtbauten, die ebenfalls „Stadtpalais“ genannt wurden: Ein repräsentativer Sitz in der Stadt, der jedem alten Adelshaus paroli bieten konnte, war der erste Schritt in den [[Geldadel]]. Sonst glichen sich in dieser Zeit Stadtpalais, [[Bürgerhaus]] und (gehobeneres) [[Zinshaus]] im Erscheinungsbild weitgehend an. Mit den Umbrüchen der Weltkriege endet diese Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schloss (Architektur)]]&lt;br /&gt;
* [[Hôtel particulier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Einzelne Städte:&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Liste der Palais in Wien]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Palais in München]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Palais in Graz]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Palais in Bratislava]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Palais in Łódź]]&lt;br /&gt;
* [[Hôtel particulier in Paris]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ronald G. Asch |Titel=Europäischer Adel in der Frühen Neuzeit: Eine Einführung |Band=Band 3086 von UTB für Wissenschaft: &amp;#039;&amp;#039;Uni-Taschenbücher – Geschichte&amp;#039;&amp;#039; |Verlag=Verlag UTB |Datum=2008 |ISBN=978-3-8252-3086-9 |Kapitel=Das adlige Haus und seine Angehörigen |Seiten=97–131 |Online={{Google Buch|BuchID=0rqmRdpk9osC |Seite=97}}}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Eduard von Habsburg-Lothringen |Titel=Wo Grafen schlafen: Was ist wo im Schloss und warum? |Verlag=C.H.Beck |Datum=2011 |ISBN=978-3-406-60703-5 |Kapitel=Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Geschichtliche Entwicklung&amp;#039;&amp;#039; |Seiten=23 ff. |Online={{Google Buch|BuchID=nuWNW7DfbBwC |Seite= nuWNW7DfbBwC |Linktext=Google eBook, Leseprobe}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4560815-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlösser (Architektur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtbaugeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtpalais| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Equord</name></author>
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