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	<title>Stadtmauer Aachen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T19:12:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stadtmauer_Aachen&amp;diff=1581492&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A02:908:1068:1680:F948:FF87:3CBA:2752: /* Innere Stadtmauer */ Link auf angemessenen Artikel, Münzrecht verweist nur auf aktuellen Stand</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Stadtmauer_Aachen&amp;diff=1581492&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-02-06T16:17:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Innere Stadtmauer: &lt;/span&gt; Link auf angemessenen Artikel, Münzrecht verweist nur auf aktuellen Stand&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Aachen-Stadtansicht-Steenwijk-1576.png|mini|hochkant=2|Stadtansicht Aachens von 1576 mit den beiden Mauerringen]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stadtmauer von Aachen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein doppelter [[Ringmauer|Mauerring]], der die Stadt [[Aachen]] vor Angriffen schützen sollte. Er wurde in zwei Baustufen errichtet, der innere Ring ab 1172, der äußere etwa ab 1300.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von beiden Mauern, deren zahlreichen Türmen sowie Stadttoren sind nur Teile erhalten geblieben. Von den Türmen existieren lediglich noch der frühere Wachturm [[Lavenstein]], der [[Langer Turm (Aachen)|Lange Turm]], der [[Marienturm (Aachen)|Marienturm]], der [[Pfaffenturm (Aachen)|Pfaffenturm]] und der kleine [[Adalbertsturm]]. Die beiden noch erhaltenen [[Stadttor]]e, das [[Marschiertor]] und das [[Ponttor]], wurden im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] stark beschädigt, konnten jedoch restauriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Innere Stadtmauer ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aachen innere Stadtmauer Templergraben.jpg|mini|Reste der inneren Stadtmauer am Templergraben]]&lt;br /&gt;
Mit dem Bau der &amp;#039;&amp;#039;inneren Stadtmauer&amp;#039;&amp;#039; Aachens, die auch den Namen &amp;#039;&amp;#039;innerer Ring&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Grabenring&amp;#039;&amp;#039;,  &amp;#039;&amp;#039;erste Mauer&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Barbarossa-Mauer&amp;#039;&amp;#039; trägt, wurde 1172 begonnen. Auslöser war [[Friedrich I. (HRR)|Kaiser Friedrich I. Barbarossa]], der den Bürgern Aachens 1171 das Versprechen abnahm, das von ihm im Jahre 1166 mit dem [[Münzrecht|Münz-]], [[Marktrecht (historisch)|Markt-]] und [[Stadtrecht]] versehene Aachen durch eine Stadtmauer schützen zu lassen. Nach ihm heißt die erste Mauer daher auch Barbarossamauer. Aachen erhielt die Auflage, innerhalb von vier Jahren eine die damalige Stadt komplett umschließende Mauer zu errichten. Beim Bau der inneren Stadtmauer wurden im Bereich der heutigen Komphausbadstraße die [[Thermalquelle]]n der [[Aachener Thermalquellen#Untere Aachener Quellengruppe|Unteren Aachener Quellengruppe]] entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mauer wurde als Gussmauer errichtet. Dabei wurden auf beiden Seiten eine normale Mauer errichtet. Der Zwischenraum wurde schichtweise mit Steinen gefüllt und mit Mörtel vergossen. Der so errichtete Mauerring hatte eine Länge von 2480&amp;amp;nbsp;Metern, die Dicke schwankte zwischen 1,5 und 2,5&amp;amp;nbsp;Meter. Wann der innere Ring fertiggestellt wurde, ist nicht bekannt, anscheinend waren aber bei der [[Geschichte der Stadt Aachen#Reichsstadt|Belagerung Aachens 1248]] durch [[Wilhelm von Holland]] immer noch einige Abschnitte des inneren Rings lediglich durch Wälle und Palisaden geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im heutigen Straßenbild finden sich größere Reste der inneren Stadtmauer im Bereich des Universitätsviertels der [[RWTH|Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule]] am Templergraben. Weitere Reste sind am Seilgraben sowie an der Minoritenstraße zu sehen. Dort befindet sich außerdem eine Hinweistafel auf die frühere Stadtmauer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Aachener Stadtmauer I.jpg|mini|links|Reste der inneren Stadtmauer am Templergraben]]&lt;br /&gt;
Ausgrabungen zeigen, dass die Mauer auf einem Erdwall errichtet wurde. Zur Zeit der Franken waren Verteidigungsbauwerke aus Stein nicht gebräuchlich. Stattdessen wurden Erdwälle aufgeschichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Atuatuka&amp;quot; /&amp;gt; Außerhalb der Mauer befand sich ein heute noch aufgrund seiner besonderen Bodenbeschaffenheit erkennbarer Graben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AAV1888&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Atuatuka&amp;quot; /&amp;gt; Er war 2550&amp;amp;nbsp;Meter lang, 5&amp;amp;nbsp;Meter tief und 25&amp;amp;nbsp;Meter breit. Auf der Ostseite der Stadt, wo das Gelände flach war, wurde dieser Graben mit Wasser aus [[Johannisbach (Aachen)|Johannisbach]] und [[Pau (Aachen)|Pau]] gefüllt, auf der Westseite, wo es größere Steigungen des Geländes gab, lag er trocken. Entlang dieses Grabens wurde später parallel zum Mauerverlauf eine Ringstraße angelegt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;ISL&amp;quot; /&amp;gt; der jetzige „Grabenring“, dessen Teilstraßen überwiegend auf „-graben“ enden (Hirschgraben, Seilgraben, Dahmengraben, Holzgraben, Kapuzinergraben, Alexianergraben, Löhergraben, Karlsgraben und Templergraben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Aachen-Einzelbilder-1566-Blatt-8.png|mini|hochkant|Teil einer Stadtansicht mit Pontmitteltor (oben Mitte) und nach links verlaufender innerer Mauer mit Türmen]]&lt;br /&gt;
Die Auswertung alter Zeichnungen aus dem 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert deutet auf zehn Stadttore und zehn Türme hin,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Atuatuka&amp;quot; /&amp;gt; manche Historiker nehmen davon abweichend jedoch nur acht ursprüngliche Tore an. Einige Tore der ersten Stadtmauer erhielten nach dem Bau der zweiten Stadtmauer den Namenszusatz „Mitteltor“, um sie von den neu errichteten äußeren Toren zu unterscheiden. Sie lagen in der Mitte des Wegs vom Stadtzentrum zu dem äußeren Tor. So wurde beispielsweise das alte Kölntor, das sich in der Großkölnstraße auf der Höhe der Mefferdatisstraße befand, nach der Errichtung des neuen Kölntors am heutigen Hansemannplatz in [[Kölnmitteltor]] umbenannt. Daneben gab es auch das [[Jakobsmitteltor|Jakobs-]], [[Königsmitteltor|Königs-]], [[Marschiermitteltor|Marschier-]] und [[Pontmitteltor]]. Die fünf anderen Tore hießen [[Besterdertor]], [[Harduinstor]], [[Neutor (Aachen)|Neutor]], [[Scherptor]] und [[Ursulinertor]]. Haupttore waren das Pontmitteltor im Norden, das Kölnmitteltor im Osten, das Marschiermitteltor im Süden und das Jakobsmitteltor im Westen. Die meisten Tore der Barbarossamauer waren einfache viereckige [[Torturm|Tortürme]]. Lediglich das Scherptor soll ein Tor mit zwei Türmen gewesen sein. Über den Stadtgraben führte eine Zugbrücke. Die vier Haupttore hatten zur besseren Verteidigung [[Barbakane]]n, also Vortore auf der Außenseite des Grabens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Aachen-Einzelbilder-1566-Blatt-11.png|mini|hochkant|links|Teil einer Stadtansicht mit Kölnmitteltor (oben links)]]&lt;br /&gt;
Als erste Tore wurden das Marschiermitteltor, das auch Burtscheider Mitteltor genannt wurde, und das Jakobsmitteltor wahrscheinlich schon gegen Ende des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts abgerissen. Es folgten 1764 das Königs-Mitteltor und das Neutor sowie 1783 das Besterdertor. Die übrigen Tore verschwanden im Zug der allgemeinen Schleifung der Stadtbefestigung im ersten Viertel des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Ostseite der inneren Stadtmauer lagen die Stadttore relativ nahe zueinander. Auf der Westseite gab es dagegen lange Mauerzüge ohne Tor, die durch zusätzliche Türme gesichert wurden. Diese zusätzliche Sicherung war auch deshalb erforderlich, weil der Stadtgraben hier wegen des Geländeverlaufs nicht mit Wasser gefüllt werden konnte und daher leichter zu überwinden war als der Wassergraben auf der Ostseite. Von den meisten dieser Türme ist kein Name überliefert. Einige dieser Türme waren lediglich [[Schanzturm|Schanztürme]], d.&amp;amp;nbsp;h. halbkreisförmige oder rechteckige Vorsprünge der Stadtmauer ohne Mauerabschluss zur Stadtseite hin. Andere waren halbrunde oder runde Volltürme, Vierecktürme gab es in der inneren Stadtmauer außer den Stadttoren keine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als die später errichtete zweite, äußere Mauer umschloss die erste einen gewachsenen und bebauten Stadtbereich. Bestehende Strukturen, existierende Siedlungen und Straßenverläufe mussten berücksichtigt werden, so dass ein kreisförmiger Mauerbau nicht möglich war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ISL&amp;quot; /&amp;gt; So konnte z.&amp;amp;nbsp;B. der Mauerverlauf zwischen [[Pontmitteltor]] und [[Neutor (Aachen)|Neutor]] nicht geradlinig erfolgen, sondern musste zum Einbeziehen an der Stelle der späteren [[Deutschordenskommende St. Aegidius]] liegenden Hauses der Herren von Punt um dieses einen Knick machen, was sonst möglichst vermieden wurde. Dieser Knick wurde durch einen Rundturm gesichert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rhoen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die innere Stadtmauer besaß auch Vorwerke außerhalb der Mauer. Drei davon standen ungefähr an den Stellen, an denen später das [[Marschiertor]], das [[Ponttor]] und der [[Langer Turm (Aachen)|Lange Turm]] errichtet wurden, zwei waren durch die als [[Wehrturm]] erbauten Kirchtürme von [[St. Jakob (Aachen)|St.&amp;amp;nbsp;Jakob]] und [[St. Peter (Aachen)|St.&amp;amp;nbsp;Peter]] gebildet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Äußere Stadtmauer ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aachen-Kupferstich-Merian.png|mini|hochkant=1.4|[[Matthäus Merian]]: Kupferstich Aachens mit der äußeren Stadtmauer von Südwest gesehen, 1645]]&lt;br /&gt;
Da die innere Mauer schon bald das Wachstum der Stadt Aachen einschränkte, begannen die Bürger damit, einen zweiten Mauerring in größerer Entfernung um die Stadt zu errichten. Die exakte Bauzeit ist ungewiss, ein Beginn 1257, wie er im Hinblick auf eine Spende von [[Richard von Cornwall]] anlässlich seiner Krönung in Aachen häufig angenommen wird, eher unwahrscheinlich. Zu diesem Zeitpunkt musste wohl erst noch die innere Mauer fertiggestellt werden, und die Widmung der Spende für die Befestigung der Stadt bezog sich wohl eher auf diese Arbeiten und die Vorwerke als auf die äußere Stadtmauer. Daher ist von einem Baubeginn gegen Ende des 13. Jahrhunderts und einer Fertigstellung der Befestigung gegen Mitte des 14. Jahrhunderts auszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Aachen Lavenstein 2.jpg|mini|links|hochkant|Reste der äußeren Mauer am Lavenstein]]&lt;br /&gt;
Während die erste, innere Mauer um ein bereits existierendes bebautes Gebiet errichtet wurde, konnte die zweite, äußere Mauer großzügig angelegt werden. So war es möglich, ein fast kreisförmiges Bauwerk zu errichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ISL&amp;quot; /&amp;gt; Es wurde so angelegt, dass die [[Karolinger|karolingische]] Anlage von [[Aachener Rathaus|Pfalz]] und [[Aachener Dom|Pfalzkapelle]] ins Zentrum rückte. Der größte Teil des von der äußeren Mauer umschlossenen Gebietes wurde bis ins 19. Jahrhundert lediglich landwirtschaftlich genutzt, und nur an den Hauptausfallstraßen existierte eine Besiedelung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Atuatuka&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die äußere Mauer wurde nach einem ähnlichen Verfahren wie die innere errichtet. Sie hatte eine Länge von etwa 5.300&amp;amp;nbsp;m, war etwa 8–10&amp;amp;nbsp;m hoch und 2–3&amp;amp;nbsp;m dick, an besonders gefährdeten Stellen sogar bis zu 4&amp;amp;nbsp;m. Auf der Stadtseite hatte sie Rundbogennischen mit [[Schießscharte]]n, auf der Mauerkrone [[Zinne]]n mit Breiten von 1–4&amp;amp;nbsp;m und Zwischenräumen von 70–80&amp;amp;nbsp;cm. Zwischen [[Junkerstor]] und [[Jakobstor (Aachen)|Jakobstor]] war wegen des Geländes eine [[Zwinger (Architektur)|Zwingeranlage]] erforderlich, die [[Lütticher Schanze]]. Mauerabschnitte zwischen den Toren und Türmen wurden zusätzlich durch [[Erker der Aachener Stadtmauer|Erker]] geschützt, von denen aus man auch den Raum unmittelbar an der Stadtmauer beschießen konnte. Entlang der Innenseite des Mauerrings waren die [[Wachthäuser der Aachener Stadtmauer|Wachthäuser]] für die Wächter der Türme und Tore verteilt. Auch um den äußeren Mauerring herum wurde ein Graben mit einer Breite von etwa 24–28&amp;amp;nbsp;m angelegt. Wo er mit Wasser gefüllt war, hatte er eine Tiefe von etwa 7–8&amp;amp;nbsp;m, an den trockenen Stellen eine Tiefe von etwa 10–12&amp;amp;nbsp;m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Marienburg, achen VI.jpg|mini|Reste der äußeren Mauer an der Marienburg]]&lt;br /&gt;
[[Napoleon I.]] ordnete die [[Schleifung]] der Stadtbefestigung an, die aber während der [[Geschichte der Stadt Aachen#Napoleonisches Kaiserreich|französischen Besetzung Aachens]] nur teilweise durchgeführt wurde. Er ließ den Bereich zwischen dem Hansemannplatz, an dem sich das ehemalige [[Kölntor]] befand, und dem [[Ponttor]] begrünen. Mit dieser Aufgabe wurde Hofgärtner [[Maximilian Friedrich Weyhe]] beauftragt. So entstanden die Straßen Monheimsallee und Ludwigsallee und zum [[Adalbertstor]] hin die Heinrichsallee, nach denen der Straßenring, an dem sich noch heute der Verlauf der äußeren Stadtmauer erkennen lässt, „Alleenring“ genannt wird. Vom Ponttor aus folgt der Ring heute den Straßen Pontwall, Turmstraße, Junkersstraße, An der Schanz (wo sich die Lütticher Schanze befand) und Boxgraben zum Marschiertor. Zwischen Marschiertor und Adalbertstor weicht der Verlauf des Alleenrings von dem ehemaligen Mauerverlauf ab, dieser folgte ungefähr dem Verlauf Wallstraße, Schützenstraße, Gottfriedstraße, Martin-Luther-Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lauf der Stadterweiterungen des 19. Jahrhunderts und der Anlage der Eisenbahntrassen wurden die verbliebenen Teile der Stadtbefestigung abgerissen, nur zwei Stadttore und fünf Türme entgingen der Zerstörung. Während von der inneren Mauer noch einige alleinstehende Mauerzüge erhalten sind, sind von der äußeren Mauer lediglich noch Maueransätze an den erhaltenen Toren und Türmen vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadttore ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Marschiertor Aachen.jpg|mini|hochkant|Marschiertor]]&lt;br /&gt;
Die äußere Stadtmauer hatte insgesamt elf [[Stadttor]]e, von denen nur noch das [[Ponttor]] und das [[Marschiertor]] erhalten sind. Gelegentlich wird der [[Wasserturm (Stadtmauer Aachen)|Wasserturm]] wegen seines großen Wasserdurchlasses als zwölftes Tor angesehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Atuatuka&amp;quot; /&amp;gt; Eine Messung ergab, dass sämtliche Stadttore bis auf das ehemalige [[Jakobstor (Aachen)|Jakobstor]] auf einer Kreisbahn mit dem Mittelpunkt auf dem [[Katschhof]], einer Freifläche zwischen dem Oktagon des [[Aachener Dom|Doms]] und dem [[Aachener Rathaus|Rathaus]], angeordnet waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ISL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ponttor aachen.jpg|mini|links|Ponttor]]&lt;br /&gt;
Die vier Haupttore waren das [[Ponttor]] im Norden, das [[Kölntor]] im Osten, das [[Marschiertor]] im Süden und das Jakobstor im Westen. Weitere Tore waren zwischen Ponttor und Kölntor das [[Bergtor]] und das [[Sandkaultor]], zwischen Kölntor und Marschiertor das [[Adalbertstor]] und das [[Wirichsbongardstor]], zwischen Marschiertor und Jakobstor das [[Rostor]] und zwischen Jakobstor und Ponttor das [[Junkerstor]] und das [[Königstor (Aachen)|Königstor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neun dieser Tore dienten auch als Sitz der neun unter dem Kommando eines Hauptmannes stehenden Grafschaften, in die der Glockenklang&lt;br /&gt;
des [[Aachener Reich]]s aufgeteilt war, also der Bereich der Umgebung Aachens, der durch das Läuten der Glocken der Stadt vor Gefahren gewarnt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vollständig erhaltene (bzw. restaurierte) Ponttor zeigt am besten den grundsätzlichen Aufbau der Stadttore des äußeren Mauerrings. Der Hauptbau war entweder wie beim Ponttor ein Rechteckbau oder bestand wie beim Marschiertor aus zwei durch einen Mittelbau verbundenen Rundtürmen. Ähnlich, nur kleiner, waren auch die Vortore ([[Barbakane]]n) aufgebaut, die außerhalb des trockenen oder mit Wasser gefüllten Grabens standen. Lediglich das Junkerstor hatte kein Vortor. Hauptbau und Vortor waren über eine steinerne Brücke verbunden, die über den Graben führte. Seitlich waren diese Brücken durch zinnenbewehrte Mauern geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türme ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Marienturm Aachen.jpg|mini|Marienturm]]&lt;br /&gt;
Die äußere Mauer besaß 23 Türme, von denen nur noch wenige erhalten geblieben sind. Da die äußere Stadtmauer bei etwa gleicher Anzahl der Tore etwa die doppelte Länge wie die innere hatte, waren hier auch auf der Ostseite Türme zwischen den einzelnen Toren angeordnet. Aber auch beim äußeren Mauerring waren die Türme aus den bereits für die innere Stadtmauer genannten Gründen auf der Westseite konzentriert, besonders im Nordwesten, wo allein sechs Türme zwischen Königstor und Ponttor standen. Wie bei der inneren Stadtmauer gab es auch bei der äußeren Stadtmauer Schanztürme und Volltürme. Neben den halbrunden und runden Volltürmen kamen hier auch solche mit viereckigem Grundriss vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der breiteste der noch erhaltenen Türme ist der [[Marienturm (Aachen)|Marienturm]], der auch Marienburg genannt wird. An seinen Seiten befinden sich noch deutlich erkennbare Reste der äußeren Stadtmauer. Der Name resultiert daher, dass seine Grundsteinlegung am [[Maria Himmelfahrt]]stag, dem 14. August des Jahres 1512 erfolgte. Heute befindet sich hier ein Ehrenmal für die Opfer beider Weltkriege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lange Turm, der ebenfalls Pulverturm genannt wird, war das am höchsten gelegene und gleichzeitig das höchste Bauwerk der äußeren Stadtmauer. Er befindet sich in der heutigen Turmstraße, war früher ein Wachturm und diente aufgrund seiner exponierten Lage zusätzlich als Feuerwache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesen Bauwerken sind drei kleinere Rundtürme erhalten: der [[Lavenstein]] am Boxgraben, der [[Pfaffenturm (Aachen)|Pfaffenturm]] in der Junkerstraße und der [[Adalbertsturm]] am [[Kaiserplatz (Aachen)|Kaiserplatz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lavenstein5.JPG|Lavenstein&lt;br /&gt;
Aachen, Pfaffenturm I.jpg|Pfaffenturm&lt;br /&gt;
Aachen Langer Turm.jpg|Langer Turm&lt;br /&gt;
Adalbertsturm, Kaiserplatz, Aachen 2013.jpg|Adalbertsturm&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aachener Landgraben ==&lt;br /&gt;
Den Stadtmauern vorgelagert war der [[Aachener Landgraben]]. Er hatte eine Länge von rund 70 km und bestand aus einem wassergefüllten Graben, einem Haupt- und mehrere Nebenwällen. Auf dem Hauptwall war eine [[Hainbuche]]nhecke gepflanzt, die durch gezielten Beschnitt zu einem [[Gebück]] erzogen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Tore und Türme der Aachener Stadtmauer]]&lt;br /&gt;
* [[Erker der Aachener Stadtmauer]]&lt;br /&gt;
* [[Wachthäuser der Aachener Stadtmauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Richard Pick (Archivar)|Richard Pick]]&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Aachener Geschichtsverein]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Bericht über eine amtliche Besichtigung der Stadtmauer in Aachen um 1450&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=[[Aachener Geschichtsverein#Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins (ZAGV)|Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins]]&lt;br /&gt;
   |Band=7&lt;br /&gt;
   |Verlag=Benrath &amp;amp; Vogelsang&lt;br /&gt;
   |Ort=Aachen&lt;br /&gt;
   |Datum=1885&lt;br /&gt;
   |Seiten=286–288&lt;br /&gt;
   |Online={{archive.org|bub_gb_PloOAQAAIAAJ|Ausgabe=DS|Blatt=n296}}&lt;br /&gt;
   |Abruf=2015-05-05}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Carl Rhoen]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Befestigungswerke der freien Reichsstadt Aachen&lt;br /&gt;
   |Verlag=Anton Creutzer&lt;br /&gt;
   |Ort=Aachen&lt;br /&gt;
   |Datum=1894&lt;br /&gt;
   |Online=[http://stadtgeschichte.isl.rwth-aachen.de/w/images/5/5d/Carl_Rhoen%2C_1894%2C_Die_Befestigungswerke_der_freien_Reichststadt_Aachen-.pdf stadtgeschichte.isl.rwth-aachen.de]&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=&lt;br /&gt;
   |Abruf=2016-05-06&lt;br /&gt;
   |URN=nbn:de:hbz:061:1-230540}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Richard Pick&lt;br /&gt;
   |Titel=Aus Aachens Vergangenheit. Beiträge zur Geschichte der alten Kaiserstadt&lt;br /&gt;
   |Verlag=Anton Creutzer&lt;br /&gt;
   |Ort=Aachen&lt;br /&gt;
   |Datum=1895&lt;br /&gt;
   |Kapitel=Aachens Befestigung im Mittelalter&lt;br /&gt;
   |Seiten=113–171&lt;br /&gt;
   |Online=[http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/5408644 ULB Düsseldorf]&lt;br /&gt;
   |Abruf=2016-05-06}}&lt;br /&gt;
* Brigitt Sigel: &amp;#039;&amp;#039;Stadt- und Landmauern.&amp;#039;&amp;#039; vdf Hochschulverlag, 1995, ISBN 3-7281-2055-3.&lt;br /&gt;
* [[Axel Hausmann (Physiker)|Axel Hausmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Atuatuka: Cäsars Legionslager in Aachen.&amp;#039;&amp;#039; Books on Demand, 2001, ISBN 3-8311-2860-X.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Bruno Lerho]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Die große Aachener Stadtmauer mit Toren und Türmen&lt;br /&gt;
   |Verlag=Helios Verlag&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-938208-37-6}}&lt;br /&gt;
* Zeitungsverlag Aachen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schrittweise. Geschichte(n) zu Fuß erleben.&amp;#039;&amp;#039; Meyer &amp;amp; Meyer Verlag, ISBN 3-89899-446-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|City walls of Aachen|Aachener Stadtmauern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Atuatuka&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Axel Hausmann&lt;br /&gt;
 |Titel=Atuatuka&lt;br /&gt;
 |TitelErg=Cäsars Legionslager in Aachen&lt;br /&gt;
 |Verlag=Books on Demand&lt;br /&gt;
 |Datum=2001&lt;br /&gt;
 |ISBN=3-8311-2860-X&lt;br /&gt;
 |Seiten=179}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;AAV1888&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Richard Pick&lt;br /&gt;
 |Titel=Wann erhielt Aachen seine erste Befestigung?&lt;br /&gt;
 |Sammelwerk=[[Aachener Geschichtsverein#Verein für Kunde der Aachener Vorzeit|Aus Aachens Vorzeit]]&lt;br /&gt;
 |Band=1. Jahrgang&lt;br /&gt;
 |Nummer=2&lt;br /&gt;
 |Ort=Aachen&lt;br /&gt;
 |Datum=1888&lt;br /&gt;
 |Seiten=97–104&lt;br /&gt;
 |Online={{archive.org|ausaachensvorzei01vere|Ausgabe=DS|Blatt=n112}}&lt;br /&gt;
 |Abruf=2015-08-14}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ISL&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=http://stadtgeschichte.isl.rwth-aachen.de/wiki/900-1599&lt;br /&gt;
 |titel=Forschungsaufgaben zum Aachener Stadtgrundriss&lt;br /&gt;
 |werk=Portal „Stadtgeschichte und Stadtentwicklung Aachen“&lt;br /&gt;
 |hrsg=Arbeitskreis für Denkmalpflege und Institut für Städtebau und Landesplanung der [[RWTH Aachen]]&lt;br /&gt;
 |zugriff=2016-05-06&lt;br /&gt;
 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20080625101728/http://stadtgeschichte.isl.rwth-aachen.de/wiki/900-1599&lt;br /&gt;
 |archiv-datum=2008-06-25&lt;br /&gt;
 |offline=ja&lt;br /&gt;
 |archiv-bot=2023-01-14 12:40:48 InternetArchiveBot&lt;br /&gt;
 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rhoen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=Carl Rhoen&lt;br /&gt;
 |Titel=Die Befestigungswerke der freien Reichsstadt Aachen&lt;br /&gt;
 |Verlag=Anton Creutzer&lt;br /&gt;
 |Ort=Aachen&lt;br /&gt;
 |Datum=1894&lt;br /&gt;
 |Seiten=12, 29&lt;br /&gt;
 |Online=[http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/5403679 digital.ub.uni-duesseldorf.de]&lt;br /&gt;
 |Abruf=2016-05-06}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7767811-4|VIAF=7167151837997020520004}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtmauer Aachen| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Aachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtbefestigung in Nordrhein-Westfalen|Aachen]]&lt;/div&gt;</summary>
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