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	<title>Stadtkirche Mellingen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Mellingen Stadtkirche Rueckseite.jpg|mini|hochkant|Rückseite mit Chor und Kirchturm]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stadtkirche Mellingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholische]] Pfarrkirche in [[Mellingen AG|Mellingen]] in der [[Schweiz]]. Sie befindet sich am südöstlichen Ende der Altstadt, gegenüber dem [[Iberghof (Mellingen)|Iberghof]] und nahe dem Ufer der [[Reuss (Fluss)|Reuss]]. Die [[Johannes der Täufer|Johannes dem Täufer]] geweihte Kirche geht bis auf das 10. Jahrhundert zurück. Das heute bestehende [[barock]]e Gebäude entstand im Jahr 1675, darüber hinaus ist der [[Gotik|gotische]] Kirchturm aus dem 14. Jahrhundert erhalten geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mellingen Stadtkirche Vorderseite.jpg|mini|hochkant|links|Vorderseite]]&lt;br /&gt;
Die älteste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1045. Mindestens seit dem 10. Jahrhundert war die Stadtkirche eine [[Eigenkirche]] der [[Lenzburg (Adelsgeschlecht)|Grafen von Lenzburg]]. Im 11. Jahrhundert ging sie in den Besitz des [[Kloster Schänis|Klosters Schänis]] über, was Papst [[Alexander III. (Papst)|Alexander III.]] im Jahr 1178 bestätigte. Ein Geistlicher wird erstmals 1248 namentlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert traten die [[Habsburg]]er als [[Kollator]]en auf, ab 1415 war die Stadt für die Kirche verantwortlich. Die Pfarrei Mellingen trat 1529 zur [[Reformation]] über, wurde aber drei Jahre später nach dem [[Zweiter Kappelerkrieg|Zweiten Kappelerkrieg]] zwangsweise rekatholisiert. Das Stadtgebiet auf der rechten Seite der [[Reuss (Fluss)|Reuss]], der sogenannte Trostburger Zwing, gehörte während Jahrhunderten zur Pfarrei [[Rohrdorf AG|Rohrdorf]] und kam erst 1896 zur Pfarrei Mellingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mellingen Stadtkirche Eingang.jpg|mini|hochkant|Hauptportal]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mellingen Stadtkirche Innen.jpg|mini|Innenraum]]&lt;br /&gt;
Im späten 13. oder frühen 14. Jahrhundert liessen die habsburgischen Kollatoren das mittelalterliche, vermutlich [[Romanik|romanische]], Kirchengebäude durch einen [[Gotik|gotischen]] Neubau ersetzen. Dieser wurde zwar 1629–1632 umfassend renoviert, erwies sich jedoch bereits wenige Jahrzehnte später erneut als baufällig. Am 5. Mai 1674 beschlossen Kleiner und Grosser Rat der Stadt Mellingen, die Kirche abzubrechen und um 90 Grad gewendet in grösseren Dimensionen neu zu errichten. Die Arbeiten begannen im März 1675, im Herbst 1676 folgte die Einweihung durch den Weihbischof von [[Bistum Konstanz|Konstanz]]. Von der alten Kirche blieb nur der Turm erhalten. Von 1829 bis 1835 wurde der Innenraum vollständig [[Klassizismus|klassizistisch]] umgestaltet, 1911/12 kamen [[neobarock]]e Stilelemente hinzu. Aussenrenovationen erfolgen 1959/61 und 2002. In den Jahren 1970 bis 1972 stellte man das klassizistische Interieur wieder her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
Das Gebäude besteht aus einem rechteckigen [[Kirchenschiff]] von 23,5 Metern Länge und 14 Metern Breite sowie einem geringfügig eingezogenen halbpolygonalen [[Chor (Architektur)|Chor]] mit einer Seitenlänge von 5 Metern. An den Chor ist eine zweistöckige [[Sakristei]] angebaut. Über dem Chor erhebt sich ein sechseckiger [[Dachreiter]] mit [[Zwiebelturm|Zwiebelkuppel]]. Ein Überrest der Stadtmauer verbindet die Stadtkirche mit dem [[Iberghof (Mellingen)|Iberghof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zierde der Vorderfront sind ein Aufbau am Firstende mit Steinkreuz und Zifferblatt sowie das gemeisselte Hauptportal von 1675. Letzteres besteht aus einem pfeilergestützten Rundbogen, [[Kannelierung|kannelierten]] [[Pilaster]]n und einem Dreiecksgiebel mit Wappenrelief (Doppelwappen der Stadt und gekrönter [[Reichsadler]]). Die Türflügel sind mit figürlich-ornamentalen Schnitzereien des Künstlers Johann Adam Widerkehr verziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Schrittlänge vor der nordöstlichen Längswand des Kirchenschiffs erhebt sich der freistehende quadratische Kirchturm, der durch überlappende [[Dachtraufe]]n mit dem übrigen Gebäude verbunden ist. Der Turm war einst achsengleich mit dem gotischen Vorgängerbau, heute liegt er quer zum [[Dachfirst|First]] des Schiffdachs. 1973 wurde der Turmchor zu einer Taufkapelle umgestaltet. Sie enthält ein [[Sakramentshaus|Sakramentshäuschen]] aus dem Jahr 1583 und einen fragmentarischen [[Fresko|Freskenzyklus]] aus dem späten 14. Jahrhundert. Die Obergeschosse des Turms sind vom Dachfirst des Hauptgebäudes aus über einen gedeckten Steg erreichbar. In ihm hängt ein 5- stimmiges Geläut welches 1959 von Rüetschi in Aarau gegossen wurde. Vor dem Turm steht die Sebastiansglocke. Eine ebenfalls 1959 gegossene Glocke hängt im Dachreiter und kann per Seilzug vom Chor aus geläutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mellingen Stadtkirche Orgel.jpg|mini|Orgel]]&lt;br /&gt;
Im Innenraum dominiert der 1972 rekonstruierte klassizistische Stil, nur der Chorbogen erinnert an die frühere barocke Gestaltung. Der nach oben spitz zulaufende [[Hochaltar]] wurde 1831 von Kaspar Moos gemalt und zeigt eine [[Kreuzigung]]sszene; der Altartisch stammt aus dem Jahr 1675. Flankiert wird das [[Altarretabel]] von zwei Holzplastiken, die Johann Adam Widerkehr 1677 anfertigte; das linke stellt [[Johannes der Täufer|Johannes den Täufer]] dar, das rechte [[Johannes (Evangelist)|Johannes den Evangelisten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seitenaltäre weisen [[Renaissance]]-Gemälde eines unbekannten Malers mit starkem italienischen Einschlag auf. Sie stammen aus der Zeit um 1600/20 auf, wurden 1972 im Kunsthandel erworben und eingesetzt. Aus der Vorgängerkirche wurde ein 14-teiliger Zyklus von Wappen- und Standesscheiben aus den Jahren 1629/31 übernommen, die seit 1675 die Fenster von Schiff und Chor zieren. Als Glasmaler wird [[Michael Müller (Künstler, 1570)]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Peter Hoegger | Herausgeber=[[Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte]] | Titel=Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau | Band=Band VI, Bezirk Baden I | Verlag=Birkhäuser Verlag | Ort=Basel | Jahr=1976 | Seiten=399–417 | ISBN=3-7643-0782-X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturgüter in Mellingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Stadtkirche Mellingen}}&lt;br /&gt;
* {{DIAG|24138}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=47.41800 |EW=8.27461 |type=landmark |region=CH-AG}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirche in der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau|Mellingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturgut von regionaler Bedeutung im Kanton Aargau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrkirche in der Schweiz|Mellingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmalschutzobjekt im Kanton Aargau|Mellingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Johannes-der-Täufer-Kirche|Mellingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mellingen AG]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1670er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saalkirche in der Schweiz|Mellingen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Reinhardhauke</name></author>
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