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	<title>St. Maria ad Gradus (Mainz) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T00:12:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=St._Maria_ad_Gradus_(Mainz)&amp;diff=959935&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Visualnarrative: Weblink im Text entfernt</title>
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		<updated>2026-03-08T13:11:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Weblink im Text entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Johann Caspar Schneider, Ruin der Lieben Frau-Kirche in Maynz Nach der Belagerung im Jahre 1793, 1793.jpg|mini|Ruine der Liebfrauenkirche (1793)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;St. Maria ad gradus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{deS}}: Maria zu den Stufen; auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;St. Mariengreden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war die der [[Gottesgebärerin|Mutter Gottes]] gewidmete [[Stiftskirche]] des gleichnamigen Mainzer [[Kollegiatstift]]es, östlich des [[Mainzer Dom]]es, das heißt, zwischen Dom und [[Rhein]] gelegen. Volkstümlich wurde sie &amp;#039;&amp;#039; Liebfrauenkirche&amp;#039;&amp;#039;, zu &amp;#039;&amp;#039;unserer Lieben Frauen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039; unsere Liebe Frau zu den Staffeln&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;zu den Greden (Stufen)&amp;#039;&amp;#039; genannt, da eine hohe Treppe vom Ostportal dieser Marienkirche in das tiefer gelegene Gelände am [[Fischtor (Mainz)|Fischtor]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung ==&lt;br /&gt;
Die Gründungsgeschichte der Kirche konnte bis heute nicht eindeutig geklärt werden. Es wird vermutet, dass Erzbischof [[Willigis]], der Baumeister des [[Mainzer Dom]]s und der [[St. Stephan (Mainz)|Stephanskirche]], auch der Gründer von St. Maria ad gradus war. Diese Vermutung stützt sich auf die Tatsache, dass die Bronze-Portalflügel des Marktportals des Doms, die der Zeit des Willigis zugeschrieben werden, sich vorher an der Liebfrauenkirche befanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 StMaria ad grada 01.png|Rheinseite mit Treppe zum Fischtor&lt;br /&gt;
 StMaria ad grada 02.png|Umgebung des Stifts, Rekonstruktion von Gerhard Bittens&lt;br /&gt;
 StMaria ad grada 03.png|Innenraum der Stiftskirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Quelle des 11. Jahrhunderts wird von der Weihe des neuen Marienstiftes, &amp;#039;&amp;#039;novi monasterii S.Mariae&amp;#039;&amp;#039;, unter Erzbischof [[Siegfried I. von Mainz|Siegfried I.]] gesprochen und als Weihetag der 23. November 1069 angegeben. Mit dem Stift war auch eine Marienmünsterkirche verbunden. Die Kirche brannte am 17. April 1285 ab, wurde wieder errichtet und später gotisch erweitert. Zahlreiche Ablassbewilligungen zur Finanzierung des Wiederaufbaus bezeugen den zeitnahen Neubau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer im Hochaltar gefundenen Urkunde nach nahm Erzbischof [[Peter von Aspelt]] im Jahr 1311 die Weihe des erneuerten, aber noch nicht vollendeten Gotteshauses vor. An Turm, Kreuzgang und Stiftsgebäuden wurde noch weitergearbeitet. Herr der Bauhütte war Magister Heinricus Lapicida de Boemia, was eine Urkunde des Jahres 1314 aufführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Urkunde aus dem 12. Jahrhundert spricht dem Mariengredenstift den [[Niedwald]] in [[Frankfurt-Nied]] zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Liebfrauenkirche Mainz Stiftsgebäude.jpg|Grundriss der Liebfrauenkirche mit Stiftsgebäuden&lt;br /&gt;
Datei:Mainzer Dom Merian 1633.jpg|Kupferstich von [[Matthäus Merian]], 1633&lt;br /&gt;
Datei:Schild-MainzDom-Liebfrauen.jpg|Hinweisschild auf dem [[Liebfrauenplatz (Mainz)|Liebfrauenplatz]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baustil ==&lt;br /&gt;
Anhand erhaltener Abbildungen der heute verschwundenen Liebfrauenkirche kann man erkennen, dass sie wie St. Stephan und [[St. Quintin (Mainz)|St. Quintin]] als [[Hallenkirche]] erbaut worden war. Die dreischiffige Anlage erhob sich über einem quadratischen Grundriss. Drei Joche gliederten die drei Schiffe, von denen das mittlere ein Breitenübergewicht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gedrängte Innenraum lässt auf einen Mangel an Baugelände schließen. Daher waren wohl auch die [[Strebewerk]]e von außen nicht sichtbar, sondern lagen innerhalb der Außenmauern. Die Anlage war geostet. Neben der vorspringenden Apsis, die in fünf Seiten eines gedachten Achtecks geschlossen war, sollten sich über den beiden rheinseitigen Nebenschiff-Jochen zwei Türme erheben, wie die Mauerverstärkungen der Außenmauern beweisen. Von beiden wurde aber nur der Nordturm gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbindungsmauern von der Apsisöffnung zum ersten Säulenpaar verlängerten den Chorraum. Daher blieb nur ein Säulenpaar freistehend. Dem Säulenkern hatte man [[Dienst (Architektur)|Dienste]] zur Aufnahme der [[Gewölberippe]]n vorgelegt. Die [[Kapitell]]e waren mit floralem Blattwerk geschmückt. Nach oben hin war der Kirchenraum durch ein [[Kreuzrippengewölbe]] abgedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762 wurde die Stiftskirche erneuert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christiane Reves |Titel=Bausteine zur Mainzer Stadtgeschichte: Mainzer Kolloquium 2000 |Verlag=Franz Steiner Verlag |Ort=Band 55 |Datum=2002 |ISBN=978-3-515-08176-4 |Seiten=142}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niedergang und Abriss ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mainzer Marktfrühstück.jpg|mini|Samstägliches Marktfrühstück in den Mauern der ehemaligen Liebfrauenkirche]]&lt;br /&gt;
Während der [[Geschichte der Stadt Mainz#Belagerung von 1793|Stadtbeschießung durch die preußische Armee 1793]] wurde die Kirche beschädigt; ihre Erhaltung wäre möglich gewesen, war unter der französischen Besatzung jedoch nicht opportun. Bischof [[Joseph Ludwig Colmar]] konnte nicht alle Mainzer Kirchen retten und diese stand dem Bau der [[Ludwigsstraße (Mainz)|Grande Rue Napoléon]] im Wege. In den Jahren 1803 bis 1807 wurde die Kirche abgetragen und das Steinmaterial zur Anlage der Kasteller Festung und zur Verbesserung der Finther Landstraße verkauft. Die Portalfiguren der gotischen Liebfrauenkirche zählen zum ältesten Bestand des [[Landesmuseum Mainz|Landesmuseums Mainz]]. Ein bedeutendes Gnadenbild aus der Zeit der Gotik hat einen neuen Platz in der [[Augustinerkirche (Mainz)|Augustinerkirche]] gefunden. Das besonders verehrte, um 1420 entstandene Bild Mariens, die darin den mit einem Vogel spielenden Jesusknaben auf dem Schoß hält, ist ein ausdrucksvolles Werk des „[[Weicher Stil|Weichen Stils]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rheinhessen.de/action/download?id={86fe4f8b-c0ec-eccd-3f2f-25275b9e4d76} Liebfrauenland]: Kulturführer [[:Kategorie:Gotisches Bauwerk in Rheinhessen|Gotik in Rheinhessen]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend an den Ostchor des Mainzer Domes sind heute zur Erinnerung an die Kirche deren Umrisse in Sandstein in den Boden auf dem heutigen Liebfrauenplatz eingelassen. Der Chor tritt plastisch hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem rekonstruierten Chor fand vom 24. April 1999 bis 9. November 2024 jeweils samstags von Anfang März bis Mitte November das &amp;#039;&amp;#039;Mainzer Marktfrühstück&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mainz.de/freizeit-und-sport/einkaufen-und-maerkte/mainzer-marktfruehstueck.php |titel=Mainzer Marktfrühstück |sprache=de |abruf=2026-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; statt, zu dem als Veranstalter die Mainzer Winzer ihre Weine ausschenkten und die Gäste sich dazu die restlichen Bestandteile von [[Weck, Worscht un Woi]] bei den benachbarten Marktständen der Metzger und Bäcker besorgten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/12045866.htm Allgemeine Zeitung Mainz vom 4. Juni 2012]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2025 musste die Veranstaltung aufgrund des Abrisses des [[Gutenberg-Museum]]s und der damit verbundenen Baustelle den Standort wechseln. Die Vorgängerveranstaltung, ebenfalls schon Marktfrühstück genannt, wurde bereits seit dem 6. Mai 1989 samstags in unregelmäßigen Abständen mehrmals im Jahr unter Regie des für den Markt zuständigen Dezernats der Stadt Mainz mit Musik und Moderation abgehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/samstags-im-schatten-des-doms-die-mainzer-winzer-laden-zu-ihrem-500-marktfruehstueck_17235379.htm |text=Samstags im Schatten des Doms - die Mainzer Winzer laden zu ihrem 500. Marktfrühstück |wayback=20171231051515}} In: [[Allgemeine Zeitung (Mainz)|Allgemeine Zeitung]]. 26. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maße ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Ausdehnung !! Länge in Meter&amp;lt;ref&amp;gt;Beate Dengel-Wink, Die ehemalige Liebfrauenkirche in Mainz, in: Neues Jahrbuch für das Bistum Mainz Jg. 1990, Verl. des Bischöfl. Stuhles, Mainz 1990, S. 91f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Äußere Gesamtlänge inkl. Chor und Chörlein || 45,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Äußere Gesamtbreite mit Kapelle || 47,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Äußere Gesamtbreite ohne Kapelle || 33,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lichte Gesamtlänge || 43,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lichte Weite mit Kapelle || 45,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lichte Weite ohne Kapelle || 32,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Chormaße außen (ohne Altarhaus) || 5,85 × 14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mittelschiffbreite || 12,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kapelle || 9,30 × 16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Altarhaus || 1,70 × 3,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sakristei || 9,60 × 6,70&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Julius Baum]]: &amp;#039;&amp;#039;Drei Mainzer Hallenkirchen&amp;#039;&amp;#039;. Herder, Freiburg 1906.&lt;br /&gt;
* Gerhard Bittens: &amp;#039;&amp;#039;Der Dom zu Mainz und seine Umgebung im Laufe der Jahrhunderte&amp;#039;&amp;#039;. Wittich, Darmstadt 1937.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Schneider (Geistlicher)|Friedrich Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Die ehemalige Liebfrauenkirche&amp;#039;&amp;#039;. Darmstadt 1878.&lt;br /&gt;
* [[August Schuchert]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Mainzer Kirchen und Kapellen&amp;#039;&amp;#039;. Verlag [[Johann Falk]] III. Söhne, Mainz 1931.&lt;br /&gt;
* [[Anton Philipp Brück]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Mainzer Liebfrauenkirche im Jahre 1794&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für das Bistum Mainz&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1 (1946), S. 96–102.&lt;br /&gt;
* Beate Dengel-Wink: &amp;#039;&amp;#039;Die ehemalige Liebfrauenkirche in Mainz. Ein Beitrag zur Baukunst und Skulptur der Hochgotik am Mittelrhein und in Hessen&amp;#039;&amp;#039; (Reihe: &amp;#039;&amp;#039;Neues Jahrbuch für das Bistum Mainz&amp;#039;&amp;#039;). Schmidt, Mainz 1990.&lt;br /&gt;
* [[Margarete Dörr]]: &amp;#039;&amp;#039;Das St. Mariengredenstift in Mainz. Geschichte, Recht und Besitz&amp;#039;&amp;#039;. Diss., Univ. Mainz, 1953.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=49.99915 |EW=8.27557 |type=landmark |dim=1 |region=DE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mainz Maria ad Gradus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Mainz|Maria ad Gradus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kollegiatstift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kollegiatstiftskirche in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liebfrauenkirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotisches Bauwerk in Mainz]]&lt;/div&gt;</summary>
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