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	<title>St.-Anna-Loch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T20:55:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=St.-Anna-Loch&amp;diff=1377293&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2024-12-25T15:15:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;St.-Anna-Loch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird der [[Untiefe|tiefste Bereich]] eines steil abfallenden Grabens im Flussbett des [[Rhein]]s zwischen der [[Schweiz]]er Stadt [[Rheinfelden AG|Rheinfelden]] am linken Rheinufer und dem [[Deutschland|deutschen]] [[Rheinfelden (Baden)|Rheinfelden]] am rechten Rheinufer bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine [[Plattentektonik|tektonische Plattengrenze]] am Rande der [[Oberrheinische Tiefebene|Oberrheinischen Tiefebene]], die direkt unter der [[Alte Rheinbrücke Rheinfelden|Alten Rheinbrücke]] hindurch verläuft. Der Graben erreicht wenige Meter unterhalb der Rheinbrücke beim sagenumwobenen St.-Anna-Loch mit rund 32 Metern seine größte Tiefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Ausdehnung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rheinfelden Alte Rheinbruecke.jpg|mini|Alte Rheinbrücke in Rheinfelden]]&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Anna-Loch.PNG|mini|Schematische Darstellung des St.-Anna-Lochs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits rund 700 Meter oberhalb der Brücke im Bereich des &amp;#039;&amp;#039;Höllhakens&amp;#039;&amp;#039; beginnen sich die ersten Furchen in das Flussbett des Rheins einzugraben. Diese kleineren Furchen verlaufen in Fließrichtung und schließen sich mit der Zeit zu immer größeren Gräben zusammen. Rund 100 Meter oberhalb der Alten Rheinbrücke vereinen sich die zwei letzten Gräben zu einem mächtigen, steilwandigen Graben, der direkt unter dem mittleren Abschnitt der Brücke zwischen &amp;#039;&amp;#039;Inseli&amp;#039;&amp;#039; mit der ehemaligen [[Burg Stein (Rheinfelden)|Burg Stein]] und dem rechten Rheinufer hindurch verläuft. Unmittelbar nach der Rheinbrücke öffnet sich der Graben in ein ausgedehntes, muschelförmiges Becken, dessen tiefster Punkt das St.-Anna-Loch bildet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Basler Zeitung]]; Artikel &amp;#039;&amp;#039;Sankt-Anna-Loch - sagenhafte Wanne im Rhein&amp;#039;&amp;#039;; 5. August 1999; Nummer 180; Seite 33f&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2023 wurde bekannt, dass das St. Anna-Loch neu vermessen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christiane Büchli |url=https://www.srf.ch/news/schweiz/in-30-metern-tiefe-taucher-erforschen-sagenumwobenes-st-anna-loch-im-rhein |titel=In 30 Metern Tiefe - Taucher erforschen sagenumwobenes St. Anna-Loch im Rhein |werk=srf.ch |datum=2023-03-09 |abruf=2023-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Der rund 700 Meter lange Graben bei Rheinfelden liegt am südöstlichsten Rand des [[Oberrheingraben]]s, der Teil einer [[Grabenbruch]]zone ist, die sich von der [[Nordsee]] bis in das westliche [[Mittelmeer]] erstreckt. Vor 35 bis 20 Millionen Jahren kam es hier zu einer Absenkung der Erdoberfläche infolge Dehnung an bereits vorhandenen [[Verwerfung (Geologie)|Verwerfungen]] sowie zur Ablagerung von [[Sedimentation|Sedimenten]]. Diese Phase wurde abgelöst durch eine immer noch andauernde [[Blattverschiebung]], bei der sich die Gebiete östlich des Oberrheingrabens relativ zu den linksrheinischen Gebieten nach Nordosten verschieben. Mitten im Flussbett des Rheins bei Rheinfelden verläuft eine tektonische Plattengrenze zwischen [[Tafeljura]] und [[Schwarzwald]], die hier in Form eines steil abfallenden Grabens sichtbar wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Oberrheingraben ist allgemein ein Gebiet erhöhter [[Seismizität]]. Durchschnittlich kommt es alle paar Monate zu einem Erdbeben der [[Magnitude (Erdbeben)|Magnitude]] 3, das von Menschen in der unmittelbaren Umgebung des [[Epizentrum]]s gespürt werden kann. Besonders in der Region Basel traten in Mittelalter und Neuzeit Erdbeben mit zerstörerischen Auswirkungen auf (etwa [[Basler Erdbeben]] von 1356). Es wird vermutet, dass diese Erdbeben mit der fortdauernden Überschiebung des [[Schweizer Jura]]s auf den südlichen Oberrheingraben in Verbindung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagen ==&lt;br /&gt;
Vor einigen Jahrhunderten zogen [[Hunnen]] durch die Region. Sie plünderten, verwüsteten und verbrannten auf ihrem Weg nach Westen ganze Dörfer und Städte. Als sie in Rheinfelden ankamen und das Städtchen einnahmen, flohen seine Bewohner in nahe gelegene Wälder. Geplagt von Kälte und Hunger griffen sie in einer finsteren Nacht die Stadt an. Die Besetzer – vom Angriff völlig überrascht – sollen daraufhin über die Rheinbrücke aus der Stadt geflohen sein. Dabei sollen sie eine erbeutete goldene Glocke über die Rheinbrücke hinuntergeworfen haben, die seither im St.-Anna-Loch begraben sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer anderen Sage nach sollen die Bewohner Rheinfeldens alles Wertvolle in den Rhein geworfen haben, als Hunnen die Stadt angriffen. Der Feind – um seine Beute betrogen – soll sich daraufhin an der Burgherrin Anna&amp;lt;ref&amp;gt;Möglicherweise besteht hier ein Bezug zu [[Gertrud von Hohenberg|Gertrud Anna von Hohenberg]], der Frau [[Rudolf I. (HRR)|Rudolfs von Habsburg]]. Da Rudolf häufig auf Reisen war, hatte er die ehemalige Zähringerburg Stein auf der Insel im Rhein vor Rheinfelden aufgrund ihrer verkehrsgünstigen und uneinnehmbaren Lage als Wohnsitz seiner Familie erkoren. Dort waren zeitweise auch die [[Reichsinsignien]] (Krone und Zepter) verwahrt. Seine Frau Anna wohnte mit ihren Kindern auf der Burg; Sohn Karl kam 1276 dort zur Welt, starb jedoch noch im selben Jahr. Ebenfalls in diesem Jahr zog die Familie dann für immer nach Wien. Im Jahre 1445, als die Habsburger in den [[Alter Zürichkrieg|Alten Zürichkrieg]] verwickelt waren, zerstörten Aufständische die Burg auf dem Inseli.&amp;lt;/ref&amp;gt; gerächt und diese in den Strudel gestoßen haben, der seither &amp;#039;&amp;#039;St.-Anna-Loch&amp;#039;&amp;#039; genannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kistner-art.de/index.php/annamainmenu.html &amp;#039;&amp;#039;Anna-Mythos&amp;#039;&amp;#039;]; abgerufen am 10. Juni 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus heißt es, dass der Strom hier noch nie die Leiche eines ertrunkenen Menschen freigegeben habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefahren ==&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Anna (Skulptur).jpg|mini|St.-Anna-Skulptur am deutschen Rheinufer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wassertiefe des Rheins bei Rheinfelden liegt gewöhnlich bei drei bis vier Metern. Stromabwärts der den Graben öffnenden Felskanten bildet die Wasserströmung naturgemäß entsprechend großräumige Wirbel aus, die stellenweise und/oder zeitweise auch markante vertikale Komponenten der Strömungsgeschwindigkeit aufweisen können, sowohl abwärts als auch aufwärts gerichtete. Daneben auch Komponenten quer und längs der Hauptströmung. Wirbel bleiben teilweise stationär bestehen oder lösen sich ab und gehen mit der Hauptströmung mit. Turbulente Strömungen enthalten sowohl Ordnung als auch Chaos. Langsame, großräumige Wirbel in breiten und tiefen Gewässern bewirken an der Wasseroberfläche breite pilz- oder walzenförmige Aufwölbungen geringer Höhe, linienförmige Kerben, punktuell trichterförmige Absenkungen entsprechend den Strömungsgesetzen. Beobachtbar sind auch die Oberflächenwellenphänomene Rippelung und Kräuselung durch den selbst oft turbulenten Wind, die feinere Strukturen ausbilden. All diese Phänomene lassen nur ungenaue Schlüsse auf die im Wasserkörper darunter vorhandenen Strömungen zu. Nur bei günstiger Beleuchtung, klarem Wasser und Blick vertikal von oben oder von unterhalb der Wasseroberfläche können mit dem Wirbel mittreibende Partikel bis zu einer gewissen Sichttiefe beobachtet werden. In der Regel sind Wirbel nur durch sich mittreiben lassen spürbar, sei es als Schwimmer oder mit Board oder Boot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tiefe Stelle des St.-Anna-Lochs ist außerordentlich gefährlich. Es sind hier wiederholt Menschen ertrunken und auch Boote gekentert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztmals ist im Mai 2000 eine Person im St.-Anna-Loch ertrunken. Die Leiche der 13-Jährigen wurde erst nach sieben Wochen rund zehn Kilometer flussabwärts bei [[Birsfelden]] gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Basler Zeitung]]; Artikel &amp;#039;&amp;#039;Leiche des 13-jährigen Mädchens gefunden&amp;#039;&amp;#039;, 20. Juli 2000, Nr. 167, S. 31&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Untiefen des Rheins]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Rheininseln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://tageswoche.ch/wp-content/uploads/2013/02/imagescms-image-001079571.jpg St. Anna-Loch in Reliefdarstellung]&lt;br /&gt;
* {{ZDFmediathek| ID=2044658 | Titel=Terra Xpress: Tückisches Sankt-Anna-Loch (8. Dezember 2013, 18:30 Uhr, 6:50 Min.) | Typ=video | Zugriffsdatum=2014-02-09 | Offline=}}, auch verfügbar auf [https://www.youtube.com/watch?v=0dGJE-lzzQ4&amp;amp;t=206s Youtube]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochrhein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rheinfelden AG]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Rheinfelden (Baden))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kanton Aargau)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=47.555366|EW=7.789038|type=waterbody|region=CH-AG/DE-BW}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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