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	<title>Stülpmaullippfisch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T17:37:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=St%C3%BClpmaullippfisch&amp;diff=1677239&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Derkoenig: lf, Wikispecies mit Helferlein hinzugefügt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=St%C3%BClpmaullippfisch&amp;diff=1677239&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-06T02:03:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf, Wikispecies mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wurgl/8Schwestern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wurgl/8Schwestern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Helferlein&lt;/a&gt; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Stülpmaullippfisch&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Epibulus insidiator&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Peter Simon Pallas|Pallas]], 1770)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Epibulus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Prachtlippfische&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Cheilinini&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Lippfische&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Labridae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_LinkName  = Lippfische&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Labriformes&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Barschverwandte&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Percomorphaceae&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Epibulus insidiator 2.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = ausgefärbtes Männchen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stülpmaullippfisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Epibulus insidiator&amp;#039;&amp;#039; (ἐπίβουλος = &amp;#039;&amp;#039;insidiator&amp;#039;&amp;#039; „der Hinterhältige“)), schon früh mit dem heute antiquiert klingenden Namen „Erlister“ belegt, zählt zu den Extremformen des Nahrungserwerbs unter den [[Knochenfische]]n, obwohl man ihm dies zunächst kaum ansieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gleicht im Körperumriss anderen [[Cheilinini|Cheilininen]] – lediglich vor den Bauchflossen kann man eine auffallendere tiefe Falte entdecken, solange der Fisch ruhig dahinschwimmt. Kommt er aber in die Nähe eines kleineren Beutetiers (Garnele, Fisch), kann er plötzlich das recht kleine Maul um 65 % der Kopflänge vorschnellen und das Opfer einsaugen. Er ähnelt hiermit nur dem (sogar noch größermäuligen) [[Cichliden]] &amp;#039;&amp;#039;[[Petenia]]&amp;#039;&amp;#039;, etwas noch dem Tiefseefisch &amp;#039;&amp;#039;[[Stylephorus]]&amp;#039;&amp;#039;, und sehr entfernt einer [[Libellen]]-Larve (mit „Fangmaske“). Durch den Maxillarapparat bekommen viele [[Teleostei]] (Echte Knochenfische) etwas wie eine Greif-Extremität am Maul (vgl. Krebse, Kopffüßer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der englische Name &amp;#039;&amp;#039;slingjaw wrasse&amp;#039;&amp;#039; bedeutet frei übersetzt etwa „Schleudermaullippfisch“. &amp;#039;&amp;#039;Longjaw wrasse&amp;#039;&amp;#039; ist irreführend (der Zwischenkiefer ist ja nicht lang – der Name passte besser auf &amp;#039;&amp;#039;[[Gomphosus]]&amp;#039;&amp;#039;). Die australische Bezeichnung ist &amp;#039;&amp;#039;telescope fish&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref group=&amp;quot;An&amp;quot;&amp;gt;aber nicht zu verwechseln mit der [[Goldfisch]]zuchtform gleichen Namens und auch nicht mit &amp;#039;&amp;#039;[[Gigantura]]&amp;#039;&amp;#039;!&amp;lt;/ref&amp;gt;, im Französischen &amp;#039;&amp;#039;trompeur&amp;#039;&amp;#039; („Betrüger“). Der deutsche Name &amp;#039;&amp;#039;Stülpmaul&amp;#039;&amp;#039; ist semantisch unrichtig, hat sich aber durchgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der knapp über 50 cm lang werdende Rifffisch ist oft bunt, farbvariabel (aber nicht physiologisch [[farbwechsel]]nd) und auch [[Sexualdimorphismus|sexualdimorph]] in der Färbung. Die Species ist [[Protogynie|protogyn]] (d.&amp;amp;nbsp;h. Weibchen können später zu Männchen werden). Jungfische sind braun, bekommen aber bald dünne weiße Streifen (Abbildung). Später werden manche ganz gelb ([[Xanthismus]]), andere bleiben großteils braun oder haben dazu gelbe Flecken; die Brustflossen sind oft dunkel. Männchen (ab etwa 25&amp;amp;nbsp;cm) sind dunkel(braun) mit weißem Kopf (mit dunklem Band durchs Auge), später meist mit gelbroten Flecken am Rücken o.&amp;amp;nbsp;ä.; [[Revier (Tier)|Territorialität]] in der Laichzeit wurde beobachtet. Etliche Varietäten wurden als „neue Arten“ beschrieben (siehe Abbildung). &amp;#039;&amp;#039;[[Epibulus brevis]]&amp;#039;&amp;#039; Carlson, Randall et Dawson 2008 ist hingegen eine echte (zweite) Art der (von [[Georges Cuvier]] 1815 aufgestellten) Gattung.&amp;lt;ref&amp;gt; B.A. Carlson, J.E. Randall and M.N. Dawson (2008): A new species of &amp;#039;&amp;#039;Epibulus&amp;#039;&amp;#039; (Perciformes: Labridae) from the West Pacific. [[Copeia]] 2008: 476–483&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Epibulus insidiator Day.png|mini|Jungfisch, wegen Streifenzeichnung von Francis Day 1889 als eigene Art aufgefasst.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Flossenformel]]: D IX–X/9–11, A III/8–9, P 12, C 11 (Schwanzflosse rundlich, aber mit ausgezogenen Ecken; mitunter fast schwarz, oder aber heller als der Rumpf).&lt;br /&gt;
* 20–23 [[Seitenlinienorgan|Seitenlinie]]n-[[Cycloidschuppe]]n (entsprechend der Wirbelzahl).&lt;br /&gt;
* 46 oder 48 Chromosomen (diploid).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Epibulus insidiator.jpg|mini|Der Unterkiefer reicht bis zur Bauchflossenbasis!]]&lt;br /&gt;
[[Suspensorium (Anatomie)|Suspensorium]] und [[Maxillare|Maxillarapparat]] (siehe [[Fischmaul]]): Das Kopfprofil ist vor den Augen eingesattelt oder auch gebuckelt. Unterkiefer und Prämaxillarfortsatz (mit Rostralknorpel) sind sehr lang und reichen fast bis zum Hinterrand des Schädels; der Kieferstiel ist daher wie bei [[Sardellen]] und vielen großmäuligen Tiefseefischen caudoventral gerichtet&amp;lt;ref group=&amp;quot;An&amp;quot;&amp;gt; vgl. Günther und Deckert, mehrere Arbeiten in den 1950er Jahren, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Malacosteinae|&amp;#039;&amp;#039;Malacosteus&amp;#039;&amp;#039;]] (1959), der den fangzähnigen Unterkiefer nach vorn wirft und von unten in die Beute schlägt.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Maul aber nicht groß, wie bei &amp;#039;&amp;#039;[[Stylephorus]]&amp;#039;&amp;#039;). Das sonst flächige Suspensorium ist in schmale, gegeneinander bewegliche Elemente zerlegt.&amp;lt;ref group=&amp;quot;An&amp;quot;&amp;gt;Eine ähnliche Entwicklung beginnt bei &amp;#039;&amp;#039;[[Forcipiger longirostris]]&amp;#039;&amp;#039; laut L.A. Ferry-Graham, D.I. Botnick &amp;amp; P.C. Wainwright (2002): &amp;#039;&amp;#039;Using Functional Morphology to Examine the Ecology and Evolution of Specialization.&amp;#039;&amp;#039; Integrative and comparative biology 42: 265–277.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aktiviert wird der Maxillarapparat (wie auch sonst mitunter) durch Oberschädelhebung (Drehung gegen die Wirbelsäule). Dabei zieht ein (paariges) Ligament vom [[Pflugscharbein|Vomer]] zum [[Interoperculare]] (die einzige bedeutende „Innovation“!) dieses und damit [[Quadratum]] und Unterkiefer vorwärts; das [[Prämaxillare]] gleitet vor und das [[Maxillare]] schwingt ebenfalls vor, das Maul öffnet sich und wird rundlich. Sobald ein „toter Punkt“ der Vorstreckung überwunden ist, wird das Neurokranium wieder gesenkt. Die Protraktion oder Protrusion ist nach vorne und etwas nach oben gerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Erläuterung des Mechanismus siehe http://animaldiversity.ummz.umich.edu/site/resources/Grzimek_fish/structure_function/v04_id131_con_jawmech.jpg/view.html &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Unterdruck des Einsaugens wird in der üblichen Weise durch Quer-Erweiterung der Mundhöhle, Abspreizung der Kiemendeckel und Absenkung der Hyoide erzeugt. Die Kiefer-Bezahnung ist schwach (nur vorne einige etwas größere Zähne; das [[Pharyngealia|Pharyngealgebiss]] ist aber quetschend). Die Einfaltung der „Maulröhre“ erfolgt nicht abweichend von der anderer Maxillarapparate. Interessant ist aber, dass &amp;#039;&amp;#039;Epibulus&amp;#039;&amp;#039; gerne [[Putzerlippfische|Putzer]]-Stationen aufsucht und seine „Röhre“ von außen und innen säubern lässt, da die tiefen Falten Fremdkörpern oder gar Parasiten Ansatz gewähren konnten. Anfangs dachte man, der Fisch „schieße“ wie &amp;#039;&amp;#039;[[Schützenfische|Toxotes]]&amp;#039;&amp;#039;. Erste Erklärungen der Protrusion (des Vorstoßens der Maulröhre) lieferte H.C. Delsman (1925);&amp;lt;ref&amp;gt;H.C. Delsman (1925) &amp;#039;&amp;#039;Fishes with protrusile mouths.&amp;#039;&amp;#039; Treuhia 6. 98–106.&amp;lt;/ref&amp;gt; die genaue funktionelle Analyse des Mechanismus stammt von Westneat und Wainwright (1989).&amp;lt;ref&amp;gt;Mark W. Westneat u. Peter C. Wainwright: &amp;#039;&amp;#039;Feeding mechanism of Epibulus insidiator (Labridae; Teleostei): Evolution of a novel functional system.&amp;#039;&amp;#039; November 1989, Journal of Morphology 202(2):129 - 150, [[DOI:10.1002/jmor.1052020202]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Epibulus insidiator&amp;#039;&amp;#039; lebt substratnah im [[Indischer Ozean|Indischen Ozean]] ([[Rotes Meer]] bis Südafrika) und Westpazifik (zwischen Südjapan, [[Hawaii]], [[Tuamotu]] und [[Neukaledonien]]) in Riff-Lagunen und an Außenkanten (Abhängen, z.&amp;amp;nbsp;B. am [[Great Barrier Reef]]; bis in etwa 40&amp;amp;nbsp;m Tiefe), meist einzellebend; mitunter mit driftendem Pflanzenmaterial unterwegs zu Nachbarinseln (Buntheit als [[Mimikry]]?). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lokal wird er als Speisefisch gefangen (obwohl möglicherweise zeitweise giftig). Es besteht eine Gefahr der Überfischung als Blickfang für Schauaquarien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;An&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Epibulus insidiator|&amp;#039;&amp;#039;Epibulus insidiator&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
{{Wikispecies|Epibulus insidiator|Stülpmaullippfisch}}&lt;br /&gt;
* {{fishbase|g=Epibulus|s=insidiator}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
|Year=2013.2&lt;br /&gt;
|ID= 187722&lt;br /&gt;
|ScientificName= Epibulus insidiator&lt;br /&gt;
|YearAssessed= 2008&lt;br /&gt;
|Assessor=   To, A., Liu, M., Craig, M. &amp;amp; Rocha, L.&lt;br /&gt;
|Download= 8. Februar  2014}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stulpmaullippfisch}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lippfische]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
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