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	<title>Stückgut - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T18:40:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=St%C3%BCckgut&amp;diff=53406&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Chemnitzer Eisenbahner am 6. Februar 2026 um 17:58 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-06T17:58:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zur ehemaligen Einöde siehe [[Stückgut (Heuberg)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Stückgut-Varna.jpg|mini|Verladung von nummeriertem Stückgut, in Jute eingenäht, vom Schiff auf die Eisenbahn, [[Warna]] 1920]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HL Damals –HJHP – Ehrenmal – 1.jpg|mini|Transport eines großen [[Werkstein]]s in Lübeck, 1929]]&lt;br /&gt;
[[Datei:spezial cargo, submarine to Nassau, Bahamas.png|mini|Stückgut-Spezialladung, Mini-U-Boot, für [[Nassau (Bahamas)]] (1964)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stückgut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der [[Logistik]] jedes [[Transportgut]], das sich im Gegensatz zu [[Flüssigkeit]]en und [[Schüttgut]] einzeln &amp;#039;&amp;#039;am Stück&amp;#039;&amp;#039; transportieren lässt:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kollo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Plural &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kolli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, oft auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Colli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, von [[Italienische Sprache|italienisch]] &amp;#039;&amp;#039;collo&amp;#039;&amp;#039; bzw. [[Französische Sprache|französisch]] &amp;#039;&amp;#039;colis&amp;#039;&amp;#039;, engl. &amp;#039;&amp;#039;trading unit&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet die kleinste Einheit einer Warensendung: (einzelne) Stücke, die in völlig unterschiedlicher, uneinheitlicher Form und Größe vorliegen, als &amp;#039;&amp;#039;Einzelstück&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Verpackungseinheit&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;[[Packstück]]&amp;#039;&amp;#039;, engl. &amp;#039;&amp;#039;packing unit&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Abkürzung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stk.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stck.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet immer Kolli derselben Art.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sammelgut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die Zusammenfassung von gleichen oder verschiedenen Stückgütern zu einem Stück.&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stückmenge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die [[Messgröße]] des Stückgutes, solange es noch nicht den logistischen Maßnahmen für den Transport unterworfen ist. Durch &amp;#039;&amp;#039;Zählen&amp;#039;&amp;#039; von Kolli oder Stücken wird dabei die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stückzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; als [[Maßeinheit]] der Stückmenge ermittelt, wie es etwa manuell, mit [[Zählwaage]]n oder auf elektronischem Wege geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelnes Stückgut mit einem Gewicht bis 25 oder 40 kg wird häufig auch als [[Paket]] verschickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffliche Grundlagen ==&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung von Stückgut ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stueckgut.jpg|mini|400px|Abgrenzung des Begriffs Stückgut]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Stückgut&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der [[Logistik]] alles, was sich &amp;#039;&amp;#039;am Stück&amp;#039;&amp;#039; transportieren lässt, also ein &amp;#039;&amp;#039;[[Gebinde]]&amp;#039;&amp;#039;, beispielsweise [[Kiste]]n, beladene [[Transportpalette|Paletten]], Maschinen oder Anlagenteile, Kabel-, Papier- oder Blechrollen und [[Fass|Fässer]]. Die internationale Bezeichnung ist &amp;#039;&amp;#039;Kollo&amp;#039;&amp;#039; (Plural: &amp;#039;&amp;#039;Kolli&amp;#039;&amp;#039;). Kein Stückgut ist [[Flüssiggut]] und [[Gas]], die ohne eigenen Behälter in die Transportfahrzeuge gepumpt werden. Sand, Kohle, Getreide und vergleichbare Feststoffe sind [[Schüttgut|Schütt-]] oder [[Sauggut]], sofern sie nicht verpackt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Logistik kann Stückgut genau wie die anderen oben genannten auch [[Massengut]] sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Stückgut&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Sammelgut&amp;#039;&amp;#039; werden häufig synonym verwendet. Während Sammelgut jedoch die Konsolidierung von Warenströmen zur Steigerung der Gewichts- oder Raumausnutzung von Verkehrsmitteln vor allem im speditionellen [[Hauptlauf]] beschreibt, ist der Begriff des Stückguts im Rahmen von Güterverkehrssystemen der Ebene der Objektgröße zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Festlegungen ===&lt;br /&gt;
* In Deutschland stellte nach dem [[Eisenbahn]]-Reformtarif von 1877 das &amp;#039;&amp;#039;Stückgut&amp;#039;&amp;#039; neben dem &amp;#039;&amp;#039;[[Eilgut]]&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;[[Wagenladung]]&amp;#039;&amp;#039; ein eigenes Abrechnungskriterium dar.&lt;br /&gt;
* Für den [[Güterkraftverkehr]] fand sich eine legaldefinitorische Abgrenzung des Stückguts vom Ladungsverkehr hinsichtlich der Abfertigungsart im §&amp;amp;nbsp;4 der Kraftverkehrsordnung (KVO) für den Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen, in der zwischen der Übergabe zur [[Verladung]] (Stückgut) oder Bestellung eines Fahrzeuges ([[Ladungsverkehr]]) unterschieden wurde.&lt;br /&gt;
Durch die [[Transportrechtsreform]] vom 1.&amp;amp;nbsp;Juli 1998 ist diese Abgrenzung überflüssig geworden, da sie im heutigen Transportwesen kaum noch anwendbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mannheimer Containerhafen.jpeg|mini|In der weltweiten Logistik wird Stückgut meist in [[Containertransport|Containern transportiert]]]]&lt;br /&gt;
== Das Stückgut im Transportwesen ==&lt;br /&gt;
Bei der &amp;#039;&amp;#039;[[Abmessung]] von Stückgütern&amp;#039;&amp;#039; gibt es im Gegensatz zu den klar definierten Gewichts- und Größenmaßen bei den Paketdiensten (vor allem bei den multinationalen [[Spedition|Integrators]]) keine bestimmten Grenzwerte. Die Gewichtsgrenzen sind häufig historisch gewachsen und durch alte, nicht mehr gültige Gesetze und Verordnungen geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größe von Stückgut liegt meist zwischen dem, was ein [[Gabelstapler]] transportieren kann, und den Abmessungen eines 40-Fuß-[[ISO-Container|Containers]] bzw. der Ladefläche eines [[Lastkraftwagen|Lkws]]. Jedoch sind größere Abmessungen unvermeidlich, wenn der jeweilige Kollo nicht in Einzelteilen transportierbar und erst am Einsatzort montierbar ist, beispielsweise im Fall von [[Turbine]]n für [[Elektrizitätswerk]]e. Übergroße Stücke erfordern [[Großraumtransport]]e, die eine Teildisziplin der [[Schwertransport]]e darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Größenabgrenzung ist grundsätzlich die Gliederung von 1877 aber auch heute noch im Güterkraftverkehr durch die Segmente [[Paketdienst]], Stückgutverkehr und [[Ladungsverkehr]] gegeben. In den letzten Jahren hat sich der Transportmarkt weiter differenziert, so dass heute der Markt in die Bereiche [[Kurier-Express-Paket-Dienst|Kurier-, Express- und Paketdienst]] (KEP), [[Gefahrgut]], [[Temperaturgeführter Transport|temperaturgeführte Güter]], [[Nahrungsmittel]], hängende Güter und den Markt von handhabbaren und nicht handhabbaren Stückgütern eingeteilt werden kann. Die Gliederung des Transportmarktes hinsichtlich dieser Gewichtsgrenzen und der Anzahl der Nutzer verdeutlicht die obige Grafik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der &amp;#039;&amp;#039;Untergrenze von Stückgütern&amp;#039;&amp;#039; gibt es keine einheitliche Meinung. Sie ist vielmehr im Übergangsbereich zu den Kurier-, Express- und Paketdiensten (KEP) sowie den multinationalen Integrators festzumachen. Der Gewichtsbereich unter 20&amp;amp;nbsp;kg wird durch das [[Postgesetz]] (PostG) im §&amp;amp;nbsp;4 eindeutig in einen Briefbereich und einen Paketbereich gegliedert. Alle anderen Gewichtsgrenzen sind nicht (mehr) gesetzlich fixiert. Der nationale KEP-Markt orientiert sich überwiegend an der 31,5-kg-Grenze mit einer Anhebung bis teilweise 40&amp;amp;nbsp;kg bzw. 50&amp;amp;nbsp;kg für Standardsendungen. Die gleiche Entwicklung ist auch bei den Integrators zu beobachten, bei denen eine Gewichtsanhebung von 31,5&amp;amp;nbsp;kg auf maximal 68&amp;amp;nbsp;kg bzw. 70&amp;amp;nbsp;kg zu beobachten ist. Der [[Bundesverband Spedition und Logistik]] (BSL) empfiehlt ein Mindestgewicht von 50&amp;amp;nbsp;kg, bzw. bei unpalettiert übernommenen Gütern 1.000&amp;amp;nbsp;kg pro [[Lademeter]]. In der Speditionspraxis sind Verrechnungssätze mit Mindestgewichten von national 50&amp;amp;nbsp;kg bis international 200&amp;amp;nbsp;kg üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Obergrenze&amp;#039;&amp;#039; lassen sich in der Literatur Gewichte von 1.500 bis 3.000 kg finden. Während die untere Grenze eher eine fehlende Trennschärfe zur Unterscheidung von Direktabholung respektive Direktzustellung vermuten lässt, wird von vielen Speditionen ein Gewicht von 2.500&amp;amp;nbsp;kg veröffentlicht, die auch in der amtlichen Statistik beim gewerblichen Fernverkehr angesetzt werden. Die Preisempfehlungen des BSL setzen bei Stückgütern eine Obergrenze von 3.000&amp;amp;nbsp;kg an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europäischer Marktführer im Stückgut-Segment ist die Kemptener Spedition [[Dachser]]. Zu den fünf wichtigsten Stückgut-Dienstleistern in Deutschland gehören [[DB Schenker]] und [[DHL Freight]] sowie die mittelständisch geprägte Stückgutkooperationen [[CargoLine]]&amp;lt;ref&amp;gt;(Stand 2016; Ergebnis des Imagerankings der Zeitschrift Verkehrsrundschau) {{Internetquelle |url=http://www.cargoline.de/de/CargoLine-zur-besten-Kooperation-gewaehlt-754,236.html |titel=CargoLine zur besten Kooperation gewählt |werk=www.cargoline.de |hrsg=CargoLine Logistics Network |abruf=2016-06-15 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160615112321/http://www.cargoline.de/de/CargoLine-zur-besten-Kooperation-gewaehlt-754,236.html |archiv-datum=2016-06-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[System Alliance]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stückgut und Kolli ===&lt;br /&gt;
Unter Stückgut kann somit eine Sendung verstanden werden, die zwischen Absender und Empfänger im [[Haus-zu-Haus-Verkehr]] befördert wird, und ein Gewicht zwischen 50&amp;amp;nbsp;kg und 2.500&amp;amp;nbsp;kg hat, die zulässige Nutzlast des verwendeten Fahrzeuges sowohl vom Volumen als auch vom Gewicht nicht vollständig ausnutzt und somit in der Regel mit anderen Sendungen zusammen befördert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig besteht eine Lieferung an einen Kunden aus mehreren einzelnen Teilen. Diese werden zur besseren Handhabung im [[Güterverkehr|Transport]] zu größeren Packstücken &amp;#039;&amp;#039;(Kollo)&amp;#039;&amp;#039; zusammengefasst, etwa in Kartons verpackt. Diese Packstücke werden schließlich als einzeln zu handhabende Stücke beispielsweise auf einen Lkw verladen und beim Kunden wieder abgeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Kolli wird in der Regel auf dem [[Frachtbrief]] angegeben. Diese, nicht der Inhalt der Kolli, wird vom [[Frachtführer]] beim Aufladen überprüft; denn er haftet in der Regel für verloren gegangene Ware.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Überprüfung der Vollständigkeit einer Lieferung wird in der Regel auf dem [[Lieferschein]] die Anzahl der Kolli angegeben. So kann sofort nach dem Entladen eine erste Vollständigkeitsprüfung durchgeführt und sichergestellt werden, dass beispielsweise kein Kollo auf dem Lkw vergessen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Transport von Stückgut ===&lt;br /&gt;
Stückgut kann auf [[Pritschenwagen (Automobil)|Pritschenwagen]], geschlossenen [[Lastkraftwagen]], in [[ISO-Container|Containern]] oder im Laderaum von [[Flugzeug]]en transportiert werden und erfordert keine speziellen Transportbehälter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stückgut wurde früher auf [[Stückgutschiff]]en und in [[Gedeckter Güterwagen#Gedeckter Güterwagen der Regelbauart G|Stückgutwaggons]], u.&amp;amp;nbsp;a. im [[Stückgut-Schnellverkehr]], transportiert. Heute verwendet man hierfür fast nur noch Container, die sich in verschiedenen Verkehrsmitteln einfach transportieren lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Stückgut gelten spezielle Vorschriften der &amp;#039;&amp;#039;[[Ladegutsicherung]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Transportnetzstruktur ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stückguthallen1933.jpg|mini|Lage der Stückguthallen im Netz der Deutschen Reichsbahn (1933)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RMR Stw31 Umladehalle.jpg|mini|Umladehalle im [[Mannheim Rangierbahnhof]], 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Eilgut Abfertigung Schrift.tif|mini|Historische Aufschrift „Eilgutabfertigung“, [[Bahnhof Coburg]]]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Transportnetzstruktur}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders im Sammelgut- und Stückgutverkehr ergibt sich durch die zunehmenden Bedeutung der Logistik als Wettbewerbsfaktor für Industrie und Handel, die Notwendigkeit, flächendeckende Dienstleistungen anzubieten. Plangesteuerte Distributionsverfahren gelten als veraltet, zentrale Distributionsstrategien erfordern jedoch niedrige Transportkosten und kurze Laufzeiten. Laufzeitunterschiede im „Europa mit Grenzen“ waren und sind bei osteuropäischen Verkehren auch heute noch plausibel und allgemein akzeptiert. In Zentraleuropa hingegen werden nur noch Entfernungsunterschiede akzeptiert. Der Netzstruktur, als ein wesentlicher Einflussfaktor, kommt daher eine besondere Bedeutung zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Netzwerkstrukturen entstehen durch die Anordnung von Knoten (Quellen und Senken von Ladungen) und deren Verknüpfung über Kanten (Netzwerkprozesse). Knoten stellen somit Lagerorte und Kanten Transporte dar. Eine Charakterisierung kann über die drei Kriterien Stufigkeit, Dichte (Anzahl der im Netzwerk verbundenen Depots) und Dislozierung (räumliche Verteilung) erfolgen.&lt;br /&gt;
Der Stückgutversand erfolgt im Netz entweder auf dem direkten Weg mit Ortswagen. Dieses ist nur möglich, wenn auf der Relation genügend Ladung anfällt, um einen Ortswagen auszulasten. Andernfalls wird die Ladung zu einem der Umschlagsknoten gefahren, die als Umladehallen bezeichnet werden und dort auf die Zielrelation umgeladen. Im Jahr 1933 besaßen von den insgesamt 151 größeren Rangierbahnhöfen der [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Deutschen Reichsbahn]] 65&amp;amp;nbsp;Rangierbahnhöfe Stückgut-Umschlagshallen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Richard Vahrenkamp]]: &amp;#039;&amp;#039;Die logistische Revolution – Der Aufstieg der Logistik in der Massenkonsumgesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, Campus, Frankfurt am Main 2011, S. 140, ISBN 978-3-593-39215-8. &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abbildung zeigt eine Karte mit den Standorten dieser Hallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Netzwerk der 65 Umladehallen ließ theoretisch 65×64 = 4160 direkte Relationen zwischen je zwei Umladehallen zu. Tatsächlich bedienten sie aber nur 38&amp;amp;nbsp;Prozent der Relationen mit direkt laufenden Ortsgüterwagen, die an Durchgangsgüterzüge angehängt wurden. Umladeverkehre mit Umladewagen über andere Umladehallen konstituierten die übrigen Relationen. So liefen die Verkehre von München nach Nordostdeutschland über die Umladehalle in Nürnberg. Der Umschlag in der Stückguthalle war sehr arbeitsintensiv und wegen des Hallenlayouts logistisch ungünstig.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.vahrenkamp.org/files/Arbeitspapier_Logistik_WP22_2018.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Die durchschnittliche Weglänge zwischen je zwei Güterwagen an verschiedenen Bahnsteigen waren in den bis zu 400&amp;amp;nbsp;m langen Hallen groß. Infolge des stark anwachsenden Stückgutaufkommens entwickelten sich die Umladehallen zu Engpässen im Netzwerk, wo sich nicht entladene Güterwagen aufstauten und zu langen Laufzeiten führten. Die schlechten Serviceleistungen der Deutschen Reichsbahn gab den Lkw-gestützten Stückgutspeditionen Anreize, ihren Service auszubauen. Der Stückgutverkehr wanderte von der Reichsbahn zu Lkw-Netzwerken ab, die dezentral aufgestellt waren und die wachsende Stückgutflut mit inkrementalen Kapazitätserweiterungen auffangen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] gab es im Netz der [[Deutsche Reichsbahn (1945–1993)|Deutschen Reichsbahn]] 1968 29 Umladehallen.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Mardorf: &amp;#039;&amp;#039;Die Bildung von Kleinsendungstarifen für den Binnengüterverkehr der DDR&amp;#039;&amp;#039;, Diss. Uni Dresden 1969&amp;lt;/ref&amp;gt; Neuere Daten sind nicht bekannt. Die [[Deutsche Bahn]] stellte im Jahr 1998 den Stückguttransport per Eisenbahn ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung der Stückgutverkehre ==&lt;br /&gt;
=== Marktvolumen und Marktwachstum ===&lt;br /&gt;
Die Daten zum jährlichen Stückgutverkehr mit dem Lkw in der Bundesrepublik Deutschland in Millionen Tonnen werden nicht vom Statistischen Bundesamt erhoben und auch nicht vom Bundesverband Spedition und Logistik regelmäßig veröffentlicht. Der Bundesverband hat lediglich für die Jahre 1993 und 2020 Daten veröffentlicht, wonach der Stückgutverkehr von 7,1 Millionen Tonnen auf knapp 40 Millionen Tonnen angestiegen ist.&amp;lt;ref&amp;gt; Daten zu 1993: Bundesverband Spedition und Lagerei (Hrsg.): Zahlen, Daten, Fakten aus Spedition und Lagerei 1995, Bonn 1996, S. 20. Daten für 2020: Bundesverband Spedition und Lagerei (Hrsg..): Stückgutlogistik in Deutschland, Berlin 2021, Management Summary, S. 4. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der Reduzierung von Lagerbeständen in Industrie und Handel und der damit verbundenen Steigerung der Lieferfrequenz [[Logistikeffekt]], kann es zu erhöhtem Aufkommen an Stückgutverkehren kommen. Da Stückgutverkehre jedoch wiederum mit höheren Kosten verbunden sind, wird mit Konzepten wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[milkrun]] versucht Belieferungen zu bündeln.&lt;br /&gt;
Eine weitere Steigerung des Aufkommens ist mit der Internationalisierung von Unternehmen und der Vernetzung der Produktionsstandorte zu erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Sammelgut]]branche ist aufgrund der sammelgutaffinen Entwicklungstendenzen zu kleineren Größen und Gewichten grundsätzlich als Wachstumsbranche zu bezeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Räumliches Aufkommen von Stückgutverkehren ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Paneuropäischer Stückgutverkehr]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Teilmenge der logistischen Dienstleistungen finden Stückgutverkehre zwischen den Produzenten und dem Nachfrager statt. Somit können allgemeine Modelle, wie z.&amp;amp;nbsp;B. das Modell der „[[Blaue Banane|blauen Banane]]“ herangezogen werden. Bei diesem Modell werden Aktiv- und Passivräume in Europa dargestellt. Die überwiegend zwischen und innerhalb dieser und den angrenzenden Regionen stattfindenden Transporte bestimmen die räumliche Struktur der Stückgutverkehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Systemverkehre ===&lt;br /&gt;
Die meisten Speditionen sind in Bünden organisiert. Diese Bünde arbeiten mit Güterverteilungszentren an Verkehrsknotenpunkten (Verteilerzentren). Ähnlich wie bei Paketdienstleistern überspannt ein Netz aus Linienverkehren und Knotenpunkten den gesamten Zustellungsbereich, so können die Lastkraftwagen optimal eingesetzt und ausgelastet werden. Diese Art von Logistik nennt man „Systemverkehr“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielhaft für den Systemverkehr ist der Warenumlauf bei großen Handelsketten wie [[Kaufland]]. Das für den Bereich Schweinfurt/Kitzingen zuständige Warenlager befindet sich in [[Donnersdorf]]. Lkw eines bei Kaufland beschäftigten Fuhrunternehmens liefern Stückgut (z.&amp;amp;nbsp;B. Wein und Kleidung) von diesem Verteilerzentrum nach Südfrankreich, der Lkw nimmt dort eine andere Ware auf, liefert nach Nordspanien und kehrt dann wieder mit Ware, deren Zielort in Mitteleuropa liegt, zurück zum Ausgangspunkt. Leerfahrten werden so vermieden. Diese Route wird regelmäßig gefahren, sie ist deshalb ein [[Linienverkehr]]. Natürlich trifft dies auch auf Stückgut aller Art zu, der ständige Kostendruck auf die Fuhrunternehmer zwingt diese zu Rationalisierungsmaßnahmen, Stückgut kann nun also nicht mehr einzeln geliefert werden, es muss gemeinsam mit Stückgut oder anderer Ladungsart zu einer großen Sendung zusammengefasst werden. Die mittlerweile beinahe täglich zwischen großen Städten pendelnden Linienverkehre ermöglichen so eine kosteneffiziente Methode des Transports.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|General cargo|Stückgut}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4183848-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4183848-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stuckgut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transportgut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Packgut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Größe (Logistik)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Chemnitzer Eisenbahner</name></author>
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