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	<title>Störsender - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T19:11:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=St%C3%B6rsender&amp;diff=45513&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-23444-95: /* Beispiele für ungünstige Frequenzkoordinierung */ Frequenzraster in Europa von 9 kHz korrekt eingehalten.</title>
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		<updated>2026-04-15T16:02:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beispiele für ungünstige Frequenzkoordinierung: &lt;/span&gt; Frequenzraster in Europa von 9 kHz korrekt eingehalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Störsender&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; macht den einwandfreien Empfang eines [[Elektromagnetische Welle|Funksignals]] (etwa von [[Radio]], [[Fernsehen]], [[Mobilfunk]],   [[Global Positioning System|GPS]] oder [[Radar]]) schwierig oder unmöglich. Der Störsender sendet dabei genau wie der zu störende Sender elektromagnetische Wellen aus und überlagert die ursprünglichen Wellen ganz oder teilweise. Er kann auf der gleichen oder einer benachbarten [[Frequenz]] des gestörten Empfängers arbeiten. Dabei sind die [[Elektrische Feldstärke|Feldstärke]], die [[Modulation (Technik)|Modulation]] des Störsenders sowie die Art der gestörten Nachricht von Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Störsender ==&lt;br /&gt;
Eine technische Fehlfunktion kann unbeabsichtigt einen &amp;#039;&amp;#039;Störsender&amp;#039;&amp;#039; erzeugen, dieser muss dann repariert oder abgeschaltet werden, oder die Störquelle muss aus regulatorischen Gründen (wie die Kurzwellen-Diathermie) technisch in Kauf genommen werden. Es werden als Störsender oft auch sogenannte [[Schwarzsender]] oder auch manche legal betriebene Sender bezeichnet, die mit ihrem Signal den Empfang eines anderen Senders stören. Insbesondere im Bereich der [[Langwelle|Lang-]], [[Mittelwelle|Mittel-]] und [[Kurzwelle]] treten derartige Störungen häufig beim Empfang entfernter Sender auf, da in diesen Frequenzbereichen große Reichweiten möglich sind und weniger freie Kanäle zur Verfügung stehen, als man Sender betreibt. Eine gewisse Abhilfe schaffen [[Richtantenne]]n, sowohl sender- als auch empfängerseitig. Schlecht abgeschirmte oder schlecht entstörte Geräte können ebenfalls zu Störsendern werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem von Maschinen, die den Rundfunkempfang störten, tauchte Ende der 1920er Jahre auf, als die Senderdichte drastisch zunahm und sich immer mehr Hörer bei den Reichsrundfunkanstalten und Postbehörden darüber beschwerten, sie könnten immer, wenn die Motoren in der Nachbarschaft liefen, nichts mehr im Radio hören. Sie gingen mit dem Argument vor Gericht, dass sie für ihre [[Rundfunkgebühr]] keinen Gegenwert bekämen. Das erste Grundsatzurteil dazu fällte Ende 1931 das [[Landgericht Braunschweig]]. Es verurteilte den Inhaber einer Werkstatt mit störenden Motoren kostenpflichtig zur Unterlassung der Störungen. Lange Zeit hatten sich die Fabrikanten dagegen mit dem Argument gewehrt, die hohen Kosten für die Entstörungstechnik mache den Betrieb der Maschinen unrentabel.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Schlesische Wellen]], Breslau 18. Dezember 1931, S. 1. Signatur 4 Ona65/66-6, 25/52.1931 in der Staatsbibliothek Berlin&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Störungen durch von nicht genehmigten Aussendungen von Signalen werden in der Bundesrepublik Deutschland geahndet; die [[Bundesnetzagentur]] (früher &amp;#039;&amp;#039;Funkentstördienst der Bundespost&amp;#039;&amp;#039;) ermittelt dann den Verursacher. Meist handelt es sich um Anlagen, die gesetzliche Grenzwerte z. B. in ihrer [[Harmonische|Oberwellenunterdrückung]] überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strategische Störsender ==&lt;br /&gt;
[[Datei:President&amp;#039;s motorcade rear view detail jammer-car.jpg|mini|Auto mit Störsendern des [[United States Secret Service|Secret Service]] zum Schutz des davor befindlichen Dienstwagens des Präsidenten der Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Störsender können gezielt genutzt werden, um anderen das Benutzen einer Frequenz oder eines ganzen Frequenzbandes zu erschweren, hier spricht man dann auch von einem ([[englische Sprache|englisch]] sogenannten) &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|radar jamming transmitter}}&amp;#039;&amp;#039;, zudem verkürzt und [[Entlehnung|entlehnt]] &amp;#039;&amp;#039;Jammer&amp;#039;&amp;#039;, oder auch &amp;#039;&amp;#039;[[Noise Jamming]]&amp;#039;&amp;#039; genannt. Über solche Störsender kann ein breitbandiges Rauschen oder [[Hochfrequenztechnik|hochfrequente]] [[Puls (Elektrotechnik)|Pulse]] ausgesendet werden, um so die ursprünglichen Funkwellen absichtlich zu überlagern und damit den Gegner zu stören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Störsender werden im [[militär]]ischen Umfeld als Teil der so genannten [[Elektronische Gegenmaßnahmen|elektronischen Gegenmaßnahmen]] schon lange eingesetzt, beispielsweise [[Funkmessstörsender]] (FuMS) im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] von der deutschen [[Wehrmacht]] zur Störung des feindlichen [[Radar]]s. Während dieser Zeit versuchte man auch in Deutschland, den Empfang ausländischer [[Feindsender]] durch Störsender zu verhindern. Dies war aber nur teilweise möglich, da die eigenen deutschen Sender nicht beeinträchtigt werden durften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mobile Störsender können beispielsweise 1 bis 2&amp;amp;nbsp;kW Sendeleistung auf 6000 Frequenzen erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im zivilen Bereich werden Störsender eingesetzt. Zum Beispiel dürfen deutsche [[Justizvollzugsanstalt]]en und [[Jugendstrafanstalt]]en technische Geräte betreiben, die &amp;#039;&amp;#039;Frequenzen stören oder unterdrücken, die der Herstellung oder Aufrechterhaltung unerlaubter Funkverbindungen auf dem Anstaltsgelände dienen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Z.&amp;amp;thinsp;B. §&amp;amp;thinsp;116 des Thüringer Justizvollzugsgesetzbuches (ThürJVollzGB) vom 27. Februar 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei müssen die Rahmenbedingungen der [[Bundesnetzagentur]] beachtet werden. Sofern die Nutzungsbeeinträchtigungen (außerhalb des Anstaltsgeländes) nicht erheblich sind, bedarf es dazu keiner [[Frequenzzuteilung]] ({{§|91|TKG|buzer}} Abs. 1 Satz 4 TKG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2016 wurde bekannt, dass in der Justizvollzugsanstalt [[St. Pölten]] in Österreich seit einigen Wochen Störsender gegen Mobiltelefonie getestet wurden; laut Vollzugsdirektion im Justizministerium mit einigem Erfolg, sodass nur Kontaktaufnahmen unter Gefangenen verhindert werden und doch Mobiltelefonie im Freien nicht gestört wird. Es soll noch ein zweites System auf seine Eignung geprüft werden. Die Kosten, 27 JVAs in Österreich mit solchen Handyblockern auszustatten, werden auf einige Millionen Euro geschätzt. Die Kommunikation der Justizwachebeamten über Funkgeräte wird dabei nicht beeinträchtigt. Pro Monat werden österreichweit in den Justizanstalten etwa 60 bis 70 Handys bei Häftlingen entdeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://noe.orf.at/news/stories/2790403/ Häftlinge mit Störsendern austricksen] orf.at 11. August 2016, abgerufen am 11. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Möglichkeiten ==&lt;br /&gt;
Die Störungen richten sich gegen verschiedene Signale:&lt;br /&gt;
* Im militärischen Bereich insbesondere in den Spektralbereichen [[Radar]], [[Infrarotstrahlung|IR]] und [[Ultraviolettstrahlung|UV]]&lt;br /&gt;
* Das [[Global Positioning System]] kann mit einem [[GPS-Jammer]] blockiert werden.&lt;br /&gt;
* Jammer werden auch verwendet, um die Fernzündung von Bomben zu verhindern. Die pakistanische Oppositionsführerin [[Benazir Bhutto]] überstand 2007 einen Anschlag unverletzt, da an ihrem Bus befindliche Störsender die Fernauslösung einer in einem geparkten Auto platzierten Bombe verhinderten. Die Bombe explodierte erst, als sich das Auto nicht mehr in der Reichweite der Störsender des fahrenden Busses befand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Titel=Blutbad in Karachi Doppelanschlag auf Benazir Bhutto - 125 Tote| Datum=2007-10-19| Sammelwerk=[[Tagesspiegel]]| Online=[https://www.tagesspiegel.de/politik/doppelanschlag-auf-benazir-bhutto-125-tote-1563163.html Online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Mobiltelefon]]e&lt;br /&gt;
* Störung des Auslösesignals für die Kamera eines mobilen Geschwindigkeits-Messgerätes.&lt;br /&gt;
* Störsender gegen [[RFID]]-Scanner.&lt;br /&gt;
* Einbrecher verwenden Jammer, um [[Videoüberwachung|Funkvideoüberwachungssysteme]] auszuschalten.&lt;br /&gt;
* Diebe verwenden Jammer, die das Verriegeln eines Fahrzeugs verhindern, indem das legitime Verriegelungssignal des [[Autoschlüssel|Funkschlüssels]] durch den Störsender überlagert und so funktionslos wird. Anschließend können sie aus dem vermeintlich verriegelten, tatsächlich jedoch offenen Fahrzeug Wertgegenstände stehlen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/13248/2444556/pol-d-koe-59-jaehriger-kfz-taeter-bei-einsatz-von-stoersender-festgenommen-ermittler-finden-beute|wayback=20130407052433|text=Polizei Düsseldorf 04.04.2013}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/13248/2449153/pol-d-kfz-taeter-auf-der-koe-beobachtet-ein-tatverdaechtiger-festgenommen-polizei-gibt|wayback=20130415031212|text=Polizei Düsseldorf 12.04.2013}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Störsender zur Abwehr von Drohnen ([[Quadrocopter]]), Anwendung z.&amp;amp;nbsp;B. an Flughäfen, um Kollisionen mit Flugzeugen zu vermeiden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Titel=Anti-UAV Defence System: Drohnenjagd um Flughäfen beginnt - Golem.de|Online=https://www.golem.de/news/anti-uav-defence-system-drohnenjagd-um-flughaefen-beginnt-1606-121267.html|Abruf=2017-04-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Auch bei politischen Großveranstaltungen können Drohnen, da sie z.&amp;amp;nbsp;B. Sprengstoff transportieren könnten, ein Sicherheitsrisiko darstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Titel=Schweizer Polizei: Drohnenabwehr beim Weltwirtschaftsforum in Davos - Golem.de|Online=https://www.golem.de/news/schweizer-polizei-drohnenabwehr-beim-weltwirtschaftsforum-in-davos-1701-125701.html|Abruf=2017-04-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Störung der Kommunikation eines Mobilgerätes mit einem [[WLAN|WLAN-Access Point]]: [[Wi-Fi-Deauthentication-Angriff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Störung des Rundfunks ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Former jammer tower in Minsk 03.jpg|mini|Ehemaliger Störsender in [[Minsk]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vietnamese siren jammer.wav|mini|Störsender]]&lt;br /&gt;
Die Erfindung des Radios brachte Hoffnung auf [[Völkerverständigung]] und weltweiten Gedanken- und Informationsaustausch und der westliche Freiheitsbegriff wurde auf den Äther ausgedehnt. {{&amp;quot;|L&amp;#039;air est libre}} hieß es in Frankreich. {{&amp;quot;|American radio is free. It gives the right to listen and the right to be heard…}} hieß es 1938 in den USA. Die [[Weimarer Republik]] bejahte das Recht auf die Antenne und die Möglichkeit den Empfangsradius seines Radioapparates zu verbessern.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willi A. Boelcke]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Macht des Radios&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt/M. 1977, S. 443 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Totalitarismus|totalitären]] und [[Autoritarismus|autoritären]] Staaten wurden und werden Störsender verwendet, um zu verhindern, dass die Bevölkerung fremde [[Rundfunk]]- oder [[Fernsehen|Fernsehsendungen]] empfangen kann. Um den Vorwurf der Unterdrückung ausländischer Information zu vermeiden, werden häufig starke Sender eigener Programme auf den zu störenden Frequenzen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Zweiten Weltkrieg wurden Störsender u.&amp;amp;nbsp;a. auch in Österreich, Italien, Japan, Polen und der Tschechoslowakei betrieben. Bereits 1936 bei der Unterzeichnung des Rundfunkfriedenspaktes galt Stören des Rundfunks eines anderen Staates als selbstverständliche Selbsthilfehandlung in der Staatenpraxis. Im Krieg störten fast alle Kriegsparteien.&amp;lt;ref&amp;gt;Boelcke: &amp;#039;&amp;#039;Die Macht des Radios&amp;#039;&amp;#039;. S. 445.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Störsender wurden zum Beispiel im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zum Stören der [[Londoner Rundfunk|deutschsprachigen Sendungen der BBC]] aus London oder von [[Radio Moskau]] eingesetzt. Auch Tarnsender wie [[Gustav Siegfried 1]], der [[Atlantiksender]] oder das [[Soldatensender Calais]] wurden von den Behörden des [[NS-Staat]]s systematisch gestört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Störsender überlagerten den Ton durch sogenanntes »jamming« mit Störgeräuschen wie Toben, Pfeifen, Jaulen. Jedes Land entwickelte bei deren Wahl seinen eigenen Gewohnheiten. Im Zweiten Weltkrieg benutzte Italien eine irre Kakophonie auf einer Ziehharmonika und plätscherndes Wasser. Deutschland gleichmäßige oder anschwellende ernste drohende Geräusche. [[Stimme Russlands#Radio Moskau|Radio Moskau]] flickte über eine [[Geisterstimme]] in Sprechpausen Zwischenrufe wie {{&amp;quot;|Lügen, Lügen}} oder {{&amp;quot;|Glaubt es nicht}} ein. Die harte und drohende Stimme erhielt den Spitznamen »Iwan der Schreckliche«. Der Londoner Rundfunk sendete langsam, mit klarer Stimme im einfachen Stil gesprochene Nachrichtensendungen, die von Hörern mit hoher nervlicher Anstrengung verstanden werden konnten. {{&amp;quot;|Es quakte, es quietschte, wurde unverständlich, aber es gab ihnen ein Freiheitsgefühl, Hoffnung, Protest in protestloser Zeit}} äußerte [[Hildegard Knef]] dazu. Durch das [[Rundfunkverbrechen|staatliche Abhörverbot von Auslandssendern]] war das Radiohören ein konspirativer Akt; dies musste möglichst leise geschehen. Viele Auslandssender ermahnten ihre Hörer in Deutschland dazu, nach Programmende wieder einen deutschen Reichssender einzustellen, um nicht als Volksverräter angezeigt zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Boelcke: &amp;#039;&amp;#039;Die Macht des Radios&amp;#039;&amp;#039;. S. 444 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Sowjetunion]] legte seit den 1930er Jahren allmählich einen Störvorhang aus mehreren hundert Störsendern um ihre Grenzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Boelcke: &amp;#039;&amp;#039;Die Macht des Radios&amp;#039;&amp;#039;. S. 445.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Kalter Krieg|Kalten Krieges]] wurden durch die Stellen des [[Ostblock]]s unter anderem der Empfang von [[Radio Free Europe]] und [[Radio Liberty]] gestört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1980er Jahren betrieb die   [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] einen Störsender gegen den linksalternativen UKW-Sender [[Radio 100]] im geteilten Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Vereinigte Staaten|USA]] störten am 23. und 24. Januar 2007 den Empfang des Satelliten [[Eutelsat]] Hotbird 8, weil sie fälschlicherweise annahmen, der [[Islamismus|islamistische]] Sender [[Az-Zawraa|az-Zaurā’]] würde über diesen Satelliten ausgestrahlt. Betroffen waren neben zahlreichen Radio- und Fernsehsendern auch die Nachrichtenagenturen [[Agence France-Presse]] und [[Schweizerische Depeschenagentur]].&amp;lt;ref name=Quelle1&amp;gt;[http://www.20min.ch/news/ausland/story/31728194 &amp;#039;&amp;#039;US-Armee sabotierte Schweizerische Depeschenagentur&amp;#039;&amp;#039;] in [[20 Minuten]], Stand 24. März 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Störungsbeseitigung durch Funkentstördienste ==&lt;br /&gt;
Störungen durch eine unerlaubte Aussendung eines Sendesignals sind generell verboten. Sie  werden in Deutschland durch die [[Bundesnetzagentur]], die Nachfolgerin des früheren Funkentstördienstes, in der Regel auf Anfrage des Betroffenen ermittelt. Der Verursacher wird kostenpflichtig auf die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte verpflichtet, oder die Störquelle wird beschlagnahmt. Es können dann ggf. zusätzlich weitere juristische Maßnahmen ähnlich wie bei der Verfolgung von [[Schwarzsender]]n erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für ungünstige Frequenzkoordinierung ==&lt;br /&gt;
Bei dieser rechtlich umstrittenen Form von &amp;#039;&amp;#039;Störsendern&amp;#039;&amp;#039; werden lokale oft auch recht leistungsstarke legale Rundfunksender oder Fernsehsender verwendet, um leistungsschwächere Fernsender auf der gleichen oder einer benachbarten Frequenz vor Ort zu überdecken (siehe [[Interferenz (Physik)|Interferenz]]) und damit zu stören.&lt;br /&gt;
Die eigentliche Störung tritt bei dieser Form von &amp;#039;&amp;#039;Störsendern&amp;#039;&amp;#039; nur bei den Empfängern vor Ort auf, wenn diese den gewünschten Fernsender aufgrund von technischen Gegebenheiten, wie etwa einer mangelnden Selektivität oder Übersteuerung durch Ortssender, schlecht empfangen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Mittelwellensender]] [[Sendeanlage Mühlacker|Mühlacker]] des SDR (heute [[SWR]]) und [[Sender Wöbbelin|Wöbbelin]] des ehemaligen [[Rundfunk der DDR|Rundfunks der DDR]] benutzten die gleiche Frequenz. Der Sender Wöbbelin war auch noch nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]], zuletzt für die Verbreitung von [[Megaradio]], auf der gleichen Frequenz wie der Sender Mühlacker (576&amp;amp;nbsp;kHz) in Betrieb.&lt;br /&gt;
* Offensichtlich aus politischen Gründen wurden vom Rundfunk der DDR die Frequenzen 557&amp;amp;nbsp;kHz (Sender [[Greifswald]]), 575&amp;amp;nbsp;kHz ([[Rundfunksender Wiederau|Sender Leipzig]]) und 1430&amp;amp;nbsp;kHz ([[Funkturm Wilsdruff|Sender Dresden]]) belegt, um die Sendungen des [[Sender Freies Berlin|SFB]] (566 kHz), des [[Saarländischer Rundfunk|Saarländischen Rundfunks]] (1422 kHz) und von [[Radio Luxemburg]] (1439 kHz) bei mangelnder [[Trennschärfe]] eines veralteten oer einfachen [[Mittelwelle]]-Empfängers zu stören. Hierbei wurden die international vereinbarten und koordinierten Frequenzen genutzt und auch das international zulässige Mittelwelle-Frequenzraster in Europa von 9&amp;amp;nbsp;kHz korrekt eingehalten.&lt;br /&gt;
* Die [[Langwellensender]] [[Sender Zehlendorf|Zehlendorf]] des [[Deutschlandradio Kultur]] und von [[Europe 1]] in [[Sender Felsberg-Berus|Felsberg-Berus]] lagen früher beide auf der Frequenz 180 kHz, die Frequenzen wurden jedoch nach und nach verschoben, liegen aber immer noch, obwohl sie eine [[Bandbreite]] von 9&amp;amp;nbsp;kHz beanspruchen, nur um 6&amp;amp;nbsp;kHz auseinander (Sendefrequenz von Deutschlandradio in Zehlendorf 177&amp;amp;nbsp;kHz und 183&amp;amp;nbsp;kHz von Europe 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dieter Görrisch: &amp;#039;&amp;#039;Störsender – von VHF bis Mikrowelle.&amp;#039;&amp;#039; Franzis, 2006, ISBN 3-7723-4127-6.&lt;br /&gt;
* R. Pleikys: &amp;#039;&amp;#039;Jamming&amp;#039;&amp;#039;. Vilnius, 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Storsender}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Störsender| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politisches Instrument]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-23444-95</name></author>
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