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	<title>Ständegesellschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T21:39:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=St%C3%A4ndegesellschaft&amp;diff=261705&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
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		<updated>2026-02-08T07:02:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ständegesellschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in den [[Humanwissenschaft]]en eine [[Hierarchie|hierarchisch]] geordnete [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]] mit voneinander abgegrenzten [[Soziale Gruppe|sozialen Gruppierungen]] – den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ständen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geburtsständen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – mit eigenen [[Rechtsnorm|rechtlichen]], [[Soziale Norm|sozialen]] und [[kultur]]ellen Normen, deren Zusammenhalt auf Gemeinsamkeit in [[Abstammung]], [[Beruf]], [[Besitz]] oder [[Bildung]] und Arbeit beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
=== Stand, Klasse und Schicht ===&lt;br /&gt;
Vom Stand zu unterscheiden sind die soziologischen Begriffe [[Klasse (Soziologie)|Klasse]] und [[Soziale Schicht|Schicht]]: Der Stand unterscheidet sich von einer sozialen Klasse und einer sozialen Schicht durch selbstdefinierte Unterscheidungsmerkmale wie [[Standesehre]] oder [[Standesethik]], die auch als [[Standesverfassung]] festgelegt sein können. Stände haben oft eine eigene [[Emblematik]] in Form von [[Siegel]]n, [[Fahne]]n, [[Wappen]] und [[Insigne|Insignien]] der Führungsfunktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu Klasse und Schicht, die eine [[soziale Rolle]] darstellen, ist der Stand ein persönliches Attribut einer Person. Insofern ähnelt die Ständegesellschaft der [[Kaste]]nordnung. Die [[Ständeordnung]] ist konservativ in dem Sinne, dass ein Wechsel des Standes in der Regel nicht möglich ist, während sich die Zugehörigkeit zu einer Klasse oder Schicht durch veränderte Lebensumstände ändern kann. Häufig sind Stand und Kaste erblich &amp;#039;&amp;#039;(Geburtsstand)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ständegesellschaft und Feudalismus ===&lt;br /&gt;
Die Ständegesellschaft ist von der [[Feudalgesellschaft]] zu unterscheiden, auch wenn die Feudalgesellschaft meist eine Ständegesellschaft ist. Der [[Feudalismus]] beschreibt ein hierarchisches Verhältnis zwischen Herr und [[Lehnsmann]], das vor allem in der herrschenden Schicht angesiedelt ist, dabei auch ständische Elemente ausbildet, aber eine vertikale Gliederung der Gesellschaft hervorbringt. Die ständische Ordnung einer Gesellschaft spiegelt dagegen die unterschiedliche Wertung menschlichen Handelns in den Sphären des [[Glaube (Religion)|Glaubens]], der [[Arbeit (Philosophie)|Arbeit]] und des [[Krieg]]es wider. Während die feudale Ordnung auf der Verteilung von Grund und Boden beruht und damit an eine vorwiegend [[Agrarsektor|agrarisch]] geprägte Gesellschaft gebunden ist, können Stände in jeder [[Arbeitsteilung|arbeitsteiligen]] Gesellschaft entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stände und Ständegesellschaften ===&lt;br /&gt;
Ein Stand muss nicht notwendigerweise in eine vollständig ständische Gesellschaft eingebunden sein. Wie die Kaste bezieht sich auch der Stand auf das Funktionsprinzip der Gruppe. Typische Beispiele dafür sind militärische Stände („Kriegerkasten“) oder religiöse Stände: In der Soziologie der [[Frühgeschichte]] – der vorschriftlichen Kulturen – kann jedoch aus dem Auftreten eines bestimmten Standes nicht auf das Vorhandensein einer Ständegesellschaft geschlossen werden. Der Stand kann sowohl in sich vertikal oder horizontal organisiert sein als auch nach außen eine bestimmte Position innerhalb einer Hierarchie oder Schichtung einnehmen und in eine nicht ständische Gesamtgesellschaft eingebettet sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Gesamtkultur einer Ständegesellschaft zeichnet sich jeder Stand durch seine eigene [[Standeskultur]] aus und trägt gleichzeitig zur Gesamtkultur bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
* Die mittelalterliche &amp;#039;&amp;#039;[[Ständeordnung]]&amp;#039;&amp;#039;: [[Klerus]] (&amp;#039;&amp;#039;Lehrstand&amp;#039;&amp;#039;, erster Stand), [[Adel]] und [[Patrizier]] (&amp;#039;&amp;#039;Wehrstand&amp;#039;&amp;#039;, zweiter Stand), [[Bürgertum]] mit den Handwerkern, Kaufleuten, Grundbesitzern und Beamten sowie den [[Bauernstand]] (&amp;#039;&amp;#039;Nährstand&amp;#039;&amp;#039;, [[dritter Stand]]);&lt;br /&gt;
* im Heiligen Römischen Reich die [[Reichsstände]], die Personen und Korporationen, die Sitz und Stimme im [[Reichstag (Heiliges Römisches Reich)|Reichstag]] besaßen;&lt;br /&gt;
* die [[Zunft|Zünfte]] und [[Gilde (Berufsverband)|Gilden]], sowie die [[Bauhütte]]n ab dem Hochmittelalter&lt;br /&gt;
* im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Territorium die [[Landstände]], die Vertretungen der Stände gegenüber dem Landesherrn;&lt;br /&gt;
* im politischen System der Schweiz werden die [[Kanton (Schweiz)|Kantone]] noch heute als &amp;#039;&amp;#039;Stände&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, der &amp;#039;&amp;#039;[[Ständerat]]&amp;#039;&amp;#039; ist die föderative Kammer der [[Bundesversammlung (Schweiz)|Schweizerischen Bundesversammlung]]; auch in Volksentscheiden muss neben den [[Volksmehr]] das [[Ständemehr]] der Kantone vorliegen;&lt;br /&gt;
* im parlamentarischen Sinne Stände als [[Interessenvertretung]]en in einem [[Parlament]], sowie im vorrevolutionären Frankreich die [[Generalstände]] als Vorläufer des Parlaments;&lt;br /&gt;
* der [[Ständestaat (Österreich)|Ständestaat]] als Selbstbezeichnung des [[Austrofaschismus]], der auf die mittelalterlichen Stände Bezug nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeleitete Bedeutung im heutigen Gebrauch ==&lt;br /&gt;
* Im [[Bürgerliches Recht|bürgerlichen Recht]] spricht man vom [[Personenstand]] (Zivilstand) und [[Familienstand]]. Auch das [[Standesamt]] hat sich aus der mittelalterlichen Ständeordnung entwickelt.&lt;br /&gt;
* Als „Stand“ bezeichnet man in Bezug auf mittelalterliche Zünfte allgemein eine Berufsgruppe, den &amp;#039;&amp;#039;[[Berufsstand]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Das [[Standesrecht]] erfasst Berufsgruppen wie Anwälte, Ärzte, Apotheker, Notare oder Wirtschaftstreuhänder – Berufsbilder mit besonderer Verantwortung, die auch heute noch ein eigenständiges [[Berufsethos]] kennen; analog bezeichnet man auch verantwortungsvolle Funktionen der Richter und Rechtsanwälte, Lehrer oder Beamten vorrangig mit „Stand“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ständeordnung]]&lt;br /&gt;
* [[Ständeversammlung]]&lt;br /&gt;
* [[Ständeliteratur]]&lt;br /&gt;
* [[Mittelstand]] – der Begriff ist im soziologischen Sinne nicht korrekt verwendet, wenn er eine soziale Schicht, die &amp;#039;&amp;#039;Mittelschicht&amp;#039;&amp;#039;, beschreibt. Verwendet wird er in der Wirtschaftspolitik für die vom Eigentümer selber geführten „Mittelstandsunternehmen“ mit bis zu (~) 200 Beschäftigten (&amp;lt; 50 Millionen € Umsatz im Jahr) – diese Unternehmergruppe bildet aber heute keine eigenständige Gemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Marian Füssel, Thomas Weller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ordnung und Distinktion. Praktiken sozialer Representation in der ständischen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. Rhema, Münster 2005, ISBN 978-3-930454-55-6.&lt;br /&gt;
* [[Winfried Schulze]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ständische Gesellschaft und soziale Mobilität&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Schriften des [[Historisches Kolleg|Historischen Kollegs]]. Kolloquien&amp;#039;&amp;#039; 12). Oldenbourg, München 1988, ISBN 978-3-486-54351-3 ([https://www.historischeskolleg.de/fileadmin/pdf/kolloquien_pdf/Kolloquien12.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Winfried Schulze: &amp;#039;&amp;#039;Vom Gemeinnutz zum Eigennutz. Über den Normenwandel in der ständischen Gesellschaft der Frühen Neuzeit&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Schriften des Historischen Kollegs. Vorträge.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 13). München 1987 ([https://www.historischeskolleg.de/fileadmin/pdf/vortraege_pdf/Vortraege13_schulze.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Peter Feldbauer, Herbert Knittler, [[Ernst Bruckmüller]]: &amp;#039;&amp;#039;Herrschaftsstruktur und Ständebildung. Beiträge zur Typologie der österreichischen Länder aus ihren mittelalterlichen Grundlagen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1973.&lt;br /&gt;
* Gertraude Mikl-Horke: &amp;#039;&amp;#039;Soziologie. Historischer Kontext und soziologische Theorie-Entwürfe.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, Wien/München 2001, ISBN 3-486-25660-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4204063-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Standegesellschaft}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ständegesellschaft| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialstruktureller Leitbegriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaftsmodell]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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