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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sprungtemperatur</id>
	<title>Sprungtemperatur - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T09:10:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sprungtemperatur&amp;diff=15496&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Format</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sprungtemperatur&amp;diff=15496&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-04-14T21:30:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sprungtemperatur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;kritische Temperatur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;lt;math&amp;gt;T_\mathrm{c}&amp;lt;/math&amp;gt;) (Engl. &amp;#039;&amp;#039;transition temperature&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;critical temperature&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man die [[Temperatur]], unterhalb der ein System von [[Quantenmechanik|quantenmechanischen]] Effekten dominiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor = Wolfgang Finkelnburg&lt;br /&gt;
 |Titel = Einführung in die Atomphysik&lt;br /&gt;
 |Auflage = 4.&lt;br /&gt;
 |Verlag = Springer-Verlag&lt;br /&gt;
 |Ort = Berlin / Göttingen / Heidelberg&lt;br /&gt;
 |Datum = 1956&lt;br /&gt;
 |Umfang = 545&lt;br /&gt;
 |Kommentar = Die Supraleitung&lt;br /&gt;
 |Kapitel = VII.17.&lt;br /&gt;
 |Seiten = 491&lt;br /&gt;
 |Fundstelle = Abs. a)&lt;br /&gt;
 |JahrEA = 1948&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere gelten in diesen Bereichen die bekannten quantenmechanischen Statistiken, die [[Bose-Einstein-Statistik]] und die [[Fermi-Dirac-Statistik]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist nicht mit der Temperatur am [[Kritischer Punkt (Thermodynamik)|Kritischen Punkt]] zu verwechseln, einem völlig anderen Phänomen der klassischen Thermodynamik oder der [[Curie-Temperatur]] &amp;lt;math&amp;gt;T_C&amp;lt;/math&amp;gt;, ebenfalls ein quantenmechanisches Phänomen mit vielen Gemeinsamkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb dieser Temperatur sind die das System formenden Konstituenten delokalisiert, das heißt, es liegt ein [[makroskopischer Quantenzustand]] vor. Anschaulich kann man sich das so vorstellen, dass die Ausdehnung der einzelnen [[Wellenpaket]]e mit abnehmender Temperatur so groß wird, dass sie sich gegenseitig „überlappen“ und somit nicht mehr unterscheidbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige makroskopische Quantenzustände sind [[Supraleiter|Supraleitung]] und [[Suprafluidität|Supraflüssigkeit]] sowie der allgemeinere Fall eines [[Bose-Einstein-Kondensat]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor = Wolfgang Finkelnburg&lt;br /&gt;
 |Titel = Einführung in die Atomphysik&lt;br /&gt;
 |Auflage = 4.&lt;br /&gt;
 |Verlag = Springer-Verlag&lt;br /&gt;
 |Ort = Berlin / Göttingen / Heidelberg&lt;br /&gt;
 |Datum = 1956&lt;br /&gt;
 |Umfang = 545&lt;br /&gt;
 |Kommentar = Die Supraflüssigkeit des Helium II&lt;br /&gt;
 |Kapitel = VII.17.&lt;br /&gt;
 |Seiten = 493&lt;br /&gt;
 |Fundstelle = Abs. b)&lt;br /&gt;
 |JahrEA = 1948&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Am 8. April 1911 machte [[Heike Kamerlingh Onnes ]] bei Experimenten mit flüssigem Helium die Entdeckung, dass beim Unterschreiten einer Temperatur von 4,183&amp;amp;nbsp;K, knapp unterhalb des Siedepunkts von Helium bei Normaldruck bei 4,222&amp;amp;nbsp;K, in Quecksilber der Widerstand für elektrischen Strom schlagartig verschwindet. Damit hatte Kamerlingh Onnes einerseits die [[Supraleitung]] und andererseits die damit in Zusammenhang stehende Sprungtemperatur entdeckt. Seine Forschungen der Eigenschaften von Materie bei tiefen Temperaturen wurden 1913 mit dem [[Liste der Nobelpreisträger für Physik|Nobelpreis für Physik]] ausgezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
=== Sprungtemperatur des Übergangs zur Suprafluidität ===&lt;br /&gt;
Es gibt nur zwei Supraflüssigkeiten, die im Labor darstellbar sind. Es sind die beiden stabilen Isotope von Helium.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Supraflüssigkeit&lt;br /&gt;
!Sprungtemperatur &amp;lt;math&amp;gt;T_\mathrm{c}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Helium-4]] (&amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;He)&lt;br /&gt;
|2,176&amp;amp;#8239;8 [[Kelvin|K]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Helium-3]] (&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;He)&lt;br /&gt;
|0,002&amp;amp;#8239;6 K&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sprungtemperatur von Helium-3 ist drei Größenordnungen geringer als die von Helium-4, da sich im Fall von Helium-3 zwei Heliumatome zu einem [[Cooper-Paar]] zusammenfinden müssen. Ein solches Paar wird bei höheren Temperaturen durch [[Phonon]]en aufgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprungtemperatur des Übergangs zur Supraleitung ===&lt;br /&gt;
[[Chemisches Element|Elemente]] haben bei Normaldruck Sprungtemperaturen von bis zu 9,25&amp;amp;nbsp;K ([[Niob]]), in Hochdruckexperimenten wurden bis zu 20&amp;amp;nbsp;K ([[Lithium]], 50&amp;amp;nbsp;GPa) nachgewiesen. Eine Übersicht über die Sprungtemperaturen bietet die [[Liste der Sprungtemperaturen chemischer Elemente]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden Verbindungen und Legierungen mit Sprungtemperaturen bis zu 39&amp;amp;nbsp;K gefunden. &lt;br /&gt;
Speziellen Keramiken, sogenannten [[Hochtemperatursupraleiter]]n, weisen sogar Sprungtemperaturen bis zu 138&amp;amp;nbsp;K auf.&lt;br /&gt;
Hochdruckmodifikationen (meist im Bereich des millionenfachen Normaldrucks) können noch höhere Sprungtemperaturen aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Sprungtemperatur ==&lt;br /&gt;
Die Konstituenten eines Systems sind genau dann delokalisiert, wenn ihre [[Thermische Wellenlänge|thermische (De-Broglie-)Wellenlänge]] &amp;lt;math&amp;gt;\lambda_\mathrm{deBroglie}&amp;lt;/math&amp;gt; größer wird als der mittlere Abstand &amp;#039;&amp;#039;d&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die De-Broglie-Wellenlänge eines Teilchens mit dem [[Impuls (Physik)|Impuls]] &amp;#039;&amp;#039;p&amp;#039;&amp;#039; und der [[Kinetische Energie|kinetischen Energie]] &amp;lt;math&amp;gt;E_\mathrm{kin} = p^2/(2m)&amp;lt;/math&amp;gt; ist gegeben durch:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; \lambda_\mathrm{deBroglie} = \frac{h}{p} = \frac{h}{\sqrt{2m\,E_\mathrm{kin}}} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der vereinfachten Annahme &amp;lt;math&amp;gt;E_\mathrm{kin} = k_B\,T&amp;lt;/math&amp;gt; ergibt sich somit:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; \lambda_\mathrm{deBroglie} = \frac{h}{\sqrt{2m\,k_B\,T}} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der mittlere Abstand &amp;#039;&amp;#039;d&amp;#039;&amp;#039; ergibt sich aus der Teilchenzahldichte &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039; wie folgt:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; d = n^{-1/3} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sprungtemperatur stellt gerade den kritischen Grenzfall &amp;lt;math&amp;gt;\lambda_\mathrm{deBroglie} = d&amp;lt;/math&amp;gt; dar. Gleichsetzung der beiden Ausdrücke und Auflösung nach der Sprungtemperatur liefert:&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;T_\mathrm{c} = \frac{\ h^2\,n^{2/3}}{2k_B\,m} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4273113-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Supraleitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwellenwert (Temperatur)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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