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	<title>Springender Punkt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-19T14:52:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Springender_Punkt&amp;diff=485976&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Speravir: /* Einleitung */ auch im Latein. Hervorhebung mit Hintergrundfarbe</title>
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		<updated>2025-11-17T01:17:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; auch im Latein. Hervorhebung mit Hintergrundfarbe&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:The pedigree of man - and other essays (1903) (14578104559).jpg|mini|[[Eizelle|Ovum humanum]], „… with a dark [[Nucleolus|germinal spot]].“ (Holzstich in [[Ernst Haeckel]]s &amp;#039;&amp;#039;The Pedigree of Man:&amp;amp;nbsp;[…]&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;pedigree&amp;quot;&amp;gt;Ernst Haeckel: &amp;#039;&amp;#039;The Pedigree of Man: and other Essays&amp;#039;&amp;#039;. Englische Übersetzung von Edward Aveling, London 1903 Bonner, London 1903, S.&amp;amp;nbsp;126 ({{archive.org|pedigreeofmanoth00haec|Digitalisat|Blatt=126}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;springender Punkt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde ursprünglich zur Bezeichnung eines biologischen Phänomens geprägt. Das &amp;#039;&amp;#039;punctum saliens&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch) oder &amp;#039;&amp;#039;der springende Punkt&amp;#039;&amp;#039; ist in diesem Sinn ein pulsierender roter Fleck, der beispielsweise im befruchteten Hühnerei etwa nach dem dritten Tage der Bebrütung mit bloßem Auge zu erkennen ist, als erstes auffälliges Zeichen des Lebens: Die Herzanlage des Embryos wird sichtbar, ihre [[Physiologie|physiologische]] Funktion macht sich bemerkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;springende Punkt&amp;#039;&amp;#039; ist in diesem Bild also das [[Kriterium]], mit dem Lebendiges zu unterscheiden ist. Dieser bezeichnende Ausdruck geht zurück auf [[Aristoteles]], der in seinen tiergeschichtlichen Ausführungen die Entwicklung im Vogelei beschreibt und in diesem Zusammenhang von einem blutigen Punkt „{{lang|grc|στιγμὴ αἱματίνη|(stigmē haimatinē)}}“ spricht, welcher hüpft „{{lang|grc|πηδᾷ|(pēda)}}“:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=καὶ ὅσον &amp;lt;span style=&amp;quot;background:#FCC&amp;quot;&amp;gt;στιγμὴ αἱματίνη&amp;lt;/span&amp;gt; ἐν τῷ λευκῷ ἡ καρδία. Τοῦτο δὲ τὸ σημεῖον &amp;lt;span style=&amp;quot;background:#FCC&amp;quot;&amp;gt;πηδᾷ&amp;lt;/span&amp;gt; καὶ κινεῖται ὥσπερ ἔμψυχον,&amp;amp;nbsp;[…]&lt;br /&gt;
 |Sprache=grc&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=und ähnlich einem blutigen Fleck in dem Weißen [erscheint] das Herz. Das [[Zeichen|Mal]] aber hüpft und bewegt sich gleich wie [beseelt] lebendig,&amp;amp;nbsp;[…]&lt;br /&gt;
 |Autor=Aristoteles (384–322 v. Chr.)&lt;br /&gt;
 |Quelle=Geschichte der Tiere ([[Historia Animalium]]), Buch&amp;amp;nbsp;VI, Kapitel&amp;amp;nbsp;3, 3./4.&amp;amp;nbsp;Satz.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach griechischer [[Wikisource]]: [[s:el:Των περί τα ζώα ιστοριών/6#Κεφάλαιο 3|{{lang|grc|Των περί τα ζώα ιστοριών, Κεφάλαιο&amp;amp;nbsp;3}}]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiterem [[Metapher|metaphorischen]] Gebrauch hat sich daraus eine Redewendung gebildet, nach der ein springender Punkt das Herz eines Projektes darstellt, den wesentlichen Kern einer Darstellung zeigt, den entscheidenden Aspekt einer Fragestellung vorstellt oder das Kriterium für eine Entscheidung aufweist: „Da ist es“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[William Harvey]]&amp;amp;nbsp;– mit seinem 1628 in Frankfurt/Main erschienenen Werk &amp;#039;&amp;#039;Exercitatio Anatomica de Motu Cordis et Sanguinis in Animalibus&amp;#039;&amp;#039; („Anatomische Studien über die Bewegung des Herzens und des Blutes in Tieren“) der Entdecker des [[Blutkreislauf]]s&amp;amp;nbsp;– beschreibt in &amp;#039;&amp;#039;Exercitationes de Generatione Animalium&amp;#039;&amp;#039; („Studien über die Erzeugung der Tiere“) 1651 das in Rede stehende biologische Phänomen so:&amp;lt;ref&amp;gt;Nach: Gulielmi Harvei (William Harvey), Opera&amp;amp;nbsp;II, &amp;#039;&amp;#039;Exercitationes de Generatione Animalium&amp;#039;&amp;#039;, Leyden 1737, S.&amp;amp;nbsp;66.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Quarto itaque die si inspexeris, occurret jam major metamorphosis, &amp;amp; permutatio admirabilor; quae singulis fere illius diei horis manifestior fit; quo tempore in ovo, de vita plantae, ad animalis vitam fit transitus. Iam enim colliquamenti limbus linea exili sanguinea purpurascens rutilat: ejusque in centro fere, &amp;lt;span style=&amp;quot;background:#FCC&amp;quot;&amp;gt;punctum sanguineum saliens&amp;lt;/span&amp;gt; emicat: exiguum adeo, ut in sua diastole, ceu minima ignis scintillula, effulgeat; &amp;amp; mox, in systole, visum prorsus effugiat, &amp;amp; dispareat. Tantillum nempe est vitae animalis exordium, quod tam inconspicuis initiis molitur plastica vis Naturae!&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Wenn du es so am vierten Tage untersuchst, wird die Metamorphose schon größer erscheinen, und die Umwandlung bewundernswürdiger; und sie wird beinahe mit jeder einzelnen Stunde dieses Tages augenscheinlicher; um diese Zeit findet im Ei der Übergang vom pflanzlichen Leben zum tierischen Leben statt. Jetzt nämlich errötet der Saum von Eiweiß, eine dünne Linie blutig purpurfärbend: und nahezu in dessen Mitte schnellt ein blutiger Punkt springend hervor: so winzig, dass er im Moment seiner Diastole, wie das kleinste Feuerfünkchen, hervorleuchtet; und dann, in der Systole, dem Blick wieder völlig entflieht und verschwindet. So wenig ist der Beginn tierischen Lebens, so sehr unerblickt die Anfänge, die von der schöpfenden Kraft der Natur zustande gebracht werden!&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tree of life SVG.svg|mini|Moderne [[Ernst Haeckel#Anthropogenie (1874)|Version eines Stammbaums]] des Lebens]]&lt;br /&gt;
Eine ähnliche Sicht teilt [[Ernst Haeckel]] in seinem Essay &amp;#039;&amp;#039;Über den Ursprung und die Entwicklung der Sinneswerkzeuge&amp;#039;&amp;#039; von 1878 mit, der die damaligen Ergebnisse einer vergleichenden Anatomie und Embryologie vorstellt wie denn das menschliche Auge auf eine lange Reihe vorteilhafter Anpassungen zurückführt, und lässt dabei von der aristotelischen ein Nachbild aufscheinen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Der erste Anfang des Sehorgans bei niederen Thieren ist nichts Anderes, als ein einfacher, dunkler Fleck in der hellen Haut, gewöhnlich ein schwarzer oder rother Pigmentfleck. Sogar schon bei einzelligen [[Protisten]] scheinen oft solche dunklen Farbstoff-Fleckchen die Lichtempfindung zu vermitteln.&lt;br /&gt;
 |Autor=Ernst Haeckel&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Über Ursprung und die Entwickelung der Sinneswerkzeuge&amp;#039;&amp;#039;, 1878&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Haeckel: &amp;#039;&amp;#039;Gemeinverständliche Vorträge und Abhandlungen aus dem Gebiete der Entwickelungslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2.&amp;amp;nbsp;Band, Heft&amp;amp;nbsp;1 und&amp;amp;nbsp;2, 2., vermehrte Auflage der gesammelten populären Vorträge, Bonn 1902, S.&amp;amp;nbsp;147–197: &amp;#039;&amp;#039;Ueber Ursprung und Entwickelung der Sinneswerkzeuge&amp;#039;&amp;#039;, 1878, hier S.&amp;amp;nbsp;185 ({{archive.org|bub_gb_OwQSAAAAYAAJ|Digitalisat|Blatt=n196|Hervorhebung=&amp;quot;der erfte Anfang&amp;quot;&amp;lt;!-- &amp;quot;erfte&amp;quot; ist kein Tippfehler --&amp;gt;}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Embryologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redewendung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Speravir</name></author>
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