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	<title>Sprechrhythmus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T01:09:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sprechrhythmus&amp;diff=326718&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Freigut am 14. Dezember 2023 um 11:34 Uhr</title>
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		<updated>2023-12-14T11:34:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sprechrhythmus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man die zeitliche [[Gliederung]] der gesprochenen [[Sprache]]. Er ergibt sich aus der regelmäßigen Wiederkehr von Bewegungen der [[Atemmuskulatur]], die ihren Ausdruck in der zeitlichen Abfolge von betonten und unbetonten Silben findet. Der Rhythmus gehört zusammen mit dem [[Akzent (Linguistik)|Akzent]], der [[Intonation (Phonetik)|Intonation]], dem [[Sprechtempo]] und der [[Quantität (Linguistik)|Quantität]] zu den so genannten [[Suprasegmentales Merkmal|suprasegmentalen Merkmalen]] gesprochener Sprache, auch [[Prosodie]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Rhythmik der Sprache in Phonetik und Linguistik ==&lt;br /&gt;
{{Anker|Isochronie-Hypothese}}&lt;br /&gt;
=== Die Isochronie-Hypothese ===&lt;br /&gt;
Innerhalb der von dem britischen [[Phonetik]]er [[A. Lloyd James]] (1940) erstmals in dieser Form getroffenen Unterscheidung zwischen akzentzählenden und silbenzählenden Sprachen geht man mit der [[Isochronität|Isochronie]]-[[Hypothese]] davon aus, dass bei akzentzählenden Sprachen die Zeit zwischen zwei betonten [[Silbe]]n (bei variierender Silbenlänge) in etwa gleich lang zu sein scheint, während bei den silbenzählenden Sprachen die Silben (bei variierenden Betonungsintervallen) in etwa gleich lang zu sein scheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten beiden rhythmischen Klassen wurden später um eine dritte Klasse ergänzt, in welcher man von der immer gleich bleibenden Länge einer [[Mora (Einheit)|Mora]] ausgeht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.coli.uni-saarland.de/~steiner/publications/MA-Arbeit.pdf Zur Rhythmusanalyse mittels akustischer Parameter]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kerngedanke dieser Hypothese besteht in der Annahme, es gäbe in jeder Sprache gleich lange (isochrone) Intervalle der einen oder der anderen Art (rhythmische [[Dichotomie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Klasse               !! Sprachen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Akzentzählende        ||[[Englische Sprache|Englisch]], [[Russische Sprache|Russisch]]/andere [[Slawische Sprachen|slawische]], [[Arabische Sprache|Arabisch]], [[Deutsche Sprache|Deutsch]], [[Niederländische Sprache|Niederländisch]], [[Dänische Sprache|Dänisch]], [[Thailändische Sprache|Thai]], [[europäisches Portugiesisch]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Silbenzählende        ||[[Spanische Sprache|Spanisch]], [[Französische Sprache|Französisch]]/andere [[Romanische Sprachen|romanische]], [[Singlish|Singapur-Englisch (Singlisch)]], [[Schweizerdeutsch]], [[Schwedische Sprache|Schwedisch]], [[Norwegische Sprache|Norwegisch]],  [[brasilianisches Portugiesisch]], [[Afrikaans]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Morazählende          ||[[Japanische Sprache|Japanisch]], [[Estnische Sprache|Estnisch]], [[Sanskrit]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Unklassifizierte      ||[[Tschechische Sprache|Tschechisch]], [[Finnische Sprache|Finnisch]], [[Tamil]], [[Griechische Sprache|Griechisch]], [[Polnische Sprache|Polnisch]], [[Katalanische Sprache|Katalanisch]], …&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Hypothese des physiologischen Rhythmus ===&lt;br /&gt;
Der [[Sprachwissenschaft|Linguist]] und [[Neurologie|Neurologe]] [[Eric Heinz Lenneberg]] formulierte in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Biologische Grundlagen der Sprache&amp;#039;&amp;#039; (1967) unter anderem die Hypothese eines [[Physiologie|physiologischen]] Sprech- und Sprachrhythmus als regelmäßiger [[Impuls]] von 160 plus oder minus 20 [[Sekunde|Millisekunden]] (also in etwa einer Sechstelsekunde), der den [[Motorische Endplatte|neuromuskulären]] Automatismen insgesamt und damit auch jenen der Spracherzeugung zugrunde liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Eric H. Lenneberg: &amp;#039;&amp;#039;Biologische Grundlagen der Sprache&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-518-27817-7, S. 152.&amp;lt;/ref&amp;gt; (im Zuge dessen definierte er die Silbe als Einheit nicht akustischer oder linguistischer, sondern physiologischer Natur&amp;lt;ref&amp;gt;Eric H. Lenneberg: &amp;#039;&amp;#039;Biologische Grundlagen der Sprache&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-518-27817-7, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Literaturwissenschaftler und Linguist [[Hans Lösener]] führt in &amp;#039;&amp;#039;Der Rhythmus der Rede: linguistische und literaturwissenschaftliche Aspekte des Sprachrhythmus&amp;#039;&amp;#039; (1999) als Kritik an der synonymen Verwendung der Begriffe Rhythmus und [[Versmaß|Metrum]] (Lennebergs Impuls) einen unkritischen Zugang zu der [[platon]]ischen Neufestlegung des Rhythmusbegriffs an.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Lösener: &amp;#039;&amp;#039;Der Rhythmus der Rede: linguistische und literaturwissenschaftliche Aspekte des Sprachrhythmus.&amp;#039;&amp;#039; 1999, S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihm zufolge führt dieser Rhythmusbegriff zu einer Trennung zwischen Rhythmus und Sinn sowie zwischen Metrik und [[Semantik]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Lösener: &amp;#039;&amp;#039;Der Rhythmus der Rede: linguistische und literaturwissenschaftliche Aspekte des Sprachrhythmus.&amp;#039;&amp;#039; 1999, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich beschreibt er die Suche der Rhythmustheorien nach dem Metrum in der Sprache als besonders durch die Faszination bedingt, die es auf die Linguistik als &amp;#039;&amp;#039;missing link&amp;#039;&amp;#039; zwischen Sprache und Natur ausübt. In diesem Zusammenhang – das Metrum als Bindeglied zwischen sprachlichem und biologischem – zitiert er Lenneberg als einen Vertreter der auf biologischen Rhythmen basierenden Sprachrhythmik.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Lösener: &amp;#039;&amp;#039;Der Rhythmus der Rede: linguistische und literaturwissenschaftliche Aspekte des Sprachrhythmus.&amp;#039;&amp;#039; 1999, S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich spricht Lenneberg in &amp;#039;&amp;#039;Biologische Grundlagen der Sprache&amp;#039;&amp;#039; einmal von einem regelmäßigen Impuls oder Schlag, an dem die rhythmische Struktur festgemacht wird, dann wieder von einem Trägerimpuls mit Modulationen als Rhythmus, und in der Zusammenfassung der betreffenden Ausführungen überhaupt von einer rhythmischen Metrik. Diese wie gleichwertig behandelt erscheinenden Benennungen mögen tatsächlich Hinweise auf eine unkritische Übernahme des platonischen Rhythmusbegriffes sein. Des Weiteren spricht er von den Grundlagen der Sprache als in der physischen Natur des Menschen liegend. Einige seiner darüber hinausgehenden Ausführungen lassen allerdings auf ein Offenlassen der Möglichkeit einer gegenseitigen Bedingtheit von Sprache aus linguistischer und biologischer Sicht schließen.&amp;lt;ref&amp;gt;Eric H. Lenneberg: &amp;#039;&amp;#039;Biologische Grundlagen der Sprache&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-518-27817-7, S. 138–152.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schwachtonform|Schwach- und Starktonform]]&lt;br /&gt;
* [[Sprechausdruck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Dufter: &amp;#039;&amp;#039;[https://17.stuts.de/procs/dufter.html Ansätze zu einer rhythmologischen Sprachtypologie]&amp;#039;&amp;#039;. In: Sascha Brawer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Proceedings 5. TaCos. Tagung der Computerlinguistik-Studenten, Saarbrücken, 25.–28. Mai 1995&amp;#039;&amp;#039;. Universität, Saarbrücken 1995, S.&amp;amp;nbsp;75–87.&lt;br /&gt;
* [[Otto von Essen]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine und angewandte Phonetik.&amp;#039;&amp;#039; 5., neubearbeitete und erweiterte Auflage. Akademie-Verlag, Berlin 1979, S.&amp;amp;nbsp;195–201.&lt;br /&gt;
* [[Eric Heinz Lenneberg|Eric H. Lenneberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Biological Foundations of Language&amp;#039;&amp;#039;. John Wiley and Sons, New York 1967, ISBN 0-471-52626-6, S.&amp;amp;nbsp;489.&lt;br /&gt;
* Eric H. Lenneberg: &amp;#039;&amp;#039;Biologische Grundlagen der Sprache&amp;#039;&amp;#039;. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1972, ISBN 3-518-27817-7, S.&amp;amp;nbsp;597.&lt;br /&gt;
* Hans Lösener: &amp;#039;&amp;#039;Der Rhythmus der Rede: linguistische und literaturwissenschaftliche Aspekte des Sprachrhythmus&amp;#039;&amp;#039;. Niemeyer, Berlin 1999, ISBN 3-484-22059-7, S.&amp;amp;nbsp;251.&lt;br /&gt;
* [[Damaris Nübling]], [[Renate Schrambke]]: [https://www.germanistik.uni-mainz.de/files/2015/03/Nuebling_2004h.pdf &amp;#039;&amp;#039;Silben- vs. akzentsprachliche Züge in germanischen Sprachen und im Alemannischen&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Elvira Glaser]] et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Alemannisch im Sprachvergleich. Beiträge zur 14. Arbeitstagung für alemannische Dialektologie&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 2004 (= Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, Beihefte 129), S.&amp;amp;nbsp;281–320.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phonologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phonetik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Freigut</name></author>
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