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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sprachzentrum</id>
	<title>Sprachzentrum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-10T19:45:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sprachzentrum&amp;diff=104115&amp;oldid=prev</id>
		<title>78.43.34.253: Im ersten Satz werden keine Theorien erwähnt, der Satz ist an dieser Stelle also ohne Bezug.</title>
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		<updated>2024-07-19T06:14:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Im ersten Satz werden keine Theorien erwähnt, der Satz ist an dieser Stelle also ohne Bezug.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Hirnregion. Für die Bildungseinrichtung siehe [[Sprachenzentrum]].}}&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sprachzentrum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich: Sprachzentren, u. a.: [[Broca-Areal]], [[Wernicke-Zentrum]]) werden die [[Hirnareal|Areale]] im [[Gehirn]] bezeichnet, denen eine besondere Funktion bei der [[Sprachwahrnehmung|Sprachverarbeitung]] und [[Sprachproduktion|-produktion]] zukommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwärtiger Forschungsstand ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gehirn, lateral - Hauptgyri + Hauptsulci.svg|mini|Im Text genannte Gehirnbereiche:&amp;lt;br /&amp;gt;5. &amp;#039;&amp;#039;Gyrus frontalis inferior&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;5a/b Broca-Areal&amp;lt;br /&amp;gt;10. &amp;#039;&amp;#039;Gyrus temporalis superior&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;11. &amp;#039;&amp;#039;Gyrus temporalis medius&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;G &amp;#039;&amp;#039;Sulcus temporalis superior&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Wernicke-Zentrum befindet sich in etwa an der Stelle des Buchstabens „G“.]]{{Veraltet|2=aus dem Text ist nicht erkennbar, wann die Erforschung des Sprachzentrums durch bildgebende Verfahren revolutioniert wurde und welchen zeitlichen Bezug der &amp;#039;Gegenwärtige Forschungsstand&amp;#039; hat. 2005, 2010, 2020?|seit=2005}}&lt;br /&gt;
Mit neuen funktionellen Bildgebungsverfahren wie [[Positronen-Emissionstomografie|PET]] und [[fMRT]] kann man Bilder erzeugen, die Gebiete und deren Aktivierungszustand im lebenden Gehirn zeigen. Zuvor stützte sich die Forschung vor allem auf Ausfallerscheinungen bei Schädigungen der [[Großhirnrinde]]. Damit hat die Erforschung der Gebiete der Sprachverarbeitung eine radikale Wende erfahren. Mittlerweile ist bekannt, dass eine ganze Reihe relativ breit verteilter Areale an der Sprachverarbeitung beteiligt sind. In neueren Forschungsarbeiten wird auch subkortikalen, also unterhalb der Großhirnrinde im Kerngebiet liegenden Gebieten wie [[Putamen]] und [[Nucleus caudatus]], sowie prämotorischen (BA 6) Regionen zunehmend Aufmerksamkeit geschenkt. Ganz allgemein wird gegenwärtig davon ausgegangen, dass neben den primären und sekundären [[Auditiver Cortex|auditorischen Verarbeitungsarealen]] die folgenden Strukturen der Großhirnrinde eine wesentliche Rolle bei der Sprachverarbeitung spielen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Gyrus frontalis inferior]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** [[Brodmann-Areal|BA]] 44: Verarbeitung des Satzbaus, Arbeitsgedächtnis&lt;br /&gt;
** BA 45/47: Verstehen der Sätze, Arbeitsgedächtnis&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Gyrus temporalis superior]]&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
** Anteriorer Anteil: [[Morphosyntax|Morphosyntaktische Verarbeitung]]: Aufbau der Wörter mit Vor- und Nachsilben, sowie Satzbau&lt;br /&gt;
** Posteriorer Anteil: Integration [[Syntax|syntaktischer]] und [[Semantik|semantischer]] Information: Setzt den Satzbau mit der Bedeutung des Gesprochenen in Beziehung&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Gyrus temporalis medius]]&amp;#039;&amp;#039;: Wortsemantische Verarbeitung, Bedeutung der einzelnen Wörter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sind bei Rechtshändern hauptsächlich die Areale der linken [[Telencephalon#Einteilung in Hemisphären|Großhirnhemisphäre]] involviert, wobei bilaterale Aktivierungen gerade im Bereich syntaktischer Verarbeitung nicht selten sind. Es wird gegenwärtig angenommen, dass die rechte Hemisphäre eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung von suprasegmentalen akustischen Merkmalen wie [[Prosodie]] spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Sprachverarbeitungsareale bilden sich im zweiten Lebensjahr in der [[Sprachdominante Hemisphäre|sprachdominanten Hirnhälfte]] aus. Statistischen Erkenntnissen zufolge ist deren Lage von der persönlichen Händigkeit weitestgehend unabhängig: Bei 98 Prozent der [[Rechtshänder]] ist die linke Hemisphäre dominant, bei der Mehrzahl der Linkshänder auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ältere Modelle ==&lt;br /&gt;
[[Datei:BrocasAreaSmall.png|mini|Broca- und Wernicke-Areale]]&lt;br /&gt;
Die vor dem Aufkommen funktioneller Bildgebungsverfahren lange Zeit angenommene Differenzierung in nur zwei großflächige Sprachverarbeitungsareale (Broca- bzw. Wernicke-Areal) gilt als überholt. Dem Broca-Areal wurde erstmals 1861 von dem französischen Neurologen und Anthropologen [[Paul Broca]] eine Rolle bei sprachlichen Funktionen zugeschrieben. Grundlage dieser Entdeckung war die Erforschung von [[Sprachproblem]]en nach Schädigungen in dieser Hirnregion, die in der unteren Stirnhirnwindung angesiedelt ist. Läsionen des Broca-Areals resultieren vor allem in Störungen der [[Sprachproduktion]]. Schädigungen des Wernicke-Areals, das sich im oberen Anteil des Schläfenlappens befindet, führen dagegen hauptsächlich zu Störungen der [[Sprachrezeption]]. Namensgeber ist der deutsche Arzt [[Carl Wernicke]], der es 1874 bei der Erforschung von [[Aphasie]]n (Verlust an Sprachfähigkeiten) entdeckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses engere Broca-Areal gilt auch heute als wichtiges Sprachzentrum, in dem [[Syntax]], [[Grammatik]] und Satzstruktur verarbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits in diesen frühen Forschungen konnte also gezeigt werden, dass die inhaltliche und strukturelle Sprachverarbeitung in verschiedenen Gehirnbereichen stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Aphasie]]&lt;br /&gt;
* [[Dysarthrie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Donald Loritz: &amp;#039;&amp;#039;How the Brain evolved Language.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, 1999, ISBN 0-19-515124-0.&lt;br /&gt;
* [[Angela D. Friederici]]: &amp;#039;&amp;#039;Towards a neural basis of auditory sentence processing.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Trends in Cognitive Sciences.&amp;#039;&amp;#039; Band 6, Nr. 2, 2002, S. 78.&lt;br /&gt;
* E. Kaan, T. Y. Swaab: &amp;#039;&amp;#039;The brain circuitry of syntactic comprehension.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Trends in Cognitive Sciences.&amp;#039;&amp;#039; Band 6, Nr. 8, 2002, S. 350.&lt;br /&gt;
* N. F. Dronkers, [[Steven Pinker|S. Pinker]], [[António R. Damásio|A. Damasio]]: &amp;#039;&amp;#039;Language and the Aphasias.&amp;#039;&amp;#039; In: E. R. Kandel, J. H. Schwartz, T. M. Jessel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Principles of Neuroscience. .&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. McGraw-Hill, New York 2000, S. 1169–1187.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4201193-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klinische Linguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Telencephalon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psycholinguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angewandte Linguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuropsychologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>78.43.34.253</name></author>
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