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	<title>Sprachmanipulation - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T23:14:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sprachmanipulation&amp;diff=404897&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A02:3100:8972:1D00:D894:BB6E:A825:FAC2 am 19. März 2025 um 17:57 Uhr</title>
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		<updated>2025-03-19T17:57:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sprachmanipulation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die bewusste Veränderung von [[Sprache]] durch bestimmte Interessengruppen, die ihre Denkweisen oder [[Ideologie]] forcieren (fördern, verbreiten) oder durchsetzen wollen. Sprachmanipulation erfolgt über den Einsatz emotionaler, wertender oder interpretierender Sprachkomponenten und ist sowohl „Manipulation der Sprache als auch Manipulation durch Sprache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Lewandowski: &amp;#039;&amp;#039;Linguistisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Heidelberg 1980, S. 854.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Sprachmanipulation erfolgt bewusst durch [[Multiplikator (Werbung)|Multiplikatoren]] wie Parteien, Politiker, Journalisten, Interessenverbände und Werbetreibende – Gruppen, die hinsichtlich ihrer Reichweite (Sprachverbreitung) eine privilegierte Stellung innehaben. So verändert beispielsweise eine Partei oder Interessengruppe Sprache, „indem sie eine ihren Interessen dienende politische Sprachregelung anstrebt. Bestimmte Worte […] müssen zum allgemeinen Sprachgut werden, dann gewinnen sie selbst eine politisch und ideologisch organisierende Funktion.“&amp;lt;ref&amp;gt;G. Klaus: &amp;#039;&amp;#039;Die Macht des Wortes.&amp;#039;&amp;#039; 1968.&amp;lt;/ref&amp;gt; Langfristig kann aber auch die unbewusste und unkritische Übernahme und Verwendung sprachmanipulatorischer Elemente durch individuelle Sprachteilhaber sprachverändernd wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strategien, Taktiken und Techniken auf grammatikalischen Sprachebenen ==&lt;br /&gt;
Sprachmanipulation kann auf Wort- und Satzebene sowie im [[Semantik|semantischen]] und [[Situation|situativen]] [[Kontext (Sprachwissenschaft)|Kontext]] erfolgen. Auf allen diesen Ebenen kommen unter anderem [[Psychologie|(sprach-)psychologische]] und [[Rhetorik|rhetorische]] Wirkungsprinzipien zur Geltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf &amp;#039;&amp;#039;[[Wort]]ebene&amp;#039;&amp;#039; zeigt sich Sprachmanipulation unter anderem&lt;br /&gt;
# in der Verwendung von [[Wort|Wörtern]] mit schwachem [[denotat]]ivem (deskriptivem, informativem, nichtwertendem) „Bedeutungskern“ und stark entwickelter [[Konnotation|konnotativer]] ([[emotion]]aler, wertender) „Hülle“,&lt;br /&gt;
# im Gebrauch etablierter Wörter in mehr oder weniger willkürlich geänderter oder neugeschaffener Bedeutung,&lt;br /&gt;
# in der Verwendung von [[Schlagwort (Sprachwissenschaft)|Schlagwörtern]], [[Euphemismus|Euphemismen]], [[Dysphemismus|Dysphemismen]] und [[Pejoration]]en,&lt;br /&gt;
# in der Neuschöpfung von Wörtern ([[Neologismus|Neologismen]]),&lt;br /&gt;
# in der Verwendung [[Ambiguität|mehrdeutiger Ausdrücke]] und [[Rhetorisches Stilmittel|rhetorischer]] Mittel&lt;br /&gt;
# in der Verwendung des einbeziehenden und vereinnahmenden &amp;#039;&amp;#039;pluralis auctoris&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. „wir“).&lt;br /&gt;
# in der Verwendung von [[Framing-Effekt|Framing]] in Sachverhalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf &amp;#039;&amp;#039;[[Satz (Grammatik)|Satzebene]]&amp;#039;&amp;#039; charakterisiert sich Sprachmanipulation vor allem durch die Verwendung&lt;br /&gt;
# von „Phrasen“ (also [[Gemeinplatz|Gemeinplätzen]], [[Floskel]]n und [[Slogan]]s),&lt;br /&gt;
# von [[Affirmation|Selbstaufwertung]] und [[Pejoration|Abwertung]] von „Gegnern“ (Eigen- und Fremdgruppenpolarisierung: „gut“ – „böse“),&lt;br /&gt;
# von Strategien zur Förderung von Wahrnehmung und Urteilsbildung im gewünschten Sinne,&lt;br /&gt;
# von [[Zitat]]en (vermeintlicher) „Autoritäten“ (Autoritätstopos),&lt;br /&gt;
# von [[Stereotype]]n (im [[Sozialwissenschaften|sozialwissenschaftlichen]] Kontext) und&lt;br /&gt;
# von Leerformeln ([[Ernst Topitsch|Topitsch]]: „Scheinaussagen mit extrem allgemeiner Bedeutung“). &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Topos (Geisteswissenschaft)]], [[Rhetorik]] und [[rhetorische Figur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier vorgenommenen Einteilung nach [[Syntax|syntaktischen]] Ebenen liegt in begrifflicher Hinsicht eine Unterscheidung zwischen Manipulation durch Sprache und Manipulation durch Rede ([[Sprachgebrauch]]) zugrunde: Die Wörter sind Elemente des in einer Gemeinschaft verwendeten [[Sprachsystem]]s; die Sätze sind Elemente der jeweiligen Rede. Nur im ersteren Fall wird jedenfalls die Sprache manipuliert und insoweit verändert, während der letztere Fall unter die übliche Verwendung des Sprachsystems fällt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.christianlehmann.eu/ling/pragmatics/manipulation.html Christian Lehmann, Manipulation durch Sprache]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Semantik|semantischen]] und [[Situation|situativen]] Kontext einer Äußerung können sowohl Selektion als auch Kombination von Informationen sprachmanipulativ verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier spielt die Verwendung rhetorischer Argumentationstechniken eine Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz G. Sieveke: &amp;#039;&amp;#039;Aristoteles. Rhetorik.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Wilhelm Fink, München.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe hierzu auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Rhetorik]], [[persuasive Kommunikation]] und [[Argument]] bzw. [[Topos (Geisteswissenschaft)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Sprachmanipulation erfolgt mit dem Ziel der Herstellung und Veränderung verbreiteter [[Einstellung (Psychologie)|Einstellungen]] und [[Meinung]]en bis hin zur [[Sanktionierung]] eines von einer vorgegebenen Linie abweichenden (Sprach-)[[Kommunikatives Verhalten|Verhaltens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Sprachmanipulationen und [[Sprachregelung|-regulierungen]] sind Faktoren, die die Unterschiede zwischen individuellem und veröffentlichtem [[Sprachgebrauch]] verursachen, erhalten und vergrößern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folgen einer Sprachmanipulation sind vielschichtig und wirken erst im Kontext ihres Gebrauchs. In der [[Werbung]] ([[Werbesprache]])&amp;lt;ref&amp;gt;Nina Janich: &amp;#039;&amp;#039;Werbesprache. Ein Arbeitsbuch.&amp;#039;&amp;#039; Narr, Hamburg 2001, ISBN 3-8233-4974-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; dienen die Mechanismen der Sprachmanipulation der Steuerung des Kaufinteresses. Dies gilt als legitime [[Einfluss|Beeinflussung]] des Marktes. Sie dient den Werbetreibenden zur Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz. Bedenkliche Folgen können im Bereich der Kinder- und Jugendwerbung entstehen, da diese Adressatengruppe sprachmanipulativen Techniken noch ohne Vorbehalte begegnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachmanipulation als [[persuasive Kommunikation]] oder [[Strategische Kommunikation]] innerhalb der politischen [[Rhetorik]] kann hingegen bedenklichen Einfluss auf die [[politische Meinung]] der Bürger ausüben. Sind sich Bürger der Sprachstrategien nicht gewahr, kann ihre politische Meinung leicht durch sprachliche Überzeugungsstrategien zu beeinflussen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Hausberg: &amp;#039;&amp;#039;Analyse politischer Sprache an Hand aktueller Beispiele. Rhetorisch-argumentative Strategien in Reden zum Irak-Krieg.&amp;#039;&amp;#039; [[VDM Verlag Dr. Müller]], Saarbrücken 2007, ISBN 3-8364-3368-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strategische Kommunikation findet vor allem in Kriegs- und Krisenzeiten statt und dient der Legitimation der kriegsbezogenen politischen Handlungen in der Öffentlichkeit. Eine extrem manipulative Variante der Sprachmanipulation in diesem Zusammenhang ist die [[Propaganda]] ([[Propagandasprache]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Hinweise ==&lt;br /&gt;
=== Querverweise ===&lt;br /&gt;
* [[Konnotation]]&lt;br /&gt;
* [[Euphemismus]] und [[Euphemismus-Tretmühle]]&lt;br /&gt;
* [[Persuasive Kommunikation]]&lt;br /&gt;
* [[Phrase]]&lt;br /&gt;
* [[Politische Korrektheit]]&lt;br /&gt;
* [[Politolinguistik]]&lt;br /&gt;
* [[Sprachnorm]]&lt;br /&gt;
* [[Sprachregelung]]&lt;br /&gt;
* [[Werbung]]&lt;br /&gt;
* [[Werbesprache]]&lt;br /&gt;
* [[Öffentlichkeitsarbeit]]&lt;br /&gt;
* [[Kritische Diskursanalyse]]&lt;br /&gt;
* [[Neusprech]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [http://www.philognosie.net/index.php/article/articleview/264/ philognosie.net]&lt;br /&gt;
* [http://www.magic-point.net/fingerzeig/manipulation/sprachmanipulation/sprachmanipulation.html magic-point.net/Sprachmanipulation]&lt;br /&gt;
* [http://www.magic-point.net/fingerzeig/manipulation/rhetorische_mittel/rhetorische_mittel.html magic-point.net/rhetorische_mittel]&lt;br /&gt;
* [http://www.rhetorik.ch/Beeinflussen/Beeinflussen.html rhetorik.ch]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.linse.uni-essen.de/linse/rezensionen/erstsemesterrezensionen/betz.html | wayback=20070425032958 | text=linse.uni-essen.de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Walther Dieckmann: &amp;#039;&amp;#039;Überzeugung oder Überredung?&amp;#039;&amp;#039; 1964.&lt;br /&gt;
* Walther Dieckmann: &amp;#039;&amp;#039;Sprache in der Politik.&amp;#039;&amp;#039; 1969.&lt;br /&gt;
* Andrea Hausberg: &amp;#039;&amp;#039;Analyse politischer Sprache an Hand aktueller Beispiele. Rhetorisch-argumentative Strategien in Reden zum Irak-Krieg.&amp;#039;&amp;#039; VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 3-8364-3368-0.&lt;br /&gt;
* Hans-Dieter Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Manipulation – Persuasion – Sprache. Eine Arbeitsbibliographie.&amp;#039;&amp;#039; 1995.&lt;br /&gt;
* Nina Janich: &amp;#039;&amp;#039;Werbesprache. Ein Arbeitsbuch.&amp;#039;&amp;#039; Narr, Hamburg 2001, ISBN 3-8233-4974-0.&lt;br /&gt;
* [[Gustave Flaubert]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Wörterbuch der gemeinen Phrasen.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Eichborn, Berlin 2005, ISBN 3-8218-0741-5.&lt;br /&gt;
* Klaus Bayer: &amp;#039;&amp;#039;Argument und Argumentation. Logische Grundlagen der Argumentationsanalyse.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Westdeutscher Verlag, Opladen / Wiesbaden.&lt;br /&gt;
* Franz G. Sieveke: &amp;#039;&amp;#039;Aristoteles. Rhetorik.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Wilhelm Fink, München.&lt;br /&gt;
* G. Klaus: &amp;#039;&amp;#039;Die Macht des Wortes.&amp;#039;&amp;#039; 1968.&lt;br /&gt;
* W. Klute: &amp;#039;&amp;#039;Text und Tendenz. Informationen für ein defensives Lesen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Theodor Lewandowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Linguistisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Heidelberg 1980 (= &amp;#039;&amp;#039;UTB.&amp;#039;&amp;#039; Band 300).&lt;br /&gt;
* [[Ernst Topitsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Über Leerformeln. Zur Pragmatik des Sprachgebrauchs in  Philosophie und politischer Theorie.&amp;#039;&amp;#039; In: Ernst Topitsch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Probleme der Wissenschaftstheorie.&amp;#039;&amp;#039; 1960.&lt;br /&gt;
* Gerhart Wolff: &amp;#039;&amp;#039;Sprachmanipulation.&amp;#039;&amp;#039; Dortmund 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angewandte Linguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachpolitik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ja:詭弁#充填された語（loaded language）]]&lt;/div&gt;</summary>
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