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	<title>Sprachgefühl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T21:54:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Sokonbud: →‎Siehe auch: schon im Artikel mit Wikilink und form</title>
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		<updated>2020-12-29T13:27:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;→‎Siehe auch: schon im Artikel mit Wikilink und form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{überarbeiten}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sprachgefühl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man das [[Implizites Wissen|intuitive]], unreflektierte und unbewusste Erkennen dessen, was sprachlich als korrekt (in [[Semantik|Wortwahl]] und [[Morphosyntax|Grammatik]]) bzw. als (situativ und kontextuell) [[Pragmatik (Linguistik)|angemessen]] oder aber als falsch bzw. unangemessen empfunden wird. Geprägt wird es insbesondere im Zuge des [[Spracherwerb|Erwerbs der Muttersprache]], wobei Herkunft, soziales Umfeld und Bildung und die entsprechenden sprachlichen Erfahrungen des Kindes eine maßgebliche Rolle spielen. Durch intensive sprachliche Erfahrungen in der alltäglichen (auch medialen) Kommunikation, wozu auch literarische und andere Leseerfahrungen gehören, kann das Sprachgefühl aber auch in späteren Jahren trainiert und modifiziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Sprachliches &amp;#039;&amp;#039;Stilgefühl&amp;#039;&amp;#039; stellt einen Sonderfall von Sprachgefühl in Bezug auf literarische Kommunikation dar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Entwicklung von Sprachgefühl in der Muttersprache ==&lt;br /&gt;
Der [[Spracherwerb|Erwerb der Muttersprache]] geschieht von Anfang an in einer ständigen Auseinandersetzung des Kindes mit seiner Umwelt. Es lernt einerseits, sich als Individuum in diese Umwelt einzupassen, andererseits sprachlich so auf diese einzuwirken, dass seine wechselnden und wachsenden Bedürfnisse befriedigt werden. Im Zuge dieses [[Sozialisation]]sprozesses verarbeitet es begrifflich die für ihn relevanten Ereignisse dieser Umwelt, zu denen auch die Interaktion in sprachlichen Kommunikationsprozessen gehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Ansichten des [[Konstruktivismus (Lernpsychologie)|Konstruktivismus]] &amp;#039;&amp;#039;konstruiert&amp;#039;&amp;#039; ein Kind so unbewusst sein individuelles System der [[Regel (Richtlinie)|Regelhaftigkeiten]] seiner Muttersprache. Das Ergebnis dieser &amp;#039;&amp;#039;Konstruktionen&amp;#039;&amp;#039; wird in der Sprachwissenschaft als „[[kommunikative Kompetenz]]“ bezeichnet, das intuitive Bewusstsein davon als „Sprachgefühl“.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Köller 1988, S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass muttersprachliche Sprecher Entscheidungen im Bereich der Grammatik und der Wortwahl im Allgemeinen spontan und vor allem auch mit großer Übereinstimmung treffen, ist letztlich das Ergebnis des vieltausendjährigen Evolutionsprozesses des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachgefühl und sprachliche Norm ==&lt;br /&gt;
Tendenziell ist das Sprachgefühl konservativ; es empfindet die Übereinstimmung mit den gelernten und vertrauten sprachlichen [[Soziale Norm|Normen]] als besonders verständlich und treffend, das Abweichende als irritierend und unklar oder unverständlich. Eine bewusste Auseinandersetzung mit Sprache und den Erwartungen ihrer Sprecher stellt die [[Sprachkritik]] dar, die in der Regel dazu neigt, auf dem Herkömmlichen zu beharren, und die [[Literatur]], zu deren Mitteln auch der absichtsvolle Verstoß gegen sprachliche Normen gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachgefühl in der Linguistik ==&lt;br /&gt;
Entsprechend der obigen Definition findet die Diskussion des Begriffs „Sprachgefühl“ vor allem in den linguistischen Disziplinen [[Soziolinguistik]] und [[Psycholinguistik]] statt. Dabei macht die einschlägige Fachliteratur deutlich, dass Sprachgefühl kaum objektivierbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. zum Beispiel Gipper 1976; Gauger &amp;amp; Oesterreicher 1982.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings befasst sich die [[Semantik]] seit den 1980er Jahren mit dem Phänomen der [[Unschärfe (Sprache)|Unschärfe]] sprachlicher Phänomene (Begriffe, Äußerungen) und leistet so auch einen Beitrag zur Erklärung des Phänomens des „Sprachgefühls“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helmut Gipper: &amp;#039;&amp;#039;„Sprachgefühl“, „Introspektion“ und „Intuition“. Zur Rehabilitierung umstrittener Begriffe in der Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wirkendes Wort.&amp;#039;&amp;#039; 26, Heft 4, 1976, S. 240–245.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Martin Gauger]] &amp;amp; [[Wulf Oesterreicher]]: &amp;#039;&amp;#039;Sprachgefühl und Sprachsinn.&amp;#039;&amp;#039; In: Wulf Oesterreicher, [[Helmut Henne]], [[Manfred Geier]] &amp;amp; Wolfgang Müller: &amp;#039;&amp;#039;Sprachgefühl? Vier Antworten auf eine Preisfrage&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Preisschriften der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung&amp;#039;&amp;#039;). Schneider, Heidelberg 1982, ISBN 3-7953-0272-2.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Köller: &amp;#039;&amp;#039;Philosophie der Grammatik. Vom Sinn grammatischen Wissens&amp;#039;&amp;#039;, J. B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1988.&lt;br /&gt;
* Miriam Langlotz, Nils Lehnert, Susanne Schul, Matthias Weßel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;SprachGefühl. Interdisziplinäre Perspektiven auf einen nur&amp;#039;&amp;#039; scheinbar &amp;#039;&amp;#039;altbekannten Begriff.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 2014, ISBN 978-3-631-64827-8.&lt;br /&gt;
* [[Dieter E. Zimmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Sprache in Zeiten ihrer Unverbesserlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann und Campe, Hamburg 2005, ISBN 3-455-09495-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Sprachgefühl}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sprachgefuhl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachenlernen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psycholinguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhetorik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokonbud</name></author>
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