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	<title>Spontansprache - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T01:10:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spontansprache&amp;diff=1007419&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, typografische Anführungszeichen, Links optimiert, Kleinkram</title>
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		<updated>2024-06-05T17:21:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, typografische Anführungszeichen, Links optimiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;In vielen Bereichen der [[Sprachwissenschaft]]en und der [[Sprechwissenschaft]] wird &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spontansprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; als Bezeichnung für einen Untersuchungsgegenstand verstanden. Im Zentrum dieser Untersuchungen steht die [[gesprochene Sprache]], wie sie im Alltag verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsdefinition ==&lt;br /&gt;
Unter Spontansprache versteht man frei formuliertes, unvorbereitetes Sprechen im Alltag. Gemeint ist der freie [[Redeflussstörung|Redefluss]], der entsteht, wenn Menschen miteinander mündlich in Verbindung treten, ohne sich den Redeinhalt davor zurechtgelegt oder notiert zu haben bzw. ihn von einer schriftlichen Unterlage ab-/vorzulesen. Gedankengänge werden laufend in Sprache umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr häufig entstehen dabei auch ungrammatische Sätze. Spontansprache enthält sowohl abgebrochene Sätze, als auch Einschübe oder Selbstkorrekturen. Auch nicht bedeutungstragende Äußerungselemente wie Räuspern oder Lautäußerungen wie zum Beispiel „ähm“ sind Bestandteile der Spontansprache. Diese natürlich gesprochene Sprache stellt sich in dialoghaften Situationen, also face-to-face, ein oder tritt als [[Monolog]] oder Gruppengespräch auf. Sie kann themen- oder aufgabenbezogen sein, ist sonst aber an keine Restriktionen gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spontansprache in verschiedenen Disziplinen der Sprachwissenschaft ==&lt;br /&gt;
=== Phonetik ===&lt;br /&gt;
In der [[Phonetik]] untersucht man Spontansprache beispielsweise hinsichtlich artikulatorischer, [[prosodisch]]er und [[nonverbal]]er Elemente, die als &amp;#039;&amp;#039;Häsitationen&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden. Gemeint sind Artikulationen, die den flüssigen Redestrom unterbrechen (ah, ahm, hm, br, pf etc.), Lachen, Räuspern, verzögernde Dehnung oder Pausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für Forschung in diesem Bereich ist das Forschungsprojekt „Lautmuster deutscher Spontansprache“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ipds.uni-kiel.de/kjk/pub_exx/kkbptw2003_1/Dfgabs_k.pdf Forschungsprojekt „Lautmuster deutscher Spontansprache“] (PDF; 213&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; an der [[Universität Kiel]]. Spontansprache wird in derlei Untersuchungen der Lesesprache gegenübergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die [[forensisch]]e Phonetik analysiert phonetische Merkmale von Spontansprache, wenn sie zum Beispiel Stimmenvergleiche aufgrund von Grundfrequenzanalysen durchführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klinische Linguistik ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Klinische Linguistik}}&lt;br /&gt;
Beispiel Aphasiediagnostik: Der [[Aachener Aphasie Test]] (AAT) besteht aus sechs Untertests, der erste davon untersucht die Spontansprache. Bewertet werden Kommunikationsverhalten, Artikulation und Prosodie, Automatismen, [[Semantik]], [[Phonematik]] und [[Syntax]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Psycholinguistik ===&lt;br /&gt;
Die [[Psycholinguistik]] untersucht Sprachverarbeitungsprozesse und Sprachbewusstheit. Erstere finden auf mehreren Ebenen statt wie der [[Phonem]]-[[Graphem]]-Ebene, der Wort- und der Satzebene. Zweitere meint die Fähigkeit, Sprache reflektieren zu  können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesprächsanalyse ===&lt;br /&gt;
Die Analyse [[Gesprächsanalyse|gesprochener]] Sprache zeigt unterschiedliche Einflüsse auf. Beispielsweise kann Schriftsprache auf sie einwirken, sodass ein Sprechstil entwickelt wird, der „druckreif“ oder „papierern“ anmutet. Spontansprache beeinflusst umgekehrt aber auch Formen von schriftlicher Kommunikation wie zum Beispiel E-Mail oder Chat. Gesprächsanalysen erbringen im Übrigen auch Erkenntnisse über die Entwicklung des Sprachverständnisses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Computerlinguistik ===&lt;br /&gt;
zum Beispiel Spracherkennung, Übersetzungen etc.&lt;br /&gt;
* Beispiel 1: Die „Tübinger Baumbank“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.sfs.uni-tuebingen.de/tuebads.shtml |wayback=20110811110326 |text=Tübinger Baumbank &amp;quot;TüBa-D/S&amp;quot; auf der Webseite der Universität Tübingen}}&amp;lt;/ref&amp;gt; des Deutschen / Spontansprache (TüBa-D/S) ist ein syntaktisch annotiertes [[Textkorpus|Korpus]] auf der Grundlage von spontansprachlichen Dialogen, die manuell transliteriert wurden. Sie umfasst ca. 38.000 Sätze bzw. 360.000 Wörter. Die Annotation erfolgte von Hand.&lt;br /&gt;
* Beispiel 2: Institut für deutsche Sprache und Linguistik, Lehrstuhl für [[Computerlinguistik]]. Jürgen Kunze, Computerlinguistik II – erster Teil: Erkennung und Synthese gesprochener Sprache (speech). Auf der Webseite der Universität Berlin gibt es dazu ein Vorlesungsskript&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Webarchiv|url=http://www2.hu-berlin.de/compling/Lehrstuhl/Skripte/CL_2_Speech/ |wayback=20070528012405 |text=Vorlesungsskript zur Computerlinguistik, Universität Berlin}}&lt;br /&gt;
(Mirror Page:&lt;br /&gt;
[http://kontext.fraunhofer.de/haenelt/eBooks/Kunze/SpeechSkript/Speech-1-34.pdf S.&amp;amp;nbsp;1–34] (PDF; 480&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
[http://kontext.fraunhofer.de/haenelt/eBooks/Kunze/SpeechSkript/Speech-35-44.pdf S.&amp;amp;nbsp;35–44] (PDF; 806&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
[http://kontext.fraunhofer.de/haenelt/eBooks/Kunze/SpeechSkript/Speech-45-63.pdf S.&amp;amp;nbsp;45–63] (PDF; 402&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
[http://kontext.fraunhofer.de/haenelt/eBooks/Kunze/SpeechSkript/Speech-64-97.pdf S.&amp;amp;nbsp;64–97] (PDF; 1,3&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
[http://kontext.fraunhofer.de/haenelt/eBooks/Kunze/SpeechSkript/Speech-98-121.pdf S.&amp;amp;nbsp;98–121]; PDF; 370&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spontansprache in der Medizin (Phoniatrie) ==&lt;br /&gt;
Die Spontansprache stellt ein besonderes Problem bei sog. [[Redeflussstörung]]en, insbesondere dem [[Poltern (Sprechstörung)|Poltern]], dar. Derartige [[Sprechstörung]]en, die die [[Phoniatrie|Spontansprache]] aktut betreffen und erschweren, werden im Rahmen einer [[Logopädie|logopädischen]] Therapie behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Richard J. Brunner]]: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur linguistischen Struktur der Spontansprache bei Aphasikern und anderen Patienten mit definierten Hirnläsionen vor dem Hintergrund der historischen Zusammenhänge der Aphasieforschung&amp;#039;&amp;#039;, Universität Ulm 1989&lt;br /&gt;
* Sadaoki Furui: &amp;#039;&amp;#039;Perspectives of Spontaneous Speech Recognition and Understanding&amp;#039;&amp;#039;. In: Gerd Willée, Bernhard Schröder, Hans-Christian Schmitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Computerlinguistik. Was geht, was kommt?&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Computational linguistics. Achievements and Perspectives. Festschrift für Winfried Lenders&amp;#039;&amp;#039;. Gardez!-Verlag, St. Augustin 2002, ISBN 3-89796-094-X, (&amp;#039;&amp;#039;Sprachwissenschaft, Computerlinguistik und neue Medien&amp;#039;&amp;#039; 4), S. 64–69.&lt;br /&gt;
* Benno Peters: &amp;#039;&amp;#039;Individuelle und geschlechtsspezifische Unterschiede in der prosodischen Gestaltung deutscher Lese- und Spontansprache&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Horst Dieter Schlosser]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Kultur&amp;#039;&amp;#039;. Lang, Frankfurt am Main u. a. 2000, ISBN 3-631-37051-2, (&amp;#039;&amp;#039;Forum angewandte Linguistik&amp;#039;&amp;#039; 38), S. 153–162.&lt;br /&gt;
* Barbara Resch: &amp;#039;&amp;#039;Data driven pronunciation modeling for large vocabulary spontaneous speech recognition&amp;#039;&amp;#039;. Graz 2002, (Graz, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelbelege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angewandte Linguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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