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	<title>Spolienrecht - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spolienrecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Lateinische Sprache|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;ius spolii&amp;#039;&amp;#039;) ist die rechtliche Befugnis eines kirchlichen Oberen, den [[Fahrnis|beweglichen]] [[Nachlass]] eines [[Katholische Kirche|katholischen]] [[Diözesanpriester|Säkularklerikers]] einzuziehen. Es basiert auf dem Grundgedanken, dass ein [[Klerus|Kleriker]] nach seinem Tod nicht über seine [[Pfründe]]n verfügen oder [[Testament|testieren]] kann. In manchen Fällen wurde auch gegen die Bestimmung im Klerikertestament die Hinterlassenschaft eingezogen, daher kamen die zynischen volkstümlichen Umschreibungen des Ius spolii als &amp;#039;&amp;#039;rapite capite&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;rips raps&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Befugnis wurde im [[Mittelalter]] von den [[Grundherr]]en, dem [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] und dem [[Landesherr]]en ausgeübt und erhielt sich so für einige Teile Deutschlands bis ins 19. Jahrhundert. Missbrauchserscheinungen treten dort auf, wo [[Bischof|Bischöfe]] die Benefizien der [[Kloster|Klöster]] einziehen mit der Begründung, sie seien [[Kammergut|Kameralgut]] der Bischofskirche. Landesherren haben das Spolienrecht gegenüber verstorbenen Bischöfen ausgeübt; häufiger war jedoch der Missbrauch, dass Territorialherrscher sich des Nachlasses des niederen Klerus bemächtigt haben. Im 13. Jahrhundert wurde es allgemeine Praxis, dass beim Tod eines Klerikers – sofern dieser kein Testament hinterließ – dessen Nachlass der [[Papst|päpstlichen]] Schatzkammer zufiel. In Frankreich, Deutschland, Belgien und Portugal gelangte dieser [[Kanon (Kirchenrecht)|Kanon]] nie zur Rechtsgültigkeit, weil das Spolienrecht sich nur schwer exekutieren ließ: Die Abgrenzung zwischen kirchlichem und privatem Besitz war in vielen Fällen schwer zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[mittelalter]]lichen Herrscher [[Otto IV. (HRR)|Otto IV.]], [[Philipp von Schwaben]], [[Friedrich II. (HRR)|Friedrich II.]] und [[Rudolf I. (HRR)|Rudolf von Habsburg]] haben auf das Spolienrecht verzichtet. Obwohl zahlreiche päpstliche Dekrete das Spolienrecht verboten haben, überlebte es bis ins 16. Jahrhundert. Als das [[Konzil von Trient]] die Testierfreiheit aller Diözesankleriker gewährleistete, verschwand das Spolienrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In das Zivilrecht wurde jedoch die sog. [[Spolienklage]] als eine Form der [[Besitz (Deutschland)|Besitzschutzklage]] übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Julius von Staudinger|J. von Staudingers]] Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch mit Einführungsgesetz und Nebengesetzen. Buch 3, Sachenrecht. Einleitung zum Sachenrecht; §§ 854–882 (Allgemeines Liegenschaftsrecht 1).&amp;#039;&amp;#039; 15. Neubearbeitung 2007, [https://beckassets.blob.core.windows.net/product/readingsample/144760/9783805910514_excerpt_001.pdf Rz. 4].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* H.-J. Becker: &amp;#039;&amp;#039;Spolienrecht&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte]] 4 (1990), Sp. 1779–1780.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.newadvent.org/cathen/08571a.htm Andrew Meehan, &amp;#039;&amp;#039;Jus Spolii,&amp;#039;&amp;#039; in: The Catholic Encyclopedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenrechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Mittelalter)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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