<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Spitzm%C3%A4use</id>
	<title>Spitzmäuse - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Spitzm%C3%A4use"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spitzm%C3%A4use&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T11:43:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spitzm%C3%A4use&amp;diff=215661&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DagdaMor: erg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spitzm%C3%A4use&amp;diff=215661&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-25T23:31:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;erg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Spitzmäuse&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Soricidae&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Johann Fischer von Waldheim|Fischer von Waldheim]], 1814&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Insektenfresser&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Eulipotyphla&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Laurasiatheria&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Überordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Höhere Säugetiere&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Eutheria&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Säugetiere&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Mammalia&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Synapsiden&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Synapsida&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Bild             = Neomys anomalus.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = [[Sumpfspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Neomys anomalus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spitzmäuse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Soricidae) sind eine artenreiche [[Säugetiere|Säugetierfamilie]]. Trotz der äußeren Ähnlichkeiten mit den [[Mäuse]]n gehören sie nicht zu den [[Nagetiere]]n, sondern zur Ordnung der [[Insektenfresser]] (Eulipotyphla). Weltweit werden fast 500 Arten unterschieden, von denen rund 10 auch in Mitteleuropa leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Spitzmäuse haben ein mäuseähnliches Erscheinungsbild, allerdings ist die Schnauze länglich zugespitzt. Die Gliedmaßen sind kurz, die Füße enden jeweils in fünf Zehen und sind unspezialisiert. Bei einigen wasserbewohnenden Arten jedoch besitzen die Zehen einen Borstensaum, der ähnlich wie eine [[Schwimmhaut]] wirkt. Spitzmäuse sind vergleichsweise kleine Säugetiere, sie erreichen [[Kopf-Rumpf-Länge]]n von 3 bis 18, meist zwischen 6 und 10&amp;amp;nbsp;Zentimetern. Die Schwanzlänge ist variabel, insbesondere einige unterirdisch grabend lebende Arten weisen einen auffälligen kurzen Schwanz auf. Das Gewicht variiert meist zwischen 3 und 18&amp;amp;nbsp;Gramm, in Ausnahmefällen bis zu 65&amp;amp;nbsp;Gramm. Die [[Etruskerspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Suncus etruscus&amp;#039;&amp;#039;) zählt mit einer Körperlänge von 3,5 bis 5&amp;amp;nbsp;Zentimetern und einem Gewicht von knapp 1,8&amp;amp;nbsp;Gramm zu den kleinsten [[Säugetiere]]n überhaupt. Viele Arten haben Duftdrüsen, mit denen sie ihr Territorium markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Fell]] ist in der Regel dicht und kurz, seine Färbung variiert von gelblichbraun über verschiedene Grau- und Brauntöne bis zu schwarz. Die Unterseite ist meist heller, bei einigen Arten ist ein abrupter Übergang zwischen der dunklen Ober- und der hellen Unterseite zu beobachten. Das Herz einer Spitzmaus schlägt zwischen 800 und 1000 Mal pro Minute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kopf und Zähne ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gartenspitzmaus.jpg|mini|[[Gartenspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Crocidura suaveolens&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Schädel]] ist langgestreckt und flach, die lange, rüsselartige Nase beweglich. Die Augen sind klein und manchmal im Fell verborgen. Eine Ohrmuschel ist vorhanden, meist aber klein und oft ragt sie kaum oder gar nicht aus dem Fell heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zähne sind wie bei allen Insektenfressern durch spitze Höcker und scharfe Schmelzleisten charakterisiert. Spitzmäuse haben 26 bis 32&amp;amp;nbsp;Zähne und somit weniger als die übrigen Insektenfresser. Die vordersten [[Schneidezahn|Schneidezähne]] ragen nach vorn, dahinter folgt bis zum letzten [[Prämolar]]en eine Reihe einspitziger Zähne. Eiseneinlagerungen in der äußeren Schmelzzone sorgen für eine rötliche bis gelbliche Färbung bei den [[Rotzahnspitzmäuse]]n, aber auch bei den [[Wasserspitzmäuse]]n und den [[Amerikanische Kurzschwanzspitzmäuse|Amerikanischen Kurzschwanzspitzmäusen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dötsch et al. 1978&amp;quot;/&amp;gt; Das [[Milchgebiss]] wird bereits vor der Geburt ersetzt, sodass sie mit dem bleibenden Gebiss zur Welt kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spitzmäuse gehören, wie auch die [[Schlitzrüssler]] und [[Plumploris]], zu den wenigen giftigen Säugetieren. Von einigen Gattungen (Wasserspitzmäuse und Amerikanische Kurzschwanzspitzmäuse) ist bekannt, dass sie in der [[Glandula submandibularis|Unterkieferspeicheldrüse]] das Gift [[Blarina-Toxin|BLTX]] produzieren, das es ihnen erlaubt, relativ große Beutetiere wie Frösche und Wühlmäuse zu überwältigen. Auch für den Menschen können Spitzmausbisse deswegen sehr schmerzhaft sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sinne ===&lt;br /&gt;
Der [[Sehsinn]] der Spitzmäuse ist schlecht entwickelt, bei der Beutejagd verlassen sie sich eher auf den [[Auditive Wahrnehmung|Gehör-]] und insbesondere auf den [[Olfaktorische Wahrnehmung|Geruchssinn]]. Eine Besonderheit der Spitzmäuse ist, dass sie neben [[Fledermäuse]]n und [[Zahnwale]]n zu den wenigen Säugetieren zählen, bei denen die Fähigkeit zur [[Echoortung (Tiere)|Echoortung]] bekannt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Verhalten: Gezwitscher von Spitzmäusen dient der Orientierung |Online=https://www.spektrum.de/news/gezwitscher-von-spitzmaeusen-dient-der-orientierung/998080 |Abruf=2019-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie senden dabei eine Abfolge von hohen Quietschtönen aus, mit deren Hilfe sie ihren Lebensraum erkunden können. Unklar ist, ob die Echoortung auch zum Aufspüren der Beute verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Blarina carolinensisPCSL20933B.jpg|mini|Die [[Amerikanische Kurzschwanzspitzmäuse|Südliche Kurzschwanzspitzmaus]] ist eine bekannte Spitzmausart Nordamerikas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spitzmäuse sind nahezu weltweit verbreitet und kommen in [[Eurasien]], [[Afrika]] sowie [[Nordamerika|Nord-]] und [[Mittelamerika]] vor. Sie fehlen allerdings in [[Südamerika]] (außer dem äußersten Nordwesten), dem [[Australien (Kontinent)|australisch-ozeanischen]] Raum, den Polarregionen und auf abgelegenen Inseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bewohnen eine Vielzahl von [[Habitat]]en, bevorzugen jedoch eher feuchte Lebensräume. Die meisten Arten leben in dichtbestandenen Waldgebieten, manche kommen auch in Grasländern vor. Einige Arten wie die [[Gescheckte Wüstenspitzmaus]] und die Vertreter der [[Graue Wüstenspitzmäuse|Grauen Wüstenspitzmäuse]] bewohnen allerdings auch ausgesprochen trockene Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Spitzmäuse sind vorwiegend Bodenbewohner. Sie können nicht sehr gut klettern, reine baumbewohnende Arten gibt es nicht. Manche Gattungen wie die [[Biberspitzmäuse|Biber-]], die [[Gebirgsbachspitzmaus|Gebirgsbach-]] und die [[Wasserspitzmäuse]] sind an eine aquatische Lebensweise angepasst. Daneben gibt es auch teilweise unterirdisch lebende Arten wie die [[Stummelschwanzspitzmäuse|Stummelschwanz-]] und die [[Maulwurfspitzmäuse]], die mit vergrößerten, zum Graben geeigneten Vorderpfoten und langen Krallen an diese Lebensweise angepasst sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Üblicherweise sind Spitzmäuse [[Solitär (Zoologie)|Einzelgänger]], die außerhalb der Paarungszeit den Kontakt zu Artgenossen meiden, lediglich von den [[Kleinohrspitzmäuse]]n ist ein sozialeres Verhalten bekannt. Viele Arten dürften territorial sein und ihr Revier mit Drüsensekreten markieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Arten sind sowohl tag- als auch nachtaktiv, andere hingegen begeben sich vorwiegend während der Nacht auf Nahrungssuche. Als Ruheplätze graben sie eigene Baue oder übernehmen die anderer Tiere oder verwenden andere geschützte Plätze wie Felsspalten, Erdlöcher oder ähnliches. Oft legen sie darin ein Nest aus getrockneten Blättern und Gräsern an. Einige [[Hemerophil|kulturfolgende]] Arten sind auch in menschlichen Behausungen zu finden. Meist sind sie ganzjährig aktiv, kurze Perioden mit leichter Körperstarre ([[Torpor]]) kommen jedoch bei manchen Arten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spitzmäuse haben eine außergewöhnlich hohe [[Stoffwechsel]]rate. Wenn sie erschrecken, kann ihr Herz bis zu 1200 Mal pro Minute&amp;lt;ref&amp;gt; M. Nowak (1999), S. 203 &amp;lt;/ref&amp;gt; schlagen, oft kommen auch Todesfälle durch einen [[Schock (Medizin)|Schock]] vor. Aufgrund ihres immensen Stoffwechsels haben die Spitzmäuse einen hohen Nahrungsbedarf, so fressen Arten der Gattung der [[Rotzahnspitzmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Sorex&amp;#039;&amp;#039;) täglich Nahrung in der Größenordnung ihres eigenen Körpergewichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nahrung ==&lt;br /&gt;
Spitzmäuse sind [[Fleischfresser]], die sich vorrangig von [[Insekten]] und deren Larven, [[Regenwürmer]]n und anderen wirbellosen Tieren ernähren. Manchmal werden auch kleine [[Wirbeltiere]] verzehrt, wobei ihnen ihr giftiger Speichel hilft, auch größere Beute zu überwältigen. Wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt, stehen auch doppelt so große Beutetiere wie Wühlmäuse, Kröten oder kleine Schlangen auf dem Speiseplan. Entsprechend jagen und fressen [[Wasserspitzmäuse]] neben ihrer Hauptnahrung Käferlarven und Wasserschnecken auch kleine Fische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kleinem Ausmaß nehmen sie auch pflanzliches Material wie Samen und Nüsse zu sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Crocidura HC2.JPG|mini|Junge Spitzmäuse in der Nähe ihres Nestes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spitzmäuse bringen ein oder mehrmals im Jahr nach rund drei bis vier Wochen [[Tragezeit]] bis zu zehn nackte und blinde Junge zur Welt. Diese wachsen jedoch schnell, nach 7 bis 24 Tagen öffnen sie die Augen. Bei der Unterfamilie der [[Spitzmäuse#Weißzahn- oder Wimperspitzmäuse|Weißzahnspitzmäuse]] kommt es manchmal zu „Umzugskarawanen“, indem sie sich in das Fell bei der Schwanzwurzel des Vordertieres verbeißen. Die Entwöhnung erfolgt meist nach zwei bis vier Wochen, die Geschlechtsreife tritt oft schon nach zwei bis drei Monaten ein. Die durchschnittliche Lebenserwartung dieser Tiere beträgt ein bis zwei Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spitzmäuse und Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Suncus murinus.jpg|mini|Die [[Moschusspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Suncus murinus&amp;#039;&amp;#039;) hat als Kulturfolger ihr Verbreitungsgebiet erweitern können]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spitzmäuse wurden und werden vom Menschen weder besonders genutzt noch als Schädling oder Gefahr betrachtet, sodass sie selten bejagt wurden. Auch in der [[Heimtier]]haltung spielen sie keine Rolle. Die heutigen Bedrohungen gehen vorrangig von der Zerstörung ihres Lebensraumes und der Einschleppung von [[Neozoen]] in ihre Heimatregionen aus. Besonders gefährdet sind dabei wie bei anderen Säugetiergruppen Arten, die auf kleinen Inseln endemisch sind. Die Spitzmäuse der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Nesiotites]]&amp;#039;&amp;#039;, die auf mehreren Mittelmeerinseln lebten, sind vor einigen tausend Jahren ausgestorben. Heute werden 11 Arten von der [[IUCN]] als „vom Aussterben bedroht“ (&amp;#039;&amp;#039;critically endangered&amp;#039;&amp;#039;) gelistet, weitere 57 Arten gelten als stark gefährdet oder gefährdet;  für 102 Arten fehlen jedoch genaue Daten, weshalb sie als &amp;#039;&amp;#039;Data Deficient&amp;#039;&amp;#039; (ungenügende Datengrundlage) klassifiziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Zahlen nach der [http://www.iucnredlist.org/ Roten Liste der IUCN], abgerufen am 11. August 2024 &amp;lt;/ref&amp;gt; Einige Arten haben im Gegensatz dazu im Gefolge des Menschen ihr Verbreitungsgebiet ausdehnen können, beispielsweise die [[Moschusspitzmaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mancherorts haben Spitzmäuse kulturgeschichtliche Bedeutung erlangt. Im [[Altes Ägypten|Alten Ägypten]], insbesondere in den späteren Dynastien, galten sie als Manifestationen des Gottes [[Horus]], teilweise wurden sie mumifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://members.chello.at/natura/shrew/cult-egypt.html &amp;#039;&amp;#039;Shrews in Ancient Egypt&amp;#039;&amp;#039; auf The Shrew (-ist&amp;#039;s) Site] &amp;lt;/ref&amp;gt; In [[China]] erinnern ihre Quietschlaute an das chinesische Wort für Geld. Einem Aberglauben zufolge bedeutet dort die Anwesenheit einer Spitzmaus, dass Geld in das Haus fließen werde. Den Körperteilen der [[Panzerspitzmaus]], mit ihrem einzigartigen, besonders belastbaren Bau der [[Wirbelsäule]], werden in manchen Regionen [[Afrika]]s magische Kräfte zugesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spitzmäuse als potentielle Krankheitsüberträger ==&lt;br /&gt;
Zwar gelten Rötelmäuse und Brandmäuse als die Hauptüberträger des Puumalavirus und Hantaanvirus, zweier Spezies des [[Hantaviren|Hantavirus]], in Deutschland. Andere Spezies von Hantaviren sind in den vergangenen Jahren aber auch bei Spitzmäusen sowie Maulwürfen und Fledermäusen gefunden worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/H/Hantavirus/Merkblatt_PDF.pdf?__blob=publicationFile |titel=Informationen zur Vermeidung von Hantavirus-Infektionen |werk= |hrsg=Robert Koch-Institut, Berlin |datum=2019 |format=PDF |abruf=2019-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob diese neu entdeckten Viren für den Menschen pathogen sind, ist nicht bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Hantaviren.html |titel=Hantavirus-Erkrankung |werk= |hrsg=RKI |datum=2015-07-02 |abruf=2019-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Feldspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Crocidura leucodon&amp;#039;&amp;#039;) könnte Überträger des [[Borna Disease Virus 1 (BoDV-1)]] auf andere Säugetiere sowie den Menschen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/AK_Blut/Stellungnahmen/download/Bornavirus_2018.pdf?__blob=publicationFile |titel=Bornavirus. Stellungnahmen des Arbeitskreises Blut des Bundesministeriums für Gesundheit |werk= |hrsg=Bundesgesundheitsblatt |datum=2019 |format=PDF |abruf=2019-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik und Benennung ==&lt;br /&gt;
=== Benennung ===&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Spitz„maus“ darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Tiere mit den [[Mäuse]]n nicht näher verwandt sind. Eine beschlossene Umbenennung durch die [[Deutsche Gesellschaft für Säugetierkunde]] auf ihrer Hauptversammlung 1942 in die zoologisch sinnvollere, ältere Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Spitzer&amp;#039;&amp;#039; ließ [[Adolf Hitler]] nach seiner Kenntnisnahme durch die [[Berliner Morgenpost]] vom 3. März 1942 unter Androhung von längeren Aufenthalten „in Baubataillonen an der russischen Front“ unverzüglich rückgängig machen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.mammalianbiology.org/DGS-Geschichte(Hutterer-2001).pdf |wayback=20160304085722 |text=Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Säugetierkunde (DGS) |archiv-bot=2023-01-12 22:44:01 InternetArchiveBot }} (PDF; 1,5&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Äußere Systematik ===&lt;br /&gt;
Die Spitzmäuse werden in die Ordnung der [[Insektenfresser]] eingegliedert. Diese Ordnung hat eine taxonomisch stark umstrittene Geschichte, immer wieder wurden Taxa ein- oder ausgegliedert. Auch die [[Molekulargenetik|molekulargenetischen]] Untersuchungen liefern kein eindeutiges Ergebnis, sodass die Abstammungsverhältnisse innerhalb dieser Gruppe umstritten bleiben. Als mögliche Schwestergruppe der Spitzmäuse gelten die [[Maulwürfe]] (Talpidae), eine entferntere Verwandtschaft besteht zu den [[Schlitzrüssler]]n (Solenodontidae).&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe dazu etwa: M. Symonds: &amp;#039;&amp;#039;Phylogeny and life histories of the ‘Insectivora’: controversies and consequences&amp;#039;&amp;#039; in Biol. Rev. (2005), 80, S. 93–128. [http://journals.cambridge.org/production/action/cjoGetFulltext?fulltextid=275551 PDF]. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innere Systematik ===&lt;br /&gt;
{{userboxtop|toptext=&amp;lt;small&amp;gt;Innere Systematik der Spitzmäuse nach Hutterer et al. 2025&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hutterer et al. 2025&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Klade|style=white-space:nowrap;font-size:75%;line-height:100%&lt;br /&gt;
|label1=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Soricidae&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
   |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Anourosorex]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |2={{Klade&lt;br /&gt;
      |label1=&amp;amp;nbsp;[[Soricinae]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
      |1={{Klade&lt;br /&gt;
         |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Sorex]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
         |2={{Klade&lt;br /&gt;
            |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Megasorex]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
            |2={{Klade&lt;br /&gt;
               |1={{Klade&lt;br /&gt;
                  |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Blarina]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                  |2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Parablarinella]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                  }}&lt;br /&gt;
               |2={{Klade&lt;br /&gt;
                  |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Neomys]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                  |2={{Klade&lt;br /&gt;
                     |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Chodsigoa]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                     |2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Episoriculus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                     }}&lt;br /&gt;
                  }}&lt;br /&gt;
               }}&lt;br /&gt;
            }}&lt;br /&gt;
         }}&lt;br /&gt;
      |2={{Klade&lt;br /&gt;
         |label1=&amp;amp;nbsp;[[Myosoricinae]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
         |1={{Klade&lt;br /&gt;
            |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Myosorex]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
            |2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Congosorex]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
            }}&lt;br /&gt;
         |2={{Klade&lt;br /&gt;
            |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Nagasorex]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
            |label2=&amp;amp;nbsp;[[Crocidurinae]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
            |2={{Klade&lt;br /&gt;
               |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Solisorex]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
               |2={{Klade&lt;br /&gt;
                  |1={{Klade&lt;br /&gt;
                     |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Scutisorex]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                     |2={{Klade&lt;br /&gt;
                        |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Palawanosorex]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                        |2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Ruvenzorisorex]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                        }}&lt;br /&gt;
                     }}&lt;br /&gt;
                  |2={{Klade&lt;br /&gt;
                     |1={{Klade&lt;br /&gt;
                        |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Feroculus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                        |2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Suncus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                        }}&lt;br /&gt;
                     |2={{Klade&lt;br /&gt;
                        |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Diplomesodon]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                        |2={{Klade&lt;br /&gt;
                           |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Crocidura]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                           |2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Paracrocidura]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                           }}&lt;br /&gt;
                        }}&lt;br /&gt;
                     }}&lt;br /&gt;
                  }}&lt;br /&gt;
               }}&lt;br /&gt;
            }}&lt;br /&gt;
         }}&lt;br /&gt;
      }}&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{userboxbottom}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Spitzmaeuse-drawing.jpg|mini|Zwei mitteleuropäische Spitzmausarten: oben die [[Waldspitzmaus]], ein Vertreter der Rotzahnspitzmäuse, darunter die [[Hausspitzmaus]], ein Vertreter der Weißzahnspitzmäuse]]&lt;br /&gt;
Die Familie der Spitzmäuse ist in drei Unterfamilien mit rund 25 Gattungen und über 350 Arten unterteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weißzahn- oder Wimperspitzmäuse ====&lt;br /&gt;
Die Mitglieder der Unterfamilie der [[Crocidurinae|Weißzahn- oder Wimperspitzmäuse]] (Crocidurinae) sind durch weiße Zähne und Wimpern am Schwanz und am hinteren Teil des Körpers charakterisiert. Sie haben weniger Zähne (26 bis 28) als die [[Rotzahnspitzmäuse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weißzahnspitzmäuse sind auf die Alte Welt beschränkt, sie kommen in [[Eurasien]] und [[Afrika]] vor, die größte Artenvielfalt herrscht im [[Zentrales Afrika|zentralen Afrika]]. Folgende Gattungen werden zu dieser Unterfamilie gerechnet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Gattung der (Eigentlichen) [[Weißzahnspitzmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Crocidura&amp;#039;&amp;#039;) gilt mit rund 170 Arten als die artenreichste Säugetiergattung überhaupt. Die meisten davon leben in Afrika oder in Südostasien, in Mitteleuropa kommen drei Arten vor: die [[Feldspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;C. leucodon&amp;#039;&amp;#039;), die [[Hausspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;C. russula&amp;#039;&amp;#039;) sowie die [[Gartenspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;C. suaveolens&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Die Gattung der [[Dickschwanzspitzmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Suncus&amp;#039;&amp;#039;) umfasst mehr als 15 Arten, die im südlichen Europa, in Afrika und im südlichen und südöstlichen Asien leben. Sie sind durch buschige Schwänze gekennzeichnet. Bekannte Arten sind die [[Etruskerspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;S. etruscus&amp;#039;&amp;#039;) – die zusammen mit der [[Schweinsnasenfledermaus]] als das kleinste Säugetier überhaupt gilt – und die [[Moschusspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;S. murinus&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Die [[Pearson-Langkrallenspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Solisorex pearsoni&amp;#039;&amp;#039;) ist auf Sri Lanka endemisch.&lt;br /&gt;
* Die [[Kelaart-Langkrallenspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Feroculus feroculus&amp;#039;&amp;#039;) kommt ebenfalls nur auf Sri Lanka vor.&lt;br /&gt;
* Die [[Gescheckte Wüstenspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Diplomesodon pulchellum&amp;#039;&amp;#039;) bewohnt Steppen und Halbwüsten im südlichen Russland und Zentralasien.&lt;br /&gt;
* Die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Palawanosorex]]&amp;#039;&amp;#039; schließt mit der [[Palawan-Moosspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;P. muscorum&amp;#039;&amp;#039;) und der [[Kinabalu-Moschusspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;P. ater&amp;#039;&amp;#039;) zwei Arten von der philippinischen Insel [[Palawan]] und von [[Borneo]] ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hutterer et al&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nations et al. 2022&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die drei Arten der Gattung [[Kongo-Wimperspitzmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Paracrocidura&amp;#039;&amp;#039;) sind durch den relativ großen Kopf und spezielle Merkmale im Bereich der Zähne gekennzeichnet. Sie leben im zentralen Afrika.&lt;br /&gt;
* Die [[Ruwenzori-Spitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Ruwenzorisorex suncoides&amp;#039;&amp;#039;) lebt nur im Ruwenzori-Gebirge in Afrika.&lt;br /&gt;
* Die [[Scutisorex|Panzerspitzmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Scutisorex&amp;#039;&amp;#039;) Zentralafrikas sind durch ihre besonders belastbare und biegsame Wirbelsäule gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
* Die rund zehn Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Sylvisorex]]&amp;#039;&amp;#039; bewohnen die Wälder des zentralen und südlichen Afrikas. Sie sind durch eine weiche, lange Körperbehaarung gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Myosoricinae ====&lt;br /&gt;
Die Gattungen der Unterfamilie der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Myosoricinae&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurden früher zu den Crocidurinae gerechnet. Sie unterscheiden sich von diesen durch einen vorhandenen dritten unteren [[Prämolar]] und weiteren Details im Schädelbau. Die Mitglieder dieser Unterfamilie sind auf das mittlere und südliche [[Afrika]] beschränkt. Folgende Gattungen zählen dazu:&lt;br /&gt;
* Die [[Afrikanische Waldspitzmäuse|Afrikanischen Waldspitzmäuse]] (Gattung &amp;#039;&amp;#039;Myosorex&amp;#039;&amp;#039;) bewohnen vorrangig feuchte Waldregionen im zentralen und südlichen Afrika.&lt;br /&gt;
* Die Tiere der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Congosorex]]&amp;#039;&amp;#039; ähneln den Afrikanischen Waldspitzmäusen. Die Gattung umfasst drei Arten, von denen zwei erst im 21. Jahrhundert entdeckt wurden.&lt;br /&gt;
* Die drei Arten der [[Maulwurfspitzmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Surdisorex&amp;#039;&amp;#039;) kommen ausschließlich in rund 3000 Meter hohen Bergregionen Kenias vor. Typisch für sie ist der kurze Schwanz und eine teilweise unterirdische Lebensweise.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nagasorex&amp;#039;&amp;#039; ist monotypisch und kommt mit der Art &amp;#039;&amp;#039;[[Nagasorex albidens]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Nagaland]] im östlichen Indien vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hutterer et al. 2025&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rotzahnspitzmäuse ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Sorex-araneus.jpg|mini|Eine [[Waldspitzmaus]] beim Verzehr eines Regenwurms]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitglieder der Unterfamilie der [[Soricinae|Rotzahnspitzmäuse]] (Soricinae) sind durch rote und gelbliche Zahnspitzen gekennzeichnet. Auch haben sie mehr Zähne (30 oder 32) als die anderen Unterfamilien, und die Wimperhaare am Schwanz und am hinteren Ende des Körpers fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rotzahnspitzmäuse leben in [[Eurasien]], in [[Nordamerika|Nord-]] und [[Mittelamerika]] sowie im nordwestlichen [[Südamerika]]; in [[Afrika]] fehlen sie. Folgende Gattungen werden unterschieden:&lt;br /&gt;
* Die Gattung der (Eigentlichen) [[Rotzahnspitzmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Sorex&amp;#039;&amp;#039;) umfasst knapp 85 Arten. Sie sind durch lange Schwänze und kleine Ohren gekennzeichnet und bewohnen weite Teile Eurasiens und Nordamerikas. Zu den mitteleuropäischen Arten zählen: die [[Waldspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;S. araneus&amp;#039;&amp;#039;) – 1949 und 2017 wurde über ihre temporäre Körperschrumpfung und Gewichtsabnahme über den Winter publiziert; die [[Alpenspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;S. alpinus&amp;#039;&amp;#039;), die [[Zwergspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;S. minutus&amp;#039;&amp;#039;) sowie die [[Schabrackenspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;S. coronatus&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Die [[Wasserspitzmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Neomys&amp;#039;&amp;#039;) umfassen drei Arten in Europa und Westasien. Sie sind durch Haarsäume an den Füßen an das Wasserleben angepasst. Bekannt sind die [[Wasserspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;N. fodiens&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Sumpfspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;N. anomalus&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Die [[Stummelschwanzspitzmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Anourosorex&amp;#039;&amp;#039;) sind mit den klauenartigen Vorderfüßen und den rückgebildeten Augen an eine unterirdische Lebensweise ähnlich den Maulwürfen angepasst. Sie kommen in Ost- und Südostasien vor.&lt;br /&gt;
* Die [[Asiatische Kurzschwanzspitzmäuse|Asiatischen Kurzschwanzspitzmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Blarinella&amp;#039;&amp;#039;) leben in Südwestchina und Nord-Myanmar. Ihr kurzer Körper ist auch an eine grabende Lebensweise angepasst.&lt;br /&gt;
* Eng verwandt mit den Asiatischen Kurzschwanzspitzmäusen sind die beiden Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Parablarinella]]&amp;#039;&amp;#039;, die ebenfalls im südwestlichen China auftreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bannikova et al. 2019&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;He et al. 2018&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die vier Arten der [[Amerikanische Kurzschwanzspitzmäuse|Amerikanischen Kurzschwanzspitzmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Blarina&amp;#039;&amp;#039;) kommen in Südkanada und den USA vor. Es sind relativ gut erforschte, häufig grabend lebende Tiere.&lt;br /&gt;
* Die rund 50 Arten der [[Kleinohrspitzmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Cryptotis&amp;#039;&amp;#039;) sind auf den amerikanischen Kontinent beschränkt. Sie leben in Gruppen zusammen und gelten als sozialer als die meisten anderen Spitzmausarten.&lt;br /&gt;
* Die fünf Arten der [[Biberspitzmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Chimarrogale&amp;#039;&amp;#039;) sind ähnlich den Wasserspitzmäusen mit Borstensäumen an den Füßen an eine schwimmende Fortbewegung angepasst. Sie leben in Ostasien.&lt;br /&gt;
* Die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Crossogale]]&amp;#039;&amp;#039; ist mit den Biberspitzmäusen eng verwandt und schließt drei Arten aus Asien ein.&lt;br /&gt;
* Die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Chodsigoa]]&amp;#039;&amp;#039; umfasst acht vorwiegend in China lebende Arten.&lt;br /&gt;
* Die sechs Arten der [[Braunzahn-Spitzmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Episoriculus&amp;#039;&amp;#039;) bewohnen Feuchtgebiete in Asien.&lt;br /&gt;
* Der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Nectogale]]&amp;#039;&amp;#039; gehören zwei Arten an,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fan et al. 2022&amp;quot; /&amp;gt; es sind die einzigen Spitzmäuse, die mit echten Schwimmhäuten ausgestattet sind. Sie leben im südlichen China und der Himalaya-Region. Fische dürften einen Teil ihrer Ernährung ausmachen.&lt;br /&gt;
* Die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Nesiotites]]&amp;#039;&amp;#039; lebte bis vor wenigen Tausend Jahren auf einigen Mittelmeerinseln.&lt;br /&gt;
* Die [[Taiwanesische Braunzahn-Spitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Pseudosoriculus&amp;#039;&amp;#039;) kommt mit einer Art auf [[Taiwan (Insel)|Taiwan]] vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abramov et al. 2017&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Soriculus]]&amp;#039;&amp;#039; bewohnt mit sechs Arten die Himalaya-Region.&lt;br /&gt;
* Die [[Mexikanische Wüstenspitzmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Megasorex gigas&amp;#039;&amp;#039;) bewohnt das südwestliche Mexiko und lebt in Wäldern und Halbwüsten.&lt;br /&gt;
* Die [[Graue Wüstenspitzmäuse|Grauen Wüstenspitzmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Notiosorex&amp;#039;&amp;#039;) leben in Trockengebieten in den südwestlichen USA und Nordmexiko.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Andere als „Spitzmäuse“ bezeichnete Tiere ====&lt;br /&gt;
Nicht zur Familie der Spitzmäuse zählen:&lt;br /&gt;
* die [[Otterspitzmäuse]] (Potamogalidae), eine mit den [[Tenreks]] verwandte Familie,&lt;br /&gt;
* die [[Elefantenspitzmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Elephantulus&amp;#039;&amp;#039;), eine Gattung der [[Rüsselspringer]], sowie&lt;br /&gt;
* die ausgestorbenen [[Karibische Spitzmäuse|Karibischen Spitzmäuse]] (Nesophontidae) der Karibischen Inseln, die eine eigene Familie darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Die frühesten Fossilienfunde von Spitzmäusen stammen aus dem oberen [[Eozän]] Nordamerikas. Im [[Oligozän]] wanderten sie nach [[Asien]] und [[Afrika]] ein, aus dieser Zeit sind die ausgestorbenen Unterfamilien Crocidosoricinae und Heterosoricinae bekannt. Die ältesten Funde aus Afrika stammen aus dem [[Miozän]], in Südamerika sind sie erst seit dem [[Pleistozän]] belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Storch]]: &amp;#039;&amp;#039;Lipotyphla, Insektenfresser.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilfried Westheide]], [[Reinhard Rieger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Spezielle Zoologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Wirbel- oder Schädeltiere.&amp;#039;&amp;#039; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg u.&amp;amp;nbsp;a. 2004, ISBN 3-8274-0307-3, S. 514–524.&lt;br /&gt;
* Ronald M. Nowak: &amp;#039;&amp;#039;Walker&amp;#039;s Mammals of the World.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. 6. Auflage. The Johns Hopkins University Press, Baltimore MD u.&amp;amp;nbsp;a. 1999, ISBN 0-8018-5789-9.&lt;br /&gt;
* [[Don E. Wilson]], DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Mammal Species of the World]]. A taxonomic and geographic Reference.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. 3. Auflage. The Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Soricidae|Spitzmäuse}}&lt;br /&gt;
* [http://members.chello.at/natura/shrew/index.html The Shrew (-ist&amp;#039;s) Site]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hutterer et al&amp;quot;&amp;gt;[[Rainer Hutterer]], Danilo S Balete, Thomas C Giarla, Lawrence R Heaney und Jacob A Esselstyn: &amp;#039;&amp;#039;A new genus and species of shrew (Mammalia: Soricidae) from Palawan Island, Philippines.&amp;#039;&amp;#039; Journal of Mammalogy 99 (3), 2018, S. 518–536, [[doi: 10.1093/jmammal/gyy041]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dötsch et al. 1978&amp;quot;&amp;gt;Christel Dötsch und Wighart von Koenigswald: &amp;#039;&amp;#039;Zur Rotfärbung von Soricidenzähnen.&amp;#039;&amp;#039; Zeitschrift für Säugetierkunde 43 (2), 1978, S. 65–70&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fan et al. 2022&amp;quot;&amp;gt;Ronghui Fan, Keyi Tang, Liang Dou, Changkun Fu, Abu ul Hassan Faiz, Xuming Wang, Yufan Wang, Shunde Chen und Shaoying Liu: &amp;#039;&amp;#039;Molecular phylogeny and taxonomy of the genus Nectogale (Mammalia: Eulipotyphla: Soricidae).&amp;#039;&amp;#039; Ecology and Evolution 12, 2022, S. e9404, [[doi:10.1002/ece3.9404]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nations et al. 2022&amp;quot;&amp;gt;Jonathan A. Nations, Thomas C. Giarla, Muhd Amsyari Morni, Julius William Dee, Mark T. Swanson, Anna E. Hiller, Faisal Ali Anwarali Khan, Jacob A. Esselstyn: &amp;#039;&amp;#039;Molecular data from the holotype of the enigmatic Bornean Black Shrew, Suncus ater Medway, 1965 (Soricidae, Crocidurinae), place it in the genus Palawanosorex.&amp;#039;&amp;#039; ZooKeys 1137, 2022, S. 17–31, [[doi:10.3897/zookeys.1137.94217]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bannikova et al. 2019&amp;quot;&amp;gt;Anna A Bannikova, Paulina D Jenkins, Evgeniya N Solovyeva, Svetlana V Pavlova, Tatiana B Demidova, Sergey A Simanovsky, Boris I Sheftel, Vladimir S Lebedev, Yun Fang, Love Dalen und Alexei V Abramov: &amp;#039;&amp;#039;Who are you, griselda? A replacement name for a new genus of the Asiatic short-tailed shrews (Mammalia, Eulipotyphla, Soricidae): molecular and morphological analyses with the discussion of tribal affinities.&amp;#039;&amp;#039; Zookeys 888, 2019, S. 133–158, [[doi:10.3897/zookeys.888.37982]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;He et al. 2018&amp;quot;&amp;gt;Kai He, Xing Chen, Peng Chen, Shui-Wang He, Feng Cheng, Xue-Long Jiang und Kevin L. Campbell: &amp;#039;&amp;#039;A new genus of Asiatic short-tailed shrew (Soricidae, Eulipotyphla) based on molecular and morphological comparisons.&amp;#039;&amp;#039; Zoological Research 39 (5), 2018, S. 309–323, [[doi:10.24272/j.issn.2095-8137.2018.058]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hutterer et al. 2025&amp;quot;&amp;gt;Rainer Hutterer, Mark T. Swanson, Jacob A. Esselstyn und Lawrence R. Heaney: &amp;#039;&amp;#039;The Shrew of Nagaland: A Remarkable New Genus and Species from Northeast India, With A Discussion of The Phylogeny and Classification of The Soricidae (Mammalia).&amp;#039;&amp;#039; Bulletin of the American Museum of Natural History 474, 2025, S. 1–72, [[doi:10.1206/0003-0090.474.1.1]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Abramov et al. 2017&amp;quot;&amp;gt;Alexei V. Abramov, Anna A. Bannikova, Daria M. Chernetskaya, Vladimir S. Lebedev und Viatcheslav V. Rozhnov: &amp;#039;&amp;#039;The first record of Episoriculus umbrinus from Vietnam, with notes on the taxonomic composition of Episoriculus (Mammalia, Soricidae).&amp;#039;&amp;#039;  Russian Journal of Theriology 16 (2), 2017, S. 117–128, [[doi:10.15298/rusjtheriol.16.2.01]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4182387-4}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Spitzmause}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spitzmäuse| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DagdaMor</name></author>
	</entry>
</feed>