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	<title>Spitzkarre - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T16:13:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spitzkarre&amp;diff=2357330&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2024-05-12T14:57:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tsingy de Bemaraha.jpg|mini|300px|Unter tropischen Bedingungen gebildete Spitzkarren im [[Nationalpark Tsingy de Bemaraha|Tsingy de Bemaraha Strict Nature Reserve]] in [[Madagaskar]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spitzkarren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind eine [[Karre (Rinne)|Karrenstruktur]] erster Ordnung. Sie entstehen in [[Karst]]gebieten durch [[Lösungsverwitterung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die wissenschaftliche Beschreibung von Spitzkarren, [[Englische Sprache|engl.]] &amp;#039;&amp;#039;pinnacles&amp;#039;&amp;#039; (Zinnen), beginnt im Jahr 1900 mit M. Eckert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. Eckert |Titel=Wiss. Ergänzh. Z. Dtsch.-Österr. Alpenver. |Band=31 |Datum=1900 |Seiten=52–60}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihm folgen unter vielen anderen Autoren [[Jovan Cvijić]] im Jahr 1924, C.E. Wilford &amp;amp; J.R.D. Wall 1965, M.M. Sweeting 1979 sowie M.W. Longman &amp;amp; D.N. Brownlee 1980. Eine Definition war 1951 von [[Alfred Bögli]] erbracht worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alfred Bögli |Titel=Geogr. Helv. |Band=6 |Datum=1951 |Seiten=191–204}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Spitzkarren bilden im Karst nach oben spitz, projektilartig zulaufende [[Pyramide (Geometrie)|Pyramiden]]. Die Strukturen treten gewöhnlich nicht vereinzelt auf, sondern formen Ansammlungen. Die einzelnen Pyramiden werden durch miteinander vernetzte Furchen oder beckenartige Vertiefungen voneinander abgegrenzt. Die Einzelpyramiden sind an ihrer Basis selten breiter als 2 Meter, Gruppierungen können jedoch recht große Komplexe (im [[Dekameter]]bereich und mehr) hervorbringen. Die steilen Seitenpartien bestehen aus mehreren konvexen bis flachen Facetten, die sich an scharfen Graten berühren und nach oben in einer Spitze zusammenlaufen. Auch Formen mit mehr als nur einer Spitze kommen vor. Gewöhnlich bilden sich auf den Facetten [[Rillenkarre]]n und manchmal auch &amp;#039;&amp;#039;Lösungsrippeln&amp;#039;&amp;#039; (engl. solution ripples). Die Höhe von Spitzkarren liegt gewöhnlich im Meterbereich, kann aber unter [[Tropen|tropischen Bedingungen]] in den Dekameterbereich übergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
=== Ausgangsgesteine ===&lt;br /&gt;
Spitzkarren bilden sich gewöhnlich in [[Karbonate|Karbonatgesteinen]] ([[Kalkstein]] und [[Dolomit (Gestein)|Dolomit]]). Sie sind aber auch in Salzgesteinen ([[Steinsalz]]) beschrieben worden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=L. Jakucs |Titel=Morphogenetics of Karst Regions |Verlag=Hilger |Ort=Bristol |Datum=1977}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, sehr ähnliche Strukturen können selbst in verwitterten [[Granit]]en angetroffen werden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=W. Klaer |Titel=Petermanns Geogr. Mitt., Ergänzh. |Nummer=261 |Datum=1956 |Seiten=146}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die so genannten &amp;#039;&amp;#039;Penitentes&amp;#039;&amp;#039;, [[Ablation (Meteorologie)|Ablationsstrukturen]] im [[Eis]], sind Spitzkarren ebenfalls sehr ähnlich&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=L. Lliboutry |Titel=Traité de la Glaciologie |Band=2 |Verlag=Masson |Ort=Paris |Datum=1965}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Environments ===&lt;br /&gt;
Spitzkarren treten in drei verschiedenen Environments auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* im Inlandkarst auf nacktem Fels (vor allem im Hochgebirge)&lt;br /&gt;
* im Inlandkarst unter [[Boden (Bodenkunde)|Bodenbedeckung]]&lt;br /&gt;
* im [[Küste]]nbereich in der [[Intertidal|intertidalen]] und [[Supratidal|supratidalen Zone]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unter Bodenbedeckung gebildeten Spitzkarren sind im Vergleich zu den im Freien entstandenen Formen wesentlich unregelmäßiger und besitzen auch keine scharfkantigen Facetten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=F. Bauer |Titel=Actes 2nd Congr. Int. Spéléol. |Band=I |Datum=1962 |Seiten=299–328}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ihre Oberflächen sind generell glatter und abgerundeter. Ihre Seiten können von steilstehenden [[Rundkarre]]n überprägt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am unregelmäßigsten von allen Formen sind die auf Kalken im Küstenbereich gebildeten Spitzkarren&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=R. G. Ley |Titel=Z. Geomorphologie |Band=32 |Datum=1979 |Seiten=75–89}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (litorale Karren). Es handelt sich bei ihnen um wahllos zerfurchte, pyramidale Massen, deren Seiten Überhänge aufweisen können und deren Relief durch Näpfe und Löcher sehr aufgeraut wird. Auch finden sich zwischen ihnen wesentlich mehr [[Kamenitza]]s als bei den beiden anderen Spitzkarrenformen. Sie können bis einen Meter hoch werden, sind aber meist wesentlich niedriger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Sehr wahrscheinlich stellt die Entstehung von Spitzkarren eine Weiterentwicklung der Evolution Flachkarren → Kluftkarren dar, unter Bodenbedeckung oder auch im Freien. Fortgesetztes Einwirken von Niederschlägen auf von Kluftkarren begrenzte Flachkarren verbreitert die Kluftkarren mehr und mehr, so dass die dazwischenliegenden Flachkarrenareale in ihrer Ausdehnung allmählich zurückweichen und letztendlich auf einen Punkt (Spitze) reduziert werden. Übrig bleibt die projektilförmige Spitzkarre. Dieser Entwicklungsprozess konnte experimentell in Ablationsexperimenten an Gesteinsprismen nachvollzogen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=D. T. Williams |Titel=AIAA J. |Band=1 |Datum=1963 |Seiten=2384–2385}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Evolutionsreihe kann etwas abgekürzt aber auch über das Zwischenstadium von unter Bodenbedeckung gebildeten &amp;#039;&amp;#039;Säulen&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;pillars&amp;#039;&amp;#039;}}) erfolgen, die nach Abtragung ihrer schützenden Bodenschicht wieder der normalen atmosphärischen Lösungsverwitterung ausgesetzt sind (zu beobachten beispielsweise im Paläokarst des [[Cerro del Hierro]] in [[Andalusien]], dessen eisenreiche Bodenschicht abgebaut worden war). Die im Tropenraum (insbesondere in Südostasien) recht häufig anzutreffenden &amp;#039;&amp;#039;Kalkstein-Zinnen&amp;#039;&amp;#039; haben diesen Weg eingeschlagen. Die ihnen sehr ähnlich wirkenden [[Kalkfällungszinne]]n im [[Nambung National Park]] in [[Westaustralien]] sind kein Karstphänomen, sondern durch Ausfällung von Kalk mit anschließender [[Deflation|Winderosion]] entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Evolutionsreihe verläuft möglicherweise über Kamenitzas, die sich sukzessive verbreitern und mehr und mehr nach unten vordringen. Dies wurde hauptsächlich bei Spitzkarren im Küstenbereich, gelegentlich aber auch bei Inlandformen beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Spitzkarren treten weltweit auf, etwa am 1642&amp;amp;nbsp;m hohen [[Matajur]] in den [[Julische Alpen|julischen Alpen]] nordöstlich von [[Udine]], Italien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schöne Beispiele für litorale Karren finden sich an der [[Gower Halbinsel|Gower Coast]] in [[Wales]]. Sehr große Kalkstein-Zinnen und -Säulen haben sich unter subtropischen Bedingungen in [[Shilin (Stone Forest)|Shilin]] und im [[Lunan Stone Forest]] in [[Yunnan]] in [[China|Südchina]] gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Karre (Rinne)]]&lt;br /&gt;
* [[Karst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=J. R. L. Allen&lt;br /&gt;
   |Titel=Sedimentary structures – their character and physical basis&lt;br /&gt;
   |Verlag=Elsevier&lt;br /&gt;
   |Datum=1984&lt;br /&gt;
   |ISBN=0-444-42232-3}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Helmut Blume&lt;br /&gt;
   |Titel=Das Relief der Erde – ein Bildatlas&lt;br /&gt;
   |Verlag=Ferdinand Enke Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
   |Datum=1994&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-432-99242-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwitterung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erosion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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