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	<title>Spiralgallenlaus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T15:39:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spiralgallenlaus&amp;diff=434359&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/PDF)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spiralgallenlaus&amp;diff=434359&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-09T11:49:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/PDF)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Spiralgallenlaus&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Pemphigus spirothecae&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Giovanni Passerini|Passerini]], 1860&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Pemphigus&lt;br /&gt;
| Taxon2_LinkName  = Pemphigus (Gattung)&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Blasenläuse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Pemphigidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Blattläuse&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Aphidoidea&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Überfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Sternorrhyncha&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Pflanzenläuse&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Schnabelkerfe&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Hemiptera&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Pemphigus spirothecae 20050831 498.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Galle der Spiralgallenlaus (&amp;#039;&amp;#039;Pemphigus spirothecae&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spiralgallenlaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Pemphigus spirothecae&amp;#039;&amp;#039;), oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Späte Spiralgallenlaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Späte Blattstieldrehlaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pappelblattlaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine [[Pflanzengalle|gallenerzeugende]] [[Blattläuse|Blattlaus]] aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Blasenläuse]] (Pemphigidae). Die wissenschaftliche Bezeichnung bedeutet übersetzt in etwa „Blasenlaus [im] gewundenen Behältnis“ ({{grcS|σπεῖρα|speira|de=Windung}}, {{laS|theca|de=Hülle}}). Sie kommt an den Blattstielen von [[Schwarz-Pappel|Schwarz-]] und [[Pyramidenpappel]]n&amp;lt;ref name=&amp;quot;pflanzengallen.de&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hans Jürgen Buhr |url=http://www.pflanzengallen.de/verzeichnisundfotosPR.html |titel=Verzeichnis der Pflanzengallen |datum=2006-12-14 |abruf=2008-05-29 |sprache=de |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20070928093039/http://www.pflanzengallen.de/verzeichnisundfotosPR.html |archiv-datum=2007-09-28 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; vor und bildet eine auffällige, 2–4&amp;amp;nbsp;cm&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber die biologie – toth&amp;quot;&amp;gt;László Tóth: &amp;#039;&amp;#039;Über die Biologie der Blattlaus Pemphigus spirothecae Pass.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für angewandte Entomologie&amp;#039;&amp;#039;, 1939, Ausgabe Nr. 26, S. 297–311.&amp;lt;/ref&amp;gt; große Pflanzengalle am Stiel eines Pappelblattes aus, die von Ende April bis in den November gefunden werden kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber die biologie – toth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst [[Erstbeschreibung|beschrieben]] wurde &amp;#039;&amp;#039;Pemphigus spirothecae&amp;#039;&amp;#039; von dem italienischen Wissenschaftler [[Giovanni Passerini]] im Jahr 1860. [[Emanuel Witlaczil]] fertigte 1884 eine erste umfassende Arbeit über die Spiralgallenlaus an, die sich allerdings in einigen Punkten als nicht zutreffend herausstellte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber die biologie – toth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Verbreitet ist die Spiralgallenlaus überall dort, wo ihre Wirtspflanzen, die Schwarz- und Pyramidenpappeln, zu finden sind. Sie kommt also vor allem in den klimatisch [[Warmgemäßigtes Klima|warmgemäßigten]] Bereichen der [[Nordhalbkugel]] vor, besonders häufig in [[Mitteleuropa]], wo sie massenhaft an Wirtspflanzen auftritt. Seit einiger Zeit ist sie auch vereinzelt in [[Nordamerika]] zu finden, wo sie vermutlich aus Europa eingeschleppt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;journal of forest science&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Generationenfolge ==&lt;br /&gt;
Die Spiralgallenlaus weist eine [[holozyklisch]]e Generationsfolge auf, das heißt, es gibt einen Wechsel zwischen drei sich [[Parthenogenese|jungfräulich]] fortpflanzenden Generationen und einer sich [[Geschlechtliche Fortpflanzung|sexuell]] fortpflanzenden Generation. Insgesamt kommen im Lauf eines Jahres vier Generationen vor, die an unterschiedlichen Stellen der Pappel gefunden werden können. Drei der Generationen leben zumindest längere Zeit innerhalb der Galle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;#039;&amp;#039;Fundatrix&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pemphigus spirothecae generationen.jpg|mini|hochkant=2|Kreislaufschema des Vorkommens im Verlauf eines Jahres]]&lt;br /&gt;
Das erste Glied in der Generationenfolge ist die &amp;#039;&amp;#039;Fundatrix&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Fundatrix&amp;#039;&amp;#039; ist der Fachterminus für die flügellosen Stammmütter der nachfolgenden Generationen, die im Frühjahr aus den Eiern schlüpfen, in denen sie überwintert haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wooly aphid&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Robin Rosetta |url=http://oregonstate.edu/dept/nurspest/woolyashaphid/aphidterminology.htm |titel=aphid terminology |hrsg=Oregon State University |datum=2003-04-23 |abruf=2008-05-29 |sprache=en |zitat=Fundatrix: mature wingless stem mother which hatches from over-wintering eggs.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Fundatrix der Spiralgallenlaus ist anfangs knapp einen halben Millimeter groß, besitzt eine bräunlich-grüne Farbe und stark ausgeprägte Hinterbeine.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber die biologie – toth&amp;quot; /&amp;gt; Fundatrices schlüpfen im April in der Baumrinde der Pappel, von wo aus sie sich zum Stiel eines Pappelblattes bewegen, an dem sie sich ungefähr eine Woche aufhalten und dann den Stiel eines der zu dieser Jahreszeit noch wenig ausgeprägten Blätter anstechen, womit sie die Gallbildung einleiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber die biologie – toth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Fundatrix&amp;#039;&amp;#039; häutet sich viermal in der Galle. Das erste Mal nach drei Wochen, danach weitere drei Male in Abständen von einer Woche. Nach 42–49&amp;amp;nbsp;Tagen ist das Fundatrixweibchen vollständig ausgewachsen. Ausgewachsene &amp;#039;&amp;#039;Fundatrices&amp;#039;&amp;#039; sind etwa 1,6&amp;amp;nbsp;mm lang und 0,9&amp;amp;nbsp;mm breit und haben viergliedrige Fühler, die etwa 0,25&amp;amp;nbsp;mm lang sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber die biologie – toth&amp;quot; /&amp;gt; Sie beginnen dann die Ablage von [[Embryo]]nen in acht &amp;#039;&amp;#039;Eiröhren&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Ovariol]]en&amp;#039;&amp;#039;. In jeder &amp;#039;&amp;#039;Ovariole&amp;#039;&amp;#039; sind zehn Nachkommen der nächsten Generation zu finden. Insgesamt hat eine &amp;#039;&amp;#039;Fundatrix&amp;#039;&amp;#039; 80 Nachkommen, von denen viele noch vor dem Schlüpfen in den Ovariolen verkümmern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber die biologie – toth&amp;quot; /&amp;gt; Durchschnittlich schlüpfen pro Tag ein bis zwei &amp;#039;&amp;#039;Virginopara&amp;#039;&amp;#039; aus den Ovariolen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber die biologie – toth&amp;quot; /&amp;gt; In einer Galle ist immer nur eine &amp;#039;&amp;#039;Fundatrix&amp;#039;&amp;#039; zu finden, von der die gesamte Gallenpopulation abstammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;#039;&amp;#039;Virginopara&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pemphigus-spirothecae under microscope virgo.jpg|mini|links|&amp;#039;&amp;#039;Virgo&amp;#039;&amp;#039; unter dem [[Lichtmikroskop]]]]&lt;br /&gt;
Die [[Larve]]n, die aus den &amp;#039;&amp;#039;Ovariolen&amp;#039;&amp;#039; der &amp;#039;&amp;#039;Fundatrix&amp;#039;&amp;#039; schlüpfen, werden als &amp;#039;&amp;#039;Virginoparae&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Virgo-Generation&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;L2–Stadium&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;faunistik.net&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.faunistik.net/DETINVERT/STERNORHYNCHA/APHIDINA/PEMPHIGIDAE/PEMPHIGUS/pemphigus.spirothecae.html |titel=Pemphigus spirothecae Pass. Spiralgallenlaus |datum=2002-03-01 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20080725041733/http://www.faunistik.net/DETINVERT/STERNORHYNCHA/APHIDINA/PEMPHIGIDAE/PEMPHIGUS/pemphigus.spirothecae.html |archiv-datum=2008-07-25 |abruf=2008-05-29 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie treten zum ersten Mal Ende Mai auf, schlüpfen vereinzelt noch bis Ende August aus den &amp;#039;&amp;#039;Ovariolen&amp;#039;&amp;#039; und sind mit einer Lebensdauer von etwa 80–90 Tagen noch im späten Oktober und frühem November in den Gallen anzutreffen. Nach dem Schlüpfen sind sie rund 0,5&amp;amp;nbsp;mm groß, hellgelb und haben längere [[Fühler (Biologie)|Antennen]] als junge &amp;#039;&amp;#039;Fundatrices&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber die biologie – toth&amp;quot; /&amp;gt; Ausgewachsen werden &amp;#039;&amp;#039;Virginoparae&amp;#039;&amp;#039; etwa 1,3&amp;amp;nbsp;mm lang und 0,7&amp;amp;nbsp;mm breit, wodurch sie etwas kleiner und schlanker als &amp;#039;&amp;#039;Fundatrices&amp;#039;&amp;#039; sind. Außerdem besitzen sie fünfgliedrige Fühler, die mit rund 0,35&amp;amp;nbsp;mm etwas länger sind als die Fühler der &amp;#039;&amp;#039;Fundatrices&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber die biologie – toth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Vertreter dieser Generation verfügen über stärkere Extremitäten als die restlichen &amp;#039;&amp;#039;Virginoparae&amp;#039;&amp;#039; und haben außer der Funktion der Fortpflanzung noch die Funktion der Verteidigung der Galle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Journal of Ethology&amp;quot;&amp;gt;Shigeyuki Aoki, Utako Ourosu: &amp;#039;&amp;#039;Soldiers of a European Gall Aphid, Pemphigus spirotecae (Homoptera: Aphidoidea): Why Do They Molt?&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Journal of Ethology&amp;#039;&amp;#039;, 1986, Ausgabe Nr. 4, S. 97–104.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese &amp;#039;&amp;#039;Soldatenläuse&amp;#039;&amp;#039; sind oft anders als der Rest ihrer Generation nicht in der Lage, sich durch [[Häutung]] weiterzuentwickeln, was dazu führt, dass sie sich nicht fortpflanzen können. Die Spiralgallenlaus gehört damit zu den wenigen Arten aus dem Bereich der Blattläuse, die eine Art von sozialer Organisation aufweisen. Diese &amp;#039;&amp;#039;Soldatenläuse&amp;#039;&amp;#039; positionieren sich nach einem bestimmten, angeborenen Muster in der Galle, um der Population den bestmöglichen Schutz gegen angreifende Feinde zu bieten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Behavioral Ecology&amp;quot;&amp;gt;Jabus G. Tyerman und Bernard D. Roitberg: &amp;#039;&amp;#039;Factors affecting soldier allocation on clonal aphids: a life–history model and test&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Behavioral Ecology&amp;#039;&amp;#039;, 2004, Ausgabe Nr. 15, S. 94–101.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spiralgallenlaus hat durch die Soldatenläuse in ihrer Population einen weiteren evolutionsgeschichtlichen Vorteil, da diese in seltenen Fällen ihre Galle verlassen und in andere &amp;#039;&amp;#039;Pemphigus&amp;#039;&amp;#039;-&amp;#039;&amp;#039;spirothecae&amp;#039;&amp;#039;-Gallen immigrieren. Dadurch wird es den Spiralgallenläusen aus verschiedenen Gallenpopulationen ermöglicht, ihre [[Desoxyribonukleinsäure|DNA]] miteinander zu kombinieren. Diese Neukombination des Erbmaterials wird dadurch ermöglicht, dass sich einige &amp;#039;&amp;#039;Soldatenläuse&amp;#039;&amp;#039; häuten und dadurch später Eier legen können, aus denen die nächste Generation schlüpft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Molecular Ecology&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gewöhnliche Virginoparae häuten sich zum ersten Mal nach drei Wochen, danach in Abständen von sechs Tagen. 38–40&amp;amp;nbsp;Tage nach dem Schlüpfen beginnt diese Generation mit der Produktion von &amp;#039;&amp;#039;Ovariolen&amp;#039;&amp;#039;. In jeder dieser &amp;#039;&amp;#039;Ovariolen&amp;#039;&amp;#039; sind im Gegensatz zu den &amp;#039;&amp;#039;Ovariolen&amp;#039;&amp;#039;, die von der &amp;#039;&amp;#039;Fundatrix&amp;#039;&amp;#039; gelegt werden, nur vier Embryonen zu finden. Da einige Nachkommen bereits in den &amp;#039;&amp;#039;Ovariolen&amp;#039;&amp;#039; verkümmern, kommen zumeist nur etwa 30 Nachkommen statt der zu erwartenden 32 zur Welt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber die biologie – toth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Generation findet über das Jahr hinweg eine &amp;#039;&amp;#039;Erneuerung&amp;#039;&amp;#039; statt, das heißt, dass aus den Eiern der &amp;#039;&amp;#039;Virginopara&amp;#039;&amp;#039;-Generation neben den &amp;#039;&amp;#039;Sexuapara&amp;#039;&amp;#039; noch weitere &amp;#039;&amp;#039;Virginopara&amp;#039;&amp;#039; ausschlüpfen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Morphenfolge&amp;quot;&amp;gt;Gerolf Lampel: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Morphenfolge von Pemphigus spirothecae PASS. 1860&amp;#039;&amp;#039;. Sonderdruck aus &amp;#039;&amp;#039;Bulletin der Naturforschenden Gesellschaft Freiburg&amp;#039;&amp;#039;, Band 58, Fasc. 1, 1968–1969.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;#039;&amp;#039;Sexuapara&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pemphigus-spirothecae under microscope sexupara.jpg|mini|Ungeflügelte &amp;#039;&amp;#039;Sexuapara&amp;#039;&amp;#039; unter dem Lichtmikroskop]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Sexuaparae&amp;#039;&amp;#039; entstehen aus den Eiern der Virginoparae, aus denen sie etwa im Juli ausschlüpfen. Anfangs verfügen sie über eine weiße Färbung, mit der sie sich von den anderen Generationen in der Galle unterscheiden. Sie sind etwas schlanker als &amp;#039;&amp;#039;Fundatrices&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Virginoparae&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber die biologie – toth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Sexuaparae&amp;#039;&amp;#039; häuten sich in 40 Tagen viermal und verändern in dieser Zeit ihre Färbung von einem hell grünlichgelben Farbton am gesamten Körper zu einem schwärzlichen Kopf und [[Thorax]] und einem samtgrünen Hinterteil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber die biologie – toth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewachsen werden sie knapp 2&amp;amp;nbsp;mm lang und 0,7&amp;amp;nbsp;mm breit mit sechsgliedrigen, 0,6&amp;amp;nbsp;mm langen Fühlern. Nach der letzten Häutung verfügen sie über die charakteristischen zwei Flügelpaare und verbringen noch einige Tage in der Galle, bevor sie diese über das Flugloch verlassen. Nach dem Verlassen suchen sie sich einen günstigen Platz an der Pappelrinde, um ihre &amp;#039;&amp;#039;Ovariole&amp;#039;&amp;#039; abzulegen, aus der bis zu acht Nachkommen der nächsten Generation ausschlüpfen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber die biologie – toth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;#039;&amp;#039;Sexuales&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
Die vierte Generation der Spiralgallenlaus, die ungeflügelten &amp;#039;&amp;#039;Sexuales&amp;#039;&amp;#039;, besteht als einzige in der Generationenfolge aus zwei Geschlechtern im Verhältnis Männchen zu Weibchen von ungefähr 3:5.&lt;br /&gt;
Die Männchen haben eine glasig grüne Färbung und werden etwa 0,7&amp;amp;nbsp;mm lang und 0,3&amp;amp;nbsp;mm breit. Die deutlich größeren Weibchen werden etwa 1&amp;amp;nbsp;mm lang und 0,4&amp;amp;nbsp;mm breit. In ihrem Körper befindet sich ein von außen sichtbares großes Ei. Die Fühler sind bei beiden Geschlechtern etwa 0,14&amp;amp;nbsp;mm lang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber die biologie – toth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Sexuales&amp;#039;&amp;#039; häuten sich nach dem Ausschlüpfen aus den Eiröhren innerhalb von drei Tagen viermal, bis sie geschlechtsreif sind. Nach der Paarung legt das Weibchen in Nischen der Pappelrinde 6–8 Eier, die den Winter überdauern werden und aus denen im Frühling wiederum die &amp;#039;&amp;#039;Fundatrix&amp;#039;&amp;#039;-Generation schlüpft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Morphenfolge&amp;quot; /&amp;gt; Die Eier sind länglich oval und rund 0,6&amp;amp;nbsp;mm lang und 0,28&amp;amp;nbsp;mm breit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber die biologie – toth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galle ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ps galle.jpg|mini|hochkant=1.1|Galle von &amp;#039;&amp;#039;Pemphigus spirothecae&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die typische Gallenform von &amp;#039;&amp;#039;Pemphigus spirothecae&amp;#039;&amp;#039; entsteht durch eine dreifache Drehung des Blattstiels, in dem eine Population der Blattläuse zum Schutz vor äußeren Gefahren wie Fressfeinden oder der Witterung einen Teil ihres [[Generationswechsel|Generationszyklus]] lebt und sich durch Saugen des Pflanzensafts von der Innenseite der Pflanzengalle ernährt. Die Galle der &amp;#039;&amp;#039;Pemphigus spirothecae&amp;#039;&amp;#039; ist eine &amp;#039;&amp;#039;[[Pflanzengalle#Histoide Gallen|histoide]]&amp;#039;&amp;#039; Galle, die bei den [[Pflanzengalle#Umwallungsgallen|Umwallungsgallen]] einzuordnen ist. Neben Kennzeichen für eine Umwallungsgalle weist sie einige Kennzeichen von [[Pflanzengalle#Markgallen|geschlossenen Markgallen]] und [[Pflanzengalle#Beutelgallen|Beutelgallen]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Galle bildet sich meist am Blattstiel knapp unterhalb des Blattes aus. Dies wird als &amp;#039;&amp;#039;[[Lage- und Richtungsbezeichnungen|distale]]&amp;#039;&amp;#039; Position bezeichnet. Seltener ist dagegen die Entstehung am entgegengesetzten Ende des Stiels, der &amp;#039;&amp;#039;basalen&amp;#039;&amp;#039; Position. Es können sich aber auch mehrere Gallen bilden, die nebeneinander liegen oder äußerlich ineinander übergehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Molecular Ecology&amp;quot;&amp;gt;Paul C. D. Johnson, John A. Wihtifield, William A. Forster und William Amos: &amp;#039;&amp;#039;Clonal mixing in the soldier–producing aphid Pemphigus spyrothecae (Hemiptera: Aphididae)&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Molecular Ecology&amp;#039;&amp;#039;, 2002, Ausgabe Nr. 11, S. 1525–1531.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundaufbau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pemphigus spirothecae 20050831 503 part.jpg|mini|links|Geöffnete Galle]]&lt;br /&gt;
Die Galle ist eine dreifach um sich selbst gedrehte Spirale, die in der Mitte eine deutliche Ausbeulung hat und von den Rändern ansteigend deutlich dicker wird. Die Außenhaut der Galle ist meist glatt. Es gibt aber auch einige Exemplare, die eine raue Oberfläche besitzen, was auf das gehäufte Vorkommen von [[Lentizelle]]n zurückzuführen ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brehm149&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fritz P. Müller |Reihe=Die Neue Brehm-Bücherei | Titel=Blattläuse – Biologie, wirtschaftliche Bedeutung und Bekämpfung |Verlag=A. Ziemsen Verlag |Ort=Wittenberg, Lutherstadt |Datum=1955 |ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Innenseite der Galle ist durch eine feine Schicht dünner weißer Härchen besetzt. Im Querschnitt bildet die Galle eine zu den Fluglöchern hin schmaler werdende ovale Form mit der dicksten Stelle an der den Fluglöchern entgegengesetzten Seite. Das Gewebe der Galle ist im Sommer gelblich bis weiß und zeigt im späten Herbst eine rötlich-braune Färbung. Die Innenseite der Galle ist ein kugelförmiger bis ovaler Hohlraum, begrenzt durch das obere und untere Ende der Galle, die auf einer Breite von 0,5–1&amp;amp;nbsp;cm verwachsen sind und das Gewebe kelchförmig abschließen.&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikroskopischer Aufbau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Querschnitt durch ps galle.jpg|mini|Vergleichender, idealisierter Querschnitt durch Sprossachse des Pappelblattstiels und einer Galle von &amp;#039;&amp;#039;Pemphigus spirothecae&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die Galle der Spiralgallenlaus weist in ihren Gewebeschichten keine Differenzierung nach dem Grundaufbau der [[Sprossachse]] eines jugendlichen Pappelblattes auf, weswegen das Gallgewebe den [[Pflanzengalle#Einteilung des Gallgewebes|prosoplasmatischen]] Gallen zugeordnet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kuster&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Küster |Titel=Die Gallen der Pflanzen |Ort=Leipzig |Datum=1911 |ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich die jugendliche Sprossachse eines Pappelblattes durch mehrere dicke Leitbündel in der Mitte auszeichnet, die von einem Speichergewebe mit großen Speicherzellen umschlossen werden und von einer fest abgetrennten Festigungsschicht mit Kutikula abgeschlossen werden, unterscheidet es sich deutlich im Vergleich zum Gewebe einer &amp;#039;&amp;#039;Pemphigus&amp;#039;&amp;#039;-&amp;#039;&amp;#039;spirothecae&amp;#039;&amp;#039;-Galle in einigen Punkten. Epidermis und Festigungsgewebe sind stärker ausgeprägt und erstrecken sich über mehrere Zellreihen. Das Festigungsgewebe kann in manchen Bereichen völlig fehlen. Den größten Anteil hat ein diffus gewachsenes Gewebe, das viel Stärke und Eiweiß aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wachstumsprozess ===&lt;br /&gt;
Ende April löst die Fundatrix am Blattstiel der Pappel den Wachstumsprozess mit Hilfe von Proteinen aus, die [[Cytokine]] genannt werden und beim Saugvorgang am Blattstiel in die Gewebeschichten des Stiels injiziert werden. &amp;#039;&amp;#039;Cytokine&amp;#039;&amp;#039; sind [[Glycoprotein]]e, die das Wachstum und die Spezialisierung von Gewebezellen verändern, und von den meisten Gallerregern eingesetzt werden, um die Gallbildung einzuleiten und zu steuern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pflanzengallen am wegesrand&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rolf Beiderbeck, Ingo Koevoet |Titel=Pflanzengallen am Wegesrand. Entstehung und Bestimmung |Verlag=Kosmos |Datum=1979 |ISBN=3-440-04751-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Abgebrochene entwicklung ps galle.jpg|mini|links|Abgebrochene Gallentwicklung]]&lt;br /&gt;
In diesem Fall sorgen die Cytokine dafür, dass der Stiel zuerst um 180 Grad über der Spiralgallenlaus abknickt und sich in einer zweieinhalb- bis dreifachen Spirale um sie herumdreht, bis sie von dem Stiel vollständig eingeschlossen ist. Die Drehung der Spirale kann in beide Richtungen erfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber die biologie – toth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach weiteren 2–5 Tagen dreht sich der Stiel um weitere 180 Grad. Wird die Fundatrix in dieser Zeit entfernt oder verlässt den Platz von selbst, um die Gallbildung an einer für sie günstigeren Position des Stiels erneut zu beginnen, bleibt eine um 360 Grad gedrehte Spirale am Stiel zurück. Oftmals stechen die Fundatrices mehrere Stellen an, bevor sie an einem Ort bleiben. Übrig bleiben die charakteristischen Windungen an Blattstielen, die sich nicht zu Gallen aufspiralisiert haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ueber die biologie – toth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wachstumsprozess ist zwischen Mitte und Ende Mai abgeschlossen, also 6–8 Wochen nach dem Anstechen durch die Fundatrix. Zu diesem Zeitpunkt sind die Gallen grünlich gefärbt und haben einen Durchmesser von 2–4&amp;amp;nbsp;cm. Mitte Juli sind die Fluglöcher schon stärker ausgeprägt. Manche Gallen zeigen eine leichte bis stärkere Rotfärbung auf der der Sonne zugewandten Seite, die sich im Verlauf des Sommers noch weiter verstärkt. Bis zum Herbst verfärben sich die Gallen zunehmend dunkler, ein Größenwachstum findet nicht mehr statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung der Fluglöcher ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Flugloch ps.jpg|mini|Flugloch]]&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des Monats August bilden sich an der Galle die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Fluglöcher&amp;#039;&amp;#039;, die es den geflügelten &amp;#039;&amp;#039;Sexuaparae&amp;#039;&amp;#039; ermöglichen, die Galle zu verlassen. Die Fluglöcher bilden entlang eines Schlitzes von zwei Abschnitten der aufspiralisierten Galle eine ovale Öffnung der Galle. Hervorgerufen werden sie dadurch, dass das Gewebe um das Flugloch herum von den Blattläusen im Inneren seltener angestochen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;flugloecher&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saugtätigkeit der Blattlauslarven führt durch die gleichzeitige Applikation von Cytokinen während des Vorgangs zu einem Wachstumsprozess im Gewebe, der der Regeneration und Vergrößerung des beschädigten Gewebes dient. Durch die fehlende Saugtätigkeit kann das Gewebe nicht mehr weiter wachsen und öffnet damit das Flugloch einen Spalt weit. Durch den entstandenen Spalt in der Galle können die geflügelten Sexuapara die Galle verlassen. Was genau die Larven davon abhält, im Bereich der Fluglöcher zu saugen, ist nicht bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;flugloecher&amp;quot;&amp;gt;Erik Schwarzenbach: &amp;#039;&amp;#039;Die Bildung von Fluglöchern an Gallen von Pemphigus spirothecea Pass.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Die Naturwissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, 1962, Ausgabe 49/4, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Funktion der Schaffung eines Ausgangs für die &amp;#039;&amp;#039;Sexuaparae&amp;#039;&amp;#039; werden die Fluglöcher dafür genutzt, Ausscheidungen der Gallenpopulation aus der Galle herauszubefördern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;journal of forest science&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natürliche Feinde ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwebfliegenlarve in galle von ps.jpg|mini|Eingedrungene Schwebfliegenlarve]]&lt;br /&gt;
Sobald sich die Fluglöcher der Galle öffnen, wird die Population der Spiralgallenlaus anfällig für Fressfeinde, die in die Galle eindringen und die Population stark dezimieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Feinde sind beispielsweise die im Herbst häufig in Gallen von &amp;#039;&amp;#039;Pemphigus spirothecae&amp;#039;&amp;#039; auffindbaren [[Schwebfliege]]nlarven der Art &amp;#039;&amp;#039;[[Heringia heringi]]&amp;#039;&amp;#039;. Weiterhin wird &amp;#039;&amp;#039;Pemphigus spirothecae&amp;#039;&amp;#039; auch durch [[Blumenwanzen]] wie &amp;#039;&amp;#039;[[Anthocoris minki]]&amp;#039;&amp;#039; bedroht. Diese Fressfeinde können einzelne &amp;#039;&amp;#039;Pemphigus&amp;#039;&amp;#039;-&amp;#039;&amp;#039;spirothecae&amp;#039;&amp;#039;-Populationen häufig stark dezimieren und manche Gallenpopulationen sogar vollständig auslöschen. Erleichtert wird dies durch den Umstand, dass es manche Gallen gibt, in denen keine &amp;#039;&amp;#039;Soldatenläuse&amp;#039;&amp;#039; vorkommen und die dadurch verhältnismäßig schutzlos gegen eindringende Feinde sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Molecular Ecology&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesen Feinden wird die Spiralgallenlaus durch das Auftreten von [[Mykose|Pilzinfektionen]], [[Bakterien]] und [[Viren]] gefährdet, die ebenfalls für ein Massensterben innerhalb der Gallen verantwortlich sein können. Diese Krankheiten können durch eine Verschmutzung der Galle durch Ausscheidungen der Bewohner mit bedingt werden und dazu führen, dass eine &amp;#039;&amp;#039;Pemphigus&amp;#039;&amp;#039;-&amp;#039;&amp;#039;spirothecae&amp;#039;&amp;#039;-Population abstirbt, noch bevor sich die Galle öffnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;journal of forest science&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Occurrence, development and natural enemies of Pemphigus spyrothecae (Homoptera, Pemphigidae)&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;JOURNAL OF FOREST SCIENCE&amp;#039;&amp;#039;, 48, 2002 (6), S. 248–270 ({{Toter Link|date=2017-03-17|url= http://www.cazv.cz/2003/2002/les6_02/urban.pdf |text= als PDF downloadbar}} )&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schadwirkung ==&lt;br /&gt;
Während die direkte Schadwirkung von &amp;#039;&amp;#039;Pemphigus spirothecae&amp;#039;&amp;#039; auf die Wirtspflanze gering ist, lässt sich beobachten, dass viele von &amp;#039;&amp;#039;Pemphigus spirothecae&amp;#039;&amp;#039; befallene Blätter bereits von den Bäumen abfallen, noch bevor die ersten &amp;#039;&amp;#039;Sexuaparae&amp;#039;&amp;#039; die Galle verlassen. Allgemein fallen befallene Blätter deutlich früher von den Bäumen ab als nicht befallene Blätter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;faunistik.net&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;journal of forest science&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Größe von Blättern, deren Stiel befallen ist, ist durchschnittlich größer als die von unbefallenen Blättern. Zusätzlich ist die Länge des Blattstiels bei befallenen Blättern um etwa 1/4 verlängert und Blätter, deren Stiel befallen ist, verfärben sich im Durchschnitt zwei Wochen früher gelb und braun als nicht befallene Blätter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;journal of forest science&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Öffnung der Fluglöcher im August geht ein Absondern der Exkremente der Gallenpopulation einher, der sich in größeren Parkanlagen als Vorhandensein von [[Honigtau]] bemerkbar macht, der unter dem Baum gelegene Objekte verschmutzen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Deutschsprachig ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Rolf Beiderbeck, Ingo Koevoet&lt;br /&gt;
   |Titel=Pflanzengallen am Wegesrand. Entstehung und Bestimmung&lt;br /&gt;
   |Verlag=Kosmos&lt;br /&gt;
   |Ort=&lt;br /&gt;
   |Datum=1979&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-440-04751-2}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Ernst Küster&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Gallen der Pflanzen&lt;br /&gt;
   |Ort=Leipzig&lt;br /&gt;
   |Datum=1911&lt;br /&gt;
   |ISBN=}}&lt;br /&gt;
* László Tóth: &amp;#039;&amp;#039;Über die Biologie der Blattlaus Pemphigus spirothecae Pass.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für angewandte Entomologie&amp;#039;&amp;#039;, 1939, Ausgabe Nr. 26, S. 297–311.&lt;br /&gt;
* Gerolf Lampel: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Morphenfolge von Pemphigus spirothecae PASS. 1860&amp;#039;&amp;#039;. Sonderdruck aus &amp;#039;&amp;#039;Bulletin der Naturforschenden Gesellschaft Freiburg&amp;#039;&amp;#039;, Band 58, Fasc. 1 (1968–1969).&lt;br /&gt;
* Erik Schwarzenbach: &amp;#039;&amp;#039;Die Bildung von Fluglöchern an Gallen von Pemphigus spirothecea Pass.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Die Naturwissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, 1962, Ausgabe 49/4, S. 91.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Englischsprachig ===&lt;br /&gt;
* Paul C. D. Johnson, John A. Wihtifield, William A. Forster, William Amos: &amp;#039;&amp;#039;Clonal mixing in the soldier–producing aphid Pemphigus spyrothecae (Hemiptera: Aphididae)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Ecology.&amp;#039;&amp;#039; 2002, Ausgabe Nr. 11, S. 1525–1531.&lt;br /&gt;
* Shigeyuki Aoki, Utako Ourosu: &amp;#039;&amp;#039;Soldiers of a European Gall Aphid, Pemphigus spirotecae (Homoptera: Aphidoidea): Why Do They Molt?&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Journal of Ethology.&amp;#039;&amp;#039; 1986, Ausgabe Nr. 4, S. 97–104.&lt;br /&gt;
* Jabus G. Tyerman, Bernard D. Roitberg: &amp;#039;&amp;#039;Factors affecting soldier allocation on clonal aphids. A life–history model and test&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Behavioral Ecology.&amp;#039;&amp;#039; 2004, Ausgabe Nr. 15, S. 94–101.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pemphigus spyrothecae|Spiralgallenlaus}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Maria Pfeifer |url=http://www.arthropods.de/insecta/sternorrhyncha/pemphigidae/pemphigusSpirothecae01.htm |titel=Spiralen, Beutel, Keulen, Rollen – die Spiralgallenlaus |datum=2005-01-03 |abruf=2008-05-29 |sprache=de}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Thomas Lohrer |url=http://www2.fh-weihenstephan.de/fgw/infodienst/2004/januar/pflanzenschutz.html |titel=Fachhochschule Weihenstephan: Pflanzenschutz |hrsg=Institut für Gartenbau |datum=2007-03-29 |abruf=2008-05-29 |sprache=de|offline=ja}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.insektenbox.de/sonsti/spilau.htm |titel=Insektenbox: Spiralgallenlaus |datum=2008-05-29 |abruf=2008-05-29 |sprache=de}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Holger Daniels |url=http://www.mycology.uni-bayreuth.de/mycology/de/lehre/html/31286gkurs/docs/Pemphigus_spirothecae.html |titel=Pemphigus spirothecae on Populus tremula |datum=2001-12-06 |abruf=2008-05-29 |sprache=en|offline=ja}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|6. Juni 2008|46936687}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blattläuse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gallbildner]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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