<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Spionage</id>
	<title>Spionage - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Spionage"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spionage&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-28T11:40:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spionage&amp;diff=44123&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Asperatus: /* Gesamtdarstellungen */ lk</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spionage&amp;diff=44123&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-15T21:34:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gesamtdarstellungen: &lt;/span&gt; lk&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|handelt von Spionage im eigentlichen Sinn. Zum gleichnamigen Film von Franz Antel aus dem Jahr 1955 siehe [[Spionage (Film)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Mata Hari on the day of her arrest 13-2-1917.jpg|mini|[[Mata Hari]] am Tag der Verhaftung, dem 13.&amp;amp;nbsp;Februar 1917]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1985-1003-020, Richard Sorge.jpg|mini|Der für die Sowjetunion tätige Spion [[Richard Sorge]] (1940)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spionage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die meist verdeckte, mit [[Nachrichtendienstliche Mittel|nachrichtendienstlichen Mitteln]] und Methoden betriebene [[Beschaffung (Nachrichtendienst)|Beschaffung]] von [[Staatsgeheimnis]]sen oder anderen Informationen über [[Politik|politische]], [[militär]]ische, [[wirtschaft]]liche, [[wissenschaft]]liche und andere Themen meist durch ausländische [[Nachrichtendienst]]e oder in deren Auftrag. Sie dient in der Regel dem Erkenntnisgewinn und der frühzeitigen Erkennung von Gefahren, um diese abwehren zu können. Eine Person, welche Spionage betreibt, nennt man &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Ein besonders früher häufig gebrauchter deutscher Begriff ist &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kundschafter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (zum Beispiel in der damaligen [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] [[Euphemismus|euphemistisch]] ergänzt zu „[[Kundschafter des Friedens]]“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast alle Staaten betreiben Spionage (z.&amp;amp;nbsp;B. Deutschland durch den [[Bundesnachrichtendienst]], BND), bestrafen aber die gegen das eigene Land gerichtete Spionage (z.&amp;amp;nbsp;B. Deutschland nach §§ 93 bis 101a [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]], siehe [[Landesverrat]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gibt es im Bereich der [[Wirtschaft]], der [[Firma|Firmen]] und [[Konzern]]e die [[Wirtschaftsspionage]] und es gibt den Beruf des (Privat-)[[Detektiv]]s, der sich auch nachrichtendienstlicher Techniken und Methoden bedient. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist entsprechend auch von Ausspionieren und [[Spitzel|Bespitzeln]] die Rede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Spion&amp;#039;&amp;#039; wurde im 16. Jahrhundert aus dem Italienischen &amp;#039;&amp;#039;spione&amp;#039;&amp;#039; ‚Beobachter, Kundschafter‘ ([[Augmentativum]] zu &amp;#039;&amp;#039;spia&amp;#039;&amp;#039; ‚Späher‘) entlehnt und verbreitete sich während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] in der deutschen Sprache. Später bildete man dazu die Wörter &amp;#039;&amp;#039;spionieren&amp;#039;&amp;#039; (Ende 17. Jahrhundert, nach französisch &amp;#039;&amp;#039;espionner&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;Spionage&amp;#039;&amp;#039; (1. Hälfte des 18. Jahrhunderts, französisch &amp;#039;&amp;#039;espionnage&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;„Spion“, in: Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993). [https://www.dwds.de/wb/Spion Digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache], abgerufen am 15. Januar 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Spionage zur verdeckten Erlangung von Erkenntnissen über eine feindliche oder konkurrierende Macht wird schon seit alters her betrieben. Frühe konkrete Zeugnisse darüber finden sich zum Beispiel im [[Altes Testament|Alten Testament]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Walter Rothschild |url=https://www.juedisches-europa.net/archiv-seite-4-1/3-2020/spionage-in-der-bibel/ |titel=Spionage in der Bibel |hrsg=Jüdisches Europa |sprache=de-DE |abruf=2022-05-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beginn der Spionage durch spezielle [[Nachrichtendienst]]e geht im deutschsprachigen Raum auf [[Major]] Heinrich von Brandt zurück, der um 1866/1867 Leiter des zeitweilig eingerichteten militärischen Nachrichtenbüros des kaiserlichen Generalstabes war. Dieses wurde dann 1873 nach Beendigung des [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieges]] aus Effizienzgründen kurzzeitig wieder aufgelöst. Mit der Kabinettsorder vom 24. Mai 1883 wurde für [[Preußen]] bestimmt, die Sammlung von Nachrichten und statistischen Materials über fremde Heere als permanente Aufgaben zu realisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Ehrengruber, Geheim- und Nachrichtendienste des Deutschen Kaiserreichs vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, GRIN Verlag München, 2013, S. 6ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1889 wurde die [[Abteilung III b]] im Großen Generalstab gegründet, die diesem Zweck diente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Frankreich entwickelte sich 1894 die [[Dreyfus-Affäre]] vom vorgeblichen Spionagefall zugunsten des [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreichs]] zum vollwertigen Justiz- und Militärskandal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende ließen sich im europäischen Raum bereits etwa 17 militärische Nachrichtendienste nachweisen. Dazu gehörten unter anderem: der [[Secret Intelligence Service]], der [[Security Service]] im [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], der aus der [[Ochrana]] hervorgegangene Militärnachrichtendienst des [[Russisches Kaiserreich|Russischen Kaiserreichs]], das österreichische k.u.k. [[Evidenzbüro]] und weitere. Von besonderem Gewicht zur Entwicklung und deutlicheren Qualifizierung nachrichtendienstlicher Arbeit war der [[Russisch-Japanischer Krieg|Russisch-Japanische Krieg]] 1905/1906, der bereits einige wesentliche Elemente des späteren Ersten Weltkrieges in sich barg. So gab es die ersten bedeutenden Spionageaktivitäten bereits lange vor Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]]. Allein in den Jahren 1907 und 1908 wurden in Deutschland wegen des Spionageverdachts 66 Personen festgenommen und davon 12 wegen des Deliktes der Spionage gerichtlich verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange vor dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] bereiteten sich in Deutschland die entsprechenden Einrichtungen des [[Reichswehrministerium]]s wie die [[Amt Ausland/Abwehr|Abwehr]] des [[Oberkommando der Wehrmacht|Oberkommandos der Wehrmacht]], des Auswärtigen Amtes, des [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS]] (SD), der Politischen Polizei, der [[Gestapo]], des [[Reichssicherheitshauptamt]]es (RSHA) gezielt auf die nachrichtendienstliche Aufklärung seiner Gegner, deren Bekämpfung aber auch die Spionageabwehr vor. In den Jahren zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg existierten allein auf deutschem Territorium über 80 nachrichtendienstlich arbeitende Organisationen unterschiedlicher Struktur und politischer Ausrichtung. Neben der klassischen Spionagetätigkeit erlangten dabei neue Methoden, die auf dem rasanten technischen Fortschritt beruhten, zunehmende Bedeutung. Hierzu zählten zum Beispiel die [[Fernmeldeaufklärung]] sowie die [[Kryptographie]] bzw. [[Steganographie]] und ihre Entschlüsselung mithilfe von rechnergestützten Verfahren. Solche Aktivitäten übten einen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf des Zweiten Weltkriegs aus; die Öffentlichkeit erlangte indes erst Jahrzehnte später davon genauere Kenntnis (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Bletchley Park|Operation Ultra]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des Zusammenbruchs im Zweiten Weltkrieg blieben die zuvor deutscherseits von der [[Fremde Heere Ost|Abteilung Fremde Heere Ost]] aufgebauten Spionagenetze im [[Ostblock]] teilweise intakt und wurden danach im [[Kalter Krieg|Kalten Krieg]] – vermittelt vom ehemaligen Abteilungsleiter [[Reinhard Gehlen]] – vom amerikanischen Geheimdienst bzw. später dem [[Bundesnachrichtendienst]] genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Gehlen |Titel=Der Dienst |Verlag=Hase &amp;amp; Koehler |Datum=1971-01-01 |ISBN=978-3920324012}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Zeit kam es zu einer massiven gegenseitigen Spionage zwischen den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] und ihren Alliierten einerseits sowie der [[Sowjetunion]] und der Volksrepublik [[China]] und deren Verbündeten andererseits. Insbesondere die Geheimnisse um den Bau von [[Kernwaffe]]n und die militärische Aufklärung waren dabei von gegenseitigem Interesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wesentliche Rolle hierbei spielte auch die Funkspionage beider Seiten. So wurden [[Richtfunk]]-Verbindungen von und nach [[West-Berlin]] sowie innerhalb Westdeutschlands durch Horchposten entlang der [[Innerdeutsche Grenze|innerdeutschen Grenze]] systematisch abgehört. Federführend auf Seiten der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] waren hierbei das [[Ministerium für Staatssicherheit]] und der [[Militärische Aufklärung der Nationalen Volksarmee|Militärische Nachrichtendienst der Nationalen Volksarmee]]. Die größte Abhörstation der Sowjetunion befand sich in unmittelbarer Grenznähe auf dem [[Brocken]] im [[Harz (Mittelgebirge)|Harz]] und wurde bald nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] abgebaut. Das amerikanische Gegenstück in [[Bad Aibling]] blieb hingegen weiterhin in Betrieb. Nach dem Ende des Kalten Krieges konzentrierte sich die Spionage vermehrt auf Informationen aus der Industrie (Wirtschaftsspionage, siehe unten), wobei immer wieder auch der Verdacht der „Spionage unter Freunden“ geäußert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gerd Tigges |url=https://www.deutschlandfunk.de/lauschen-taeuschen-kopieren-100.html |titel=Lauschen, Täuschen, Kopieren |hrsg=Deutschlandfunk |datum=2000-10-22 |sprache=de |abruf=2022-05-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngerer Zeit hat der Einsatz von speziellen [[Aufklärungssatellit]]en die Spionagetechnik weiter verfeinert. Ein ganz neu entstandener Spionagezweig ist die Cyberspionage, die die weltweite [[Vernetzung]] von Informationen im Zuge der [[Globalisierung]] ausnutzt, nicht zuletzt durch das [[Internet]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bmi.bund.de/DE/themen/sicherheit/spionageabwehr-wirtschafts-und-geheimschutz/cyberspionage/cyberspionage-artikel.html |titel=Mehr Angriffe auf Politik, Behörden &amp;amp; Wirtschaft durch Cyber-Spionage |hrsg=Bundesministerium des Innern und für Heimat |sprache=de |abruf=2022-05-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Tätigkeit von &amp;#039;&amp;#039;Spionen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Agent (Nachrichtendienst)|Agenten]],&amp;#039;&amp;#039; die zumeist von den eigenen Nachrichtendiensten angeworben oder geführt werden, ist nur ein Teilaspekt der nachrichtendienstlichen Tätigkeit. Viele Staaten unterscheiden zudem&lt;br /&gt;
* militärische und zivile (und im Weiteren auch polizeiliche) Informationsgewinnung;&lt;br /&gt;
* Nachrichtengewinnung über menschliche [[Quelle (Nachrichtendienst)|Quellen]], wie [[Informant]]en, angeworbene oder eingeschleuste Spione, auch als [[Human Intelligence]] (HUMINT) bezeichnet, und Spionage mit technischen Mitteln, wie [[Spionageflugzeug]]e, [[Spionagesatellit]]en, [[Funkaufklärung]], Anzapfen von Fernmeldeleitungen;&lt;br /&gt;
* Nachrichtengewinnung, die eigentliche Spionage und die zugehörige Spionageabwehr gegen entsprechende Maßnahmen fremder Dienste, meist auch mit nachrichtendienstlichen Mitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Spionage mit dem Ziel der Gewinnung industrieller und militärtechnischer Geheimnisse durch Staaten existieren auf diesem Gebiet auch in Einzelfällen Spionageaktivitäten durch private Organisationen, insbesondere Wirtschaftsunternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch heute werden Kommunikationswege wie [[Satellit (Raumfahrt)|Satelliten]], [[Glasfaser]], Richtfunk sowie [[Mobilfunk]]-Verbindungen durch Nachrichtendienste überwacht und ausspioniert. Dies auch bei befreundeten Staaten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-07/spionage-usa-deutschland-geheimdienste | titel=Bundesregierung will jetzt befreundete Staaten überwachen |titelerg=Lange wurde gezögert, jetzt soll die Bundesregierung den Beschluss gefasst haben: Amerikanische und britische Geheimdienste dürfen auf deutschem Boden observiert werden |werk=zeit.de |datum=2014-07-23 |abruf=2018-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Informationssammlungen mit nachrichtendienstlichen Mitteln wurden nach dem Zusammenbruch des [[Ostblock]]s vor allem auf die Bekämpfung der [[Proliferation (Massenvernichtungswaffen)|Proliferation]] von Waffen, des illegalen [[Drogenhandel]]s und des [[Terrorismus]] gerichtet, allerdings gewinnt Wirtschaftsspionage immer mehr an Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.verfassungsschutz.de/download/SHOW/vsbericht_2007.pdf |wayback=20080920151144 |text=Verfassungsschutzbericht 2007}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 2010 bis 2023 (bis 9. September) wurden insgesamt 383 Personen in Deutschland der Spionage, der geheimdienstlichen Agententätigkeit oder verwandter Delikte, bei denen der Generalbundesanwalt Ermittlungsverfahren einleitete, beschuldigt. Davon wurden 37 verurteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel-2023-40-09&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Titel=Nachgezählt | Sammelwerk=[[Der Spiegel]] | Nummer=40 | Datum=2023-09-30 | Seiten=9 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß einem Urteil des [[Bundesverwaltungsgericht (Deutschland)|Bundesverwaltungsgerichts]] vom Mai 2018 darf der [[Bundesnachrichtendienst]] auch weiterhin in großem Umfang Daten beim Internet-Knoten [[DE-CIX]] in [[Frankfurt am Main]] abgreifen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.heise.de/newsticker/meldung/Gerichtsurteil-BND-darf-weiterhin-Internet-Knoten-De-CIX-anzapfen-4061494.html |titel=Gerichtsurteil: BND darf weiterhin Internet-Knoten DE-CIX anzapfen&lt;br /&gt;
|titelerg=Der Bundesnachrichtendienst kann weiterhin am Internet-Knoten De-CIX anlasslos Daten abgreifen, urteilt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig |datum=2018-05-31 |abruf=2018-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{siehe auch|US-amerikanische Spionage in China}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftsspionage ===&lt;br /&gt;
[[Unternehmen|Wirtschaftsunternehmen]], die Spionage betreiben oder Zugriff auf nachrichtendienstlich erlangte Informationen haben, erlangen einen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Wettbewerbern]], da sie etwa fremde Forschungsergebnisse ausnutzen können, ohne dass eine eigenständige Forschungsarbeit erfolgen müsste. Spioniert wird auch, um zum Beispiel einen Konkurrenten bei Ausschreibungen knapp unterbieten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Motive ==&lt;br /&gt;
Bei der Anwerbung von Personen zur Spionage wurden in der Forschung vier Motive identifiziert, die mit dem englischen [[Akronym]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MICE&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (engl. Mäuse) umschrieben werden:&amp;lt;ref&amp;gt;Ira Winkler: &amp;#039;&amp;#039;Spies among us&amp;#039;&amp;#039;. Wiley Publishing, Indianapolis 2005, ISBN 0-7645-8468-5, S. 8 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oney (Geld): Manche Spione wollen mit zusätzlichem Einkommen einen verschwenderischen Lebensstil finanzieren, wie der US-Amerikaner [[Aldrich Ames]], oder ließen sich aus finanzieller Not anwerben, wie [[Mata Hari]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2024/07/von-mata-hari-bis-guenter-guillaume-beruehmte-spione-und-ihre-geschichten &amp;#039;&amp;#039;Katharina Fischer: Geschichte und Kultur. Von Mata Hari bis Günter Guillaume: Berühmte Spione und ihre Geschichten.&amp;#039;&amp;#039; vom 31. Juli 2024] [[National Geographic]], abgerufen am 1. Juli 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;I&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;deology (Ideologie): Wer sich bestimmtem Gedankengut verpflichtet fühlt, wird eher bereit sein, jenen zu helfen, die dieses Gedankengut vertreten, so begab sich [[Witold Pilecki]] sogar freiwillig in das [[KZ Auschwitz I (Stammlager)|KZ Auschwitz]]. Während des Kalten Krieges agierten u.&amp;amp;nbsp;a. [[Kim Philby]] und [[George Blake (Geheimagent)|George Blake]] aus ideologischer Überzeugung.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;C&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oercion (Zwang): Fallweise werden potenzielle Agenten eingeschüchtert, bedroht oder erpresst, um sie zur Kooperation zu bewegen. So wurde z.&amp;amp;nbsp;B. [[Alfred Redl]] mit Enthüllung seiner Homosexualität und [[Edgar Feuchtinger]] mit der Enthüllung seiner Desertion erpresst.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;go: Ein Spion ist in seiner [[Selbstwahrnehmung]] eine wichtige und einflussreiche Person, was ihn von der Masse der Menschen unterscheidet, auch wenn diesen seine Rolle nicht bekannt ist; er kann in dieser Rolle auch anderen (z.&amp;amp;nbsp;B. Vorgesetzten) etwas „heimzahlen“. Nach diesem Motiv handelte etwa [[Robert Hanssen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein alternatives Motivmodell für die Anwerbung und Führung von Spionen bezieht sich auf das Werk von [[Robert Cialdini]] unter dem englischen Akronym &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;RASCLS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von engl. rascals: Halunken, Spitzbuben):&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Randy Burkett |Titel=An Alternative Framework for Agent Recruitment: From MICE to RASCLS |Sammelwerk=Studies in Intelligence |Band=57 |Nummer=1 |Datum=2013 |Seiten=7–17 |Online=[https://www.cia.gov/resources/csi/studies-in-intelligence/volume-57-no-1/an-alternative-framework-for-agent-recruitment-from-mice-to-rascls/ PDF]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ecipropation ([[Reziprozität (Soziologie)|Reziprozität]], Gegenseitigkeit): Die Quelle fühlt sich verpflichtet, ihrer Führungsperson etwas zurückzugeben.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;utority ([[Autorität]]): Die Führungsperson soll Autorität ausstrahlen, denn Menschen neigen dazu, Autoritätspersonen Folge zu leisten.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;carcity ([[Verknappung]]): Die Führungsperson betont, nur die Quelle könne die Informationen liefern und diese wird schnell benötigt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Commitment and Consistency&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Verpflichtung und [[Konsistenz (Psychologie)|Konsistenz]]): Menschen neigen dazu, eingegangene Verpflichtungen einzuhalten und sich konsistent zu verhalten. Eine erste Verpflichtung, Informationen zu liefern, wird daher fortgesetzt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liking&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Sympathie]]): Die Führungsperson hebt Gemeinsamkeiten mit der Quelle hervor, schmeichelt ihr und baut eine enge [[soziale Beziehung]] auf.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Social Proof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Social Proof|Soziale Bewährtheit]]): Die Führungsperson berichtet von wünschenswerten Verhalten anderer Quellen, nachdem sich die Quelle dann richtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Nachrichtendienste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Gesamtdarstellungen ===&lt;br /&gt;
* [[Clifford Stoll]]: &amp;#039;&amp;#039;Kuckucksei: Die Jagd auf die deutschen Hacker, die das Pentagon knackten.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 1998, ISBN 3-596-13984-8.&lt;br /&gt;
* [[Guido Knopp]]: &amp;#039;&amp;#039;Top-Spione. Verräter im Geheimen Krieg.&amp;#039;&amp;#039; C. Bertelsmann Verlag, München 1994, ISBN 3-570-12152-6.&lt;br /&gt;
* Albrecht Charisius und [[Julius Mader]]: &amp;#039;&amp;#039;Nicht länger geheim – Entwicklung, System und Arbeitsweise des imperialistischen deutschen Geheimdienstes.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Militärverlag, Berlin-Ost 1969, {{DNB|456264531}}.&lt;br /&gt;
* Markus Mohr, Klaus Viehmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Spitzel. Eine kleine Sozialgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Assoziation A, Berlin/Hamburg 2004, ISBN 3-935936-27-3.&lt;br /&gt;
* Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Geheimdienst.&amp;#039;&amp;#039; in: [[Wolfgang Foerster (Militärhistoriker)|Wolfgang Foerster]]: &amp;#039;&amp;#039;Kämpfer an vergessenen Fronten. Feldzugsbriefe, Kriegstagebücher und Berichte. Kolonialkrieg, Seekrieg, Luftkrieg, Spionage.&amp;#039;&amp;#039; Berlin (Deutsche Buchvertriebsstelle. Abteilung für Veröffentlichungen aus amtlichen Archiven) 1931, S. 422–606.&lt;br /&gt;
* [[Paul von Lettow-Vorbeck]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Weltkriegsspionage. Authentische Enthüllungen über Entstehung Art, Arbeit, Technik, Schliche, Handlungen, Wirkungen und Geheimnisse der Spionage vor, während und nach dem Kriege auf Grund amtlichen Materials aus Kriegs-, Militär-, Gerichts- und Reichsarchiven. Vom Leben und Sterben, von den Taten und Abenteuern der bedeutendsten Agenten bei Freund und Feind.&amp;#039;&amp;#039; Justin Moser Verlag, München 1931.&lt;br /&gt;
* Thomas A. Reppetto: &amp;#039;&amp;#039;Battleground New York City. Countering spies, saboteurs, and terrorists since 1861.&amp;#039;&amp;#039; Potomac Books, Washington, D.C. 2012, ISBN 978-1-59797-677-0 (englisch).&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Krieger (Historiker)|Wolfgang Krieger]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Geheimdienste. Von den Pharaonen bis zur CIA&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beck’sche Reihe.&amp;#039;&amp;#039; 1891). Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-58387-2&lt;br /&gt;
* Norman Polmar/Lee J. Mathers/Thomas A. Brooks: &amp;#039;&amp;#039;Spy Ships. One Hundred Years of Intelligence Collection by Ships and Submarines&amp;#039;&amp;#039;, Lincoln (Potomac Books) 2023. ISBN 978-1-64012-591-9. ISBN 978-1-64012-475-2&lt;br /&gt;
* Phillip Knightley: Die Geschichte der Spionage im 20. Jahrhundert. Aufbau und Organisation, Erfolge und Niederlagen der großen Geheimdienste. Bern, München, Wien 1986.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsch-deutsche Spionage ===&lt;br /&gt;
* Claus Arndt: &amp;#039;&amp;#039;Die Herausgabe von Stasi-Unterlagen Prominenter.&amp;#039;&amp;#039; in: [[NJW]] 2004, S. 3157 ff.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich-Wilhelm Schlomann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Maulwürfe.&amp;#039;&amp;#039; Universitas Verlag, Tübingen 1993, ISBN 3-8004-1285-3.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Behling]], [[Can Kerim Aykac]], [[Andrea Behling]]: &amp;#039;&amp;#039;Kundschafter a. D. Das Ende der DDR-Spionage.&amp;#039;&amp;#039; Hohenheim-Verlag, Stuttgart/Leipzig 2003, ISBN 3-89850-098-5.&lt;br /&gt;
* [[Nicole Glocke]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Auftrag von US-Militäraufklärung und DDR-Geheimdienst. Die Lebensgeschichten zweier gegnerischer Agenten im [[Kalter Krieg|Kalten Krieg]].&amp;#039;&amp;#039; Verlag Dr. Köster, Berlin 2010, ISBN 978-3-89574-725-0.&lt;br /&gt;
* [[Bernd Michels]]: &amp;#039;&amp;#039;Spionage auf Deutsch. Wie ich über Nacht zum Top-Agenten wurde.&amp;#039;&amp;#039; Zebulon Verlag, Düsseldorf 1992, ISBN 3-928679-06-6.&lt;br /&gt;
* Harold Keith Melton: &amp;#039;&amp;#039;Die Welt der Spione. Im Auftrag der Geheimdienste.&amp;#039;&amp;#039; Paletti, Köln 2004, ISBN 3-8336-0134-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Enzyklopädische Werke ===&lt;br /&gt;
* K. Lee Lerner, Brenda Wilmoth Lerner: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of espionage, intelligence, and security.&amp;#039;&amp;#039; Thomson Gale, Detroit u. a. 2004 (3 Bände) [https://archive.org/stream/Encyclopedia_of_Espionage_Intelligence_Security_Vol_III_By_Lee_Lerner_Brenda_Ler/Encyclopedia_of_Espionage_Intelligence__Security_Vol_III_By_Lee_Lerner__Brenda_Lerner#page/n1/mode/2up (Vollversion bei archive.org)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Krieg in den Wolken – Luftspionage über der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentation, 2007, 45 Min., ein Film von Jan Lorenzen, Michael Marten, John Goetz und Claudia Schön, Produktion: [[Mitteldeutscher Rundfunk|MDR]], Erstsendung: 20. November 2007, {{Webarchiv | url=http://www.mdr.de/doku/archiv/geschichte/4920214.html | wayback=20080103034849 | text=Inhaltsangabe}} des MDR&lt;br /&gt;
* [[James Bond]] – Agent &amp;#039;&amp;#039;007&amp;#039;&amp;#039;, ist ein von [[Ian Fleming]] erfundener [[Agent (Nachrichtendienst)|Geheimagent]]. Es gibt sowohl Bücher als auch Filme und Spiele über den für den [[Secret Intelligence Service|MI6]] tätigen Spion.&lt;br /&gt;
* Seit 2015 bietet das [[Deutsches Spionagemuseum|Deutsche Spionagemuseum]] in [[Berlin]] einen Überblick zur Welt der Spionage von der Antike bis zur Gegenwart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Spies|Spione}}&lt;br /&gt;
* [https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/cyberkriminalitaet-tagesgeschaeft-spionage/2857306-all.html Jens Koenen und Ulrich Hottelet: Tagesgeschäft Spionage], [[Handelsblatt]], 5. September 2007&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsches-spionagemuseum.de/spionage/ Kurzer Einblick in die Geschichte der Spionage von den ersten Großreichen der Antike bis ins 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert] auf der Internetseite des Deutschen Spionagemuseums Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4056287-6|LCCN=sh85044893|NDL=00571691}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spionage| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Asperatus</name></author>
	</entry>
</feed>