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	<title>Spindichtewelle - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T07:18:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spindichtewelle&amp;diff=693410&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MrBenjo: +Normdaten</title>
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		<updated>2023-12-17T01:06:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Normdaten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spindichtewelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;(SDW) beschreibt den Zustand der [[Leitungselektron]]en mancher [[Metalle]] oder [[Supraleiter]], bei denen die [[Anzahldichte|Dichte]] der [[Elektronenspin]]s wellenförmig moduliert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu [[Magnon|Spinwellen]] (Magnonen) handelt es sich bei Spindichtewellen &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; um [[Anregungszustand|Anregungen]], sondern um eine Eigenschaft des [[Grundzustand]]es des Systems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleich mit Antiferromagneten ==&lt;br /&gt;
Spindichtewellen ähneln dem Grundzustand von [[Antiferromagnet]]en, bei denen ebenfalls der [[Spin]] von Atom zu Atom unterschiedlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Antiferromagneten ist der Spin der Atome meist abwechselnd aufwärts und abwärts gerichtet; dies könnte man als Spezialfall einer Spindichtewelle sehen, deren Wellenlänge doppelt so groß ist wie der Abstand zwischen den [[Atomlage]]n; die Atome einer Lage sind an der Position des „Wellenbergs“ (maximaler Spin in eine Richtung), die Atome der nächsten Lage beim Wellental (maximaler Spin in Gegenrichtung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Spindichtewellen dagegen ist die Wellenlänge im Allgemeinen [[Inkommensurabilität (Mathematik)|inkommensurabel]] zum [[Atomgitter]], also kein ganzzahliges oder [[Rationale Zahl|rationales]] Vielfaches der Atom- oder Lagenabstände. Die Spins sind, wie auch in einfachen Antiferromagneten, nur entlang einer Achse ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleich mit Ladungsdichtewellen ==&lt;br /&gt;
Spindichtewellen ähneln den [[Ladungsdichtewelle]]n: beide resultieren aus einer Instabilität des Elektronengases, bei beiden wird die Wellenlänge durch die [[Fermifläche]] der Leitungselektronen bestimmt, und bei beiden ist die Wellenlänge im Allgemeinen inkommensurabel zum Gitter. Bei Werten des Elektronen-[[Impuls]]es, die der Wellenlänge entsprechen, kommt es zu einer kleinen [[Bandlücke]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu Ladungsdichtewellen ist bei Spindichtewellen jedoch die gesamte [[Ladungsdichte]] konstant, die Änderung der Dichte der Elektronen mit den unterschiedlichen Spinrichtungen („Spin aufwärts“ und „Spin abwärts“) erfolgt also gegenläufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auftreten ==&lt;br /&gt;
Spindichtewellen treten u.&amp;amp;nbsp;a. auf:&lt;br /&gt;
* beim Metall [[Chrom]] unterhalb der [[Néel-Temperatur]] von 311&amp;amp;nbsp;[[Kelvin|K]]&lt;br /&gt;
* bei vielen Chrom[[legierung]]en&lt;br /&gt;
* beim [[Klaus Bechgaard|Bechgaard]]-Salz ([[Tetramethyltetraselenofulvalen|TMTSF]])&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;PF&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;, einem [[Organische Chemie|organischen]] [[Leiter (Physik) #Elektrischer Leiter|Leiter]], unter 12&amp;amp;nbsp;K.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bei Hochtemperatur-Supraleitern ==&lt;br /&gt;
Auch bei [[Hochtemperatur-Supraleiter]]n wurden Spindichtewellen beobachtet und es wurde spekuliert, ob sie in diesen Materialien für das Auftreten der [[Supraleitung]] verantwortlich sein können. Die Idee dahinter ist, dass eine bewegte [[Elektrische Ladung|Ladung]] die Spinorientierung der Atome im supraleitenden Zustand umkippen lässt. Auf seinem Weg durch den Festkörper erzeugt die Ladung also einen kurzfristigen [[Spinflip]] bei den benachbarten Atomen, der einen weiteren [[Ladungsträger (Physik)|Ladungsträger]] anzieht. So würde die Kopplung der beiden Ladungsträger durch den Spinflip anstelle der [[Phonon]]en vermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* George Grüner: &amp;#039;&amp;#039;The dynamics of spin-density waves&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Reviews of Modern Physics&amp;#039;&amp;#039;. Vol. 66, 1994, S. 1–24. Überblicksartikel mit Schwerpunkt Spindichtewellen in (TMTSF)&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;PF&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;. [[doi:10.1103/RevModPhys.66.1]]&lt;br /&gt;
* Eric Fawcett: &amp;#039;&amp;#039;Spin-density-wave antiferromagnetism in chromium&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Reviews of Modern Physics&amp;#039;&amp;#039;. Vol.  60, 1988, S. 209–283. [[doi:10.1103/RevModPhys.60.209]]&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=1082012297}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festkörperphysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrodynamik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MrBenjo</name></author>
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