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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Spin-Eis</id>
	<title>Spin-Eis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T22:38:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spin-Eis&amp;diff=1514118&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Kommasetzung</title>
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		<updated>2024-08-04T09:22:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kommasetzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spin-Eis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man Materialien, bei denen sich die magnetischen Momente im Material analog zu den Protonen in Wasser[[eis]] verhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Water ice.png|frame|links|Die Anordnung von Wasserstoffatomen (schwarze Kreise) bei Sauerstoffatomen (offene Kreise) in Eis]]&lt;br /&gt;
1935 stellte [[Linus Pauling]] fest, dass die Struktur von [[Eis]] (d.&amp;amp;nbsp;h. der festen [[Phase (Materie)|Phase]] von [[Wasser]]) [[Freiheitsgrade]] hat, die auch am [[Absoluter Nullpunkt|absoluten Nullpunkt]] existieren sollten. Dies bedeutet, dass auch bei Abkühlung zum absoluten Nullpunkt eine residuale [[Entropie (Thermodynamik)|Entropie]] (d.&amp;amp;nbsp;h. eine intrinsische Unordnung) erhalten bleibt. Dies ist eine Folge der Tatsache, dass Eis [[Sauerstoff]][[atom]]e mit vier benachbarten [[Wasserstoff]]atomen enthält. Für jedes Sauerstoffatom sind je zwei Wasserstoffatome näher (diese bilden das traditionelle H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O-[[Molekül]]) und zwei weiter entfernt (diese entsprechen Wasserstoffatomen weiter entfernter Moleküle). Pauling stellte fest, dass die Konfiguration, die dieser „Zwei-nah-Zwei-fern-Regel“ entspricht, nichttrivial ist und demzufolge auch eine nichttriviale Entropie nach sich zieht.&amp;lt;ref&amp;gt;L. Pauling. &amp;#039;&amp;#039;The Structure and Entropy of Ice and of Other Crystals with Some Randomness of Atomic Arrangement&amp;#039;&amp;#039;, Journal of the American Chemical Society, Vol. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;57&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, p. 2680 (1935).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies ist ein Beispiel für [[geometrische Frustration]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulings Überlegungen wurden experimentell verifiziert, auch wenn reine Wassereiskristalle schwer herzustellen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:SpinIce.svg|frame|rechts|Die Anordnung von Spins (schwarze Pfeile) in Spin-Eis]]&lt;br /&gt;
In Spin-Eis liegen [[Tetraeder]] aus [[Ion]]en vor, die alle einen nichtverschwindenden [[Spin]] haben. Diese müssen, aufgrund der Wechselwirkungen zwischen benachbarten Ionen, analog zu dem oben diskutierten Fall des Eises ebenfalls einer „Zwei-nah-Zwei-fern-Regel“ genügen. Spin-Eis zeigt deshalb die gleichen residualen Entropien wie Wassereis. Abhängig von den für das Spin-Eis verwendeten Materialien sind große, einzelne Kristalle in diesem Fall aber leichter herzustellen als reine Wassereiskristalle. Darüber hinaus sorgt die Wechselwirkung der Ionenspins mit einem [[Magnetismus|Magnetfeld]] dafür, dass diese Materialien besser dafür geeignet sind, die residualen Entropien zu untersuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|Die erste &amp;quot;kürzliche&amp;quot; Entdeckung  wird mit einem 12 Jahre alten Artikel, 1997, belegt, die &amp;quot;deutlichen Hinweise&amp;quot; bzgl. Dysprosiumstannat gar nicht. Dies wurde erst sehr spät (20. Okt. 2011!)  teilweise ausgebessert.  -- [[Benutzer:Tkarcher|Tkarcher]] 11:52, 25. Aug. 2009 (CEST)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während [[Philip Warren Anderson|Philip Anderson]] schon 1956 den Zusammenhang zwischen dem frustrierten Ising-Antiferromagneten auf einem Tetraedergitter aus Pyrochlor und dem Paulingschen Wassereisproblem erkannte&amp;lt;ref&amp;gt;P. W. Anderson, Phys. Rev., Vol. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;102&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, p. 1008 (1956).&amp;lt;/ref&amp;gt;, wurden echte Spin-Eis-Materialien erst 1997 entdeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;M. J. Harris, S. T. Bramwell, D. F. McMorrow, T. Zeiske and K. W. Godfrey, Phys. Rev. Lett., Vol. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;79&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, p. 2554 (1997).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ersten als Spin-Eis identifizierten Materialien waren die [[Pyrochlor]]e Ho&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;Ti&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;7&amp;lt;/sub&amp;gt;,&lt;br /&gt;
Dy&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;Ti&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;7&amp;lt;/sub&amp;gt; und Ho&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;Sn&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;7&amp;lt;/sub&amp;gt;. Ferner wurden auch deutliche Hinweise veröffentlicht, dass Dy&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;Sn&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;7&amp;lt;/sub&amp;gt; ebenfalls ein Spin-Eis ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spin-Eis ist charakterisiert durch eine Unordnung der magnetischen Ionen sogar bei sehr niedrigen Temperaturen. Messungen der dynamischen [[Magnetische Suszeptibilität|magnetischen Suszeptibilität]] liefern Hinweise auf ein dynamisches Einfrieren der magnetischen Momente unterhalb von Temperaturen, bei denen die [[spezifische Wärme]] ein Maximum aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spin-Eis-Materialien sind frustrierte magnetische Systeme. Während Frustration normalerweise mit dreieckigen oder tetraedrischen Anordnungen von magnetischen Momenten verbunden wird, die über antiferromagnetische Austauschwechselwirkungen gekoppelt werden, sind die Verhältnisse bei Spin-Eis-Materialien komplizierter: Es handelt sich um frustrierte &amp;#039;&amp;#039;Ferromagnete&amp;#039;&amp;#039;. Das lokal wirkende, starke Kristallfeld zwingt die magnetischen Momente entweder in den Tetraeder &amp;#039;&amp;#039;hinein&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp; oder aus dem Tetraeder &amp;#039;&amp;#039;hinaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp; zu zeigen, was zu einem antiferromagnetisch wechselwirkenden frustrierten [[Austauschwechselwirkung|&amp;quot;Austausch&amp;quot;-System]] äquivalent ist. In Wirklichkeit liegt aber antiferromagnetische Wechselwirkung gar nicht vor, sondern verantwortlich für die Frustration sind die langreichweitigen magnetischen Dipolwechselwirkungen, und nicht die Austauschwechselwirkungen nächster Nachbarn. Aus der Frustration resultiert die „Zwei-rein-Zwei-raus-Spinorientierung“, und damit der Spin-Eis-Zustand.&amp;lt;ref&amp;gt;B. C. den Hertog and M. J. P. Gingras, Phys. Rev. Lett., Vol. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;84&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, p. 3430 (2000).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;S. V. Isakov, R. Moessner and S. L. Sondhi, Phys. Rev. Lett., Vol. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;95&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, p. 217201 (2005).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Spin-Eis wurden 2008 das erste Mal [[Magnetischer Monopol|magnetische Quasi-Monopole]] nachgewiesen und gemessen.&amp;lt;ref&amp;gt;R. Scharf, [http://www.pro-physik.de/Phy/leadArticle.do?laid=12160 Magnetische Monopole im Spineis gesichtet], Pro-Physik.de, 4. September 2009, abgerufen am 23. Oktober 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind Quellen der [[Magnetisierung]], aber nicht des [[Magnetische Flussdichte|magnetischen Flusses]]; dieser ist nach wie vor divergenzfrei.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Vojta, Frustriert zum Monopol, erschienen im Physik Journal November 2009, S. 22&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Spin-Glas]]&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP = s | GND = 1073209156}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Magnetismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festkörperphysik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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