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	<title>Spilit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T08:50:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spilit&amp;diff=1282476&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-07-09T15:42:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Spilit.jpg|mini|Spilit]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spilit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (griechisch σπιλάς (spilás) – Fels) ist eine Sammelbezeichnung für [[basisches Gestein|basisch]]e [[Magmatit|magmatische]] Gesteine, die vor allem durch [[Metasomatose]] aus ozeanischem [[Basalt]] entstehen. Der Begriff wurde 1827 von [[Alexandre Brongniart]] in die geologische Literatur eingeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schidlowski 489&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[International Union of Geological Sciences]] definiert in ihren aktuellen Empfehlungen zur Nomenklatur [[Metamorphes Gestein|metamorpher Gesteine]] Spilit als einen [[Alteration (Geologie)|alterierten]], sauren bis intermediären [[Vulkanit]] oder Subvulkanit, bei dem die Feldspatkomponente ganz oder teilweise als [[Albit]] vorliegt und typischerweise von Chlorit, Calcit, Epidot, Quarz, Prehnit oder anderen Mineralphasen, wie sie für niedrigtemperierte hydrothermale Bedingungen bekannt sind, begleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Metamorphic Rocks - A Classification and Glossary of Terms |Hrsg=Douglas Fettes, Jacqueline Desmons |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge |Datum=2011 |ISBN=978-0-521-33618-5 |Seiten=40-41}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei ist bedeutsam, dass die strukturellen Merkmale des ursprünglichen vulkanischen Gesteins erhalten bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesteinsbeschreibung ==&lt;br /&gt;
{{Galerie&lt;br /&gt;
|Name=Spilit im Mikroskop&lt;br /&gt;
|Größe=300&lt;br /&gt;
|align=right&lt;br /&gt;
|captionalign=right&lt;br /&gt;
|Datei:Spilit LPL.jpg|Spilit aus dem Lahn-Dill-Gebiet, Dünnschliff, Hellfeld: Intersertale Struktur von albitisierten Feldspäten, dazwischen Chlorit (grün), Magnetit (schwarz) und Leukoxen (graubraun).&lt;br /&gt;
|Datei: Spilit XPL.jpg|Unter gekreuzten Polarisatoren.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Spilite ähneln den Basalten in Aussehen und Gestalt, die Unterschiede zu diesem sind erst unter dem Mikroskop am [[Dünnschliff]] zu erkennen. Sie sind von graugrüner, grünlicher oder rötlich-brauner Farbe und haben einen meist überdurchschnittlichen Gehalt an CaO und Na&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O. Häufig sind Überreste von Fließgefügen oder Kissenstrukturen ([[Pillow-Lava]]) erhalten, das Gestein ist von [[calcit]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;gefüllten&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Adern durchzogen und weist Hohlräume auf, die mit Mineralen wie Calcit gefüllt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch für Spilite sind [[Albit]] und [[Chloritgruppe|Chlorit]], typische weitere Minerale sind [[Aktinolith]], [[Titanit]], [[Carbonate]], [[Eisen]]oxidminerale, [[Epidot]], [[Prehnit]], [[Laumontit]] und reliktische [[Pyroxen]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Nach der ersten wissenschaftlichen Beschreibung von Spiliten vor über 180 Jahren als Pillow-Lava in [[Ophiolith]]en wurde aufgrund der besonderen Zusammensetzung dieser Gesteine lange Zeit angenommen, dass sie aus einem besonderen spilitischen Magma entstanden seien. Andere Erklärungen gingen davon aus, dass wässrige Restlösungen eines Magmas zur Umwandlung der vorhandenen Minerale geführt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der Ähnlichkeit der chemischen Zusammensetzung zwischen Basalten und Spiliten, und dem Vorkommen von offensichtlich den Basalten eigenen Kissenstrukturen wurden jedoch Umwandlungsvorgänge in der [[Petrologie]] als Erklärung für die Entstehung von Spiliten aus Basalten zunehmend bevorzugt, zumal die den Spiliten eigenen Minerale sämtlich durch niedriggradige Metamorphose entstanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umwandlung von Basalten in Spilite ist nach heutigem Wissensstand auf Stoffaustauschvorgänge zurückzuführen, die in der Nähe ozeanischer [[Grabenbruch|Rift]]s wie etwa dem [[Mittelatlantischer Rücken|Mittelatlantischen Rücken]]  infolge der Zirkulation heißen Meereswassers in den Gesteinen des Ozeanbodens ablaufen. Einige Spilitvorkommen werden darüber hinaus durch eine niedriggradige [[Regionalmetamorphose]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schidlowski 489&amp;quot;/&amp;gt; oder [[hydrothermal]]e [[Alteration (Geologie)|Alteration]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.skb.se/upload/publications/pdf/Tr-00-17webb.pdf Lena Zetterström: &amp;#039;&amp;#039;Oklo. A review and critical evaluation of literature.&amp;#039;&amp;#039;] Technical Report TR-00-17, Svensk Kärnbränslehantering AB, 2000 (PDF, 324 kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgangsgesteine der Spilite sind Basalte mit hohem Wassergehalt, schwach [[Metamorphose (Geologie)|metamorphe]] [[Diabas]]e oder andere basische Magmatite.&amp;lt;ref&amp;gt;{{bibISBN|3827414458|Seite=262}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Anchimetamorphose – eine Vorstufe der Metamorphose – führt zur Umwandlung des originalen Mineralbestandes, vor allem der [[Plagioklas]]e, so dass es zu einer Vorherrschaft von Albit und Chlorit kommt.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Hohl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklungsgeschichte der Erde.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage, Werner Dausien Verlag, Hanau 1985, 703 S. ISBN 3-768-46526-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
An Land sind Spilite heute in Ophiolithkomplexen und ursprünglich im Ozean entstandenen [[vulkanisch]]en Gesteinsserien zu finden. Aufgrund der bei der Bildung dieser Komplexe herrschenden Druck- und Temperaturbedingungen können Spilite in komplizierter Weise überprägt sein. Weiter finden sich Spilite in so genannten &amp;#039;&amp;#039;[[subsequenter Magmatismus|subsequenten]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[finaler Magmatismus|finalen]]&amp;#039;&amp;#039; magmatischen Serien, die gegen Ende einer [[Gebirgsbildung]] entstanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spilite finden sich in zahlreichen Vorkommen auf der ganzen Welt, zum Beispiel &lt;br /&gt;
* in der [[Prager Mulde]] in den [[Präkambrium|präkambrischen]] Schichten der &amp;#039;&amp;#039;Spilitserie&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* in der [[Lahnmulde]] im [[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinischen Schiefergebirge]]&amp;lt;ref&amp;gt;Suwardi Tanumihardja, Karl W. Strauss, Georg Müller: &amp;#039;&amp;#039;Petrologie unterkarbonischer Spilite der NE-Lahnmulde/Rheinisches Schiefergebirge.&amp;#039;&amp;#039; Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, Band 137, 1986, S. 465–487.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* im [[Verrucano]] des [[Perm (Geologie)|Perms]] in den [[Alpen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schidlowski 489&amp;quot;&amp;gt;Schidlowski 1969, S. 489f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* im &amp;#039;&amp;#039;Motton-Spilite&amp;#039;&amp;#039; in [[Tasmanien]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dbforms.ga.gov.au/pls/www/geodx.strat_units.sch_full?wher=stratno=12433 &amp;#039;&amp;#039;Stratigraphic Units Database: Motton Spilite.&amp;#039;&amp;#039;] Department of Industry, Tourism &amp;amp; Resources, Geoscience Australia, Commonwealth of Australia&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* in den Ophiolithen des [[Oman]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;oegg&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* im [[Dekkan-Trapp]] Indiens&amp;lt;ref name=&amp;quot;oegg&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=W. Wieseneder |Titel=Buchbesprechungen. International Union of Geological Sciences, Series A. Number 4: Spilites and Spilitic Rocks. Herausgeber: AMSTUTZ, G. C, Heidelberg. 138 Abb., 13 Tafeln, VII, 482 S., 1974. Berlin - Heidelberg - New York: Springer Verlag. ISBN 3-540-06448-6 |Sammelwerk=Mitteilungen der Österreichischen Geologischen Gesellschaft |Band=68 (1975) |Ort=Wien |Datum=1978 |Seiten=219–240 |Online={{ZOBODAT |nurURL=1 |pfad=pdf/MittGeolGes_68_0219-0240.pdf}} |KBytes=1900 |Format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= Myron G. Best | Titel= Igneous and Metamorphic Petrology | Auflage=  | Verlag= W.H. Freemann &amp;amp; Company | Ort= San Francisco | Jahr= 1982 | Seiten=398 | ISBN= 0-7167-1335-7}}&lt;br /&gt;
* Wolfhard Wimmenauer: &amp;#039;&amp;#039;Petrographie der magmatischen und metamorphen Gesteine&amp;#039;&amp;#039;. Enke, Stuttgart 1985, S. 90–91.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Schidlowski]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://link.springer.com/article/10.1007%2FBF00601960 Spilite und der basaltische Vulkanismus.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Naturwissenschaften&amp;#039;&amp;#039;. 56, Nr. 10, {{ISSN|0028-1042}}, S. 488–493 (PDF; 1,12 MB).&lt;br /&gt;
* G. C. Amstutz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Spilites and Spilitic Rocks.&amp;#039;&amp;#039; International Union of Geological Sciences, Series A, Number 4, Springer, Berlin, 1974, ISBN 3-540-06448-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-koeln.de/math-nat-fak/geomin/polarisationsmikroskopie/polges/gp182.htm &amp;#039;&amp;#039;Anchimetamorpher Gabbro: Bemerkungen zu &amp;quot;Spilitisierung&amp;quot;.&amp;#039;&amp;#039;] Kurs Polarisationsmikroskopie, Institut für Geologie und Mineralogie der Universität Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkanisches Gestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metamorphes Gestein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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