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	<title>Spielmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T20:21:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spielmann&amp;diff=838646&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HH58: /* Neuzeit */ gramm./typo</title>
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		<updated>2024-08-29T08:22:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Neuzeit: &lt;/span&gt; gramm./typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Siehe zu weiteren Bedeutungen [[Spielmann (Begriffsklärung)]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Joculatorium spielleute.jpg|mini|Spielleute im Mittelalter]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spielmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Plural: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spielleute&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Musikant&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Musiker]], der zu bestimmten Gelegenheiten zur Unterhaltung aufspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antike und Frühmittelalter ==&lt;br /&gt;
Historisch geht der Begriff auf die Zeit des Römischen Reiches zurück (&amp;#039;&amp;#039;ludarii&amp;#039;&amp;#039;). Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Spielmann&amp;#039;&amp;#039; lässt sich bis ins 8. Jahrhundert zurückverfolgen.&amp;lt;!-- aus Spielmannszug#Geschichte des Spielmannswesens--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochmittelalterliche Spielmannskultur ==&lt;br /&gt;
Die [[hochmittelalter]]liche Spielmannskultur entstand gegen Ende des 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts zunächst südlich und nördlich der [[Pyrenäen]] und breitete sich im Verlauf des 13. Jahrhunderts über ganz Westeuropa aus. Die ältesten Bezeichnungen der Spielleute sind &amp;#039;&amp;#039;joglar&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;jogleor&amp;#039;&amp;#039; von [[lateinisch]] &amp;#039;&amp;#039;joculator&amp;#039;&amp;#039; („Spaßmacher“). Sie unterhielten ihr Publikum nicht nur durch möglichst spektakuläre Kunststücke, sondern sie erzählten und rezitierten, sangen, tanzten und schauspielerten. Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;jongleur&amp;#039;&amp;#039; bezieht sich dabei auf die fahrenden Spielleute, die fest einem Hof verbundenen Sänger werden &amp;#039;&amp;#039;ménestrel&amp;#039;&amp;#039; genannt (von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;ministerialis&amp;#039;&amp;#039;, „Bediensteter“, daher auch englisch &amp;#039;&amp;#039;minstrel&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Grimm]], [[Susanne Hartwig]]: &amp;#039;&amp;#039;Französische Literaturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 6. Aufl. Metzler, 2014, ISBN 978-3-476-02420-6, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt; Und die Spielleute musizieren natürlich auch. Spätestens seit Anfang des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts gibt es unter den fahrenden &amp;#039;&amp;#039;jongleurs&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;spilleuten&amp;#039;&amp;#039; auch Instrumentalspieler. Der [[Minnesänger]] [[Guiraut de Calancon]] zählte in dieser Zeit bereits neun Instrumente (etwa [[Fidel]], [[Harfe]], und [[Drehleier]]) auf, die von &amp;#039;&amp;#039;jongleurs&amp;#039;&amp;#039; gespielt würden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von zahlreichen Liedern der höfischen [[Troubadour (Künstler)|Troubadour]]s wie auch der Spielleute kennen wir den Text, die Melodien sind nur teilweise überliefert. Quellen dieser Überlieferung sind teilweise prächtig mit [[Miniaturmalerei|Miniaturen]][[Buchmalerei|illuminierte]] Sammelhandschriften, in denen eine stattliche Anzahl bildlicher Darstellungen von Spielleute mit ihren [[Musikinstrument]]en erhalten sind. &lt;br /&gt;
Die berühmteste dieser [[Prachthandschrift]]en ist eine Ausgabe der spanischen &amp;#039;&amp;#039;[[Cantigas de Santa Maria]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Codex BI2, El Escorial&amp;lt;/ref&amp;gt; aus der zweiten Hälfte des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Dieser Codex enthält (neben einer umfangreichen Liedersammlung) eine ganze Reihe von Illuminationen, die Musiker (meist paarweise) mit diversen Instrumenten zeigen. Auftraggeber dieser Handschrift war König [[Alfons&amp;amp;nbsp;X.]] von Leon und Kastilien († 1284).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesen Buchilluminationen gibt es auch eine Reihe von Abbildungen in musiktheoretischen [[Traktat]]en. [[Herrad von Landsberg]] bildete in ihrem &amp;#039;&amp;#039;[[Hortus deliciarum]]&amp;#039;&amp;#039; Musikinstrumente wie die Harfe und eine Drehleier ([[Drehleier#Organistrum|Organistrum]] oder [[Symphonia]]) ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert erfolgte bereits auch ein sehr deutlicher Aufschwung der Städte. Diese werden neben den jeweiligen Landesherrschern nach und nach zum zweiten Förderorgan von Instrumentalmusik, indem sie „Stadtpifer“ oder -„dromper“ in ihre Dienste nehmen. &amp;#039;&amp;#039;[[Musikantenzunft|Musikantenzünfte]]&amp;#039;&amp;#039; finden sich seit 1288; die älteste bekannte ist die Wiener Nikolaibruderschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit waren die entscheidenden Weichen für den neuzeitlichen Instrumentalmusiker bereits im 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bildet sich in den [[Landsknecht]]sheeren seit dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert der militärische [[Spielmannszug]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Instrumentarium ===&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Um den Ansprüchen bei verschiedensten Anlässen gerecht zu werden, sollte ein Spielmann möglichst viele Instrumente beherrschen. Zu den bevorzugten Instrumenten gehörten Schlaginstrumente, diverse Flöten und Blasinstrumente, sowie gezupfte und gestrichene Instrumente. Die unterschiedlichen Benennungen und Bauformen einzelner Instrumententypen waren mannigfaltig. Generell war der Klang im Allgemeinen relativ hoch (zwischen Sopran und Tenorlage) und hell. Erst gegen Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts wurde die Bassregion verstärkt und somit die Tonlage tiefer. Das Instrumentarium wurde in privilegierte (das Ansehen des Instruments und die gesellschaftliche Stellung des Spielers betreffende) und gewöhnliche, sowie laute und leise Gruppen eingeteilt. Sie verfügten über einen im Vergleich zu heute relativ beschränkten Tonumfang und&lt;br /&gt;
wurden ohne allzu große dynamische Differenzierungen meist in voller Lautstärke gespielt. Manche Instrumente stammten, in teilweise modifizierter Form, aus dem antiken bzw. nordeuropäischen Raum.&amp;lt;!--antiker Raum?--&amp;gt; Andere wurden speziell im Rahmen der [[Kreuzzüge]] aus dem arabischen Raum bzw. Zentralasien importiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Blasinstrumente und Flöten ====&lt;br /&gt;
Dazu zählen [[Schalmei]] und [[Sackpfeife (Musikinstrument)|Sackpfeife]] (Dudelsack).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Streich- und Zupfinstrumente ====&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Hier fehlen die Fiedeln und Geigen}}Die im Vergleich relativ leise gezupften und gestrichenen Saiteninstrumente, etwa die [[Knickhalslaute]], dienten vornehmlich der Liedbegleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schlaginstrumente ====&lt;br /&gt;
Dazu gehörte die [[Pauke]] und die [[Handtrommel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ensembles ===&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Das gesamte Mittelalter kannte (wie auch teilweise die Renaissance und auch noch das Barock) keine exakt für ein Musikstück vorgeschriebenen Instrumente oder Instrumentenkombinationen. Meist wurde die genaue Zusammensetzung situationsbedingt dem jeweiligen Anlass und den verfügbaren Instrumentalisten angepasst vorgenommen. Erst in der Mitte des 15. Jahrhunderts bildeten sich vage Regelungen für Ensembles für verschiedene den Anlässen angepasste Musikgattungen heraus. Leise Musik im intimen Rahmen oder mit „romantischer bzw. religiöser Textaussage“ wurden meist mit Saiteninstrumenten, Blockflöten, Portativ, und Gesang aufgeführt. Laute, meist bei festlichen bzw. repräsentativen Anlässen gespielte Musik, war vornehmlich mit Schalmeien,&lt;br /&gt;
Trompeten, Posaunen, [[Schlagwerk (Musik)|Schlagwerk]] und Flöten besetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuzeit ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Drei Herumziehende Musikanten.jpg|mini|Drei Herumziehende Musikanten, [[Theodor Hosemann]] 1838]]&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Spielleute zogen als freies [[fahrendes Volk]] von Stadt zu Stadt, spielten mit der Spielmannsgeige zum Tanze (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spielmannstanz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) auf, traten aber auch als Erzähler –&amp;amp;nbsp;selbst begleitet von der Spielmannsgeige&amp;amp;nbsp;– auf. Als Erzähler sangen sie zum einen Liebeslieder („Minnegesang“) oder Heldengesänge („Epen“), zum anderen aber auch Nachrichten (auch Lokalnachrichten), welche sie auf der Wanderung aufschnappten und in Reimform verarbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich zu Gruppen verbündende Spielleute sind die Vorläufer späterer fahrender Musik- und [[Gaukler]]truppen, welche wiederum Vorläufer von wandernden, später sesshaften Theatergruppen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Musikant&amp;#039;&amp;#039; ist seit etwa 1600 belegt und deutlich älter als der um 1800 entstandene Begriff des &amp;#039;&amp;#039;[[Musiker]]s&amp;#039;&amp;#039;, der beruflich Musik ausübt. Er beschreibt den Übergang von fahrenden zum „ehrbaren“ Musiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. und 21. Jahrhundert bezeichnen sich vor allem Musiker der [[Mittelalter-Szene]] als Spielmänner oder Spielleute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spielleute&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man auch, besonders bei [[Spielmannszug|Spielmannszügen]] und Marschkapellen, die Spielmannstrommeln und Querpfeifen, die musikalische Kommandos unter Leitung des [[Tambourmajor]]s ausführen, hier besonders das [[Lockmarsch|Locken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{OeML|Spielgraf|Spielgraf|ETH}}&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Hartung (Historiker)|Wolfgang Hartung]]: {{Webarchiv |url=http://www.cantus-buranus.de/cantus.php?text=top7 |wayback=20070927040340 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Spielleute im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;.}}&lt;br /&gt;
* [[Ernst Schubert (Historiker)|Ernst Schubert]]: &amp;#039;&amp;#039;Fahrendes Volk im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Bielefeld 1995.&lt;br /&gt;
* Harald Lacina: &amp;#039;&amp;#039;Die Spielleute nach spätmittelalterlichen deutschen Rechtsquellen.&amp;#039;&amp;#039; Solivagus, Kiel 2010, ISBN 978-3-9812101-7-0 ([[Dissertation]] [[Universität Wien]] 1990, 187 Seiten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4182275-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Musikberuf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HH58</name></author>
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