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	<title>Spice (Droge) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T00:03:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spice_(Droge)&amp;diff=1441364&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-24926-9: Grammatik korrigiert</title>
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		<updated>2025-07-23T20:24:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Grammatik korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:USMC-100201-M-3762C-001.jpg|mini|Spice]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spice&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Verkaufsbezeichnung für eine [[Droge]], die aus [[Cannabinoide#Synthetische Cannabinoide|synthetischen Cannabinoiden]] sowie verschiedenen getrockneten Pflanzenteilen besteht. Verwendung findet Spice insbesondere als Ersatz für [[Cannabis als Rauschmittel|Cannabisprodukte]]. Laut Hersteller (die Londoner Firma &amp;#039;&amp;#039;Psyche Deli&amp;#039;&amp;#039;) sollte die berauschende Wirkung auf einer Kombination bestimmter natürlicher Inhaltsstoffe beruhen. In verschiedenen Analysen konnten jedoch mehrere synthetische [[Cannabinoidmimetikum|cannabinoidmimetische]] [[Wirkstoff]]e ([[Cannabicyclohexanol]], [[JWH-018]] und ähnliche Substanzen) nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
Es sind mehrere Todesfälle bekannt geworden, bei denen ein Zusammenhang mit dem Konsum von Spice vermutet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Horror-Droge „Spice“: 19-Jähriger stirbt an synthetischem Marihuana |Sammelwerk=Berliner-Kurier.de |Online=[https://www.berliner-kurier.de/news/horror-droge--spice--19-jaehriger-stirbt-an-synthetischem-marihuana-22817918 Online] |Abruf=2017-03-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Nach Tod von 23-Jähriger in Neustadt: Polizei warnt vor „Legal Highs“ |Online=[https://www.otz.de/leben/blaulicht/article220551925/Nach-Tod-von-23-Jaehriger-in-Neustadt-Polizei-warnt-vor-Legal-Highs.html Online] |Abruf=2017-03-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=NDR |url=http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Sorge-nach-Todesfaellen-durch-Modedroge-Spice,spice112.html |titel=Sorge nach Todesfällen durch Modedroge „Spice“ |abruf=2017-03-28 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In verschiedenen Ländern wurden seit Dezember 2008 Verbotsverfahren eingeleitet, unter anderem in Österreich und Deutschland ist seit Januar 2009 Spice verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
2004 tauchten erstmals im deutschsprachigen Internet und in [[Headshop]]s der [[D-A-CH]]-Region Tüten mit der Aufschrift Spice auf. Im September 2007 senkt der Hersteller von Spice die Einkaufspreise, die Internetshops und Headshops reagieren begeistert. Im Oktober 2007 lässt sich die Herstellerfirma von Spice, Psyche Deli, Spice international als Marke schützen, wobei der Markenschutzeintrag Spice als Inhalationsmittel deklariert. Im Kontrast dazu zieht sich die Firma im Folgenden bei Kritik an ihrem Produkt daraufhin zurück, Spice nur als Räucherwerk zu verkaufen, und kritisiert eine angebliche mediengesteuerte Panikmache.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; In der Schweiz verschwindet das Spice schnell wieder aus den Headshops, da Spice dort als Tabakzusatz vom Gesundheitsministerium nicht zugelassen wird. Die letzten Tüten Spice in den Schweizer Headshops werden Anfang 2007 eingezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Josephina Maier |Titel=Voll auf dem Bio-Trip |Sammelwerk=Die Zeit |Ort=Hamburg |Datum=2008-11-27 |ISSN=0044-2070 |Online=https://www.zeit.de/2008/49/M-Spice/seite-3 |Abruf=2024-09-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ersten Medienberichte zu Spice erscheinen im Frühjahr 2008, die Behörden analysieren das Spice und finden keine psychoaktiven Inhaltsstoffe. Die Universitätsklinik Düsseldorf stößt ebenfalls auf keine Inhaltsstoffe, die den ausgelösten Rauschzustand erklären könnten. Der Toxikologe Thomas Daldrup vermutete beim Rauchen des Spice würden sich die Konsumenten durch entstehende Gase vergiften und die Vergiftungserscheinungen als Rausch interpretieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jörg Auf dem Hövel |url=https://www.telepolis.de/features/Spice-Aufstieg-einer-dubiosen-Psycho-Droge-3421839.html |titel=Spice: Aufstieg einer dubiosen Psycho-Droge |datum=2009-02-22 |sprache=de |abruf=2024-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernd Dicks |Titel=Kräutermischung aus England: Jugend berauscht sich an rätselhafter Biodroge |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2008-11-09 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/kraeutermischung-aus-england-jugend-berauscht-sich-an-raetselhafter-biodroge-a-588844.html |Abruf=2024-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Spice wäre nur ein Scam an Jugendlichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2008 wird dem Hanfaktivisten Steffen Geyer eine chemische Analyse zugespielt, die in Spice diverse Lösungsmittel gefunden haben will. Nach einem Artikel auf seinem Blog, in dem er titelt: „Spice gefährlicher als Klebstoff schnüffeln?“, meldet sich die herstellende Firma bei ihm und kritisiert die Laboruntersuchung, weil sie um ihren guten Ruf fürchtet. Geyer kontert: „Es ist beschämend, dass The Psyche Deli bis heute zu allen Fragen bezüglich der Inhaltsstoffe und Wirkstoffe schweigt.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ethnopharmakologe [[Christian Rätsch]] testet 2008 im Fernsehen in der ARD-Sendung Polylux das Spice und kommt zu der Vermutung, dass eine Chemikalie zugesetzt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Er resümierte auf die Frage, ob er nun öfters Spice konsumieren würde: „einmal und nie wieder“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei folgenden chemischen Untersuchungen findet man die angegebenen Kräuter nicht im Spice, jedoch eine hohe Menge an [[Vitamin E]], welches die Untersuchungsergebnisse stören kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Der Frankfurter Cannabinoid-Hersteller THC Pharm prüft verschiedene Spice-Sorten, aufgrund der cannabisähnlichen Wirkung, und stößt auf das [[Synthetische Cannabinoide|synthetische Cannabinoid]] [[JWH-018]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernd Dicks |Titel=Erste Analyse: Modedroge Spice enthält Haschisch-artigen Wirkstoff |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2008-12-15 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/erste-analyse-modedroge-spice-enthaelt-haschisch-artigen-wirkstoff-a-596518.html |Abruf=2024-09-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In anderen Proben findet das Institut für Rechtsmedizin des Freiburger Universitätsklinikums später [[CP-47,497]], ein anderes synthetisches Cannabinoid.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden (Ende 2008 bis 2010) wurden die im Spice gefundenen Cannabinoide in der [[D-A-CH]]-Region aufgrund der vorherrschenden restriktiven [[Drogenpolitik]] verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe ==&lt;br /&gt;
Spice besteht laut Hersteller aus einer Vielzahl verschiedener, teilweise recht exotischer Kräuter&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZeitBiotrip&amp;quot; /&amp;gt;, denen mitunter [[Psychotrope Substanz|psychoaktive]] Wirkungen nachgesagt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Rätsch]]: Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen: Botanik, Ethnopharmakologie und Anwendung, Aarau: AT Verlag 2001, 5. Auflage.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tatsächlich wurde aber bei Probenahmen keine Übereinstimmung mit den angegebenen Pflanzen gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=https://www.basg.gv.at/labor/illegaler-markt/warnungen/spice-produktreihe/ |title=Stellungnahme zu Spice |publisher=Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit |date=2008-12-18 |accessdate=2008-12-30 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem im frühen Spice für den Rausch verantwortlichen Hauptwirkstoff handelte es sich nach Angaben des [[Bundeskriminalamt (Deutschland)|BKA]] um das C8-Analog des Cannabinoids [[CP-47,497]], das später [[Cannabicyclohexanol]] benannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=https://www.bka.de/nn_196810/SharedDocs/Downloads/DE/Presse/Pressearchiv/Presse__2009/pm090119__spice.html?__nnn=true |text=Hauptwirkstoff von „Spice“ identifiziert. |wayback=20140917043403}}&amp;#039;&amp;#039; Pressemitteilung BKA, 19. Januar 2009 (abgerufen am 10. Juli 2020)&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusätzlich war der von John W. Huffman an der [[Clemson University]] entwickelte synthetische cannabinoidmimetische Wirkstoff JWH-018 enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |author=Christian Steup |url=http://www.eve-rave.ch/Images/analyse-thc-pharm-spice-jwh-018.pdf |title=Untersuchung des Handelsproduktes „Spice“. |format=PDF; 607&amp;amp;nbsp;kB |publisher=THC Pharm GmbH |archiveurl=https://web.archive.org/web/20101009100743/http://eve-rave.ch/Images/analyse-thc-pharm-spice-jwh-018.pdf |archivedate=2010-10-09 |offline=yes |accessdate=2008-12-30 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Stoffe binden an [[Endocannabinoid-System|Cannabinoid-Rezeptoren]] im Gehirn und lösen einen Rauschzustand aus. Ihre [[Potenz (Pharmakologie)|pharmakologische Potenz]] ist deutlich höher als die von [[Tetrahydrocannabinol|THC]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt&amp;quot;&amp;gt;{{cite web |url=https://www.welt.de/wissenschaft/article2949381/Modedroge-Spice-wird-im-Januar-verboten.html |title=Betäubungsmittel: Modedroge „Spice“ wird im Januar verboten |publisher=[[Die Welt|Welt Online]] |date=2008-12-30 |accessdate=2008-12-30 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;JWH-018&amp;#039;&amp;#039; ist strukturell anders aufgebaut als Tetrahydrocannabinol, sodass übliche [[Drogentest]]s für den Nachweis einer Intoxikation mit Cannabinoiden ein negatives Ergebnis liefern. Die Reinheit der Inhaltsstoffe im Endprodukt Spice ist ungeklärt, ebenso die genaue Wirkung und Umwandlung der synthetischen Zusätze im [[Stoffwechsel]] des menschlichen Körpers.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MurphyCloxArticle&amp;quot;&amp;gt;{{cite web |url=http://www.pierre-markuse.de/2008/12/18/jwh-018-in-spice-warum-gefahrlich/ |title=Spice &amp;amp; JWH-018 – Worte der Warnung |publisher=Pierre Markuse |date=2008-12-18 |accessdate=2009-01-14 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren waren im Spice von Psyche Deli noch Aromastoffe enthalten, über deren tatsächliche Zusammensetzung noch wenig bekannt geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Daneben finden sich darin auch Zusätze wie [[Rosen]], [[Honig]] oder [[Vanille (Gewürz)|Vanille]] zur Geschmacksverbesserung. --&amp;gt;Nach den damaligen synthetischen Cannabinoiden wurden weitere ähnliche Wirkstoffe von Spice bekannt wie [[AMB-Fubinaca]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=mze |url=https://hanfjournal.de/2017/01/08/aufklaerung-ueber-amb-fubinaca/ |titel=Aufklärung über AMB-FUBINACA |werk=Hanfjournal |datum=2017-01-08 |sprache=de |abruf=2025-03-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder [[ADB-Fubinaca]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Spice von Psyche Deli wurde in den Sorten &amp;#039;&amp;#039;Silver&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Gold&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Diamond&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Tropical Synergy&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Arctic Synergy&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Genie&amp;#039;&amp;#039; angeboten. Laut Hersteller unterschieden diese sich in der Intensität, wobei &amp;#039;&amp;#039;Diamond&amp;#039;&amp;#039; als die stärkste Sorte gilt. Wie Analysen zeigen, unterscheiden sich die verschiedenen Sorten nicht nur in Trägerkraut und Aromatisierung, sondern auch in den verwendeten Wirkstoffen, die in unterschiedlichen Konzentrationen und teilweise auch kombiniert beigemengt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Volker Auwärter, Sebastian Dresen, Wolfgang Weinmann, Michael Müller, Michael Pütz, Nerea Ferreirós |Titel=&amp;#039;Spice&amp;#039; and other herbal blends: harmless incense or cannabinoid designer drugs? |Sammelwerk=[[Journal of Mass Spectrometry]] |Verlag=John Wiley &amp;amp; Sons, Ltd. |Datum=2009 |DOI=10.1002/jms.1558}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Spice wird als Räucherwerk gehandelt, aber hauptsächlich zur Aufnahme in gerauchter Form verwendet. Die Bezeichnung als Räucherstoff dient der Tarnung und ist rein rechtlicher Natur. Auf der Verpackung des Spice von Psyche Deli wurde lediglich davor gewarnt, die Mischung als Tee zuzubereiten oder zu verzehren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZeitBiotrip&amp;quot;&amp;gt;{{cite web |url=http://www.zeit.de/2008/49/M-Spice |title=Voll auf dem Bio-Trip |publisher=[[Die Zeit|Zeit Online]] |date=2008-11-27 |accessdate=2008-12-30 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aufgebrachten Chemikalien können sich lösen und am Boden der Tüte ansammeln, wodurch die Gefahr von Überdosierungen steigt. Zudem ist zu beachten, dass die aufgebrachten Chemikalien teils pharmakologisch weitaus stärker als THC wirken, wodurch, auch durch individuell unterschiedliche Toleranz, ein langsames herantasten geübt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachfolgeprodukte ==&lt;br /&gt;
Nach dem Verbot wurden ähnliche Produkte unter den Namen &amp;#039;&amp;#039;Lava red&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bonzai Winterboost&amp;#039;&amp;#039; angeboten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.probanden-online.de/medikamententester-testpersonen-news/details/20101119-die-droge-lava-red-ist-gesundheitsgefaehrdend.htm Lava Red Probanden online].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Januar 2011 erfolgten mehrere Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen bei Händlern dieser Produkte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://gluner.de/2011/01/hausdurchsuchungen-bei-krautermischungs-handler/ |text=Hausdurchsuchungen bei Kräutermischung Händlern |wayback=20110126040717}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die als &amp;#039;&amp;#039;Lava Red&amp;#039;&amp;#039; verkaufte Kräutermischung enthielt nach Analyse des Landeskriminalamts [[Niedersachsen]] das synthetische Cannabinoid [[JWH-122]]. Es handelt sich um ein [[Derivat (Chemie)|Derivat]] von [[JWH-018]] und ist damit ebenfalls nicht mit THC strukturell verwandt, weist jedoch ebenfalls eine ähnliche psychoaktive Wirkung auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pharmazeutische-zeitung.de/2010-12/bka-schwere-schaeden-durch-kraeuterdrogen/ |autor=Avoxa-Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH |hrsg=Pharmazeutische Zeitung online |titel=BKA: Schwere Schäden durch Kräuterdrogen |werk=pharmazeutische-zeitung.de |sprache=de |archiv-url= |archiv-datum= |offline= |abruf=2024-08-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch noch viele Jahre später werden in Internetshops „Räuchermischungen“ mit psychoaktiver Wirkung verkauft. Die genauen Inhaltsstoffe, Schadstoffbelastung und eventuelle Verunreinigungen sind unklar, ebenso die Auswirkungen der Produkte auf die Gesundheit der Anwender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Situation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Betäubungsmittelgesetz (Deutschland)}}&lt;br /&gt;
Die in Spice enthaltenen Wirkstoffe CP-47,497 (und deren Homologe) sowie JWH-018 sind aufgrund der Zweiundzwanzigsten Betäubungsmittelrechts-Änderungsverordnung&amp;lt;ref name=&amp;quot;BGBL_vom_090119&amp;quot;&amp;gt;{{BGBl|2009 I S. 49|text=22. BtMÄndV vom 19. Januar 2009, BGBl I S. 49}}&amp;lt;/ref&amp;gt; seit 22.&amp;amp;nbsp;Januar 2009 illegal und werden nun schärfer kontrolliert. Durch ihre Eintragung in die Anlage&amp;amp;nbsp;II des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) sind sie als &amp;#039;&amp;#039;verkehrsfähige, aber nicht verschreibungsfähige Betäubungsmittel&amp;#039;&amp;#039; eingestuft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BGBL_vom_090119&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Harald Hans Körner |Titel=Betäubungsmittelgesetz (Beckscher Kurzkommentar) |Verlag=C. H. Beck |Ort=München |Datum=1994 |ISBN=3-406-36924-3 |Seiten=42 ff. |Kommentar=in Verbindung mit Einleitung und Kommenraten zu §&amp;amp;nbsp;1BtMG}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem wurden die Wirkstoffe [[JWH-019]] und [[JWH-073]] ab dem 22. Januar 2010 in Deutschland durch Eintragung in die Anlage&amp;amp;nbsp;II des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) eingestuft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bfarm.de/DE/Bundesopiumstelle/Betaeubungsmittel/_node.html |titel=Betäubungsmittel |hrsg=[[Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte|BfArM]] |abruf=2010-10-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit ist der Umgang mit Spice ohne Erlaubnis grundsätzlich strafbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strafbarkeit für den Handel mit Kräutermischungsprodukten hängt von den enthaltenen Wirkstoffen ab. Enthält eine Kräutermischung ein synthetisches Cannabinoid, das bereits in den Anlagen des BtMG aufgeführt ist, ergibt sich eine Strafbarkeit. Der Handel mit Substanzen, die als reine Rauschdrogen nicht unter den Arzneimittelbegriff fallen, bisher aber nicht explizit verboten (gelistet) sind, ist laut einem Urteil des europäischen Gerichtshofs vom 10. Juli 2014 nach der gegenwärtigen Rechtslage nicht strafbar.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Handel mit berauschenden Kräutermischungen vorübergehend legal.&amp;#039;&amp;#039; Sueddeutsche.de, 10. Juli 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bundesgerichtshof hat am 14. Januar 2015 in einer Entscheidung die [[Menge (Betäubungsmittelrecht)#Nicht geringe Menge|nicht geringe Menge]] von verschiedenen synthetischen [[Cannabinoide]]n geregelt.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 14. Januar 2015 – 1 StR 302/13&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Grenzwert der nicht geringen Menge wurde bei den Cannabinoiden [[JWH-018]] und CP 47,497-C8-Homologen bei zwei Gramm festgesetzt. Die Wirkstoffe [[JWH-073]] und CP 47,497 erreichen den Grenzwert bei sechs Gramm.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.juris.de/jportal/portal/page/homerl.psml?nid=jnachr-JUNA150100068&amp;amp;cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp Juris.de: Legal Highs – Grenzwerte für synthetische Cannabinoide festgesetzt] abgerufen am 24. Januar 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. November 2016 wurde die Lücke zwischen AMG und BtMG durch das [[Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz]] (NpSG) geschlossen. Die Besonderheit dieses Gesetzes ist, dass es nicht wie das BtMG einzelne Stoffe umfasst, sondern Stoffgruppen. 2016 umfasst es die Stoffgruppen aller synthetischer Cannabimimetika und 2-Phenethylamin-Derivate. Der Umgang mit diesen Stoffen ist in Deutschland seitdem verboten. Handel, Einfuhr, Durchfuhr, Verabreichung und Herstellen zum Handel stehen unter Strafe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Bundesgesetzblatt Jahrgang 2016 Teil I Nr. 55, ausgegeben zu Bonn am 25. November}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
Da der Wirkstoff JWH-018 dazu dient, bei Anwendung am oder im menschlichen Körper die Beschaffenheit, den Zustand oder die Funktionen des Körpers oder seelische Zustände zu beeinflussen, unterliegt Spice §&amp;amp;nbsp;1 Abs.&amp;amp;nbsp;1 Z&amp;amp;nbsp;5 des [[Arzneimittelgesetz (Österreich)|Arzneimittelgesetzes]], wodurch Handel und Weitergabe in [[Österreich]] verboten sind. Dies teilte das österreichische Gesundheitsministerium am 18.&amp;amp;nbsp;Dezember 2008 in einer Aussendung mit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=https://oesterreich.orf.at/stories/329864/ |title=Kräutermischung „Spice“ wird verboten |publisher=[[ORF]].at |date=2008-12-18 |accessdate=2008-12-30 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis dahin war der Handel nicht verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verbot wurde am 18.&amp;amp;nbsp;Dezember 2008 zunächst für 14 Tage erlassen und am 7. Januar 2009 dauerhaft gemacht. Die „Inverkehrbringung“ der Substanz wurde gestoppt, die Händler angewiesen, noch vorhandene Bestände aus dem Sortiment zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=https://derstandard.at/?url=/?id=1227289159782 |title=Kräutermischung „Spice“: Gesundheitsministerium stoppt Handel |publisher=[[Der Standard|derStandard.at]] |date=2008-12-18 |accessdate=2008-12-30 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=https://www.derstandard.at/story/1231151439065/wissen-spice-verbot-auf-den-wirkstoff-kommt-es-an |title=Spice-Verbot: Auf den Wirkstoff kommt es an |publisher=[[Der Standard|derStandard.at]] |date=2009-01-11 |accessdate=2020-07-10 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
In der [[Schweiz]] unterliegt Spice den Vorschriften der Tabakverordnung (Verordnung vom 27. Oktober 2004 über Tabakerzeugnisse und Raucherwaren mit Tabakersatzstoffen (Tabakverordnung, TabV)) und ist verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |author=Sven Siebenand |url=https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-472008/das-legale-marihuana/ |title=Modedroge Spice: Das legale Marihuana |publisher=[[Pharmazeutische Zeitung|Pharmazeutische Zeitung online]] |accessdate=2020-07-10 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Luxemburg ===&lt;br /&gt;
Seit dem Inkrafttreten der großherzoglichen Verordnung vom 20. April 2009 am 4. Mai 2009 sind CP-47,497, JWH-018, HU-210 und jegliche synthetische Agonisten von Cannabinoidrezeptoren auf nationaler Ebene reguliert. Insofern letztere in Produkten wie „SPICE“ vorhanden sind, steht im Normalfall eine Haftstrafe von bis zu 6 Monaten und/oder eine Geldstrafe von 250.- bis zu 2.500.- EUR auf ihren unerlaubten Besitz zum Eigenkonsum und eine Haftstrafe bis zu 5 Jahren und/oder eine Geldstrafe von 500.- bis 1.250.000.- EUR für ihre unerlaubte Herstellung, Gewinnung etc. und Besitz zwecks Verkauf, Weitergabe oder Vertrieb etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.emcdda.europa.eu/publications/thematic-papers/understanding-spice-phenomenon_en Understanding the ‘Spice’ phenomenon.]&amp;#039;&amp;#039; [[EMCDDA]] thematic paper. Lissabon, November 2009. {{ISSN|1725-5767}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,588844,00.html &amp;#039;&amp;#039;Jugend berauscht sich an rätselhafter Biodroge&amp;#039;&amp;#039;]&amp;amp;nbsp;– Artikel aus [[Spiegel Online]]&lt;br /&gt;
* [https://de.youtube.com/watch?v=Kp8H-ZpkOes Videobericht] der &amp;#039;&amp;#039;Abendschau&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.zeit.de/2008/49/M-Spice Voll auf dem Bio-Trip], von Josephina Maier, [[Die Zeit]], 27. November 2008, Nr. 49&lt;br /&gt;
* [https://www.heise.de/tp/features/Spice-Aufstieg-einer-dubiosen-Psycho-Droge-3421839.html &amp;#039;&amp;#039;Spice: Aufstieg einer dubiosen Psycho-Droge&amp;#039;&amp;#039;], von Jörg Auf dem Hövel, [[Telepolis]], 22. Februar 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komplexe psychotrope Substanz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halbsynthetische psychotrope Substanz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sedativum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-24926-9</name></author>
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