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	<title>Sperrballon - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T13:15:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sperrballon&amp;diff=229107&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;XJJAG0 am 30. Dezember 2025 um 21:56 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-30T21:56:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Barrage balloons over London during World War II.jpg|mini|Foto der Sperrballone über London 1939–1945, Buckingham Palace und das Victoria Memorial groß im Bild]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Normandy Invasion, June 1944.jpg|mini|Sperrballone über US-Schiffen in der Normandie (Juni 1944)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mohne Dam Breached.jpg|mini|Sechs Sperrballone der Luftwaffe über der zerstörten Staumauer des [[Möhnetalsperre|Möhnesee]]s (17. Mai 1943)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sperrballon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein mittelgroßer [[Fesselballon]] mit einer [[Traggas]]füllung, die leichter als Luft ist. Sperrballone wurden zur [[Luftverteidigung]] vom [[Erster Weltkrieg|Ersten]] bis zum [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungsweise und Einsatz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Barrage balloon fsac 1a35100.jpg|mini|Sperrballon des [[US Marine Corps]] (1942)]]&lt;br /&gt;
Sperrballone sollten durch ihre Anwesenheit feindlichen Piloten den Anflug auf [[Ziel (Militär)#Bodenziel|Bodenziele]] erschweren oder unmöglich machen, da die angreifenden Flugzeuge durch die [[Drahtseil|Stahlseile]] der Ballons beschädigt bzw. zum Absturz gebracht werden konnten. Sperrballons zwangen den Piloten, in größerer Höhe zu fliegen, was sich im Fall von [[Bomber]]n oder von [[Schlachtflugzeug|Erdkampfflugzeugen]] negativ auf deren Treffgenauigkeit auswirkte oder gänzlich verhinderte, dass eine erfolgversprechende Schussposition eingenommen werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tief fliegende Kampfflugzeuge entzogen sich im Zielbereich dem Abwehrfeuer von [[Flugabwehrkanone]]n (Flak), sodass die Ablenkung nach oben auch hier für die Verteidiger nützlich war. Eine zusätzlicher Vorteil der Ballons war ihre Unsichtbarkeit bei Nacht. Die maximale Stellhöhe von Sperrballons betrug 6.000 Meter. Das war an bedeckten Tagen in der Regel deutlich über der [[Bewölkung|Wolkenschicht]]; die unter den Wolken fliegenden Angreifer konnten die Ballons nicht sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stahlseile waren vom schnell fliegenden Angreifer mit dem Auge kaum rechtzeitig erkennbar, um ausweichen zu können. Auch wenn ein solches Seil nur mit einer relativ geringen Kraft gespannt war, so verdrehte es doch ein Flugzeug um seine [[Gierachse|Hochachse]], wenn dieses sich – einseitig – an einem Seil verfing. Dabei wurde der Ballon beschleunigt zum Seilknick gezogen und verursachte durch die dabei wachsende Luftwiderstandskraft ein Ansteigen der Seilspannung. Das Seil glitt dabei in Längsrichtung über die Flugzeughaut, sägte sich ein und konnte sich zudem in Spalten oder an Anbauteilen verhaken. Durch Verlangsamung bis zum [[Strömungsabriss]] oder den Verlust von [[Tragfläche]]n drohte der Absturz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sperrballone waren zuletzt im Zweiten Weltkrieg im Einsatz, vor allem um Industrieanlagen oder Schiffe vor Luftangriffen zu schützen. Im Zweiten Weltkrieg setzten das Deutsche Reich, Großbritannien, die Sowjetunion und USA Sperrballons in großen Mengen ein. Die Briten experimentierten auch mit „Ballonschürzen“, wobei man mehrere Ballons mit Seilen zusammenband. Die Idee wurde vor allem deswegen wieder fallen gelassen, weil im Falle eines defekten Ballons alle damit verbundenen mit abstürzten und dabei häufig [[Stromleitung]]en beschädigten. Es gab auch Vorkehrungen, um Flugzeuge vor Sperrballons zu schützen. So stattete die [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] die Baureihen [[Heinkel He 111]] und [[Junkers Ju 88]] vorn mit Ballonabweisern aus, die bei Berührung das Halteseil nach außen ablenken und möglichst auch kappen sollten. Dies wirkte sich jedoch ungünstig auf die Flugeigenschaften aus und verringerte zudem die mitführbare Nutzlast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Royal Air Force]] hatte bereits ein Jahr vor Kriegsbeginn Pläne fertig, [[London]] mit Hilfe von in der ehemaligen [[Luftschiff]]fabrik in [[Cardington (Bedfordshire)|Cardington]] hergestellten Sperrballons vor feindlichen Flugzeugen abzusichern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Man könnte 600 Ballons in Abständen von 100 [[Yard]]s voneinander quer über London verteilen, im Umkreis von zehn Meilen um [[Charing Cross]] herum. […] Vermutlich werden wir um die 50.000 Menschen dafür brauchen.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[The Times]]: &amp;#039;&amp;#039;The Aerial Stockade&amp;#039;&amp;#039;, 1. Januar 1938, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die ersten zehn Sperrballon-Geschwader versuchten die Briten 5.000 „ältere“ (ab 38 Jahre) oder aus gesundheitlichen Gründen nicht wehrfähige Männer zu rekrutieren. Die Ausbildung fand am Abend und sonntags ganztags über einen Zeitraum von 15 Tagen statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[The Times]]: &amp;#039;&amp;#039;The Balloon Barrage. Ten Squadrons for London. Recruiting opened.&amp;#039;&amp;#039; 11. Mai 1938, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dritte Französische Republik|Frankreich]] setzte 1938 Sperrballons im Rahmen des [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkriegs]] am Nordkamm der [[Pyrenäen]] in einer Höhe von 4.800&amp;amp;nbsp;m ein, verzichtete jedoch aus Kostengründen auf einen Schutz von Paris durch diese Technik.&amp;lt;ref&amp;gt;Um Paris zu schützen, wäre nach Einschätzung des Verteidigungsministeriums vom 6. Oktober 1938 ein Personal von 40.000 Männern nötig gewesen, um die erforderlichen 3.000 Ballons zu betreuen. Die Kosten dafür wurden auf 2 Milliarden Francs geschätzt. Quelle: Times, 7. Oktober 1938&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem hielt man sie nicht für effektiv, weil die angreifenden Flugzeuge zunehmend Technik an Bord hatten, um die Seile der Ballons zu zerschneiden. Die Britische Luftwaffe hingegen schätzte gegen Ende des Zweiten Weltkriegs die Bedeutung der Ballonsperren rückblickend als lebenserhaltend für die Großstadt London bei den [[The Blitz|Blitzangriffen der Deutschen]] 1940–1941 ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Times vom 13. September 1944; S. 5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sperrballons wurden auch an Schiffsrümpfen befestigt, so 1942–1944 an der &amp;#039;&amp;#039;[[Amphitrite (Schiff, 1887)|Amphitrite]]&amp;#039;&amp;#039; (nach Entfernung der Masten) im [[Plymouth Sound]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moderne [[Kampfflugzeug]]e sind mit wesentlich genaueren [[Navigation]]seinrichtungen und Zielgeräten ausgestattet und können somit auch aus größerer Höhe angreifen. Vor allem aber hat die Einführung von [[Luft-Boden-Rakete]]n dazu geführt, dass das Ziel nicht mehr direkt überflogen werden muss. Daher haben Sperrballone heutzutage keine praktische Bedeutung mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Drachen#Militärischer Einsatz|militärischer Einsatz von Drachen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wilhelm Kirchner (Oberst der [[Reichsluftwaffe]]): &amp;#039;&amp;#039;Feldballon und Luftsperren. Aufbau, Einsatz und Perspektive der Feldluftschiffer-Truppe&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Mittler, Berlin 1939&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Barrage balloons|Sperrballone}}&lt;br /&gt;
* [https://www.photo-war.com/ru/archives/album2156.htm Das Fotoalbum des Militärangehörigen der 4. Ballon-Batterie/Beobachtungs-Abteilung 4]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gasballon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luftkrieg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;XJJAG0</name></author>
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