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	<title>Spenserstrophe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T21:04:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spenserstrophe&amp;diff=397510&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2025-02-13T13:19:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spenserstrophe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder Spenser-Stanze, benannt nach [[Edmund Spenser]], ist eine englische Weiterentwicklung und Anreicherung der italienischen [[Stanze]] ({{lang|it|Ottava rima}}). Von ihr unterscheidet sich diese [[Strophenform]] durch das abweichende [[Reimschema]] {{Reim|ababbcbcc}}, und durch eine hinzugefügte 9. Zeile, die nicht nur 6-[[Hebung (Verslehre)|hebig]] ist im Gegensatz zu den ersten acht 5-hebigen Zeilen, sondern auch die für den [[Alexandriner]] typische Mittelzäsur hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die Angaben zur „Spenserian stanza“ in der [[Encyclopædia Britannica]], online [https://www.britannica.com/art/Spenserian-stanza]. Abgerufen am 23. Mai 2024. Siehe auch den entsprechenden Eintrag auf &amp;#039;&amp;#039;Poetry Foundation&amp;#039;&amp;#039; [https://www.poetryfoundation.org/learn/glossary-terms/spenserian-stanza &amp;#039;&amp;#039;Spenserian stanza&amp;#039;&amp;#039;]. Abgerufen am 23. Mai 2024. Vgl. ferner [[Walter F. Schirmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Spenser und das Epos&amp;#039;&amp;#039;. In: Walter F. Schirmer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der englischen und amerikanischen Literatur. Von den Anfängen bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Niemeyer Verlag, Tübingen 1968, S. 231.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier eine Spenser-Stanze&lt;br /&gt;
([[The Faerie Queene]], Canto III, Strophe 1):&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu beispielsweise den Abdruck aus der Textausgabe von Edmund Spenser: &amp;#039;&amp;#039;The faerie qveene disposed into twelue books, fashioning XII. morall vertues&amp;#039;&amp;#039;, London: Printed for William Ponsonbie, 1590, online auf den Seiten der &amp;#039;&amp;#039;[[University of Michigan]] Library&amp;#039;&amp;#039; [https://quod.lib.umich.edu/e/eebo/A12777.0001.001/1:4?rgn=div1;view=fulltext#h6], hier S. 218.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;Soone as the morrow faire with purple beames&lt;br /&gt;
Disperst the shadowes of the mistie night,&lt;br /&gt;
And Titan, playing on the eastern streames,&lt;br /&gt;
Gan cleare the deawy aire with springing light,&lt;br /&gt;
Sir Guyon mindfull of his vow yplight,&lt;br /&gt;
Vprose from drowsy couch, and him addrest&lt;br /&gt;
Vnto the iourney which he had behight:&lt;br /&gt;
His puissaunt armes about his noble brest,&lt;br /&gt;
And many-folded shield he bound about his wrest.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strophenform geriet nach Spenser in Vergessenheit, wurde aber von den englischen Romantikern ([[George Gordon Byron|Byron]], [[Percy Bysshe Shelley|Shelley]], [[John Keats|Keats]]) wiederentdeckt und benutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. den Eintrag „Spenserian stanza“ in der [[Encyclopædia Britannica]], online [https://www.britannica.com/art/Spenserian-stanza]. Abgerufen am 23. Mai 2024. Siehe auch &amp;#039;&amp;#039;[[Metzler Lexikon englischsprachiger Autorinnen und Autoren]].&amp;#039;&amp;#039; 631 Porträts – Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Hrsg. von Eberhard Kreutzer und [[Ansgar Nünning]], Metzler, Stuttgart/Weimar 2002, ISBN 3-476-01746-X, 666 Seiten (Sonderausgabe Stuttgart/Weimar 2006, ISBN 978-3-476-02125-0), S. 550.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Percy Bysshe Shelley: &amp;#039;&amp;#039;Adonais&amp;#039;&amp;#039; Strophe III&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Poetry Foundation |url=https://www.poetryfoundation.org/poems/45112/adonais-an-elegy-on-the-death-of-john-keats |titel=Adonais: An Elegy on the Death of John Keats by Percy Bysshe Shelley |datum=2024-05-22 |sprache=en |abruf=2024-05-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;O, weep for Adonais – he is dead!&lt;br /&gt;
Wake, melancholy Mother, wake and weep!&lt;br /&gt;
Yet wherefore? Quench within their burning bed&lt;br /&gt;
Thy fiery tears, and let thy loud heart keep&lt;br /&gt;
Like his, a mute and uncomplaining sleep;&lt;br /&gt;
For he is gone, where all things wise and fair&lt;br /&gt;
Descend; - oh, dream not that the amorous Deep&lt;br /&gt;
Will yet restore him to the vital air;&lt;br /&gt;
Death feeds on his mute voice, and laughs at our despair.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung von [[Dietrich Feldhausen]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;O, weine um Adonis – er ist tot!&lt;br /&gt;
Wach, Schmerzensmutter, wach und wein!&lt;br /&gt;
Jedoch wofür? In ihrem Bette rot&lt;br /&gt;
erstick die Tränen, und es soll wie sein&lt;br /&gt;
Herz deines ruhn, geduldig schlafen ein,&lt;br /&gt;
denn er ging hin, wohin klugschönes Streben&lt;br /&gt;
in Liebestiefen steigt, o träum nicht, nein,&lt;br /&gt;
der Tod gäb ihn zurück ans luft’ge Leben;&lt;br /&gt;
der aß die Stimm’ ihm weg und lacht, wenn wir erbeben.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der deutschen Dichtung wurde die Spenserstrophe nicht heimisch, es blieb bei gelegentlichen Versuchen. [[Friedrich Bodenstedt]] verwendete die Spenserstrophe für seine 123 Strophen lange epische Dichtung &amp;#039;&amp;#039;Andreas und Marsa&amp;#039;&amp;#039;. Als Beispiel das Ende des ersten Gesangs &amp;#039;&amp;#039;Groß-Nowgorods Untergang&amp;#039;&amp;#039;:&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Bodenstedt: Epische Dichtungen, Decker, Berlin 1862&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Grab ward Nowgorod. Doch Blumen blüh’n&lt;br /&gt;
Auf Gräbern auch, und um Ruinen schlingt&lt;br /&gt;
Der Efeu gern sein unvergänglich Grün.&lt;br /&gt;
Und wenn zur Erntezeit die Sense klingt,&lt;br /&gt;
Wie tief der Schnitter auch sein Eisen schwingt:&lt;br /&gt;
Bleibt oft im Felde noch ein Blümlein steh’n,&lt;br /&gt;
Das abzumäh’n dem Schnitter nicht gelingt –&lt;br /&gt;
Ein Wand’rer pflückt es im Vorübergeh’n;&lt;br /&gt;
Es soll an seiner Brust verwelken und vergeh’n.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bodenstedt schrieb dazu am 11. April 1857 an seinen Verleger: „Ich schmeichle mir, da das Werk ein erhöhtes Interesse dadurch gewinnen wird, dass es den ersten Versuch enthält, die Spenserstrophe in einem Originalgedichte in Deutschland einzuführen.“&amp;lt;ref&amp;gt; Gustav Schenk (Hrsg.): Friedrich von Bodenstedt. Ein Dichterleben in seinen Briefen 1850 – 1892, Decker, Berlin 1893&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strophe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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