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	<title>Spelunke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T20:27:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spelunke&amp;diff=476198&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Brodkey65: /* Andere Bedeutungen */ lf</title>
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		<updated>2025-10-06T08:47:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Andere Bedeutungen: &lt;/span&gt; lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Kneipe. Zum Film siehe [[Spelunke (Film)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spelunke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die etwas verächtliche Bezeichnung für eine schlechte, [[verruf]]ene [[Kneipe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Spelunke&amp;#039;&amp;#039; stammt von dem lateinischen &amp;#039;&amp;#039;spelunca&amp;#039;&amp;#039; bzw. dem griechischen &amp;#039;&amp;#039;spḗlygx&amp;#039;&amp;#039; (für &amp;#039;&amp;#039;Höhle&amp;#039;&amp;#039;). So nannten beispielsweise Römer der [[Spätantike]] die [[Mithräum|Mithräen]] – unterirdisch angelegte [[Tempel]] des [[Mithras-Kult]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Pierers Universal-Lexikon]] von 1863 ist Spelunke ein „schmutziger, unansehnlicher Ort, wo sich gemeine Leute versammeln“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Pierer-1857 |Lemma=Spelunca |Band=16 |Seite=524 |zenoID=20010969977}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Meyers Großes Konversations-Lexikon]] von 1909 gibt an, der Begriff bedeute eine „höhlenartige, dunkle, versteckte Räumlichkeit“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Spelunke |Band=18 |Seite=712 |zenoID=20007500955}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Da der Gebrauch des Wortes „Spelunke“ sehr subjektiv ausfällt, kann hier nur allgemein ein derartiges Lokal aufgezeigt werden, wie es häufig in der Literatur beschrieben wird. Danach findet man Spelunken meist in übel beleumdeten Stadtteilen, oft in Hafengebieten oder [[Rotlichtviertel|Vergnügungsvierteln]] großer Städte. Nicht zwangsläufig, aber oft, führen Treppen in das im Untergeschoss befindliche Lokal. Die Beleuchtung ist düster, die Decke niedrig, das Mobiliar alt und abgenutzt. Die Luft erscheint stickig und ist meist total verraucht. Die Klientel dieser Kneipen besteht häufig aus zwielichtigen Personen. Die Getränke sind nicht teuer, dennoch kann der unbedarfte Gast übervorteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Service in Spelunken lässt zu wünschen übrig, das Ambiente ist oft schmutzig und wenig einladend. Neuankömmlinge werden misstrauisch von anderen Gästen beäugt und taxiert. [[Halbwelt]] und Kleinkriminelle bilden oft die Stammgäste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In alten Zeiten –&amp;amp;nbsp;und da liegt schließlich die Herkunft des Wortes&amp;amp;nbsp;– konnte ein Besuch in einer Spelunke durchaus lebensbedrohliche Folgen haben. Zum einen gab es immer wieder Versuche, Personen zu [[schanghaien]] (im 18. und 19. Jahrhundert), zum anderen wurden sie in vielen Fällen auch einfach betrunken gemacht und danach ausgeraubt. Dass es sich dabei nicht nur um rein literarisch relevante Berichte handelt, zeigen tatsächliche Erlebnisberichte aus dem [[Mittelalter]], von denen späte Varianten wie &amp;#039;&amp;#039;[[Das Wirtshaus im Spessart]]&amp;#039;&amp;#039; nur noch eine blasse Vorstellung der tatsächlichen Zustände geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lieder zur Spelunke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wir saßen in Johnnys Spelunke&amp;#039;&amp;#039; ist ein Lied, das häufig von der bündischen Jugend und später auch von den [[Edelweißpiraten]] gesungen wurde. Ursprünglich war es ein Schlager, der unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Sie saßen in Bobbys Spelunke&amp;#039;&amp;#039; etwa 1932 entstanden war. 1933 verbreitete sich das Lied in zahlreichen Textvarianten. Eine beginnt mit den Worten:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left: 5em; font-style: italic;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir saßen in Johnnys Spelunke&lt;br /&gt;
bei Kartenspiel und Schnaps.&lt;br /&gt;
Jim Baker, der braune [[Halunke]]&lt;br /&gt;
und Dong, der gelbe Japs …&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Werle &amp;amp; Stankowski]] machten im Rahmen des &amp;#039;&amp;#039;Edelweißpiraten-Projekts&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 2004 ein Remake des Liedes &amp;#039;&amp;#039;Wir saßen in Johnnys Spelunke&amp;#039;&amp;#039;. Es wurde auf der Compilation &amp;#039;&amp;#039;Es war in Shanghai&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht.&lt;br /&gt;
* [[Trude Herr]] sang in den 1960er Jahren den [[Schlager]]titel &amp;#039;&amp;#039;In der Spelunke „Zur alten Unke“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Die als &amp;#039;&amp;#039;Spelunken-Jenny&amp;#039;&amp;#039; von [[Bertolt Brecht]] so bezeichnete Rolle in der [[Dreigroschenoper]] spielte und sang erstmals [[Lotte Lenya]].&lt;br /&gt;
* Im Text des Liedes &amp;#039;&amp;#039;Karamba, Karacho, ein Whisky&amp;#039;&amp;#039; von [[Heino]] aus dem Jahr 1969 ist mehrfach die Rede von „Don Fillipo, dem alten Spelunkenwirt“.&lt;br /&gt;
* Der Inhalt des Songs &amp;#039;&amp;#039;Honky Tonk Woman&amp;#039;&amp;#039; der [[Rolling Stones]], aus dem Jahr 1969, der als &amp;#039;&amp;#039;Spelunkenfrau&amp;#039;&amp;#039; übersetzt werden kann, handelt von solchen.&lt;br /&gt;
* Im Lied &amp;#039;&amp;#039;Mitten aus dem Leben&amp;#039;&amp;#039; der deutschen Country-Band [[Truck Stop]] wird von „einsamen Mädchen in verräucherten Vorstadtspelunken“ geredet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Goethe und Spelunke ==&lt;br /&gt;
[[Johann Wolfgang von Goethe]] schrieb als [[Epigramm]] Nummer 69 in seinem als &amp;#039;&amp;#039;[[Venezianische Epigramme|Epigramme. Venedig 1790]]&amp;#039;&amp;#039; verfassten Gedichtband zur Spelunke:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left: 2em; font-style: italic;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was Spelunke nun sei, verlangt ihr zu wissen? Da wird ja&lt;br /&gt;
Fast zum Lexikon dies epigrammatische Buch.&lt;br /&gt;
Dunkele Häuser sind&amp;#039;s in engen Gäßchen; zum Kaffee&lt;br /&gt;
Führt dich die Schöne, und sie zeigt sich geschäftig, nicht du.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Bedeutungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spelunke &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist auch der Name eines Gedächtnisspiels von [[Uwe Rosenberg]], bei dem jeweils zwei Charaktere gesucht werden, die sich &amp;#039;&amp;#039;vertragen&amp;#039;&amp;#039;. Es handelt sich um ein [[Kartenspiel]] und wurde erstmals bei &amp;#039;&amp;#039;Lookout Games&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Halunken und Spelunken&amp;#039;&amp;#039; ist der Name eines [[Brettspiel]]s von [[Alex Randolph]], welches beim Kosmos-Verlag erschien.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spelunke in vivo&amp;#039;&amp;#039; wird das alljährliche Quartierfestival in [[Gattikon]] in der Schweiz bezeichnet.&lt;br /&gt;
* 1929 drehte der österreichische Regisseur [[E. W. Emo]] einen [[Stummfilm]] mit dem Titel „Spelunke“ mit [[Paul Otto (Schauspieler)|Paul Otto]] (siehe auch [https://imdb.com/title/tt0133212/combined hier]).&lt;br /&gt;
* In [[Bad Pyrmont]] gibt es einen [[Spelunkenturm]].&lt;br /&gt;
* [[Tacitus]], &amp;#039;&amp;#039;[[Annales (Tacitus)|Annales]]&amp;#039;&amp;#039;, 4. Buch, 59: „...man speiste in einer Villa namens Spelunca, die zwischen der Küste von Amunclae und den Bergen von [[Fondi|Fundi]] (heute: Fondi) lag, und zwar in einer natürlichen Grotte....“ ([[Kampanien]], [[Tarracina]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Spelunca-Schlucht]]&lt;br /&gt;
* [[Honky-Tonk (Bar)]]&lt;br /&gt;
* [[Kaschemme]]&lt;br /&gt;
* [[Saftladen]]&lt;br /&gt;
* [[Juke Joint]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Typ des Bewirtungs- und Verpflegungsbetriebs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kneipe| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Brodkey65</name></author>
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