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	<title>Speirochorie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T14:07:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Speirochorie&amp;diff=333161&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ulanwp: 1 Vorlage Cite Book nach Vorlage Literatur konvertiert; siehe WP-Empfehlung und Fehler beseitigt</title>
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		<updated>2022-10-20T11:23:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;1 Vorlage Cite Book nach Vorlage Literatur konvertiert; siehe WP-Empfehlung und Fehler beseitigt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Matricaria recutita.jpg|mini|270px|Die [[Echte Kamille]] gehört zu den Pflanzen, die ungewollt als Saatgutbegleiter ausgebreitet wurden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Speirochorie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man die ungewollte Ausbreitung von Pflanzen als Saatgutbegleiter. Diese [[Ausbreitungsmechanismen von Pflanzen|Ausbreitung von Pflanzen]] durch den Menschen ist gemeinsam mit der [[Agochorie]] und der [[Ethelochorie]] eine Unterform der [[Hemerochorie]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Pflanzen, die speirochor ausgebreitet werden, zählt beispielsweise der [[Klatschmohn]]. Er ist eine ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatete Pflanze, deren Samen vermischt mit dem [[Saatgut]] der Pflanzen, die für den Menschen wichtig waren, in den mitteleuropäischen Raum gebracht wurden. Ähnliches gilt für die [[Archäophyten]] [[Echte Kamille]], [[Kornblume]], [[Kornrade]] und [[Acker-Hahnenfuß]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kennzeichnend für speirochore Pflanzen ist, dass sie auf einem von Menschen vorbereiteten Boden ausgesät wurden und dort unmittelbar in Konkurrenz zu den gezielt angebauten Arten treten. Der Autor Crosby schätzte, dass allein im Jahr 1912 durch [[Klee]]- und Grassamenimporte zwei bis sechs Milliarden Unkrautsamen nach Großbritannien gebracht wurden. Viele der durch die Agorochorie eingeführten Pflanzen stellen sich dabei als problematisch für das Ökosystem heraus. So wurde beispielsweise eine Unkrautart mit aus den [[USA]] eingeführter [[Getreidesaat]] in Indien etabliert, was sich als sehr nachteilig für die dortige Landwirtschaft herausgestellt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausbreitung von Pflanzen über Speirochorie wird von einigen Autoren wie Lüttig, Kasten und Kowarik als nicht mehr sehr häufig eingeschätzt, da Saatgut vor dem Aussäen gereinigt wird, so dass das Saatgut nur noch selten Samen von nicht erwünschten Pflanzen enthält. Verstärkter [[Herbizid]]einsatz, [[Düngung]] und tiefere [[Bodenbearbeitung]] in der heutigen Landwirtschaft führen zum weiteren Rückgang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kowarik_2003&amp;quot; /&amp;gt; Die Erfahrungen in Australien weisen jedoch darauf hin, dass das offenbar nicht für alle Pflanzensamen gilt. So wurde das in Australien als problematischer Bioinvasor eingeordnete &amp;#039;&amp;#039;[[Cuscuta]] campestris&amp;#039;&amp;#039; jeweils in den Jahren 1981, 1988 und 1990 gemeinsam mit [[Basilikum]]samen versehentlich mit nach [[Australien]] eingeführt. Auch die [[Erdmandel]], die seit 1970 vermehrt in den [[Niederlande]]n als [[Ackerunkraut]] auftritt, wurde speirochor vermutlich durch [[Gladiolen]]zwiebeln verschleppt. Mittlerweile sind Bestände auch in [[Frankreich]], der [[Schweiz]] und [[Deutschland]] bekannt. In den Niederlanden wurden Bekämpfungsmaßnahmen gegen die Erdmandel bereits 1984 eingeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Kegel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Ameise als Tramp. Von biologischen Invasoren.&amp;#039;&amp;#039; Heyne, München 2002, ISBN 3-453-18439-4&lt;br /&gt;
* Tim Low: &amp;#039;&amp;#039;Feral Future. The untold story of Australia’s exotic invaders.&amp;#039;&amp;#039; Penguin Books Australia, Ringwood 2001, ISBN 0-140-29825-8&lt;br /&gt;
* Angelika Lüttig, Juliane Kasten: &amp;#039;&amp;#039;Hagebutte &amp;amp; Co. Blüten, Früchte und Ausbreitung europäischer Pflanzen.&amp;#039;&amp;#039; Fauna, Nottuln 2003, ISBN 3-935-98090-6&lt;br /&gt;
* [[Ingo Kowarik]]; &amp;#039;&amp;#039;Biologische Invasionen. Neophyten und Neozoen in Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-800-13924-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kowarik_2003&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Ingo Kowarik |Titel=Biologische Invasionen: Neophyten und Neozoen in Mitteleuropa |Verlag=Eugen Ulmer |Ort=Stuttgart (Hohenheim) |Datum=2003 |ISBN=3-8001-3924-3 |Seiten=137}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ausbreitungsmechanismen von Pflanzen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenausbreitung]]&lt;/div&gt;</summary>
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