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	<title>Spatenrecht - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T12:07:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spatenrecht&amp;diff=1304041&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Fix Parameter lemid in Vorlage:Deutsches Wörterbuch (&quot;G&quot; nicht notwendig wenn danach ein Buchstabe folgt)</title>
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		<updated>2026-02-19T13:50:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Fix Parameter lemid in Vorlage:Deutsches Wörterbuch (&amp;quot;G&amp;quot; nicht notwendig wenn danach ein Buchstabe folgt)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Otterndorf 2005 -Deichbauer-Skulptur- by-RaBoe 001.jpg|mini|„&amp;#039;&amp;#039;Keen nich will dieken, de mutt wieken&amp;#039;&amp;#039;“, Skulptur von [[Frijo Müller-Belecke]] in [[Otterndorf]] bei Cuxhaven.]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spatenrecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spadenrecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spate-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spadelandsrecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war ein aus dem [[Mittelalter]] in Norddeutschland überliefertes und seit dem 15. Jahrhundert schriftlich niedergelegtes [[Gewohnheitsrecht]] und Vorläufer des heutigen [[Deichrecht]]s. Im engeren Sinne bezeichnete &amp;#039;&amp;#039;Spatenrecht&amp;#039;&amp;#039; den Brauch, die Verfügungsgewalt über ein bestimmtes Stück Land durch das [[Spatenstich|symbolische Einstechen]] eines [[Spaten]]s aufzugeben, zu [[Verpfändung|verpfänden]] oder auch zu entziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=lemmata&amp;amp;term=spatenrecht&amp;amp;bd13_845=Faksimile |titel=Deutsches Rechtswörterbuch: DRW. XIII Sp. 845–846 |abruf=2022-02-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Sinne bezeichnete &amp;#039;&amp;#039;Spaten(land)recht&amp;#039;&amp;#039; (als Teil des allgemeinen [[Landrecht (Mittelalter)|Landrechts]]) die Gesamtheit der in einer bestimmten Region überlieferten Regeln, die [[Gerichtsbarkeit]] über einen oder mehrere [[Deich]]e&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Johann Christoph Adelung]] |url=https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10523235?page=291 |titel=&amp;#039;Versuch eines vollständigen grammatisch-kritischen Wörterbuches Der Hochdeutschen Mundart (1780) |werk=digitale-sammlungen.de |seiten=291 |abruf=2022-02-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und insbesondere die Verpflichtung der Deichgenossen zur Mitwirkung an ihrer Instandhaltung. Wer dieser [[Deichpflicht]] auf Dauer nicht nachkam, wurde aus dem [[Deichverband]] ausgeschlossen und verlor zugleich sein Land. Ihren Niederschlag fand diese Praxis in dem bekannten Merkspruch: &amp;#039;&amp;#039;„Keen nich will dieken, de mutt wieken“&amp;#039;&amp;#039; (Wer nicht will deichen, der muss weichen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In den [[Marschland|Marschländern]] entlang der [[Nordseeküste]], aber auch in den [[Elbmarschen|Elb-]] und [[Wesermarsch]]en, war der [[Spaten]] seit jeher das Hauptwerkzeug nicht nur zur [[Urbarmachung]] von Land, sondern auch zum Bau von Deichen, [[Siel]]en und [[Wetterung|Wettern]]. „Spatenland“ – wie es sich etwa im Namen des Hamburger Stadtteils [[Hamburg-Spadenland|Spadenland]] erhalten hat – war also im ursprünglichen Wortsinn mit dem Spaten kultiviertes und dem Wasser abgerungenes Land.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Beckershaus: &amp;#039;&amp;#039;Die Namen der Hamburger Stadtteile. Woher sie kommen und was sie bedeuten.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 2002, ISBN 3-434-52545-9, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da im Falle eines Deichbruchs aber nicht nur das unmittelbar anliegende Grundstück, sondern potentiell alle Bewohner im Hinterland des Deiches betroffen sein konnten, entwickelten sich im Deichbau überall frühzeitig [[Genossenschaft|genossenschaftliche]] Formen der Lastenteilung. So wurden alle Grundbesitzer innerhalb eines Deichverbands zur Erhaltung eines bestimmten Deichabschnitts verpflichtet und wählten aus ihrer Mitte den [[Deichgraf]]en und ggf. weitere Deichgeschworene, die im Namen der Gemeinschaft über die Einhaltung dieser Verpflichtung wachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kam ein Besitzer eines zur Deichlast verpflichteten Grundstückes seinen Pflichten nicht nach, wurde dies im Rahmen der in der Regel halbjährlich abgehaltenen [[Deichschau]] öffentlich festgestellt und der Betreffende zur Nachbesserung oder zur Zahlung eines Bußgelds verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wilhelm Hübbe |url=https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=buecher&amp;amp;term=hammerbroekerr&amp;amp;seite=g162-163&amp;amp;blaettere=%3E |titel=Hammerbröker Recht (1645) |werk=drw-www.adw.uni-heidelberg.de |seiten=162 f. |abruf=2022-02-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Extremfall wurde durch den Deichgraf ein Spaten in den [[Deich]] gesteckt und damit dem Besitzer das Grundstück entzogen und für herrenlos erklärt. Umgekehrt konnte ein Besitzer, der seinen Pflichten nicht mehr nachkommen konnte oder wollte, sein Grundstück auch freiwillig aufgeben und für herrenlos erklären. Auch er tat dies, indem er einen Spaten in den Deich oder das belastete Grundstück steckte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&amp;amp;lemid=GS33019 |titel=Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm |werk=woerterbuchnetz.de |abruf=2022-02-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wer den Spaten herauszog, erwarb damit das Grundstück, aber auch die mit diesem verbundenen Lasten. Fand sich kein Nachfolger, fiel das Land an die jeweilige Gemeinde oder den Landesherrn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Regelungen entwickelten sich seit dem 12. Jahrhundert zunächst auf lokaler Ebene und wurden mündlich überliefert. Erst ab dem 15. Jahrhundert wurden sie durch landesherrliche Urkunden (sog. Spadelandbriefe) bestätigt (z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Butjadingen (Landschaft)|Butjadingen]], [[Dithmarschen]] und [[Nordfriesland]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Niels Nikolaus Falck]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://dlib-pr.mpier.mpg.de/m/kleioc/0010/exec/bigpage/%22136022_00000473.gif%22 Handbuch des Schleswig-Holsteinischen Privatrechts]&amp;#039;&amp;#039;, Altona 1825, S. 437.&amp;lt;/ref&amp;gt;) und später durch landesherrliche Verordnungen und Gesetze sukzessive eingeschränkt und ersetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Im 19. Jahrhundert hatte das gewohnheitsrechtliche Spatenrecht seine praktische Bedeutung weitgehend verloren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Pierer-1857 |Lemma=Spatenrecht |BK-Nummer= |Band=16 |Seite=507 |zenoID=20010967451}}&lt;br /&gt;
* {{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Spatenrecht |Wortart=n. |Band=16 |Sp=1993 f. |lemid=S33019}}&lt;br /&gt;
* [https://books.google.de/books?id=3BhGAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PP11&amp;amp;lpg=PP11&amp;amp;dq=%22Spade-Landes-Recht%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=EwM3sxSSX0&amp;amp;sig=ACfU3U2JTL_8vst6TfQJ2yjQTfyWFpdPbg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwj5g6io9ff1AhVJRvEDHTkhB-UQ6AF6BAgIEAM#v=onepage&amp;amp;q=%22Spadelandesrecht%22&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Spadelandesrecht&amp;#039;&amp;#039;], in: &amp;#039;&amp;#039;Corpus Statutorum Slesvicensium oder Sammlung der in dem Herzogthum Schleswig geltenden Land- und Stadtrechte&amp;#039;&amp;#039;, 1. Band, Schleswig 1794, S. 390 ff.&lt;br /&gt;
* Gerd Quedenbaum: &amp;#039;&amp;#039;Vorflut. Der Eiderverband, Ein Beitrag zur Geschichte des Deich und Entwässerungswesens in der mittleren Eider-Region.&amp;#039;&amp;#039; Eider-Verlag Düsseldorf 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- * Judith Schmiedel: &amp;#039;&amp;#039;Die Bracks in Hamburg&amp;#039;&amp;#039;. {{Webarchiv | url=http://www.hamburg.de/Behoerden/Umweltbehoerde/foej/brack/deichrecht.htm | wayback=20070825131555 | text=Kapitel 3.6: Deichrecht}}.  -Alternativ: http://www.hamburg.de/contentblob/110242/data/bracks.pdf - als FÖJ-Projektarbeit nur eingeschränkt einschlägig, evtl. als Einzelnachweis verwendbar, aber nicht pauschal hier! --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentliches Recht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deichwesen (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte des Mittelalters (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte der Frühen Neuzeit (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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