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	<title>Spartakiade - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T16:44:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Müllt-Renner: /* Sowjetunion */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sowjetunion&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spartakiade&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine internationale Sportveranstaltung, die von der [[Sowjetunion]] initiiert und gefördert wurde. Die Namensgebung geht auf den antiken Sklavenführer [[Spartacus]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1928 bis 1936 fanden vier offizielle internationale Spartakiaden statt. Später wurden Spartakiaden in den [[Ostblock]]staaten als nationale Sportveranstaltungen oder als internationale [[Spartakiade der befreundeten Armeen]] organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Sowjetunion versuchte, Spartakiaden sowohl als Gegenbewegung als auch als Ergänzung zu den [[Olympische Spiele|Olympischen Spielen]] zu etablieren. Der von Spartacus abgeleitete Name sollte den [[Proletariat|proletarischen]] [[Internationalismus]] im direkten Gegensatz zum aristokratischen Charakter der [[Olympische Spiele der Antike|antiken Olympischen Spiele]] symbolisieren, auf denen die modernen „kapitalistischen“ Olympischen Spiele basierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Spartakiaden in der UdSSR wurden 1923 in Formationen der [[Rote Armee|Roten Armee]] und der Sportbewegung [[Spartak]] in [[Petrograd]] abgehalten. Die [[Moskau]]er Spartakiade im Jahr 1928 war auch als &amp;#039;&amp;#039;Allunions-Spartakiade&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Ab Anfang der 1930er-Jahre fanden in der Sowjetunion Spartakiaden der Gewerkschaften und der [[Dynamo (Sportorganisation)|Dynamo-Sportgesellschaft]] statt. In den 1950er-Jahren wurden [[Spartakiade der Völker der UdSSR|Spartakiaden der Völker der UdSSR]], der [[DOSAAF]] der UdSSR, gewerkschaftsübergreifende Spartakiaden von Studenten sowie internationale Spartakiaden „befreundeter Armeen sozialistischer und Entwicklungsländer“ und andere eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Spartakiaden der Zwischenkriegszeit ==&lt;br /&gt;
=== Baku 1926 (abgesagt) ===&lt;br /&gt;
Zur für den Sommer 1926 in [[Baku]] geplanten „Spartakiade des Ostens“ erwarteten die sowjetischen Organisatoren Teilnehmer aus der [[Türkei]], [[Afghanistan]], [[Iran|Persien]], [[Völkerbundsmandat für Palästina|Palästina]], [[Marokko]] und [[Republik China (1912–1949)|China]]. Das Projekt scheiterte aber an finanziellen Problemen.&lt;br /&gt;
=== Moskau und Oslo 1928 ===&lt;br /&gt;
1928 veranstaltete die Rote Sportinternationale (RSI) in Moskau eine internationale Spartakiade. Sie sollte sowohl den „bürgerlichen“ Olympischen Spielen als auch den sozialdemokratischen [[Arbeiterolympiade]]n Konkurrenz bereiten. Insgesamt nahmen an den Spielen etwa 4000 Athleten teil, darunter etwa 600 ausländische aus 12 Ländern. Im selben Jahr veranstaltete die RSI eine Winter-Spartakiade in Oslo. Auf die Spartakiade hin wurde in Moskau mit dem [[Dynamo-Stadion (Moskau)|Dynamo-Stadion]] eine Sportstätte errichtet, die modernsten Standards genügte. Die Eröffnungsfeier wurde auf dem [[Roter Platz|Roten Platz]] von 30.000 Fahnen- und Fackelträgern bestritten. Das gemeinsame Absingen der „[[Die Internationale|Internationalen]]“ dirigierte der 80-jährige Franzose [[Pierre Degeyter]], der die Melodie der Arbeiterhymne 40 Jahre zuvor komponiert hatte. Die Wettkämpfe wurden dann weitestgehend von den sowjetischen Sportlern dominiert. [[Werner Seelenbinder]] errang den 1. Platz seiner Gewichtsklasse im [[Ringen]]. Das größte Publikumsinteresse genossen die Fußballspiele des Spartakiade-Turniers, das zugleich Endrunde der [[Liste der sowjetischen Fußballmeister|sowjetischen Fußballmeisterschaft]] und ein internationaler Wettbewerb war. An der Winter-Spartakiade nahmen Delegationen aus [[Norwegen]], der Sowjetunion, [[Schweden]], der [[Tschechoslowakei]], [[Finnland]] und [[Deutsches Reich|Deutschland]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berlin 1931 ===&lt;br /&gt;
Eine zweite internationale Spartakiade sollte 1931 unmittelbar vor der [[Wien]]er Arbeiterolympiade in [[Berlin]] stattfinden. Sie wurde aber polizeilich verboten und konnte unter dem Tarnnamen „Internationales Sommerfest des Arbeitersport-Kulturkartells“ nur unvollständig im Verborgenen abgehalten werden. Im Anschluss daran reiste eine internationale Delegation von „[[Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit|Rotsportlern]]“ nach Moskau und wohnte dort mehreren Sportveranstaltungen bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chicago und Lyon 1932 ===&lt;br /&gt;
Im Jahre 1932 fanden in [[Chicago]] und [[Lyon]] als Gegenveranstaltungen zu den [[Olympische Sommerspiele 1932|Olympischen Spielen von Los Angeles]] Spartakiaden statt. Hierbei handelte es sich allerdings um keine offiziellen internationalen Spartakiaden der RSI.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moskau 1933 (abgesagt) ===&lt;br /&gt;
Die RSI plante für 1933 eine große Weltspartakiade in Moskau, die aber aus organisatorischen Gründen immer wieder verschoben und schließlich abgesagt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oslo 1936 ===&lt;br /&gt;
An der zweiten internationalen Winter-Spartakiade waren Norwegen, die Sowjetunion, Finnland und Schweden vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach dem Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
=== Sowjetunion ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Spartakiade der Völker der UdSSR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1952 beschloss die Sowjetunion, sich der olympischen Bewegung anzuschließen, und die internationalen Spartakiaden wurden eingestellt. Der Begriff existierte jedoch weiterhin für interne Sportveranstaltungen in der Sowjetunion auf verschiedenen Ebenen, von lokalen bis hin zur [[Spartakiade der Völker der UdSSR]]. Letztere Veranstaltung fand in vier Jahren zweimal statt, als Winterspartakiade und Sommerspartakiade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste sowjetische Spartakiade wurde 1956 ausgetragen. Laut der [[Große Sowjetische Enzyklopädie|Großen Sowjetischen Enzyklopädie]] (BSE) betrug die Zahl der Teilnehmer an der 6. Sommerspartakiade der Völker der UdSSR 90 Millionen Menschen (doppelt so viele Sportler wie damals in der UdSSR), darunter 8.300 Meister des Sports der UdSSR und 20 Millionen in der 3. Winterspartakiade der Völker der UdSSR, darunter etwa 1.000 Meister des Sports der UdSSR. Allerdings wurden diese Zahlen aufgrund der geringen Zuverlässigkeit und ideologischen Voreingenommenheit der BSE häufig in Frage gestellt. An die Winter- und Sommerspartakiaden der Völker der UdSSR erinnerte jeweils eine Serie von [[Briefmarke]]n, die in Millionenauflage herauskamen. Bis 1975 fanden alle Sommerendkämpfe in Moskau statt, später auch in anderen Städten in der gesamten Sowjetunion. Die Finals der Winterausgaben wurden häufig in [[Jekaterinburg|Swerdlowsk]] ausgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== DDR ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kinder- und Jugendspartakiade}}&lt;br /&gt;
Die Kinder- und Jugendspartakiaden waren in der [[Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik]] (DDR) und den anderen Ländern des Ostblocks regelmäßig veranstaltete Sportwettkämpfe. Sie sollten Kinder und Jugendliche zu regelmäßiger sportlicher Betätigung anhalten, dienten aber auch der frühzeitigen Erkennung potenzieller Leistungssportler. Die Spartakiaden waren, zusammen mit den Kreis-, Bezirks- und DDR-Meisterschaften sowie dem Pionierpokal, die wichtigsten sportlichen Wettbewerbe im Kinder- und Jugendbereich in der DDR. Es fanden Vorwettkämpfe, Kreisspartakiaden, alle zwei Jahre Bezirksspartakiaden und die zentralen Spartakiadewettkämpfe statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tschechoslowakei ===&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Spartakiáda&amp;#039;&amp;#039; wurde auch für eine Massenturnveranstaltung verwendet, die alle fünf Jahre im [[Strahov-Stadion]] in [[Prag]] stattfand. Die erste Veranstaltung dieses Namens gab es jedoch bereits im Jahr 1921; ihr Initiator [[Jiří František Chaloupecký]] gilt als Erfinder des Namens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Albanien ===&lt;br /&gt;
Auch während der kommunistischen Herrschaft in [[Albanien]] fanden sechs ähnliche Veranstaltungen statt (1959, 1969, 1974, 1979, 1984 und 1989).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* William J. Baker: &amp;#039;&amp;#039;Muscular Marxism and the Chicago Counter-Olympics of 1932.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;International Journal of the History of Sport.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, Nr. 3, 1992, {{ISSN|0952-3367}}, S. 397–410, {{doi|10.1080/09523369208713802}}.&lt;br /&gt;
* G. A. Carr: &amp;#039;&amp;#039;The Spartakiad: Its Approach and Modification from the Mass Displays of the Sokol.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Canadian Journal of History of Sport&amp;#039;&amp;#039;, Band 18/1, 1987, S. 86–96.&lt;br /&gt;
* André Gounod: &amp;#039;&amp;#039;Sport und Inszenierung des sozialistischen Aufbaus. Das Projekt der Weltspartakiade in Moskau (1931–1934).&amp;#039;&amp;#039; In: Arié Malz, Stefan Rohdewald, [[Stefan Wiederkehr]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sport zwischen Ost und West. Beiträge zur Sportgeschichte Osteuropas im 19. und 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Einzelveröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts Warschau.&amp;#039;&amp;#039; 16). Fibre, Osnabrück 2007, ISBN 978-3-938400-15-9, S. 75–91.&lt;br /&gt;
* James Riordan: &amp;#039;&amp;#039;The sports policy of the Soviet Union, 1917–1941.&amp;#039;&amp;#039; In: Pierre Arnaud, Jim Riordan (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sport and International Politics.&amp;#039;&amp;#039; Routledge 2013, ISBN 978-0-203-47658-1, S. 79–90.&lt;br /&gt;
* Werner Schulthess: &amp;#039;&amp;#039;Spartakiade-Fahrt 1928. Eine Reise nach Russland.&amp;#039;&amp;#039; Schulthess, Zürich 1928.&lt;br /&gt;
* [[Lothar Skorning]]: &amp;#039;&amp;#039;Vor 50 Jahren: Die Moskauer Spartakiade 1928.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Theorie und Praxis der Körperkultur.&amp;#039;&amp;#039; Band 27, 1978, {{ISSN|0563-4458}}, S. 670–678.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Doris Marszk |url=https://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Vor_80_Jahren__Erste_internationale_Spartakiade___Sport_als_Mittel_der_Politik1771015585156.html |titel=Vor 80 Jahren: Erste internationale Spartakiade - Sport als Mittel der Politik |werk=wissenschaft-aktuell.de |datum=2008-07-29 |abruf=2024-04-19}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportwettbewerb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Multisportveranstaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spartacus als Namensgeber]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Müllt-Renner</name></author>
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