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	<title>Sparquote - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T15:25:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sparquote&amp;diff=148082&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Chhelp: Zahlen der Sparquoten für 2023 (2024), Beleg.</title>
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		<updated>2026-04-21T13:07:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zahlen der Sparquoten für 2023 (2024), Beleg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sparquote&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|savings ratio}}) ist in der [[Volkswirtschaftslehre]] eine [[volkswirtschaftliche Kennzahl]], die den Anteil der [[Ersparnis]] am [[Einkommen]] wiedergibt. Komplementärbegriff ist die [[Konsumquote]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Die Sparquote ist neben der [[Arbeitslosenquote]] und der [[Inflationsrate]] eine der bekanntesten volkswirtschaftlichen Kennzahlen in der Öffentlichkeit. Sie zeigt den Anteil des [[Verfügbares Einkommen|verfügbaren Einkommens]], der für Zwecke des [[Sparen]]s verwendet wird. Am geläufigsten ist neben der gesamtwirtschaftlichen Sparquote die Sparquote der [[Privathaushalt]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Frietsch, &amp;#039;&amp;#039;Bestimmungsgründe der Sparquote&amp;#039;&amp;#039;, 1991, S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Einkommensgrößen verwendet die Volkswirtschaftslehre für die Sparquote das [[Volkseinkommen]] oder das [[Bruttoinlandsprodukt]]. Derjenige Teil des verfügbaren Einkommens, der nicht [[Konsum|konsumiert]] wird, ist die Sparquote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Adam Smith]] postulierte in seinem Standardwerk [[Der Wohlstand der Nationen]] im März 1776, dass Ersparnisse aus Gewinnen sofort zu [[Reinvestition|reinvestieren]] seien, so dass Sparen und [[Investition]]en stets gleich seien.&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Smith, &amp;#039;&amp;#039;An Inquiry to the Wealth of Nations&amp;#039;&amp;#039;, 1776, S. 248 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er sah Sparen als einen Faktor der [[Wohlstand]]ssteigerung. Das [[Saysches Theorem|Saysche Gesetz]] nahm 1803 einen Ausgleich zwischen [[Kapitalangebot]] (Ersparnis) und [[Kapitalnachfrage]] (Investitionen) durch den [[Marktzins]] an&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jean-Baptiste Say]], &amp;#039;&amp;#039;Traité d&amp;#039;économie politique&amp;#039;&amp;#039;, 6. Aufl., 1841, S. 138 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und sah die Sparquote als wichtigste Ursache für die Investitionsneigung. [[James Maitland, 8. Earl of Lauderdale]] sprach 1804 vom Sparen als der „zu verbannenden Leidenschaft der Geldanhäufung“;&amp;lt;ref&amp;gt;Earl of Lauderdale, &amp;#039;&amp;#039;An Inquiry into the Nature and the Origin of Public Wealth and into the Means of its Increase&amp;#039;&amp;#039;, 1804, S. 149 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; er verurteilte das Sparen und pries den [[Luxus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[David Ricardo]] billigte 1817 den [[Arbeiter]]n lediglich [[Subsistenzlohn|Subsistenzlöhne]] zu (das [[Arbeitsentgelt]] deckt lediglich [[Nahrung]] und [[Wohnung]]) und sprach ihnen die Fähigkeit zum Sparen ab.&amp;lt;ref&amp;gt;David Ricardo, &amp;#039;&amp;#039;On the Principals of Political Economy and Taxation&amp;#039;&amp;#039;, 1817, S. 90 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Thomas Robert Malthus]] stand 1820 fest, dass nur eine bestimmte Sparquote eine Wohlstandssteigerung gewährleiste; es könne jedoch auch zu viel gespart werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Robert Malthus, &amp;#039;&amp;#039;Principles of Political Economy&amp;#039;&amp;#039;, 1820, S. 322 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die von [[Karl Marx]] 1857 entwickelte Theorie der [[Kapitalakkumulation]] beruht unter anderem auf der Gleichsetzung von [[Geld]] und [[Kapital]], was bei ihm zur Verwechslung von [[Hortung|Horten]] und Sparen führte.&amp;lt;ref&amp;gt;Kilian Schenkel, &amp;#039;&amp;#039;Sparen und Horten im Rahmen der Entwicklung der nationalökonomischen Theorie&amp;#039;&amp;#039;, 1936, S. 39&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alfred Marshall]] ging 1891 von einer Abhängigkeit des Sparens vom [[Sparzins]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Marshall, &amp;#039;&amp;#039;Principles of Economics&amp;#039;&amp;#039;, 1891, S. 258&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[John Maynard Keynes]] stand im Februar 1936 fest, dass „jeder Versuch, durch Einschränkung mehr zu sparen, wird die Einkommen so beeinflussen, dass sich der Versuch von selbst vereitelt.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Maynard Keynes, &amp;#039;&amp;#039;[[Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes]]&amp;#039;&amp;#039;, 1936, S. 246&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Nicholas Kaldor]] unterschied 1955 eine Sparquote der Lohneinkommensbezieher von einer der Gewinneinkommensbezieher, wobei erstere geringer als letztere sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Nicholas Kaldor, &amp;#039;&amp;#039;Alternate Theories of Distribution&amp;#039;&amp;#039;, 1955, S. 83–100&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Annahme ist inzwischen empirisch gesichert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=UyChAq72vd4C&amp;amp;pg=PA93&amp;amp;dq=Kaldor+Sparquote&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwi8wanN15fvAhWI2hQKHRocA4YQuwUwAnoECAAQBg#v=onepage&amp;amp;q=Kaldor%20Sparquote&amp;amp;f=false Willi Albers (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, 1980, S. 93]&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit ist die gesamtwirtschaftliche Sparquote umso niedriger, je niedriger die Gewinneinkommen im Volkseinkommen (Lohneinkommen plus Gewinneinkommen) sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung ==&lt;br /&gt;
Die [[Aggregation (Wirtschaft)|Aggregation]] des Sparens erfolgt durch Berücksichtigung von [[Guthaben]] auf [[Sparkonto|Sparkonten]], [[Termingeld]]- und [[Tagesgeldkonto|Tagesgeldkonten]] sowie [[Sichteinlagen]] auf [[Girokonto|Girokonten]] und [[Bausparguthaben]] im [[Bankwesen]] sowie gezahlten [[Versicherungsprämie]]n an [[Versicherer]]. Außerdem wird der [[Saldo]] aus [[Zahlungsbilanz#Bilanz der Vermögensänderungen oder Vermögensübertragungen (Schenkungsbilanz)|Vermögensübertragungen]] und die Zunahme der Ansprüche von [[Arbeitnehmer]]n im Rahmen der [[Betriebliche Altersversorgung|betrieblichen Altersversorgung]] hinzugerechnet, Kreditaufnahmen für [[Konsumkredit]]e werden abgezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=D67OBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA324&amp;amp;dq=Sparquote+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwit3aqjspTvAhURG-wKHf-kDGAQuwUwAnoECAgQCA#v=onepage&amp;amp;q=Sparquote%20lexikon&amp;amp;f=false Karlhein Müssig/Josef Löffelholz (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Bank-Lexikon: Handwörterbuch für das Geld-, Bank- und Börsenwesen&amp;#039;&amp;#039;, 1998, Sp. 1913 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die europäische Statistikbehörde [[Eurostat]] rechnet die Beiträge zur [[Gesetzliche Rentenversicherung (Deutschland)|gesetzlichen Rentenversicherung]] mit hinzu, während die [[Deutsche Bundesbank]] und das [[Statistisches Bundesamt|Statistische Bundesamt]] die [[Sozialabgaben]] nicht mit einbezieht, sondern lediglich die Zahlungen im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge berücksichtigt. Deshalb lag 2017 die deutsche Sparquote von Eurostat bei 17,1 %, die der deutschen Behörden bei lediglich 10,2 %. Es ist deshalb von Bedeutung, dass bei Statistiken über Sparquoten auch ihre Berechnungsgrundlage genannt wird. Ein Vergleich von Kennzahlen ist daher allgemein nur möglich, wenn die zugrunde liegenden ökonomischen Größen identisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Zu unterscheiden ist zwischen der durchschnittlichen Sparquote der [[Privathaushalt]]e, der gesamtwirtschaftlichen Sparquote aller [[Wirtschaftssubjekt]]e und der marginalen Sparquote:&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Dr. Th. Gabler (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, 1984, Sp. 1327&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;durchschnittliche Sparquote&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;math&amp;gt;S_q&amp;lt;/math&amp;gt; ergibt sich aus der Ersparnis &amp;lt;math&amp;gt;S&amp;lt;/math&amp;gt; und dem Volkseinkommen &amp;lt;math&amp;gt;Y&amp;lt;/math&amp;gt;:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;S_q = \frac{S}{Y}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:Die Sparquote steigt, wenn die Ersparnis bei konstantem Volkseinkommen zunimmt und umgekehrt. Die durchschnittliche Sparquote gibt Auskunft über die Investitionsfähigkeit &amp;lt;math&amp;gt;I&amp;lt;/math&amp;gt; in einer Wirtschaft unter der [[Gleichgewicht (Wirtschaftstheorie)|Gleichgewichtsbedingung]] &amp;lt;math&amp;gt;I = S&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;gesamtwirtschaftliche Sparquote&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;math&amp;gt;GS_q&amp;lt;/math&amp;gt; ist ein Aggregat aus den Sparquoten der [[Arbeitnehmer]] (&amp;lt;math&amp;gt;W_q&amp;lt;/math&amp;gt;), [[Unternehmer]] (&amp;lt;math&amp;gt;P_q&amp;lt;/math&amp;gt;) und dem [[Staat]].&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin/Institut für Wirtschaftswissenschaften (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Zentralinstituts für Wirtschaftswissenschaften&amp;#039;&amp;#039;, Band 13, 1970, S. 178&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist das Verhältnis aus gesamtwirtschaftlicher Ersparnis und dem [[Nettonationaleinkommen]] zu [[Marktpreis]]en (&amp;lt;math&amp;gt;Y&amp;lt;/math&amp;gt;):&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;GS_q = \frac {\mathrm{W_q} + \mathrm{P_q}}{Y}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* Die [[marginale Sparquote]] &amp;lt;math&amp;gt;S_m&amp;lt;/math&amp;gt; ist die [[erste Ableitung]] der [[Sparfunktion (Volkswirtschaft)|Sparfunktion]] nach dem Volkseinkommen:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;S_m = \frac{\Delta S}{\Delta Y}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
:Sie gibt an, um welchen Betrag die Ersparnis steigt, wenn das Volkseinkommen um eine [[Geldeinheit]] steigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Finanzierungslücke der Unternehmen.png|mini|Sparquote/Finanzierungsbedarf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sparquote hat in der [[Wirtschaftstheorie|ökonomischen Theorie]] eine große Bedeutung, da ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Spar- und [[Investitionsquote]] und [[Wirtschaftswachstum]] postuliert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=9J6nBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA345&amp;amp;dq=Sparquote+zinselastizit%C3%A4t&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiSvePQk5zvAhXP2qQKHSLPDM84FBC7BTAHegQIBhAH#v=onepage&amp;amp;q=Sparquote%20zinselastizit%C3%A4t&amp;amp;f=false Christian Nowotny, &amp;#039;&amp;#039;Der öffentliche Sektor: Einführung in die Finanzwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1987, S. 291]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Faktoreinkommen]] (Privathaushalte: [[Arbeitseinkommen]]; Unternehmen: [[Gewinn]]e und [[Unternehmerlohn]]; beide: [[Immobiliarmiete|Miet- und Pachteinkommen]] und [[Kapitalertrag|Kapitalerträge]]) werden entweder konsumiert oder gespart. Erhöhungen der Sparquote ermäßigen die Konsumquote und umgekehrt, denn es gilt:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;Y = C + S&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Sparquote und Konsumquote ergänzen sich zu &amp;lt;math&amp;gt;1&amp;lt;/math&amp;gt;, wenn man von [[Hortung]] absieht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=4w3TBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA555&amp;amp;dq=Sparquote+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwit3aqjspTvAhURG-wKHf-kDGAQuwUwBnoECAYQCQ#v=onepage&amp;amp;q=Sparquote%20lexikon&amp;amp;f=false Ute Arentzen/Heiner Brockmann/Heike Schule, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Volkswirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 632]&amp;lt;/ref&amp;gt; Wirtschaftspolitische Maßnahmen mit positiver Auswirkung auf die Sparquote können das Wachstum des [[Bruttosozialprodukt]]s mindestens mittelfristig erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Kromphardt]], &amp;#039;&amp;#039;Konzeptionen und Analysen des Kapitalismus&amp;#039;&amp;#039;, 1980, S. 512 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der wissenschaftlichen Lehrmeinungen geht heute davon aus, dass das Kapitalangebot an Ersparnissen zumindest kurzfristig in einem Bereich von einem [[Marktzins]] zwischen 2 % und 6 % weitgehend zinsunelastisch ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=KJzoVuzExcUC&amp;amp;pg=PA50&amp;amp;dq=alfred+Marshall+sparen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjX3fS805fvAhUT4OAKHSW5AjQQuwUwCXoECAAQBg#v=onepage&amp;amp;q=alfred%20Marshall%20sparen&amp;amp;f=false Manfred Wilsdorf, &amp;#039;&amp;#039;Bestimmungsgrunde und volkswirtschaftliche Auswirkungen des Verhaltens der Sparkassen im langfristigen Wohnungsbaukreditgeschäft&amp;#039;&amp;#039;, 1960, S. 50 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Da sich die Sparquote selbst von den seit 2013 bestehenden [[Negativzins]]en nicht beeindrucken lässt, scheint die [[Zinselastizität]] insgesamt gering zu sein. Die Höhe der Ersparnis wird vor allem durch die Einkommenshöhe beeinflusst, während die Zinselastizität eher als gering einzustufen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Fricke, &amp;#039;&amp;#039;Das Sparverhalten der privaten Haushalte in der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, 1972, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Absicherung existenzieller Risiken ([[Gesundheit]], [[Arbeitslosigkeit]]) über den [[Versicherungsmarkt]] führt zu einer Verminderung des Vorsichtssparens und somit zu einer geringeren Sparquote.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5lnpBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA24&amp;amp;dq=konjunkturtheorie+Lange+Frist&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiP8fCstJvvAhULPuwKHe6TDVUQuwUwA3oECAkQBw#v=onepage&amp;amp;q=konjunkturtheorie%20Lange%20Frist&amp;amp;f=false Lucas Bretschger, &amp;#039;&amp;#039;Wachstumstheorie&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 171]&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch staatliche [[Sparförderung]] kann die Sparquote steigen. Die Sparquote erhöht sich auch, wenn das verfügbare [[Bruttoeinkommen]] stärker wächst als die [[Konsumausgaben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sparparadoxon ==&lt;br /&gt;
Das [[Sparparadoxon]] ist der scheinbare Widerspruch, dass sich eine hohe Sparquote [[kurzfristig]] negativ auf das Volkseinkommen, auf [[lange Frist]] aber positiv auf das Wirtschaftswachstum auswirkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Y8HLBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA196&amp;amp;dq=Sparquote+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjU3YPWu5TvAhWWt6QKHUgCA4I4ChC7BTAAegQIBhAH#v=onepage&amp;amp;q=Sparquote%20lexikon&amp;amp;f=false Verlag Dr. Th. Gabler GmbH (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Volkswirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1990, S. 743]&amp;lt;/ref&amp;gt; Grund hierfür ist, dass [[Nachfragetheorie]] und [[Wachstumstheorie]] von unterschiedlichen [[Prämisse]]n ausgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Dr. Th. Gabler GmbH (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Volkswirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1990, S. 743&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sparquoten in Deutschland, Österreich und der Schweiz ==&lt;br /&gt;
;Deutschland&lt;br /&gt;
Die folgende Grafik gibt die Entwicklung der Sparquote der privaten Haushalte in Deutschland seit 1991 wieder:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/VolkswirtschaftlicheGesamtrechnungen/Inlandsprodukt/InlandsproduktsberechnungLangeReihenPDF_2180150.pdf?__blob=publicationFile |titel=Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen |titelerg=Inlandsproduktsberechnung: Lange Reihen ab 1970 |hrsg=[[Statistisches Bundesamt]] |datum=2018-06-01 |seiten=30 |abruf=2018-08-24 |format=PDF; 849&amp;amp;nbsp;KB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Jahresdiagramm&lt;br /&gt;
|Höhe = 350&lt;br /&gt;
|Breite = 700&lt;br /&gt;
|Max = 18&lt;br /&gt;
|Intervall = 1&lt;br /&gt;
|Einheit = %&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|Säulenbreite = 3&lt;br /&gt;
|Start = 1991&lt;br /&gt;
|Ende = 2026&lt;br /&gt;
|1991 = 12.6&lt;br /&gt;
|1992 = 12.5&lt;br /&gt;
|1993 = 11.9&lt;br /&gt;
|1994 = 11.3&lt;br /&gt;
|1995 = 11.0&lt;br /&gt;
|1996 = 10.5&lt;br /&gt;
|1997 = 10.1&lt;br /&gt;
|1998 = 10.0&lt;br /&gt;
|1999 =  9.5&lt;br /&gt;
|2000 =  9.0&lt;br /&gt;
|2001 =  9.6&lt;br /&gt;
|2002 =  9.6&lt;br /&gt;
|2003 = 10.1&lt;br /&gt;
|2004 = 10.1&lt;br /&gt;
|2005 = 10.1&lt;br /&gt;
|2006 = 10.1&lt;br /&gt;
|2007 = 10.2&lt;br /&gt;
|2008 = 10.5&lt;br /&gt;
|2009 = 10.0&lt;br /&gt;
|2010 = 10.0&lt;br /&gt;
|2011 =  9.6&lt;br /&gt;
|2012 =  9.3&lt;br /&gt;
|2013 =  8.9&lt;br /&gt;
|2014 =  9.5&lt;br /&gt;
|2015 =  9.6&lt;br /&gt;
|2016 =  9.7&lt;br /&gt;
|2017 =  9.9&lt;br /&gt;
|2018 = 11.0&lt;br /&gt;
|2019 = 10.9&lt;br /&gt;
|2020=16.6|2021=17.1|2022=10.2|2023=10.4|2024=11.4|2025=10.3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Österreich&lt;br /&gt;
Die folgende Grafik gibt die Entwicklung der Netto-Sparquote der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck in Österreich seit 1991 wieder:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.statistik.at/web_de/statistiken/wirtschaft/volkswirtschaftliche_gesamtrechnungen/nichtfinanzielle_sektorkonten/jahresdaten/019514.html |titel=Jahresdaten |titelerg=Einkommen und Sparen der Privaten Haushalte und Privaten Organisationen ohne Erwerbszweck, 1995–2018 |hrsg=[[Statistik Austria]] |datum=2019-06-27 |abruf=2019-09-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Jahresdiagramm&lt;br /&gt;
|Höhe = 350&lt;br /&gt;
|Breite = 700&lt;br /&gt;
|Max = 16&lt;br /&gt;
|Intervall = 2&lt;br /&gt;
|Einheit = %&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|Säulenbreite = 3&lt;br /&gt;
|Start = 1991&lt;br /&gt;
|Ende = 2019&lt;br /&gt;
|1995 = 14.7&lt;br /&gt;
|1996 = 11.9&lt;br /&gt;
|1997 = 10.4&lt;br /&gt;
|1998 = 10.3&lt;br /&gt;
|1999 = 11.0&lt;br /&gt;
|2000 = 10.6&lt;br /&gt;
|2001 =  9.0&lt;br /&gt;
|2002 =  9.4&lt;br /&gt;
|2003 =  9.6&lt;br /&gt;
|2004 =  9.5&lt;br /&gt;
|2005 = 11.1&lt;br /&gt;
|2006 = 11.6&lt;br /&gt;
|2007 = 12.4&lt;br /&gt;
|2008 = 12.4&lt;br /&gt;
|2009 = 11.4&lt;br /&gt;
|2010 =  9.6&lt;br /&gt;
|2011 =  7.9&lt;br /&gt;
|2012 =  8.9&lt;br /&gt;
|2013 =  7.1&lt;br /&gt;
|2014 =  7.3&lt;br /&gt;
|2015 =  6.8&lt;br /&gt;
|2016 =  7.8&lt;br /&gt;
|2017 =  6.8&lt;br /&gt;
|2018 =  7.5&lt;br /&gt;
|2019 =  8.2&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Schweiz&lt;br /&gt;
Die Schweizer sind ein sehr sparsames Volk, wie das Niveau der Sparquote beweist:&amp;lt;ref&amp;gt;Statista, &amp;#039;&amp;#039;Sparquote der privaten Haushalte in der Schweiz von 2000 bis 2019&amp;#039;&amp;#039;, 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Jahresdiagramm&lt;br /&gt;
|Höhe = 720&lt;br /&gt;
|Breite = 700&lt;br /&gt;
|Max = 26&lt;br /&gt;
|Intervall = 2&lt;br /&gt;
|Einheit = %&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|Säulenbreite = 3&lt;br /&gt;
|Start = 2000&lt;br /&gt;
|Ende = 2019&lt;br /&gt;
|2000 =  20.2&lt;br /&gt;
|2001 =  20.7  &lt;br /&gt;
|2002 =  20.1  &lt;br /&gt;
|2003 =  19.3&lt;br /&gt;
|2004 =  18.9&lt;br /&gt;
|2005 =  20.0&lt;br /&gt;
|2006 =  21.4&lt;br /&gt;
|2007 =  23.8&lt;br /&gt;
|2008 =  22.8&lt;br /&gt;
|2009 =  22.8&lt;br /&gt;
|2010 =  22.9&lt;br /&gt;
|2011 =  22.8&lt;br /&gt;
|2012 =  22.6 &lt;br /&gt;
|2013 =  22.8   &lt;br /&gt;
|2014 =  23.8  &lt;br /&gt;
|2015 =  22.9&lt;br /&gt;
|2016 =  22.3&lt;br /&gt;
|2017 =  21.3  &lt;br /&gt;
|2018 =  20.8&lt;br /&gt;
|2019 =  20.8&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugrunde liegt das um [[Zwangssparen]] bereinigte Bruttohaushaltseinkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 2019 gab es international folgende Sparquoten der Privathaushalte:&amp;lt;ref&amp;gt;Statista, &amp;#039;&amp;#039;Sparquote der privaten Haushalte in Europa im Jahr 2019 nach Ländern&amp;#039;&amp;#039;, 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1203738/umfrage/sparquote-der-privaten-haushalte-in-europa/ |titel=Europäische Union - Sparquote der privaten Haushalte |hrsg=Statista |sprache=de |abruf=2026-04-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|  class=&amp;quot;wikitable zebra sortable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!| Land  || Sparquote 2019&amp;lt;br/&amp;gt; in %&lt;br /&gt;
!Sparquote 2023 &lt;br /&gt;
(bzw. 2024) in %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{BEL}} || 13,0  &lt;br /&gt;
|14,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{DNK}} || 9,7  &lt;br /&gt;
|9,08 (2024)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{DEU}} || 18,4  &lt;br /&gt;
|20,13 (2024)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{FRA}} || 14,6&lt;br /&gt;
|16,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{IRL}} || 12,1&lt;br /&gt;
|13,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{ITA}}  || 10,1&lt;br /&gt;
|11,83 (2024)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{LUX}} || 21,4&lt;br /&gt;
|8,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{NED}} || 16,6&lt;br /&gt;
|14,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{NOR}} || 12,6   &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{AUT}} || 13,7   &lt;br /&gt;
|14,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{PRT}} || 7,0  &lt;br /&gt;
|12,2 (2024)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{SWE}} || 18,5  &lt;br /&gt;
|18,1 (2024)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{CHE}} || 20,8  &lt;br /&gt;
|21,97&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{USA}} || 8,1&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{GBR}} || 5,7&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am meisten gespart wird in [[Luxemburg]], gefolgt von der [[Schweiz]]. Am konsumfreudigsten sind dagegen die Bürger in [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]], gefolgt von [[Portugal]] und den [[USA]]. [[Griechenland]] wies 2019 eine negative Sparquote von 3,5 % auf, Zeichen für den Prozess des „[[Entsparen]]s“. Dies bedeutet, dass die Gesamtwirtschaft mehr ausgibt als sie produziert, wodurch das [[Volksvermögen]] schrumpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gewinnquote (Ökonomie)]]&lt;br /&gt;
* [[Kredittheorie]]&lt;br /&gt;
* [[Wirtschaftskreislauf]]&lt;br /&gt;
* [[Gesamtwirtschaftliche Finanzierungsrechnung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Sparquote}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4056047-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Makroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Private Finanzplanung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
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