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	<title>Spanischer Stiefel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T02:29:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spanischer_Stiefel&amp;diff=240428&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: zurück auf Los</title>
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		<updated>2024-07-21T19:28:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;zurück auf Los&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:50 000 Exponate aus 1000 Jahren Kriminalgeschichte zeigt das Kriminalmuseum Rothenburg ob der Tauber. 10.jpg|mini|Spanische Stiefel im Mittelalterlichen Kriminalmuseum Rothenburg ob der Tauber.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Theresiana-Beinschrauben2.jpg|mini|Anlegen einer Beinschraube. [[Illustration|Abbildung]] aus der [[Constitutio Criminalis Theresiana]]]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spanischer Stiefel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schraubstiefel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beinschraube&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[spätmittelalter]]lich-[[frühneuzeit]]liches [[Folterinstrument]], das bei der [[Peinliche Befragung|peinlichen Befragung]] eingesetzt wurde. Es diente dazu, [[Geständnis]]se zu erpressen, und gehörte somit zu den gebräuchlichen Mitteln der sogenannten Wahrheitsfindung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beinschraube bestand meist aus zwei Eisenplatten, deren Form dem [[Unterschenkel]]querschnitt angepasst war. Diese wurden links- und rechtsseitig des Unterschenkels an diesen angelegt und dann mit Hilfe seitlich angebrachter Gewindestäbe zusammengepresst. Bei einfacheren Modellen wurde ein Holzklotz verwendet, der mit Eisenschienen beschlagen war, die wiederum an Gewindestäben geführt wurden. Manche Versionen dienten dazu, lediglich den [[Fuß]] einzuspannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die besondere [[Schmerz]]haftigkeit einer Anwendung des Spanischen Stiefels beruht auf der anatomisch sehr oberflächennahen Lage des [[Schienbein]]s an der Unterschenkelvorderseite und je nach der Höhe, in der das Instrument am Unterschenkel angelegt wurde, auch des [[Wadenbein]]s an der Unterschenkelaußenseite, den Überzug der [[Röhrenknochen|Knochen]] mit sehr schmerzempflindlicher [[Knochenhaut]] (Periost), die nur gering ausgeprägten [[Weichteilgewebe|Weichteilschichten]] zwischen der Haut und den knöchernen Strukturen ([[Subkutis#Unterhautfettgewebe|Unterhautfettgewebe]], [[Bindegewebe]], [[Muskelgewebe|Muskulatur]]), so dass der durch die angezogenen Gewindestäbe ausgeübte Druck diese auf sehr direktem Wege zusammenzudrücken vermag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den Schmerz noch zu verstärken, wurden mitunter zusätzlich Holzkeile von unterschiedlicher Länge und Dicke zwischen die Bretter geschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[David Haek|Franz Helbing]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Tortur: Geschichte der Folter im Kriminalverfahren aller Völker und Zeiten.&amp;#039;&amp;#039; J. Gnadenfeld, Berlin 1902, S. 113 f. (Nachdrucke: Bechtermünz, 1999, ISBN 3-8289-0317-7; Area Verlag, 2004, ISBN 3-89996-200-1, und andere)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei verstärkter und verzögerter Anwendung ist der Schraubstiefel geeignet, schwere Gewebe[[quetschung]]en, [[Blutung]]en, ein sogenanntes [[Kompartmentsyndrom|Muskelkompressionssyndrom]], [[Knochenbruch|Knochenbrüche]] und bleibende Schäden herbeizuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Instrument wurde zuerst in [[Spanien]] angewendet, war seit dem 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert aber beinahe in ganz [[Europa]] verbreitet, jedoch bei den [[Inquisition]]s- und [[Hexenverfolgung|Hexenprozessen]] von eher untergeordneter Bedeutung. Er diente dort wohl fast ausschließlich der [[Territion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die Mitte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts blieb der Spanische Stiefel in Europa noch in Verwendung. [[Preußen]] war der erste [[Staat]], der dieses [[Folterinstrument]] abschaffte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Wienerisch]]en hinterließ die [[Folter]] mit dem Schraubstiefel den Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;jemandem die Wadln firerichten&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;„jemanden unsanft zu Wohlverhalten bringen“&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtsgeschichte der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Folterinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hexenverfolgung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtsgeschichte des Mittelalters]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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