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	<title>Spanische Fliege - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spanische_Fliege&amp;diff=22715&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gak69: Bildbeschreibung eingefügt</title>
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		<updated>2025-10-23T22:17:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bildbeschreibung eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt einen Käfer. Für weitere Bedeutungen siehe [[Spanische Fliege (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Spanische Fliege&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Lytta vesicatoria&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Carl von Linné|Linnaeus]], 1758)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Lytta&lt;br /&gt;
| Taxon2_LinkName  = Lytta (Gattung)&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Meloinae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Ölkäfer&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Meloidae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Polyphaga&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Käfer&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Coleoptera&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Lytta-vesicatoria.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Spanische Fliege (&amp;#039;&amp;#039;Lytta vesicatoria&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spanische Fliege&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Lytta vesicatoria&amp;#039;&amp;#039;, [[Synonym (Taxonomie)|Synonym]]: &amp;#039;&amp;#039;Cantharis vesicatoria&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Käfer]] aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Ölkäfer]] (Meloidae), genannt auch &amp;#039;&amp;#039;Blasenkäfer&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die ausgewachsenen Käfer werden 9 bis 21&amp;amp;nbsp;Millimeter lang und haben einen langen und schlanken Körper. Dieser ist metallisch-grün gefärbt. Ihre Flügel sind voll entwickelt, die [[Deckflügel]] bedecken den gesamten Hinterleib. Außerdem zeichnet sich die Art durch ihren intensiven Geruch aus. Die Larven entwickeln sich durch [[Hypermetamorphose]] in drei Stadien: Die &amp;#039;&amp;#039;Triungulinus&amp;#039;&amp;#039;-Larve hat lange Beine, dreiteilige Klauen, relativ lange Fühler und zwei Schwanzfäden. Sie ist fast ganz schwarz, abgesehen von Unterseite, Beinen, Meta- und Mesothorax, die hell gefärbt sind. Die caraboide Larvenform ist dagegen am ganzen Körper hell gefärbt, außerdem sind die Beine und vor allem die Fühler kürzer als bei der &amp;#039;&amp;#039;Triungulinus&amp;#039;&amp;#039;-Larve und die Klauen sind einfach. Die scarabaeoide Larvenform sieht der caraboiden sehr ähnlich.&amp;lt;!-- sollte dennoch hier ein Unterschied genannt werden, es sind doch *verschiedene* Stadien... --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterarten ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lytta vesicatoria moreana&amp;#039;&amp;#039; Pic, 1941&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fauna moreana&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|hrsg=Fauna Europaea|titel=Lytta (Lytta) vesicatoria moreana Pic 1941|zugriff=2007-05-10 |url={{FaunaEuropaea|ID=436e2f8f-cf34-4a6c-877e-97936ce871e7|WissName=Lytta (Lytta) vesicatoria moreana|Rang=Unterart|Linktext=nein}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lytta vesicatoria vesicatoria&amp;#039;&amp;#039; (Linnaeus, 1758)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fauna vesicatoria&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|hrsg=Fauna Europaea|titel=Lytta (Lytta) vesicatoria vesicatoria (Linnaeus 1758)|zugriff=2007-05-10 |url={{FaunaEuropaea|ID=edcb748c-97ad-422e-8aef-60c15cb02b14|WissName=Lytta (Lytta) vesicatoria vesicatoria|Rang=Unterart|Linktext=nein}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Die Tiere sind in [[Südeuropa]] und dem afrikanischen [[Mittelmeergebiet]] häufig, in [[Mitteleuropa]] sind sie nur selten anzutreffen. Im Gebirge kommen sie bis in 1700&amp;amp;nbsp;m Höhe vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Spanische Fliegen (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Cantharides&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 167 (im Mittelalter: „Cantarides – wormlyn […] grune vlighen“).&amp;lt;/ref&amp;gt; leben in Gebüschen an warmen Orten. Sie fliegen Mitte Juni, wobei sie besonders um Mittag aktiv sind. Die Käfer können einen üblen Geruch absondern. Bei Gefahr pressen sie gelbe [[Hämolymphe]] aus verschiedenen Körperregionen, etwa den Beingelenken ([[Reflexbluten]]), oder sie würgen Verdauungssäfte aus dem Mund. Beides ist stark [[Cantharidin|cantharidinhaltig]] und wirkt hautreizend (unter Umständen können Blasen entstehen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nahrung und Fressverhalten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lytta-vesicatoria03.jpg|mini|Die Spanische Fliege beim Fressen. Das bogige Fraßbild mit nicht glatten Rändern ist recht gut zu sehen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lytta vesicatoria side2.jpg|mini|Spanische Fliege von der Seite]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lytta vesicatoria front.JPG|mini|Spanische Fliege von vorne]]&lt;br /&gt;
Man findet die [[Imago (Zoologie)|Imagines]] meist auf ihren Fraßpflanzen, von deren Blättern sie sich ernähren. Die wichtigsten Fraßpflanzen sind &amp;#039;&amp;#039;[[Gemeine Esche|Fraxinus excelsior]]&amp;#039;&amp;#039; sowie – mit Ausnahme von &amp;#039;&amp;#039;[[Fraxinus ornus]]&amp;#039;&amp;#039; – weitere [[Eschen (Pflanzengattung)|Eschenarten]], daneben noch [[Pappeln]], [[Holunder]], [[Ahorne]], [[Liguster]], [[Flieder]] und [[Ölbäume]]. Die Käfer können bei Massenauftreten vor allem bei verschiedenen [[Ölbaumgewächse]]n als Schädlinge auftreten, aber auch junge Eschen völlig kahlfressen. Die Käfer fressen zunächst die jungen zarten Blätter, später nehmen sie jedoch auch zähere alte Blätter an. Das Fraßbild sieht wüst aus, da die Käfer große bogige Stücke aus dem Blatt reißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung der Larven ===&lt;br /&gt;
Das Weibchen der Spanischen Fliege verscharrt die Eier in einem selbst gegrabenen Erdloch. Nach drei bis vier Wochen schlüpfen die Larven. Ihre Entwicklung ist eine [[Hypermetamorphose]]: Es gibt drei Larvenformen, die sich auch morphologisch voneinander unterscheiden (Siehe im Absatz [[Spanische Fliege#Merkmale|Merkmale]]). Die Entwicklung der [[Larve]]n findet, wie bei allen Ölkäfern, [[Parasitismus|parasitisch]] statt. Ihre Wirte sind [[Wildbienen]]. Die erste Larvenform, die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Triungulinus-Larve&amp;#039;&amp;#039;, klettert auf Blütenpflanzen, wo sie auf Wildbienen lauert und, falls eine kommt, auf deren Rücken ins Nest der Wildbienen reitet. Diese indirekte Fortbewegungsart nennt man Phoresie; sie ist eine Form der [[Probiose]]. Im Wildbienennest angekommen, entwickelt sich die zweite Larvenform, die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;caraboide Larvenform&amp;#039;&amp;#039;. Sie parasitiert zwei Wochen lang im Bienennest, dann entwickelt sie sich zur Scheinpuppe, die auch &amp;#039;&amp;#039;Pseudochrysalis&amp;#039;&amp;#039; genannt wird. Als Scheinpuppe überwintert sie ein bis zwei Mal, und zwar wahrscheinlich außerhalb des Nestes im Boden. Nach der Überwinterung, vielleicht erst im April, entwickelt sich die dritte Larvenform, die &amp;#039;&amp;#039;scarabaeoide Larvenform&amp;#039;&amp;#039;, die sich zu einer echten Puppe verpuppt. Nach zweiwöchiger Puppenruhe schlüpft die [[Imago (Zoologie)|Imago]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Spanische Fliege als Potenzmittel und Reizgift ==&lt;br /&gt;
Bekannt ist der Käfer unter anderem durch das als [[Potenzmittel]] genutzte Pulver, welches aus den zermahlenen Käfern besteht und ebenfalls als Spanische Fliege bezeichnet wird. Dieses enthält den Wirkstoff [[Cantharidin]], benannt nach der Käfergattung &amp;#039;&amp;#039;Cantharis&amp;#039;&amp;#039;, zu der die Spanische Fliege (genannt auch „grüner Goldkäfer“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 393 (zu &amp;#039;&amp;#039;goltkefer&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;) früher gezählt wurde. Im Rahmen der [[Homöopathie|Homöo-]] und [[Homöopathie#Tierhomöopathie|Tierhomöopathie]] wird es unter der Bezeichnung „Cantharis vesicatoria“ eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cantharidin kommt auch bei einer Reihe weiterer Arten der Ölkäfer sowie bei anderen Käferfamilien vor. Es ist ein starkes [[Reizgift]], welches auf der Haut Blasen und [[Nekrose]]n verursacht und bei oraler Einnahme zu akutem Nierenversagen führen und dadurch tödlich sein kann. Für erwachsene Menschen sind etwa 0,03&amp;amp;nbsp;g des Giftes tödlich, für Fressfeinde wie Igel, Fledermäuse, Frösche oder Vögel ist es ungefährlich. Es wird nur von den männlichen Käfern synthetisiert. Weibchen erhalten das Gift während der Paarung von den Männchen aus [[Ektadie]]n und geben es ihrerseits an die Eier zum Schutz vor Fressfeinden weiter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Honomichl&amp;quot;&amp;gt;Klaus Honomichl: &amp;#039;&amp;#039;Biologie und Ökologie der Insekten&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage 1998, S. 377. ISBN 3-8274-0799-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Potenzsteigerung wird dem Mittel durch eine massive Reizung der Harnwege nachgesagt, welche zu einer starken [[Erektion]] bis hin zu einer schmerzhaften [[Priapismus|Dauererektion]] führen kann. Das [[Libido|sexuelle Verlangen]] wird durch die Einnahme der Spanischen Fliege nicht gesteigert, sie ist also kein [[Aphrodisiakum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Überdosierungen kann das [[Zentralnervensystem]] angegriffen werden. In Extremfällen kommt es innerhalb von zwölf Stunden zum Tod durch [[Hepatotoxizität|Lebervergiftung]], [[Kreislaufkollaps]] und [[Nierenversagen]]. Daher wurde die Spanische Fliege in der Vergangenheit auch als Tötungsgift bei Hinrichtungen und für heimliche Mordanschläge verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Honomichl&amp;quot;/&amp;gt; Die in Deutschland erhältlichen Präparate mit der Bezeichnung „Spanische Fliege“ stellen bei einer normalen Anwendung jedoch keine Gefahr dar, da sie den Wirkstoff tatsächlich nur in [[Homöopathie|homöopathischer]] Dosierung enthalten. In den [[USA]] ist der Verkauf und die Anwendung von Präparaten mit dem Wirkstoff Cantharidin verboten. Die Präparate werden gegen Erkrankungen der Nieren und Harnwege verwendet. Früher wurden insbesondere die getrockneten Flügeldecken für medizinische Zwecke, beispielsweise zur Herstellung blasenziehender [[Cantharidenpflaster]], genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* [[Heiko Bellmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Neue Kosmos Insektenführer&amp;#039;&amp;#039;, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co, Stuttgart 1999, ISBN 3-440-07682-2.&lt;br /&gt;
* Harde, Severa: &amp;#039;&amp;#039;Der Kosmos Käferführer, Die mitteleuropäischen Käfer&amp;#039;&amp;#039;, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH &amp;amp; Co, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-06959-1.&lt;br /&gt;
* Adolf Brauns: &amp;#039;&amp;#039;Taschenbuch der Waldinsekten Band 1.&amp;#039;&amp;#039; (3. Auflage, bearbeitet); Gustav Fischer Verlag Stuttgart, ISBN 3-437-30228-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Lytta vesicatoria|Spanische Fliege}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{FaunaEuropaea|ID=a5f253ae-22dc-4e60-a6de-5215f6df72f7|WissName=Lytta  (Lytta) vesicatoria|Rang=Art}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ölkäfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexuelles Hilfsmittel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Homöopathie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gak69</name></author>
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