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	<title>Spätkauf - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sp%C3%A4tkauf&amp;diff=1681837&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rustikal: /* Trinkhalle, Kiosk und Büdchen */</title>
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		<updated>2026-01-28T16:38:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Trinkhalle, Kiosk und Büdchen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Späti}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Späti Berlin-Kaiserdamm.jpg|mini|Spätkauf am [[Kaiserdamm]] in [[Berlin]]]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spätkauf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Späti&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Judith Luig |url=https://www.morgenpost.de/berlin/article142450255/Online-Petition-will-die-Berliner-Spaetis-retten.html |titel=Online-Petition will die Berliner Spätis retten |datum=2015-06-14 |sprache=de-DE |abruf=2023-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (kurz für &amp;#039;&amp;#039;Spätverkaufsstelle&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Spätverkauf&amp;#039;&amp;#039;) ist eine vor allem in [[Berlin]] und anderen [[Ostdeutschland seit 1990|ostdeutschen]] Städten wie [[Dresden]] und [[Leipzig]] gebräuchliche Bezeichnung für einen kleinen Laden, der außerhalb der üblichen [[Ladenöffnungszeit#Deutschland |Ladenöffnungszeiten]] geöffnet ist, häufig auch [[24/7|rund um die Uhr]]. Die Bezeichnung „Spätverkauf“ wurde in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] seit den 1950er Jahren gebraucht, die Bezeichnung „Spätkauf“ in [[West-Berlin]] seit den 1980er Jahren. Die Kurzform „Späti“ etablierte sich in Berlin nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]], der Begriff „Späti“ wurde 2017 in den [[Duden]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.waz.de/panorama/selfie-spaeti-merkel-duden-enthaelt-5000-neue-woerter-id211498277.html |titel=Selfie, Späti, Merkel – Duden enthält 5000 neue Wörter |datum=2017-08-07 |sprache=de |abruf=2023-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Spätkauf werden zumeist Getränke und Tabakwaren verkauft, aber auch Zeitschriften und Lebensmittel sowie Dinge des täglichen Bedarfs wie in einem [[Convenience Shop]]. Einige Spätverkaufsstellen bieten zudem [[Internetzugang|Internetzugänge]] an,&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Julia Stanek |Titel=Späti in Berlin: Party beim Kiez-Krämer in Neukölln |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2013-10-18 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/reise/deutschland/spaetkauf-in-berlin-eine-nacht-im-spaeti-international-in-neukoelln-a-926472.html |Abruf=2023-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; dienen als [[Postfiliale]] im Einzelhandel und ermöglichen den Genuss alkoholischer Getränke auf [[Biergarnitur]]en vor dem Geschäft. Zahlreiche [[Internetcafé]]s haben ihr Angebot seit der Einführung des [[Mobiles Internet|mobilen Internets]] auf das Angebot eines Spätkaufs ausgedehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesspiegel.de/berlin/internetcafes-in-berlin-tnte-emma-lan/10282348.html |titel=T@nte-Emma-LAN |abruf=2021-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Läden werden meist von Familien [[Türken in Berlin|türkischer]], [[Araber in Berlin|arabischer]], [[Vietnamesen in Deutschland |vietnamesischer]] oder sonstiger [[Asien|asiatischer]] Herkunft betrieben und gelten als Bestandteil der Berliner [[Kiez]]kultur.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=uOoiS7GOXn8 |titel=Karambolage |hrsg=arte |abruf=2016-02-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter anderen Bezeichnungen gibt es etwa  im [[Ruhrgebiet]], im [[Rheinland]], in [[Hannover]], [[Hamburg]] und in [[Frankfurt am Main]] ähnliche Geschäfte mit erweiterten Öffnungszeiten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Ende der [[Ladenöffnungszeit|Sonntagsöffnung]] 2016 ist die Zahl der Spätverkauf-Geschäfte in Berlin rückläufig. Laut der 2016 gegründeten Interessenvertretung „Berliner Späti e.&amp;amp;#8239;V.“ mussten seither etwa 800 Spätverkaufsstellen schließen. Um 2012 habe es etwa 2000 Spätkauf-Geschäfte gegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2022/berliner-spaetis-spaetverkaufsstellen-oeffnungszeiten-sonntag-ruhetag-gesetz-verkauf.html |titel=Warum einige Spätis sonntags öffnen dürfen – und es bei anderen illegal ist |abruf=2022-09-01 |offline=2023-12-06 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:KaDeWe Späti.jpg|mini|„Späti“ in der Lebensmittelabteilung des [[Kaufhaus des Westens|KaDeWe]], 2023]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogenannte Früh- und Spätverkaufsstellen&amp;lt;ref&amp;gt;Birgit Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Sprache in der DDR: ein Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Walter de Gruyter 2000, S.&amp;amp;nbsp;77.&amp;lt;/ref&amp;gt; (kurz: „Spätverkauf“ oder „Früh und Spät“)&amp;lt;ref&amp;gt;Jutta Schlott: &amp;#039;&amp;#039;Früh &amp;amp; spät&amp;#039;&amp;#039;. Berlin: Der Kinderbuchverlag 1982.&amp;lt;/ref&amp;gt; entstanden in den 1950er Jahren in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] und dienten der Versorgung von [[Schichtarbeit]]ern mit grundlegenden Lebens- und Genussmitteln.&amp;lt;ref&amp;gt;Staatliche Zentralverwaltung für Statistik: Statistisches Jahrbuch der Deutschen Demokratischen Republik. Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik. 1960, S.&amp;amp;nbsp;566.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den meisten Fällen waren es normale Lebensmittelläden der [[Handelsorganisation|HO]] oder des [[Konsum (Handelskette)|Konsums]] mit lediglich abweichenden Öffnungszeiten. Während alle regulären Läden um 18&amp;amp;nbsp;Uhr schlossen, hatten Spätverkäufe bis 19 oder 20&amp;amp;nbsp;Uhr geöffnet, in seltenen Fällen und in größeren Städten auch darüber hinaus. Je nach örtlicher Notwendigkeit schlossen Spätverkaufsstellen bereits um 18:30&amp;amp;nbsp;Uhr oder öffneten als &amp;#039;&amp;#039;Frühverkauf&amp;#039;&amp;#039; vor den üblichen Ladenöffnungszeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Berlin Stefan L. Ram |url=https://www.purl.org/stefan_ram/pub/oeffnungszeiten-berlin |titel=Öffnungszeiten in Berlin und Spätkauf in Berlin |datum=2006-05-28 |sprache=de |abruf=2023-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|politischen Wende]] wurde der bereits im ehemaligen [[West-Berlin]] verwendete Begriff „Spätkauf“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Kiez Depesche |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Kosmos e.&amp;amp;#8239;V. Nachbarschaftsverein im Wal de-Kiez |Ort= |Datum=1982 |ISBN= |Seiten=8 |Online=https://books.google.de/books?id=LlRDAQAAIAAJ&amp;amp;q=sp%C3%A4tkauf&amp;amp;dq=sp%C3%A4tkauf&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwj9-L2IlJbuAhWDzaQKHVxIB3E4MhDoATAvegQIChAC |Abruf=2021-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lorenz Tomerius, Berlin (Germany : West) Senator für Kulturelle Angelegenheiten |Titel=Berlin, Kulturstadt Europas 1988: Programm-Magazin |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Ullstein |Ort= |Datum=1988 |ISBN=978-3-548-34483-6 |Seiten=31 |Online=https://books.google.de/books?id=zB_WAAAAMAAJ&amp;amp;q=sp%C3%A4tkauf&amp;amp;dq=sp%C3%A4tkauf&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwj9-L2IlJbuAhWDzaQKHVxIB3E4MhDoATAregQIFhAC |Abruf=2021-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; für Geschäfte mit wesentlich längeren Öffnungszeiten übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Susan Arndt |Titel=Berlin Mainzer Strasse: Wohnen ist wichtiger als das Gesetz |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=BasisDruck |Ort= |Datum=1992 |ISBN=978-3-86163-020-3 |Seiten=47&amp;amp;nbsp;f. |Online=https://books.google.de/books?id=3FCTAAAAIAAJ&amp;amp;q=sp%C3%A4tkauf&amp;amp;dq=sp%C3%A4tkauf&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjQvejQoJbuAhUYPOwKHSrOBCw4MhDoATAjegQIMBAC |Abruf=2021-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff „Späti“ wird inzwischen auch in [[Süddeutschland|süddeutschen]] Städten wie [[München]] und [[Stuttgart]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Elisa Britzelmeier |url=https://www.sueddeutsche.de/muenchen/kiosk-kultur-in-muenchen-gibt-es-keine-spaetis-nicht-ganz-1.4108113 |titel=Spätis und Kioske in München: Standorte für Experten |datum=2018-09-05 |werk=sueddeutsche.de |abruf=2021-01-12 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Cedric Rehman |url=https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nachtverkauf-in-s-mitte-stuttgarts-spaeti-bleibt-vorerst-ausnahme.16dc3a50-ddb4-416c-80b9-641433a3f755.html |titel=Nachtverkauf in S-Mitte: Stuttgarts Späti bleibt vorerst Ausnahme |datum=2019-04-05 |werk=StN.de ([[Stuttgarter Nachrichten]]) |abruf=2021-01-12 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2019 wurde auf der Lebensmitteletage des [[Kaufhaus des Westens|KaDeWe]] eine als „Späti“ bezeichnete Abteilung eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Annika Schönstädt |url=https://www.morgenpost.de/berlin/article227881913/Zahlreiche-Promis-bei-Spaeti-Eroeffnung-im-KaDeWe.html |titel=So festlich eröffnet das KaDeWe einen Späti |datum=2019-12-10 |sprache=de |abruf=2023-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtlicher Status und politische Debatten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Spätkauf Berlin 2011.jpg|mini|[[Grabbeltisch]] in einem Spätkauf in Berlin, 2011]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen der üblichen Praxis von Spätverkäufen dürfen sonntags zwischen 7 und 16&amp;amp;nbsp;Uhr laut dem Berliner [[Ladenschlussgesetz]] nur Blumen, Printmedien, Backwaren und Milchprodukte verkauft werden. Touristische Angebote und Getränke dürfen sonntags nur zwischen 13 und 20&amp;amp;nbsp;Uhr angeboten werden. Der Verkauf von Alkohol ist sonntags nicht erlaubt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Juliane Wiedemeier |url=https://www.prenzlauerberg-nachrichten.de/2012/03/14/auch-spaetis-sollen-am-siebten-tag-ruhen/ |titel=Auch Spätis sollen am siebten Tag ruhen |werk=Prenzlauer Berg Nachrichten |datum=2012-03-14 |sprache=de |abruf=2023-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2012 zeigte ein Anwohner aus [[Berlin-Prenzlauer Berg|Prenzlauer Berg]] 48 Geschäfte, die gegen das Ladenschlussgesetz verstießen, beim Berliner [[Ordnungsamt]] an. Über mehrere Händler wurden daraufhin Bußgelder zwischen 150 und 2500&amp;amp;nbsp;Euro verhängt. Der Spätkauf &amp;#039;&amp;#039;Kollwitz 66&amp;#039;&amp;#039; wurde später mit einer Gegenkampagne auffällig, bei der er Name und Telefonnummer des Anzeigenden am Geschäft aushängte und auch bei &amp;#039;&amp;#039;[[Facebook]]&amp;#039;&amp;#039; [[Doxing|veröffentlichte]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Privatfehde in Prenzlauer Berg: Streit um Spätkauf-Öffnungszeiten |Sammelwerk=[[Tagesspiegel Online]] |ISSN=1865-2263 |Online=https://www.tagesspiegel.de/berlin/streit-um-spatkauf-offnungszeiten-2077525.html |Abruf=2023-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Radiointerview erklärte der Berliner Stadtrat Torsten Kühne, dass das Ordnungsamt jedem Verstoß gegen das Ladenschlussgesetz selbst auf den Grund gehen müsse. Dafür fehlten beim Berliner Ordnungsamt jedoch die Mittel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Juliane Wiedemeier |url=https://www.prenzlauerberg-nachrichten.de/2012/03/20/spaetkaufs-das-ordnungsamt-nimmt-es-nicht-so-genau/ |titel=Spätkaufs: Das Ordnungsamt nimmt es nicht so genau |werk=Prenzlauer Berg Nachrichten |datum=2012-03-20 |sprache=de |abruf=2023-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 2012 setzte sich die [[CDU Berlin|CDU]] in [[Bezirk Pankow|Pankow]] für eine Gesetzesänderung ein, die die Berliner Spätverkaufstellen legalisiert hätte. Diese scheiterte allerdings.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/regionales/berlin/article109701399/Eine-Chance-fuer-die-Spaetis-der-Hauptstadt.html |titel=Bezirkspolitiker: Eine Chance für die Spätis der Hauptstadt |werk=[[Welt Online]] |sprache=de |abruf=2023-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Internetseite [[change.org]] wurde im Juni 2015 eine [[Petition]] mit dem [[Hashtag]] &amp;#039;&amp;#039;#RettetdieSpätis&amp;#039;&amp;#039; gestartet, die eine Anpassung des Ladenschlussgesetzes anstrebt und Spätkäufe mit [[Tankstelle]]n und Bahnhofsgeschäften gleichstellen möchte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Judith Luig |url=https://www.morgenpost.de/berlin/article142450255/Online-Petition-will-die-Berliner-Spaetis-retten.html |titel=Online-Petition will die Berliner Spätis retten |datum=2015-06-14 |sprache=de |abruf=2023-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen Verstößen gegen das Sonntagsverkaufsverbot seien 2015 im [[Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg]] gegenüber Spätkauf-Betreibern Bußgelder in Höhe von 35.000&amp;amp;nbsp;Euro und im [[Bezirk Neukölln]] Bußgelder in Höhe von 70.000&amp;amp;nbsp;Euro verhängt worden. [[Bündnis 90/Die Grünen Berlin|Bündnis 90/Die Grünen]] forderten eine Ausnahmeregelung für Spätkäufe an Sonntagen für einige Stunden, was durch die Regierungsparteien [[SPD Berlin|SPD]] und CDU jedoch nicht unterstützt wurde. Der Abgeordnete der [[Piratenpartei Berlin|Piratenfraktion]] [[Martin Delius]] stellt den Vorschlag zur Diskussion, Spätkäufe zu Ladestationen für [[Pedelec]]s umzufunktionieren, wodurch sie rechtlich mit Tankstellen gleichgestellt werden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sabine Beikler |url=https://www.tagesspiegel.de/berlin/ladenoeffnungsgesetz-in-berlin-gruene-spaetis-sollen-sonntags-oeffnen-duerfen/13065420.html |titel=Ladenöffnungsgesetz in Berlin Grüne: Spätis sollen sonntags öffnen dürfen |werk=[[Der Tagesspiegel]] |datum=2016-03-07 |abruf=2016-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einem im [[Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf]] ansässigen Spätverkauf wurde 2016 vom zuständigen [[Bezirksamt]] unter Androhung eines [[Zwangsgeld]]es von 1500&amp;amp;nbsp;Euro untersagt, an Sonntagen zu öffnen. Nachdem die Inhaberin vor dem [[Verwaltungsgericht Berlin]] geklagt hatte, entschied das Gericht im Mai 2019, Berliner Spätverkäufe müssten sonntags grundsätzlich geschlossen bleiben. In der Begründung heißt es, „Spätis“ führten in ihrem Sortiment Produkte des alltäglichen Bedarfs und seien auf die unspezifische Versorgung der näheren Umgebung ausgerichtet. Damit fielen die Geschäfte nicht unter eine entsprechende Ausnahmeregelung im Berliner Ladenöffnungsgesetz für touristische Läden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.berlin.de/gerichte/verwaltungsgericht/presse/pressemitteilungen/2019/pressemitteilung.825515.php |titel=“Spätis” müssen sonntags grundsätzlich geschlossen bleiben (Nr. 21/2019) |datum=2020-12-08 |sprache=de |abruf=2023-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut einer Auskunft der Interessenvertretung „Berliner Späti e.&amp;amp;#8239;V.“ 2022 mussten seit dem Ende der Sonntagsöffnung etwa 800 Spätverkaufsstellen schließen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ähnliche Geschäfte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Trinkhalle, Kiosk und Büdchen ===&lt;br /&gt;
Während in manchen Orten die kleinen Läden mit langen Öffnungszeiten unbekannt sind, gibt es unter der Bezeichnung [[Trinkhalle (Verkaufsstelle)|Trinkhalle]], [[Kiosk]] oder [[Bude#Entstandene Arten von Buden|Büdchen]] vor allem im [[Ruhrgebiet]], [[Rheinland]], in [[Hannover]], in [[Hamburg]] und in [[Frankfurt am Main]] dem Spätkauf vergleichbare Einrichtungen. Ursprünglich waren vor allem Geschäfte verbreitet, bei denen Kunden außen an ein Fenster traten. Inzwischen sind aber kleine Ladenlokale üblich. Auch diese erfüllen neben dem reinen Verkauf eine Rolle als „sozialer Raum“ oder als Ort der städtischen Party- und Ausgehkultur. Allein in [[Köln]] existieren rund 1000 Büdchen. Die Einrichtungen sind Teil der Stadtkultur, Forschungsobjekte, Ziel von Stadtführungen, Publikationen sowie Fotomotive für Wandkalender.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://portal.uni-koeln.de/universitaet/aktuell/koelner-universitaetsmagazin/unimag-einzelansicht/kiosk-trinkhalle-spaeti-buedchen |titel=Kiosk, Trinkhalle, Späti, Büdchen |datum=2017-05-18 |hrsg=Universität zu Köln |abruf=2020-03-29 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außerhalb Deutschlands ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Seč Večerka.JPG|mini|„Večerka“ in [[Seč u Nasavrk|Setsch]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Tschechien]] werden ähnliche Läden als „večerka“ („Abendladen“) bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Patrick Studer, Iwar Werlen |Titel=Linguistic Diversity in Europe: Current Trends and Discourses |Verlag=Walter de Gruyter |Datum=2012-05-29 |ISBN=978-3-11-027088-4 |Seiten=325 |Online=https://books.google.de/books?id=vcrmBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA325&amp;amp;dq=vecerka+laden&amp;amp;hl=de&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwi4gaaPyvzyAhUsR_EDHWKtCdYQ6AF6BAg_EAI#v=onepage&amp;amp;q=vecerka%20laden&amp;amp;f=false |Abruf=2021-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Frankreich]] werden mit dem Spätkauf vergleichbare Läden vorwiegend von [[Araber |arabischstämmigen]] Händlern betrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lexpress.fr/informations/l-epicier-arabe_59 |titel=? |offline=1 |abruf=2022-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Griechenland]] sind ähnlichartige, sogenannte „[[Periptero]]s“ verbreitet. In [[New York City|New York]] gab es früher rund 1500 „Newsstands“, die neben Zeitungen ebenfalls Getränke, Süßigkeiten oder Tabakwaren verkauften, oft durch ein Fenster oder eine Durchreiche. Inzwischen ist deren Zahl auf 300 gesunken, die meisten davon gibt es in [[Manhattan]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hannah Howard |url=https://www.thrillist.com/lifestyle/new-york/how-new-yorkers-are-fighting-to-save-the-citys-struggling-newsstands |titel=How New Yorkers Are Fighting to Save the City’s Struggling Newsstands |datum=2017-05-12 |abruf=2020-03-29|sprache=en-US}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Madrid]] werden mit dem Spätkauf vergleichbare Läden, die eine begrenzte Auswahl an Lebensmitteln, Snacks und Toilettenpapier anbieten und meist rund um die Uhr und an allen Tagen im Jahr geöffnet haben, „chinos“ genannt, weil sie häufig von asiatischen Einwanderern betrieben werden. Eine Untersuchung des Ministerio de Industria, Turismo y Comercio zählte 2007 in ganz Spanien 16.000 „chinos“ und „todo a cien“-Läden (vergleichbar sogenannten [[Sonderpostenmarkt |Sonderpostenmärkten]]), von denen tatsächlich 26 % von Chinesen geführt wurden, die seit weniger als zehn Jahren in Spanien lebten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Pablo Ximénez de Sandoval |Titel=Vender a deshoras es negocio |Sammelwerk=El País |Ort=Madrid |Datum=2006-05-13 |ISSN=1134-6582 |Online=https://elpais.com/diario/2006/05/14/economia/1147557602_850215.html |Abruf=2023-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Englische Übersetzungen und alternative Bezeichnungen ==&lt;br /&gt;
Für den Begriff „Spätkauf“ werden in Berlin verschiedene englische Übersetzungen und [[Scheinanglizismus|Scheinanglizismen]] verwendet: „Late Night Shop“, „Late Shop“, „Late Buying“, „Late Shopping“, „Night Shop“, „Nightstore“ oder „All in one Shop“. Verwendet wird auch die Bezeichnung „Spätshop“ und „Internetcafé“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot; class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätkauf Late Night Shop.jpg&lt;br /&gt;
Late Shop.jpg&lt;br /&gt;
Night Shop.jpg&lt;br /&gt;
Spätkauf Late Buying.jpg&lt;br /&gt;
Multi Shop.jpg&lt;br /&gt;
Späti All in one Shop.jpg&lt;br /&gt;
Charlottenburg Wilmersdorfer Straße Späti.jpg&lt;br /&gt;
Alaunstraße 37, Dresden (33).jpg&lt;br /&gt;
Internetcafe Nightstore.jpg&lt;br /&gt;
Drinks Internetcafe Snacks.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption in der Kultur ==&lt;br /&gt;
2025 wurde die Serie &amp;#039;&amp;#039;[[Späti (Serie)|Späti]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Wilson Gonzalez Ochsenknecht]] im [[ZDF]] gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien-und-film/serien/zdf-serie-spaeti-ist-schales-hauptstadt-marketing-110387680.html |titel=ZDF-Serie „Späti“ ist schales Hauptstadt-Marketing |datum=2025-03-31 |sprache=de |abruf=2025-05-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Budike]]&lt;br /&gt;
* [[Greißler]]&lt;br /&gt;
* [[Kiosk]]&lt;br /&gt;
* [[Tante-Emma-Laden]]&lt;br /&gt;
* [[Trinkhalle (Verkaufsstelle)|Trinkhalle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christian Klier: &amp;#039;&amp;#039;Der Späti. Eine Ortsuntersuchung in Berlin&amp;#039;&amp;#039;. Berlin Story Verlag, ISBN 9783863681159&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Spätkauf}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Späti}}&lt;br /&gt;
* [https://www.spätshops.de/ Übersicht der Spätshops in Deutschland]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Spatkauf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Laden (Geschäft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handel (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essen und Trinken (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berliner Wirtschaftsgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rustikal</name></author>
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