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	<title>Sozialreform - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T20:37:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sozialreform&amp;diff=160696&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: Änderungen von 2A02:3032:361:E5A7:CC02:8BCE:5C78:1B86 (Diskussion) auf die letzte Version von Sokonbud zurückgesetzt</title>
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		<updated>2025-02-21T10:34:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/2A02:3032:361:E5A7:CC02:8BCE:5C78:1B86&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/2A02:3032:361:E5A7:CC02:8BCE:5C78:1B86&quot;&gt;2A02:3032:361:E5A7:CC02:8BCE:5C78:1B86&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:2A02:3032:361:E5A7:CC02:8BCE:5C78:1B86&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:2A02:3032:361:E5A7:CC02:8BCE:5C78:1B86 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Sokonbud&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Sokonbud (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Sokonbud&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sozialreformen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete man im 19. Jahrhundert zunächst politische Bestrebungen, die soziale Lage der Arbeiter und ihrer Familien zu verbessern. Der Begriff hat allerlei unterschiedliche Aspekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialpolitik ==&lt;br /&gt;
Als Sozialreform bezeichnet man einzelne Verbesserungsmaßnahmen im Rahmen der [[Sozialpolitik]] bis hin zum Aufbau eines [[Sozialstaat]]es. Während Sozialpolitik im engeren Sinn die Korrektur der Gesetze und Institutionen des Staates bedeutet, die deshalb notwendig sei, weil die liberale, rein [[markt]]orientierte Wirtschaft gewisse Veränderungen nicht aus sich selbst betreiben könne, verstand man unter Sozialreform eine weitergehende Veränderung der Wirtschaft und ihrer eigenen Struktur für mehr [[soziale Gerechtigkeit]], welche einerseits über den Umweg der Sozialpolitik, also über die „Zuständereform“, andererseits aber auch über eine „Gesinnungsreform“, vor allem in Richtung auf eine [[Sozialpartnerschaft]] anstelle der Klassengegensätze, erstrebt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sozialreformerische Ansätze gingen im 19. Jahrhundert von verschiedenen Seiten aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. hierzu die 40-bändige [[Quellensammlung zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1867 bis 1914]] von [[Wolfgang Ayaß]], [[Florian Tennstedt]] u.&amp;amp;nbsp;a.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine wichtige Rolle spielte dabei zunächst die bürgerlich-liberale Sozialreform. Eine der ersten Organisationen war der [[Aachener Verein zur Beförderung der Arbeitsamkeit]] (1824/34), der [[Centralverein für das Wohl der arbeitenden Klassen]] (1844), später dann der [[Verein für Socialpolitik]] (1873). Daneben gab es sozialreformerische Initiativen mit christlichen Hintergrund (Christliche Sozialreform), welche u.&amp;amp;nbsp;a. auf [[Wilhelm Emmanuel von Ketteler]], [[Adolph Kolping]] und [[Karl von Vogelsang]] zurückging. Eine bedeutende Quelle solcher Bestrebungen ist die von Papst [[Leo XIII.]] mit der Enzyklika &amp;#039;&amp;#039;[[Rerum novarum]]&amp;#039;&amp;#039; begründete [[katholische Soziallehre]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialismus, Arbeiterbewegung ==&lt;br /&gt;
Im frühen [[Sozialismus]] in Frankreich, Großbritannien und Deutschland gab es einen jahrzehntelangen Streit um die Rolle von Sozialreformen im politischen und ökonomischen Kampf der [[Arbeiterbewegung]]. [[Henri de Saint-Simon|Saint-Simon]] und [[Louis Blanc]] zum Beispiel waren der Ansicht, dass staatliche Sozialreformen erst die Grundlage dafür schaffen müssten, dass Arbeiter am kulturellen und politischen Leben teilhaben könnten. [[Friedrich Engels]], [[Karl Marx]] und später [[Rosa Luxemburg]] kritisierten diese Ansichten als illusorisch und nannten sie „[[Reformismus|reformistisch]]“, was abwertend gemeint war. Sie sahen darin eine Ablenkung vom Ziel der sozialistischen [[Revolution]]. Hinter diesem Streit steckten unterschiedliche Auffassungen vom Charakter des bürgerlichen Staates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialabbau oder Reformen am Sozialsystem == &lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren bekam der Begriff Sozialreform einen anderen Sinn. Unternehmerverbände, Wirtschaftswissenschaftler und -politiker behaupteten, angesichts verschiedener Entwicklungen ([[Arbeitslosigkeit]], [[demographischer Wandel]], [[Globalisierung]]) könne der Sozialstaat in Deutschland und anderen hoch entwickelten Ländern nur dann „im Kern erhalten“ werden, wenn man einschneidende „Reformen der sozialen Sicherungssysteme“ durchführe, das heißt: viele Sozialleistungen reduzieren, die Renten absenken, die Arbeitszeiten verlängern usw. Gewerkschafter, linke Sozialdemokraten, Sozialisten, Sozialpolitiker, Globalisierungskritiker, aber auch einzelne Wirtschaftswissenschaftler griffen diese Politik, die sie als [[Sozialabbau]] bezeichnen, an. Den Begriff Sozialreform für solche Politik zu verwenden, kritisieren sie als [[Euphemismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wirtschaftsliberalismus|Wirtschaftsliberale]] [[Politikwissenschaft]]ler stellten zudem die These auf, dass [[soziale Sicherheit]] die Tendenz habe, Menschen gegenüber dem Staat unmündig zu machen. Das war das Gegenteil der These von [[Henri de Saint-Simon|Saint-Simon]], mit der die Geschichte der Sozialreform begonnen hatte. Im 19. Jahrhundert gab es noch einen breiten Konsens – bis in die katholische Kirche hinein –, dass vor allem Armut Menschen unmündig mache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Ayaß]], Wilfried Rudloff, [[Florian Tennstedt]]: &amp;#039;&amp;#039;Sozialstaat im Werden&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
** Band 1. &amp;#039;&amp;#039;Gründungsprozesse und Weichenstellungen im Deutschen Kaiserreich&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-515-13006-6. &lt;br /&gt;
** Band 2. &amp;#039;&amp;#039;Schlaglichter auf Grundfragen&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-515-13007-3.&lt;br /&gt;
* Daniel T. Rodgers: &amp;#039;&amp;#039;Atlantiküberquerungen. Die Politik der Sozialreform, 1870–1945&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Atlantik Crossings&amp;#039;&amp;#039;, übersetzt von Katharina Böhmer und Karl Heinz Siber). [[Franz Steiner Verlag|Steiner]], Stuttgart 2010, ISBN 978-3-515-08482-6 (&amp;#039;&amp;#039;Transatlantische historische Studien&amp;#039;&amp;#039;, Band 40).&lt;br /&gt;
* Karl Bauer, Herta Gödker, Michael Keller, Manfred Lemke, Heide N. Rohloff, Hans-Joachim Vogler, Heide N. Rohloff (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der privaten Wohltätigkeit und Sozialgesetzgebung in England und Deutschland. Wegbereiter der [[Corporate Social Responsibility]]?&amp;#039;&amp;#039; [[Die Blaue Eule]], Essen 2015, ISBN 978-3-89924-375-8 (&amp;#039;&amp;#039;Neue Anglistik&amp;#039;&amp;#039;, Band 17).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.marxists.org/deutsch/archiv/luxemburg/1899/sozrefrev/ Rosa Luxemburg: Sozialreform oder Revolution? (1899)]&lt;br /&gt;
* [http://www.z-sozialreform.de Zeitschrift für Sozialreform, Bremen (ab 2004)]&lt;br /&gt;
* [http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.i/i620967.htm Institut für Sozialpolitik und Sozialreform, Österreich]&lt;br /&gt;
* [http://www.ifo.de/link/ifointerview-Markt-08-02.htm Hans-Werner Sinn: &amp;#039;&amp;#039;Sozialreform ohne Verlierer&amp;#039;&amp;#039; (2002)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4055893-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsreform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialstaat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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